Alle 3 Artikel zum Thema Medienkompetenz auf netzwertig.com:
Wer die digitale Welt nicht versteht, kann von ihr auch nicht profitieren. Hier ist ein fiktiver Medienkompetenzlehrplan.
In diesem Jahr haben wir sicher schon mindestens 15 Artikel veröffentlicht, die mit dem Satz “Eine neue Medienkompetenz ist dafür jedoch Voraussetzung.” hätten abschließen können. Viele der neuen Möglichkeiten, die uns die Digitalisierung eröffnet, lassen sich erst dann nutzen, wenn Individuen das notwendige Know-how mitbringen, um sie zu verstehen und anzuwenden.
Gleichzeitig ist digitale Medienkompetenz auch dann wichtig, wenn es um die sachliche Bewertung von Risiken und Gefahren im Netz geht. Diese existieren zwar, werden aber von Medien gerne übertrieben dargestellt und in Sensationsstories verpackt, was bei nicht mit der digitalen Welt vertrauten Lesern schnell zu falschen Schüssen führen kann.
Dass Medienkompetenz als Thema hochaktuell ist, zeigt auch die Diskussion rund um den Spiegel-Artikel zur Internet-unkundigen “Null Blog-Generation” sowie der Plan des Bundeslands Nordrhein-Westfalen, einen “Medienkompetenzführerschein” für Schüler einzuführen.
Das Vorhaben soll primär den Umgang mit Facebook lehren, ein Blick auf die Argumentation von NRW-Ministerin für Europaangelegenheiten und Medien Angelica Schwall-Düren lässt jedoch befürchten, dass es weniger um Kompetenz sondern eher um die einseitige Verbreitung von Platitüden geht: “Schwall-Düren wies darauf hin, dass unvorsichtig preisgegebene persönliche Daten zu Mobbing missbraucht werden und ‘auch bei beruflichen und sozialen Karrieren hinderlich sein’ können”.
» weiterlesen
Das Internet bereichert das Leben vieler Menschen, ist aber noch lange nicht perfekt. Netzneutralität, globale Lizenzvergaben sowie bessere Filtermechanismen sind einige der Themen, die bearbeitet werden müssen.
Besseres Internet
Tagtäglich erleichtert das Internet
1,73 Milliarden Menschen auf der ganzen Welt das Leben und versorgt sie mit Informationen sowie Unterhaltung. Doch die größtenteils positiven Veränderungen auf unser Privat- und Arbeitsleben dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass noch erheblicher Verbesserungsbedarf besteht, bevor Personen sowie Organisationen rund um den Globus das volle Potenzial der Vernetzung ausreizen können.
» weiterlesen
Erstmalig in der Geschichte der Menschheit wird das klassische Muster der Wissensvermittlung auf den Kopf gestellt: Während Eltern, Lehrer und bisherige Meinungsführer in ihrer Rolle als Vermittler von Web-Wissen und digitaler Erfahrung versagen, übernehmen junge Menschen die Lehrerrolle.
Tafel
Der Spiegelfechter-Blog
hat sich in einer Rezension mit Frank Schirrmachers umstrittenem Buch Payback auseinandergesetzt. In diesem rechnet der Mitherausgeber der FAZ
in einer fragwürdigen Rolle des Zaungasts mit dem Informationszeitalter und Internet ab.
Folgender Absatz von Spiegelfechter-Autor Jens Berger stach mir beim Lesen besonders ins Auge:
Schon in der Schule muss Medienkompetenz zum Lehrstoff gehören. Es ist mit einer Wissensgesellschaft unvereinbar, dass Kinder ohne professionelle Hilfe ins Netz gelassen werden. Aber woher soll diese Hilfe kommen? Von den Lehrern? Ein Großteil der deutschen Lehrer lebt doch selbst noch in Schirrmachers analoger Welt und kann mit dem Internet nicht umgehen. Die Eltern scheiden meist selbst als Tutoren aus, da auch sie die Instrumente nicht beherrschen. Wenn die Gesellschaft denn wirklich die Chancen nutzen will, die die digitale Vernetzung bietet, so muss zunächst eine Diskussion stattfinden, wie man Medienkompetenz vermitteln kann.
» weiterlesen