Alle 6 Artikel zum Thema Lifestyle auf netzwertig.com:
Style und Kochen statt Reportagen und Essays: Haben es sich die als journalistisch hochwertig bekannten Magazin-Supplements im Schoss der Luxusindustrie zu gemütlich gemacht?
Die jeweils gegen Wochenende beiliegenden Magazine der Süddeutschen Zeitung, der Zeit oder des Tages-Anzeigers sind bekannt als Stätten des herausragenden Journalismus. Sie zeichnen sich aus mit Reportagen, die sich über zehn oder zwanzig Seiten erstrecken. Zu Wort kommen Menschen, denen noch nie jemand Gehör schenkte. Erzählt werden Geschichten, die einzigartig sind.
Seit einigen Jahren ist das nur noch teilweise so. Die wöchentlichen Zeitungsbeilagen im deutschsprachigen Raum wandeln sich zu abgehobenen Familien- und Frauenzeitschriften einer irgendwie besseren Klasse: Die Themen drehen sich vorzugsweise um Stil, Mode, Kochen, Frauen, Kinder, Reisen, Trends. Politik? Ja, aber dann nur die menschliche Seite. Gesellschaft? Ja, aber nur, wenn etwas Glamour dran ist. Wissenschaft? Das ist zu trocken, das geht nur aufgepeppt. Investigationen? Einmal alle paar Monate Wallraff reicht.
Wie komme ich auf diese Behauptungen? Nehmen wir doch mal die Ausgaben für das Wochenende des 14./15. März und gucken uns die Themen an.
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Wohlfühl-Heft mit grünen Themen: Das Schweizer Magazin Gruen setzt auf Ökologie und Ethik. Gesucht wird ein umweltbewusster Lebensstil – ohne mahnenden Zeigefinger.
Sanfte Medizin, sexy Mode aus Biostoffen und umweltschützende Hollywood-Stars: Das Schweizer Magazin
Gruen wendet sich an die vielgepriesene Zielgruppe der Lohas. Diese Liebhaber eines nachhaltigen und gesunden Lebensstils (“Lifestyle of Health and Sustainability”) geben ihr in überdurchschnittlicher Menge vorhandenes Geld für gute Qualität aus, wollen das Richtige tun, die Umwelt retten – aber nicht auf Fortschritt und lustvollen Konsum verzichten. Klar, dass solche Leute Kaufratgeber brauchen, Orientierung im Produkt-Dschungel. Was in Deutschland nicht recht funktionieren mochte – Burdas
Ivy kam über zwei Testausgaben nicht hinaus – wird nun in der Schweiz versucht: Mit
ecoLife und
Gruen suchen gleich zwei grüne Magazine umweltbewusste Käufer. Die erste Ausgabe von Ringiers
Gruen haben wir uns näher angeschaut:
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Aus dem “neuen Magazin für Deutschland” wird eine ganz gewöhnliche Zeitschrift: Aktuelle Personalien zeigen, wo der Schwerpunkt der Vanity Fair in Zukunft liegt.
Die neue Vanity Fair unter Chefredakteur Nikolaus Albrecht reiht sich endgültig zwischen Bunte, Gala und Co. ein: Weniger Relevanz, mehr Firlefanz. Unterhaltung für die breite Masse, weniger Anspruch, weniger verzweifelt auf der Suche nach den ominösen “Movers and Shakers”. Also wurde konsequent das “Agenda”-Ressort gestrichen, das A-Wort existiert nur noch als Bezeichnung einer Rubrik auf der Internetseite. Zu der gefühlten Weichspülung des Magazins passen eine Hand voll Personalien, die in dieser Woche von den bekannten Branchendiensten vermeldet wurden:
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Das neue österreichische Society-Magazin FIRST will ein luxuriöses Hochglanzprodukt für anspruchsvolle LeserInnen sein. Trügt der Schein oder hält die glänzende Oberfläche, was sie verspricht?

Im Test: Ausgabe 2/2008 vom Februar.
Allgemeiner Eindruck
Magazine wollen etwas besonderes sein. Die Kunst des Zeitschriftenmachens liegt darin, jenen besonderen Zugang zum Thema zu finden, der zum Lesen animiert, obwohl man eigentlich schon über das Thema Bescheid weiß – durch Internet, Zeitung, Radio oder TV. Das österreichische Personality-Magazin FIRST lockt am Zeitschriftenständer mit edlem, teurem Hochglanz – von der Titelseite bis zum Schluss. Glanz und Glamour ist das Programm, das man von FIRST erwartet und das auch eingehalten wird. Doch wie steht es um Ästhetik, Stil und Tiefgang?
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Ursprünglich hieß es “Digital Lifestyle Day”, doch dann wurden es erst zwei und inzwischen sogar drei Tage, auch wenn davon zwei wiederum nur halbe Tage sind. Deshalb wurde die Veranstaltung umbenannt zu “Digital Life Design”. 2008 platzt sie aus allen Nähten.

Wie vor Münchens Nobeldiscos: Teure Autos, Türsteher und eine Warteschlange (Bild: W.D.Roth)
Der DLD war von Anfang an eine Hype-Veranstaltung, auf der sich so manches Interessante fand, insbesondere wenn sich Vortragende öffentlich demaskierten, weil sie dachten, nur unter Gleichgesinnten zu sein. 
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Ist Maxi eine Zeitschrift für Dicke? Wir haben sie getestet.

Im Test die Ausgabe 12/2007.
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