Thema: Lobbyismus

 

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Internetfirmen beeinflussen EU-Datenschutzreform:
LobbyPlag animiert zum Nachdenken über Datenschutz und Lobbyismus

LobbyPlag entlarvt die Einflussnahme von Internetunternehmen und anderen Organisationen auf die geplante EU-Datenschutzreform. Ein schönes Projekt, das jedoch die Gefahr einer eindimensionalen Sichtweise mit sich bringt.

Der Journalist und Blogger Richard Gutjahr sowie die Datenjournalismus-Experten Marco Maas und Sebastian Vollnhals von OpenDataCity haben mit LobbyPlag ein beachtliches Projekt gestemmt: eine kollaborative Plattform, bei der Nutzer Lobbyformulierungen in Gesetzesvorlagen zur europäischen Datenschutzreform dokumentieren. Animiert durch “Facebook-Jäger” Max Schrems, der auf verdächtige Lobbytexte aufmerksam wurde, warfen Gutjahr und seine Mitstreiter einen genaueren Blick auf die Gesetzesentwürfe und fanden allerlei Formulierungen, die Abgeordnete direkt aus dem ihnen von Unternehmen und Organisationen zugesandten “Informationsmaterial” übernommen hatten. Die Idee zu LobbyPlag war geboren. Nicht zuletzt weil bei dem Vorhaben besonders das “Power-Lobbying” der US-Internetkonzerne im Vordergrund steht – die ein augenscheinliches Interesse an einer Angleichung der laxen US-amerikanischen und restriktiveren europäischen Datenschutzregelungen besitzen – stößt das Projekt auch in der traditionell den übermächtigen Webfirmen gegenüber kritisch gesinnten deutschen Mainstreampresse auf große Resonanz. » weiterlesen

Mangelnde Transparenz:
Der Lobbyismus
der Internetgiganten

In der Internet- und IT-Branche werden Milliarden verdient. Die Branchengrößen investieren viel in Lobbyismus, um ihre Einnahmen zu schützen. Problematisch wird es, wenn dies nicht transparent geschieht.

Foto: stock.xchngGestern erreichte mich ein Anruf eines Mitarbeiters von Burson-Marsteller Deutschland. Die PR-Agentur mit Sitz in New York erlangte jüngst eine gewisse Bekanntheit durch ihr im Nachhinein heftiges kritisiertes Facebook-Mandat, Google in der Presse zu diskreditieren, sowie durch ihre Tätigkeit für die von Microsoft und anderen Internetfirmen finanzierte Lobby-Organisation ICOMP.

Da ich den Anrufer nicht darüber informierte, das Gespräch als Anlass zu einem Artikel zu nehmen (wozu ich mich erst im Anschluss entschloss), werde ich ihn an dieser Stelle nicht namentlich nennen. Sein Anlegen war ohnehin recht harmlos: Er bezog sich auf unseren gestrigen Kommentar zum jüngsten, von ICOMP verfassten Anti-Google-Gastbeitrag in der Frankfurter Rundschau und wollte primär darauf hinweisen, dass zwischen dem peinlichen Vorfall in den USA und der hiesigen Arbeit von ICOMP bzw. Burson-Marsteller kein direkter Zusammenhang besteht. Sprich, die Lobby-Initiative würde sich in Deutschland nicht zu einer derartig schmutzigen Herangehensweise hinreißen lassen, wie man sie in den USA am Beispiel Facebook begutachten konnte.

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