Thema: Medienkonvergenz

 

Alle 12 Artikel zum Thema Medienkonvergenz auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

Verschmelzung von Fernsehen und Internet:
myTVLink ist ein Videoportal
für Großbildschirme

Das aus Hamburg stammende Startup myTVLink hat eine für Großbildschirme optimierte Browseroberfläche entwickelt, die den bequemen Zugriff auf Onlinevideos vom Sofa aus ermöglicht.

Lange Zeit wurde über die Verschmelzung von Fernsehen und Internet gesprochen, und mindestens ebenso lange mussten Konsumenten auf diese warten. Auch im Jahr 2012 hat die vollständige Konvergenz zwischen den zwei Medientypen und dafür notwendigen Zugangsgerätearten noch nicht vollständig stattgefunden, aber immerhin existieren verschiedene vielversprechende Ansätze. Google TV gehört dazu ebenso wie die Boxee Box sowie VideoWeb. Internetfähige TV-Geräte sowie Konsolenhersteller wie Sony und Microsoft, die Web- und TV-Angebote in ihre Geräte integrieren, tragen ihren Teil zur langsamen Annäherung von Fernsehen und Internet bei. Und auch Apple soll bekanntlich Pläne in diese Richtung hegen.

Wer jedoch ganz simpel einen Computer mit dem heimischen Fernseher verbindet und über diesen im Netz surft, wird schnell feststellen, dass sich die Zahl der für den Großbildschirm optimierten Webangebote in Grenzen hält. Die Macher von myTVLink haben sich zum Ziel gesetzt, diesen Missstand mit einem Browserangebot zu beheben. Der Onlinedienst aus Hamburg hat in der vergangenen Woche seine geschlossene Beta-Phase beendet und steht nun allen Nutzern zur Verfügung.

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Videos im Internet:
Die Zeit des rasanten
Wachstums ist vorbei

Der Blick auf Metriken rund um den Konsum von Onlinevideos legt nahe, dass die Zeit des rasanten Wachstums vorbei ist. Die Qualität der Inhalte wird damit ein immer wichtigeres Erfolgskriterium.

Bertram Gugel befasst sich seit 2005 intensiv mit der Konvergenz von Fernsehen und Internet. Mehr über den Autor am Artikelende.

Möchte man den Online-Video-Markt beschreiben, ergibt sich zunächst ein diffuses Bild. Von TV-Sendern über Abodienste und Video-On-Demand-Portale bis hin zu Videoportalen gibt es viele verschiedene Anbieterarten, die nur schwer direkt miteinander verglichen werden können.

Zudem sind zahlreiche klassische Bewegtbildmärkte betroffen: Die Palette reicht vom Filmverleih über den Filmverkauf und das PayTV bis hin zum FreeTV. Als Einstieg in die Betrachtung des Online-Video-Markts eignet sich deshalb die Zuschauerperspektive.

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Interaktives Fernsehen:
ProSieben experimentiert
mit Augmented Reality

ProSieben schlägt als erster Fernsehsender in Deutschland eine Brücke zwischen dem TV-Gerät sowie den Smartphones der Zuschauer und setzt dazu auf eine Augmented-Reality-Lösung von metaio.

Im September berichteten wir über Methoden, mit denen mobile Apps die Brücke zwischen Fernsehen und Internet schlagen. Im Zentrum des Artikel stand ein in den USA bereits eingesetztes Verfahren, bei dem Applikationen über das Mikrofon des Smartphones das Audiosignal einer TV-Sendung auffangen und dazu passende Inhalte und Features darstellen. Meine abschließende Frage war, welcher deutsche Fernsehsender als Erster auf diese Weise sein Programm interaktiver gestalten würde.

Jetzt bekommen wir die Antwort: ProSieben, und zwar für sein Wissensformat Galileo. Am kommenden Dienstag steigt das Experiment, für welches der TV-Sender mit dem Münchner Augmented-Reality-Spezialisten metaio zusammenarbeitet. Dessen kostenlose Augmented-Reality-App junaio für iPhone oder Android müssen Zuschauer vorab installieren, um die “Galileo smart” getaufte Technik verwenden zu können.

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Google TV und die Fernsehsender:
Bremsklotz für die Medienkonvergenz

Google TV soll das Fernsehen revolutionieren. Solange sich aber die Sender gegen das Vorhaben sperren, ist dieses Ziel kaum zu erreichen.

Seit einigen Wochen gibt es in den USA erste Hardware mit Googles in Kooperation mit Sony, Logitech und Intel lancierter Fernsehplattform Google TV. Die auf Android basierende Software, die sowohl in Form von Set-Top-Boxen als auch vorinstalliert auf internetfähigen Fernsehgeräten vertrieben wird, möchte nichts Geringes erreichen, als Fernsehen zu revolutionieren und zeitunabhängiges, vom Zuschauer bestimmtes Betrachten von Wunschinhalten endlich Realität werden zu lassen. Europäer sollen in der ersten Hälfte des kommenden Jahres Geräte mit Google TV erwerben können.

Leider scheint der Start des ambitionierten Vorhabens nun doch weniger geschmeidig zu verlaufen, als sich Google und seine Partner dies erhofft haben: Denn dummerweise spielen diejenigen bei dem Projekt nicht mit, die eine wichtige Zutat mitliefern: Inhalte. Alle vier großen TV-Stationen in den USA hindern den in Google TV integrierten Browser mittlerweile daran, auf ihren Websites angebotene Videos abzuspielen.

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Interaktives Fernsehen:
Wie mobile Apps die Brücke zwischen TV und Internet schlagen

Es wird noch einige Zeit vergehen, bis in allen Haushalten Fernsehen und Internet in einem Empfangsgerät vereint sind. Bis dahin helfen mobile Apps, die Brücke zwischen TV und Web zu schlagen.

Fernsehen und Internet gehören zusammen. Zumindest für diejenigen, die seit langem ihre eigene Medienkonvergenz praktizieren, indem sie Filme, Serien und Live-Video über das Web schauen oder aber klassische TV-Events wie den sonntäglichen Tatort, Musikwettbewerbe oder Sportveranstaltungen über Twitter und Facebook “begleiten”. Sowohl die Hardware- als auch die Software-Industrie folgen dem Trend, wie jüngste Produktinnovationen wie internetfähige Fernsehgeräte, Google TV, Apple iTV, Boxee oder VideoWeb 600 verdeutlichen.

Doch natürlich wird es noch sehr lange dauern, bis tatsächlich in allen Wohnzimmern ein Gerät steht, welches On-Demand-Fernsehen und umfangreiche Webangebote kombiniert und uneingschränkt zugänglich macht. Bis dahin müssen alternative Lösungen die Brücke zwischen (linearem) TV und interaktiven, sozialen Onlineservices schlagen.

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Konvergenz von Web und TV:
Die Zeit ist reif

Google TV soll endlich das erledigen, was seit Jahren als Parole für die Zukunft ausgegeben wird: Fernsehen und Internet vereinen. Das Timing stimmt.

Die Vision von der Konvergenz von Fernsehen und Internet gibt es seit einer gefühlten Ewigkeit. “Irgendwann ist TV und Rechner eins”, so lautet eine alte Parole, die ich wohl erstmals in den 90er Jahren gehört habe.

Realität ist daraus bis heute jedoch nicht geworden, zumindest nicht im Hinblick auf den Massenmarkt. Google möchte dies mit Google TV ändern, seiner kürzlich angekündigten Android-Plattform für Fernseher und Set-Top-Boxen. Im Herbst soll es in den USA mit TV- und Blu-Ray-Geräten von Sony und Boxen von Logitech losgehen.

Man möchte meinen, dass niemand besser dafür geeignet wäre, Web und Fernsehen endlich zu verheiraten, als Google. Um das zu glauben, setzt man aber voraus, dass bei Konsumenten tatsächlich ein Bedürfnis besteht, vom selben Gerät aus Filme und Serien zu gucken, im Internet zu surfen und Social Networking zu betreiben.

Engadget-Kolumnist Michael Gartenberg bezweifelt genau dies. In Bezug auf nicht näher erläuterte Untersuchungen behauptet er, dass Menschen kein Interesse daran haben, vom Fernseher aus auf das gesamte Internet zugreifen zu können. “Konsumenten wollen einfach kein Gmail oder Twitter oder das “komplette” Web auf ihrem TV-Gerät”, so Gartenberg.

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iPad als Chance für Medienbetriebe:
Hoffnung und Wahrheit

Mit dem iPad hat der Hype um Apple in den Medien erstmals die Ausmasse desjenigen im Internet erreicht: Weil Journalisten und Verleger das Gerät als relevant für ihr Geschäft betrachten. Das dürfte eine übertriebene Hoffnung sein, und jedenfalls wird sie mit dem, was die Medienkonzerne bisher liefern, nicht erfüllt werden.

Von Andreas Göldi und Peter Sennhauser

Nie dagewesene Möglichkeiten.

Nie dagewesene Möglichkeiten.

Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner drückte in der Show von Star-Interviewer Charlie Rose drei Tage nach der iPad-Lancierung aus, was viele Medienmanager dieser Tage denken: “Jeder Verleger auf der Welt sollte sich einmal täglich hinsetzen und beten, um Steve Jobs zu danken, dass er die Verlagsbranche gerettet hat.” Diese überkandidelte Aussage zeigt exemplarisch, wie viel irrationale Hoffnung die Medienkonzerne in die transformierende Kraft von Apples iPad setzen.

Viele amerikanische und selbst einige europäische Verlage standen darum zur Lancierung des neuen Wundergadgets mit ersten Applikationen bereit, die Inhalte spezifisch für dieses neue Gerät aufbereiten. Die Resultate waren gemischt, aber mehrheitlich auf der enttäuschenden Seite. Viel mehr als eine glorifizierte PDF-Version bekannter Printmedien bot eigentlich niemand.

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Apple iPad:
Ist das Tablet
das perfekte Medienkonsumgerät?

Nicht weniger als eine Wende hin zum bezahlten digitalen Content versprechen sich viele Medienmanager von Apples iPad. Können die ersten Medienapplikationen die hohen Erwartungen erfüllen?

Time: iPad-Ausgabe zum iPad

Time: iPad-Ausgabe zum iPad

Kein Zweifel, der Formfaktor des iPad lädt geradezu zum Medienkonsum ein: Das elegante Gerät liegt gut in der Hand, und der exzellente Bildschirm ist selbst noch unter direkter Sonneneinstrahlung gut zu lesen. Aber entscheidend ist letztlich natürlich nicht so sehr die Hardware, sondern die Software.

Und zumindest einige amerikanische Medienkonzerne haben zum Launch des iPad am Ostersamstag ihre ersten speziell für das iPad entwickelten Produkte vorgestellt — in der Hoffnung, die widerborstigen User endlich weg vom Gratis-Content auf dem Web in neue Sphären profitabler Medienproduktion zu führen.

Dass den Medienkonzernen dabei teilweise die Pferde bei der Preissetzung etwas durchgegangen sind, zeigt exemplarisch das zum Murdoch-Konzern News Corp. gehörende Wall Street Journal.

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Fusion von Radio und TV:
Medienkonvergenz tut weh

Öffentlich-rechtliches Fernsehen und Radio gehen zusammen, ob in der Schweiz oder in Deutschland. Leider wird medienkonvergentes Arbeiten allzu oft zu Sparzwecken missbraucht.

SRG-Verwaltungsratspräsident Münch: Grundlegende Maßnahmen (Keystone)

SRG-Verwaltungsratspräsident Münch: Grundlegende Maßnahmen (Keystone)


Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) muss sparen: Ein Minus von knapp 80 Millionen Schweizer Franken im Jahr – und kein politischer Wille, das fehlende Geld womöglich von den Zuschauern und -hörern einzufordern. Stattdessen wird Programm gekürzt und vor allem, und das ist eine kleine Revolution, Radio und Fernsehen in den Sprachregionen zusammengefasst. Nun hat man zwar Angst vor einem “Übergriff televisuellen Leichtsinns auf Radio DRS” (NZZ), andererseits ahnt jeder, der schonmal ein YouTube-Video gesehen hat, dass die mediale Zukunft “in Inhalten liegt, die unabhängig von einzelnen und schön streng durch Abteilungsgrenzen getrennten Plattformen verbreitet werden” (Miriam Meckel).

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Medienformate im Vergleich:
Mein Podcast gegen dein TV-Gerät

Natürlich haben Zeitungen und Magazine unbestreitbare Vorteile. Podcasts und Online-Portale aber auch. Und was ist mit dem Radio? Gut, dass wir verglichen haben!

Kürzlich fragte ich mich, warum Medienformate noch immer gegeneinander ausgespielt werden, obwohl es doch eigentlich allen um die Inhalte geht. Nun drehen wir den Spiess um: Wir lassen die verschiedenen Medienformate gegeneinander antreten und listen ihre Vorteile und Nachteile auf. Für Ergänzungen sind wir dankbar.

Zeitungen: Das tolle Gefühl. billiges Papier anzufassen (Bild Meepocity, Creative-Commons-Lizenz)

Zeitungen: Das tolle Gefühl. billiges Papier anzufassen (Bild Meepocity, Creative-Commons-Lizenz)

Zeitung: Kürzlich sass ich in der Tram neben einem grauhaarigen Herrn mit Brille und lernte von ihm, wie man die riesenhafte Zeit in der Tram liest. Er hatte nur einen Bund dabei (von acht) und faltete diesen immer wieder neu auseinander, was mit grösstem Geschick und grösstmöglicher Zurückhaltung einherging. Mal faltete er den Bund auf eine Viertelseite zusammen, mal auf eine Spalte. Es hätte mich nicht gewundert, wenn er daraus plötzlich einen Schwan oder sonst etwas schönes gebastelt hätte.

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