Thema: Links

 

Alle 10 Artikel zum Thema Links auf netzwertig.com:

Leistungsschutzrecht:
Presseverlage gegen
den Rest der Welt

FDP und CDU/CSU haben sich trotz zahlreicher bekannter Kritikpunkte auf die Einführung eines Leistungsschutzrechts für Presseverlage geeinigt. Bevor es zu einem Gesetzesbeschluss kommt, lohnt es sich, auf die zahlreichen Risiken aufmerksam zu machen. An vielen Stellen im Netz geschieht dies bereit.

Wie heute früh schon kurz berichtet, haben sich FDP und CDU/CSU auf die Einführung eines Leistungsschutzrechts für Presseverlage geeinigt (Seite 4). Gewerbliche Onlineangebote sollen für die Nutzung von Presseerzeugnissen (“oder kleiner Teile davon”) zahlen, die Abwicklung findet nach den Vorstellungen der Koalition über eine neue Verwertungsgesellschaft statt. Primäres Ziel der Initiative ist Google, das den Verlegern seit langem ein Dorn im Auge ist (obwohl sie stark davon profitieren).

Wir sind bei netzwertig.com trotz unserer positiven Grundhaltung zu digitalen Themen Anhänger einer differenzierten Sichtweise. Beim Leistungsschutzrecht für Presseverlage allerdings besteht wenig Spielraum für Differenzierungen. Es handelt sich dabei um eine äußerst zweifelhafte, nicht mit sachlichen Argumenten zu rechtfertigende Subventionierung einer kleinen Zahl einflussreicher Medienhäuser, die auch nach zehn oder gar 15 Jahren im Internet noch immer eine Aversion gegen den Link, einen elementaren Bestandteil des Netzes, hegen und sich diesen künftig vergüten lassen wollen. Die Folgen wären eine erhebliche Rechtsunsicherheit, eine ausufernde Bürokratie sowie unabsehbare Konflikte, die ein nationaler Alleingang in einem globalen Internet nach sich ziehen kann.

Noch ist das geplante Gesetz aber nicht beschlossen, weshalb es sich lohnt, auf die zahlreichen Kritikpunkte rund um das ewige Wunschvorhaben der führenden deutschen Presseverlage aufmerksam zu machen. Viele Beobachter der seit Jahren anhaltenden Debatte haben dies seit dem Bekanntwerden der Koalitionspläne am Sonntag bereits getan, weshalb wir an dieser Stelle mittels einiger prägnanter Absätze auf lesenswerte Beiträge zum Thema verweisen – etwas, das uns nach dem Willen der Verlage sowie der Regierungsparteien künftig Geld kosten soll, würden wir auf diese Weise Besucher zu deren Angeboten weiterleiten.

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Blogs contra Mainstream-Medien:
Dilettanten gibt es auf beiden Seiten

Viel zu lange schon schwelt der Konflikt zwischen Blogs und etablierten Onlinemedien. Inwieweit es eines Tages zu einer Versöhnung kommt, liegt in den Händen der großen Nachrichtenportale.

Es gibt kaum eine Debatte der letzten Jahre, die ich lieber ein für alle mal ad acta legen würde als die über den Konflikt zwischen Blogs und “Mainstream-Medien”. Leider ist das leichter gesagt als getan.

Gestern beschrieb ich, wie wenig Sorgfalt führende Nachrichtenangebote bei der Berichterstattung über Technologie-Themen an den Tag legen und wie bei Gerüchten rund um die tonangebenden Internetdienste und IT-Unternehmen fast systematisch aus jeder Mücke ein Elefant gemacht wird.

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Resümee:
“Ein Link pro Woche”

Im Juni riefen wir Blogger dazu auf, mindestens einmal pro Woche auf ein neues Blog aus dem deutschen Sprachraum zu verlinken. Hat unser Bestreben, mit gutem Beispiel voranzugehen, funktioniert?

Mitte Juni beschrieb ich angeregt von einem Tweet die Problematik der geringen Verlinkung von deutschsprachigen Blogs untereinander. Mein Ziel mit dem überraschend viel beachteten Beitrag war es, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass in manchen Situationen zwar der Link zu einem führenden US-Blog oder einem deutschen Nachrichtenportal schneller gesetzt ist, das Verlinken weniger bekannter Blogs aus der hiesigen Social-Web-Welt allerdings der bessere Ansatz sein kann (warum, steht im angesprochenen Posting).

Mein konkreter Vorschlag war es, jede Woche mindestens ein hiesiges Blog zu verlinken, das bisher auf der eigenen Site keine namhafte Erwähnung fand. Natürlich wollten wir mit gutem Beispiel vorangehen.

Ungefähr vier Monate nach diesem Aufruf ist es Zeit für ein (vorläufiges) Resümee. Gelang es uns, jede Woche auf mindestens ein Blog zu verweisen, das vorher nicht auf netzwertig.com erschien? Sowohl, um selbst zu erfahren, ob wir unser Ziel erfüllt haben, aber auch, um euch zu zeigen, dass mein Juni-Artikel nicht nur aus leeren Worten bestand, habe ich mir sämtliche netzwertig.com-Beiträge seit dem 17. Juni angeschaut und alle Erstlings-Links auf Blogs aus Deutschland, der Schweiz und Österreich notiert (mit Ausnahme von Unternehmensblogs).

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Debatte um Hyperlinks:
Wie der Link beschädigtes
Vertrauen ersetzt

Autor Nicholas Carr und diverse US-Kollegen sinnieren über die Nachteile von Hyperlinks. Sie vergessen, dass der Link in Zeiten von Kostendruck, Klick-Besessenheit und Quantitäts-Fokus für den Onlinejournalismus sogar noch wichtiger wird.

Im Netz gibt es kaum etwas Natürlicheres als Links. Sie sind für mich elementarer Bestandteil einer jeden Website und eines jeden Artikels. Ohne Verweise, sowohl als Quellennachweis als auch zu Sites mit weiterführenden Informationen, wäre das Internet für mich nur halb so unterhaltsam und lehrreich. Habt ihr schon einmal einen ganzen Abend bei Wikipedia verbracht und seid von Eintrag zu Eintrag “gesurft”? Ich mehrmals. Links sei dank, die auf sinnvolle Weise im Zusammenhang stehende Informationen verknüpfen und somit Wissen nicht mehr als einzelne, isolierte Objekte betrachten.

Mir fällt nicht ein einziger Punkt ein, den ich an Hyperlinks kritisieren würde. Entsprechend unverständlich erscheint mir eine Diskussion zum Für und Wider von Links, auf die GigaOm verweist. Autoren und Blogger wie Nicholas Carr, Ryan Chittum oder Laura Miller sinnieren über die Schattenseiten der Anreicherung von Onlinecontent mit Links. Ihr Hauptkritikpunkt: Links lenken vom eigentlichen Text ab, strengen das Gehirn übermäßig an und werden ohnehin von einem Großteil der Leser ignoriert.

Ich möchte mich gar nicht weiter mit diesen Argumenten auseinandersetzen. Nicht, weil ich sie anzweifle. Es ist gut vorstellbar, dass man sich tatsächlich wie von Carr behauptet besser an den Inhalt eines soeben verschlungenen Beitrags erinnert, wenn man nicht zwischendrin Verweisen gefolgt ist oder zumindest mehrere neue Browser-Tabs für das spätere Lesen geöffnet hat.

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Nachrichtensites:
Verlinken tut weh

Noch immer tun sich viele Nachrichtenangebote im Netz schwer damit, Links zu setzen. Ein aktuelles Beispiel illustriert dies anschaulich.

http://www.digitalestrategien.ifse.de — Strategien und Wettbewerb im Internet – Machen Sie mit bei der Umfrage des Instituts für Strategieentwicklung (IFSE): http://www.digitalestrategien.ifse.de — Textanzeige

Am Donnerstag kam es zu einem Novum: Die Netzwelt-Redaktion der Deutschen Presse-Agentur (dpa) veröffentlichte einen Artikel zu alternativen sozialen Netzwerken und verlinkte dazu auf diesen netzwertig.com-Beitrag. Darüber haben wir uns natürlich sehr gefreut.

Interessant war anschließend zu beobachten, wie sich der Artikel unter den an die dpa angeschlossenen Newssites verbreiten würde. Während im Print-Zeitalter die Leser eines Zeitungstitels keinen Einblick darin erhielten, bei wie vielen anderen Blättern eine Agenturmeldung ebenfalls publiziert wurde, macht die Transparenz des Netzes dies zu einem Kinderspiel:

Rund 100 Quellen findet Google News zur Stunde – Dopplungen abgezogen – die den dpa-Bericht rund um neuartige Netzwerk-Lösungen wie diaspora veröffentlicht haben. Veränderungen oder Anpassungen wurden im Prinzip keine durchgeführt, mit Ausnahme eines Aspekts: Die Verlinkungen, die dpa unterhalb des Beitrags gleich mitgeliefert hat, behielten manche bei, andere entfernten sie absichtlich.

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Blogs:
Wie ein neues Linkverhalten
die Blogosphäre beleben könnte

Die deutsche Blogosphäre verlinkt vorrangig auf Nachrichtenportale und führende US-Blogs. Aus nachvollziehbaren Gründen. Doch es gibt eine einfache Lösung.

Mein ehemaliger netzwertig.com-Kollege und neunetz.com-Blogger Marcel Weiss stellte gestern auf Twitter die Frage, wieso die meisten Blogs im deutschsprachigen Raum eher auf US-Blogs oder deutsche Mainstream-Medien verlinken als auf andere deutsche Blogs.

Marcels Gedankengang ist verständlich: Intensiveres Verlinken anderer Blogs aus Deutschland, der Schweiz und Österreich würde nicht nur die Wahrscheinlichkeit erhöhen, zurückverlinkt zu werden – was bei Verweisen auf TechCrunch, Mashable, Spiegel Online oder heise in der Regel nicht der Fall ist – sondern könnte gleichzeitig die seit Jahren anhaltende Talfahrt des Verlinkungsgrads stoppen, die Vernetzung zwischen den Blogs verstärken, Leser innerhalb der Blogosphäre halten und durch bessere Rankings in den Ergebnissen von Suchmaschinen neue Leser gewinnen.

Und selbst wenn man der Ansicht ist, das sei Humbug und würde sich nicht positiv auf die Relevanz und Kraft der Blogosphäre auswirken, so gäbe das verstärkte Setzen von Links zu mitunter auch weniger bekannten Blogs aus dem deutschen Raum Lesern immerhin Zugang zu neuen, ihnen bisher unbekannten Inhalten und Quellen.

Meines Erachtens nach gibt es drei Gründe, die dafür sorgen, dass sich in der hiesigen Blogosphäre eine signifikante Zahl von Links auf eine sehr kleine Gruppe von Sites verteilt:

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Blogroll:
Wir haben ein Herz für Blogs

Es sind tolle Blogs dort draußen: Der Stylespion bittet zum Linktausch – und wir machen mit bei der Aktion “Ein Herz für Blogs”!

Aktion Superblog: Links für die Blogosphäre (stylespion.de)
Aktion Superblog: Links für die Blogosphäre (stylespion.de)

Seit heute haben wir eine kleine Blogroll in unserer rechten Spalte – und das kam so: Kai Müller von Stylespion.de klagte über die fehlenden Blog-Verlinkungen und rief für Dienstag zur Aktion “Ein Herz für Blogs” auf. Wir haben also schnell in unserem Team herumgefragt und eine kleine, feine Liste erstellt. Ohne die Aufforderung zum “Backlink”, ohne “nofollow”, ohne alles – einfach nur Links.

» Hier ist unsere Liste:

Quatsch ausblenden:
Einfach Artikel lesen

Wenn überall Werbung blinkt und unzählige Links Aufmerksamkeit fordern, wird das Lesen von Texten im Internet zur Qual – das kleine Tool Readability hilft weiter.


Vollkommen willkürliches Beispiel von einer großen deutschen Nachrichtenseite: Ein Interview mit Andy Müller-Maghun vom Chaos Computer Club auf Zeit Online. Der Artikel ist auf drei Seiten aufgeteilt, man braucht die Klicks, will den Leser nicht mit einer ellenlangen Seite verschrecken. Geschenkt. Aber selbst wenn man die Werbung über dem Seitenlogo und neben dem Inhaltsblock wegschneidet, ist die Seite immer noch fast doppelt so hoch wie der eigentliche Artikel. Der im Bild abgedunkelte Bereich verhält sich zum farblich hervorgehobenen Artikel etwa im Verhältnis eins zu zwei.

Das nützliche Beiwerk, Links auf weitere Artikel, Nachrichten seriöser Werbepartner, lenkt aber mitunter vom Lesen des eigentlichen Textes ab. Webdesigner sprechen vom sogenannten “clutter”, vom störenden Wirrwarr. Dagegen hat die Agentur arc90 ein kleines Programm entwickelt. Readabilty entfernt den “clutter” mit einem einfachen Klick. So funktioniert’s: Man speichert das Readability-Lesezeichen, das aus ein wenig JavaScript besteht, besucht eine verkleisterte Website, klickt auf das Lesezeichen – im Hintergrund wird nun die Adresse der Website an den Readability-Server übertragen, der daraufhin dem Browser mitteilt, welche Element der Seite überhaupt angezeigt werden sollen. Das sogenannte “Bookmarklet” funktioniert erstaunlich gut und ist vor allem sehr einfach.

» weiterlesen: Moralische Gewissensbisse

Tagesanzeiger.ch:
Keine Links ohne schriftliche Bewilligung? (Update)

Schon mal auf tagesanzeiger.ch verlinkt, ohne “vorgängig eine ausdrückliche, schriftliche Bewilligung von Tamedia” eingeholt zu haben? Vorsicht, das verstösst gegen die Anwendungsbestimmungen.

Wie weit weg Anwälte vom Alltag im Internet sind, beweisen die Anwendungsbestimmungen auf der brandneuen Seite des Tages-Anzeigers. Darin steht, man kann und will es kaum glauben:

Zudem ist für Links, die von einer fremden Website auf die TA-Website führen, stets vorgängig eine ausdrückliche, schriftliche Bewilligung von Tamedia einzuholen.

Ja, geht’s denn noch gut? Wohin ich auf meiner Website linke, geht doch Tamedia nichts an. Doch nicht genug. Die weltfremden Bestimmungen regulieren auch, wer es überhaupt wagen darf, das Angebot zu nutzen: » weiterlesen

Medienblogcharts 6/08:
Die Sache mit den Links

Querabsteiger, Neueinträge und Chartstürmer: Die aktuelle Ausgabe der Medienblogcharts mit zwei Hinweisen in eigener Sache.

“Morgen Ole. Was ist eigentlich mit den Medienblogcharts passiert? Hätten die nicht gestern…. ?” Es ist doch nicht schon Dienstag? Oh nein, natürlich! Hier also mit einem Tag Verspätung unsere Auswertung – die deutschsprachigen Medienblogcharts.

Für alle Neu- und Quereinsteiger: Wir zählen jeden Monat mit Technorati, wie oft ein Blog verlinkt wird. Wie in der Wissenschaft, wo der sogenannte “citation index” die Zitationshäufigkeiten von wissenschaftlichen Aufsätzen misst. Daran lässt sich die Bekanntheit und Verbreitung eines Textes – oder eines Blogs – darstellen. Eigentlich erscheinen die Medienblogcharts jeden ersten Montag im Monat. Regulär wieder am 4. August.

Noch zwei Hinweise in eigener Sache: Mit derselben Methode präsentiert auch Jens Schröder die deutschen Blogcharts – der uns im Interview auf medienlese.com mehr dazu verraten hat. Außerdem freuen wir uns, die wichtigste Blog-Quelle für den Mediendienst Turi2 zu sein. Eine Auszählung der Quellen ergab, dass unter den ersten 25 zitierten Quellen nur drei Blogs sind. Neben den amerikanischen Seiten techcrunch.com und paidcontent.org haben wir es als einziges deutschsprachiges Blog in die Liste geschafft. Jetzt geht es aber endlich los:

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