Alle 4 Artikel zum Thema Media auf netzwertig.com:
Der medienlese.com-Rückblick auf die 28. Kalenderwoche: Langstreckenraketen, Medienfreiheit, nackte Bloggerinnen.

Das Bild der Woche: Iranische Langstreckenraketen rasen gen Himmel. Bilder des Waffentests von vergangener Woche, die von der iranischen Regierung verbreitet wurde, zeigten vier Raketen. Medien in aller Welt verbreiteten und druckten das Bild – ohne den Fake zu bemerken: Eigentlich starten auf dem Bild nur drei Raketen, eine vierte ist bloß digital kopiert. Damit ist das Foto gleich 33 Prozent weniger bedrohlich!
Ein Stelleninserat klärte die Frage, wo sich in der Blick-Redaktion die Arbeit versteckt. Überraschende Erkenntnis: Sie befindet sich auf den Schultern. “Bei unseren Praktika wird Selbstständigkeit und Eigenverantwortung gross geschrieben. Sie sehen nicht nur über die Schulter des Betreuers, sondern können ihm Arbeit von den Schultern nehmen.”
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Die Axel Springer AG schliesst sich der digitalen Bohème an und verwendet per sofort nur noch Apple-Geräte. Springer wird somit nach eigenen Angaben zum grössten Apple-Firmenkunden in Europa und zum zweitgrössten nach Google weltweit.
Wie der Vorstandsvorsitzende des Springer-Verlags (Bild, Welt), Mathias Döpfner, verkündet, hat die “sehr grundlegende IT-Entscheidung”, alle Desktops, Laptops und mobilen Geräte der Axel Springer AG per sofort auf solche der Firma Apple umzustellen, mit verschiedenen Punkten zu tun. Döpfners Video-Ansprache an alle Mitarbeiter:
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Der Kurier hat ein Medienblog – nur wird es nicht wahrgenommen. Keine Links nach aussen, keine Diskussion mit dem Publikum, nicht per RSS zu abonnieren, kein vernünftiges Archiv.

Das Kurier-Weblog «Webweiser» – ganz schön ist es ja …
Manchmal reicht es, eine Website eine Minute anzusehen. Und schon weiss man, warum man bisher nie auf sie gestossen ist, warum sie kaum Erfolg hat und warum sie, Änderungen vorbehalten, niemals Erfolg haben wird. Das Medienblog Webweiser Weblog der österreichischen Tageszeitung Kurier ist so ein Fall.
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Tyler Brûlé (Monocle) vermutet in zwanzig Jahren nur noch zwei Arten von Publikationen: Primitiver Boulevardtrash mit gigantischer Auflage und elitäre Presse mit klugen Analysen und Meinungen.
Tyler Brûlé kann auch nichts für seinen “parfümiert und künstlich” klingenden Namen: “Ja ja, und dann bin ich noch homosexuell. Ich hab mir den Namen nicht ausgesucht” sagt er auf die entsprechende Nachfrage von Magazin-Chefredaktor Finn Canonica.
Im zweiten Teil des Interviews macht er dann bemerkenswerte Aussagen über die Zukunft der Printmedien:
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