Thema: Marc Walder

 

Alle 4 Artikel zum Thema Marc Walder auf netzwertig.com:

Cash ohne Zeitung:
Schweizer Gratispresse -1

Ringier stellt die Gratiszeitung Cash ein – drei Jahre früher als geplant. Die Schweizer Wirtschaftszeitung erscheint künftig nur noch digital. 23 Mitarbeiter müssen gehen.

Es war sowieso vorgesehen: Cash, die tägliche kostenlose Schweizer Wirtschaftszeitung, verzichtet künftig auf Papier und wird zur reinen Online-Marke. Angesichts der Anzeigenkrise beschloss der Ringier-Aufsichtsrat am Dienstag das Aus der Gratiszeitung noch für Ende dieser Woche – drei Jahre früher als geplant. So konsequent der Schritt ins Netz ist, so bitter ist er auch für 23 Mitarbeiter, 16 in der Redaktion und 7 im Verlag: Sie verlieren durch die Umstellung ihren Job. Der Schweizer Journalistenverband impressum protestiert:

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Nach internem Memo:
Ringier-Mitarbeiter fürchten Newsroom

Eine Nachrichtenzentrale, sie alle zu binden: Der Ringier-Verlag richtet einen gemeinsamen Newsroom ein. Als erstes sollen die Blick-Redaktionen zusammengelegt werden. Ein internes Memo feiert das Vorhaben – doch die Mitarbeiter sind skeptisch.

Noch werden die verschiedenen Ausgaben von Ringiers Boulevard-Postille – Blick, SonntagsBlick, Blick Online und Blick am Abend – getrennt voneinander gemacht. Damit soll jetzt Schluss sein. Die Redakteure, die teilweise sogar schon im selben Raum sitzen, sollen künftig gemeinsam an den Blick-Ausgaben arbeiten. Ringier plant bis Januar 2010 einen “integrierten Newsroom” einzurichten. Nach dem Blick sollen auch die Wirtschafts-Gratiszeitung Cash Daily hinzukommen – und so weiter. Die Sonntagszeitung schrieb am 28. September, künftig müsse jeder Journalist für mindestens zwei Publikationen schreiben können. Auch persoenlich.com berichtete, am 28. und am 4. September.

» weiterlesen: Das interne Memo und die Reaktion der Journalisten

Wochenrückblick Nr. 34

Alphajournalist angegriffen, Journalisten geprügelt, Gebührengelder verscheuert und Jugendliche unter Sauf-Zwang: Unser Rückblick auf die 34. Kalenderwoche.

Fast hätten wir hier die leicht geschmacklose Protestaktion vor der IOC-Zentrale in der Schweiz zum Bild der Woche gemacht – stattdessen entschieden wir uns doch lieber für drei fantastische Sportbilder von den Olympischen Spielen. Und den weißen Panzer, der vor dem Pressezentrum für Erinnerungsfotos posierte.

Michael Johnson, US-amerikanischer Leichtathlet, gemäss Wikipedia vierfacher Olympiasieger und neunfacher Weltmeister, musste sich von Johannes B. Kerner, Mitarbeiter des ZDF, fragen lassen, ob er eigentlich, so als Schnellster, nicht auch gedopt gewesen war. Johnson antwortete: “Das ist eine dumme Frage, auf die ich eigentlich nicht antworten möchte.” Später die Woche fand ein Fussball-Freundschaftsspiel statt, worauf Kerner kurz nach Deutschland und dann wieder nach China geflogen wurde. Was viele als eine Verschleuderung von Gebührengelder ansahen. Auf faz.net kommentierte ein Nutzer: “Kennt die ARD in ganz Deutschland keinen anderen Reporter, der ein Fußballspiel kommentieren kann? Sind wir so arm an Fachleuten?”. Wie stern.de zählte, wurden von den Öffentlich-Rechtlichen über 650 Mitarbeiter nach Peking eingeflogen. Im Vergleich: die BBC kam mit 450 Mitarbeitern aus.

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State of the art:
Akzeptanz im Leser- und Anzeigenmarkt

“Akzeptanz im Leser- und Anzeigenmarkt” ist das Schlagwort, mit dem die Verlage ihren Lesern die als Journalismus verkauften Werbebeilagen andrehen wollen.

Marc Walder im Interview, Screenshot Werbewoche
Unten links der Inhalt (Interview zum SonntagsBlick), oben rechts die Werbung (für den SonntagsBlick)

Jeweils vor Weihnachten ist es wieder soweit. Die Luxusbeilagen der Printprodukte (unsere Beiträge vom 17.11.2006 und vom 24.11.2006) erscheinen und richten sich in einem Glanz, wie Journalismus nur selten verpackt wird, an die Leser. Da sie keine eigenständigen Produkte sind, sondern nur anderen Produkten beiliegen, kann das Leserinteresse an dieser Art von Journalismus kaum nachgewiesen werden. In den Verlagen gibt man sich aber davon überzeugt. Marc Walder vom Schweizer Ringier-Verlag (unter anderem Chefredaktor des SonntagsBlick) spricht in einem kurzen Interview mit der Werbewoche gleich zwei Mal davon:
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