Thema: Matthias Matussek

 

Alle 6 Artikel zum Thema Matthias Matussek auf netzwertig.com:

Dichtung und Wahrheit:
Als es noch Reporter gab

Egon Erwin Kisch ist die Reporter-Legende schlechthin, lange trug der wichtigste deutsche Journalistenpreis seinen Namen. Er konnte nicht nur schreiben – er konnte auch Geschichten erfinden.

Egon Erwin Kisch und Henri Nannen (Public Domain und Keystone)
Egon Erwin Kisch und Henri Nannen (Public Domain und Keystone)

Henri Nannen rief den Egon-Erwin-Kisch-Preis im Jahr 1977 ins Leben, mitten im ‘deutschen Herbst’. Einige Jahre nach Nannens Tod, im Jahr 2005, konnte die deutsche Publizistik dann endlich den Skandal beenden, dass nämlich der wichtigste deutsche Journalistik-Preis von einem allzu sprachversessenen und unverantwortlichen Stern-Verleger auf den Namen eines waschechten Kommunisten und DDR-Apologeten getauft worden war. Der Hofsänger des Neopatriotismus Matthias Matussek als Träger des Egon-Erwin-Kisch-Preises – das klang für viele Ohren wirklich putzig.

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Geschenke für Journalisten:
Nützlich bis heiter

Nie wieder Socken, bloß keine Krawatte: medienlese.com hat fünf Vorschläge für passende Geschenke zu Weihnachten – nicht nur für Journalisten.

(iStockphoto)
(iStockphoto)
Noch nicht das richtige Geschenk gefunden? Journalisten im Bekannten- oder Freundeskreis, womöglich gar in der eigenen Familie? Wir haben fünf Vorschläge, was man Reportern, Redakteuren und Rechercheuren unter den Weihnachtsbaum legen kann. Alkohol geht natürlich immer, gerade in den miesen Medienzeiten. Wir haben trotzdem Vorschläge jenseits von Schnapps. Für jeden ist etwas dabei: Wir stellen je ein niedliches, praktisches, elektronisches, unverwüstliches und spaßiges Präsent vor. » weiterlesen

Alternde Neokonservative:
Mach mir den Matussek!

Wenn sich der politische Mainstream nach einigen Jahren in ein Rinnsal aus kaltem Kaffee verwandelt hat, dann sind plötzlich rückblickend Einsichten möglich, welche die aufgeblähten Selbstgewissheiten vormals Zeitgemäßer uns bisher verstellten. Jetzt, nach dem großen Kladderadatsch der Finanzkrise, verdunsten wieder mal alte Überzeugungen wie Frühnebel in der Sonne. Mir öffneten sich gestern die Augen, als ich – um abgelagerte Prophetien zu prüfen – in einem Buch blätterte, das vor zwei Jahren den ominösen ‘neuen Patriotismus’ in der Bundesrepublik begründete: Es geht um Matthias Matusseks ‘Wir Deutschen’. In ihm sprang Matussek in einem lockeren Flicflac über den großen Auschwitz-Graben hinweg, um uns die attraktiveren Postkartenmotive der deutschen Geschichte vor Augen zu führen. Auf dass sich die toitsche Brust selbstbewusst wieder weiten möge.

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Serie auf medienlese.com:
Unsere Alphajournalisten

Florian Rötzer: Mein Alpha Romeo!
Der Deutsche Online-Journalismus wäre ohne Telepolis kaum denkbar. Nur leider verliert sich auch Chef Rötzer, der Alphajournalist des New-Media-Zeitalters, bisweilen im Zahlen- und Faktenwirrwarr. (22. April 2008)

Frank A. Meyer: Lilliput putt ?
Wunschwelt-Blasen eines Linkspopulisten: Unser loser Streifzug durch die Welt der Alphajournalisten führt uns diesmal zu Frank A. Meyer, Chefpublizist bei Ringier. (11. April 2008)

Hallelujah: Schirrmacher macht uns ein Föjetong
Behaupten, Beglaubigen und Sinngeben: In unserer losen Serie über Deutschlands Alphajournalisten widmen wir uns heute FAZ-Herausgeber und Feuilleton-Chef Frank Schirrmacher. (23. März 2008)

Zehn Regeln für angehende Musterpatrioten: Mach mir den Matussek!
Der Matthias Matussek, frischerkorener Ex-Kulturchef des Spiegel, ist bekanntlich der Erfinder des Neo-Patriotismus … Zehn Regeln, um es in fünf Minuten zum Musterpatrioten zu bringen. (23. Februar 2008)

Helmut Markwort: Es gibt nichts Gutes, außer Litotes
Fingerfood für Mittelständler: Focus-Chefredakteur Helmut Markwort schreibt ein öffentliches Tagebuch. In seinem aktuellen Kommentar zur Prügel-Attacke auf einen Rentner in der Münchner U-Bahn spielt er virtuos mit den Fakten. (5. Januar 2008)

Hans-Ulrich Jörges: Im Zauberreich der Alphajournalisten
Wer für ein großes Medium Kolumnen und Editorials schreibt, der darf sich mit Fug und Recht zu den Alphajournalisten zählen. So auch Hans-Ulrich Jörges, Sielwärter und Zwischenrufer beim Stern. Erster Teil unserer losen Folge über Alphajournalisten. (26. Dezember 2007)

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Videoblogger:
Geek Chicks vs. Herrenriege

Bloggermosaik
Blogger unter sich

Sie sehen gut aus und sie präsentieren Nachrichten für die Netzgemeinde. Eine ganze Reihe englischsprachiger Podcasts funktioniert nach dem gleichen Schema. News für Nerds und Internet-Geeks, präsentiert in einem regelmäßigen Videopodcast. Einen Spitznamen haben die Moderatorinnen auch schon: “Geek Chicks”. So werden sie jedenfalls von Duncan Riley in einem Artikel auf Techcrunch genannt. “Battle Of The Podcasting Geek Chicks” heißt das Posting – das ich sofort als Anlaß für einen Streifzug durch die deutschsprachige Netzwelt nehmen wollte. Aber was ist nur dabei herausgekommen:

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Zehn Regeln für angehende Musterpatrioten:
Mach mir den Matussek!

Der Matthias Matussek, frischerkorener Ex-Kulturchef des Spiegel, ist bekanntlich der Erfinder des Neo-Patriotismus: “Matthias Matussek (* 9. März 1954 in Münster) ist ein deutscher Journalist und Publizist, der durch seinen streitbaren Konservatismus und Patriotismus für Aufsehen sorgt“.

Der Neo-Patriotismus war eine zugkräftige Medienmasche, die recht einträglich lief, damals, als viele unserer inzwischen manchmal recht gnadenbrötlerischen Alphajournalisten jeden besseren Leitartikel mit schwarzrotgüldenen Fähnchen tapezierten und über ein neues deutsches Selbstverständnis jubelten, das endlich – anders als sie – ganz ohne Komplexe sei. Wer also in ihre Fußstapfen treten möchte, wem der Sinn nach Anbiederung an den patriotischen Zeitgeist oder auch nur nach einer karriereförderlichen CDU-Mitgliedschaft steht, dem mag meine Hilfestellung gerade recht kommen.

Da der Herr Matussek in den letzten Monaten vor allem via Videoblog zum Volk zu sprechen pflegt, wobei er die Schriftform arg vernachlässigt, habe ich sein bekanntes Deutschlandradio-Interview, wo er dem Jürgen Liminski seinen neuen Patriotismus am sinnfälligsten erläuterte, als Vorlage für diese Lehrstunde genommen. Ich werde mich dabei bemühen, nicht nur möglichst anschaulich, sondern auch recht freundlich zu schreiben, da der Matthias Matussek ein stadtbekannter Choleriker und Kollerer ist, und mir am Ende sonst ein Leides täte.

Hier also zehn Regeln, um es in fünf Minuten zum Musterpatrioten zu bringen:

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