Thema: Leitmedien

 

Alle 3 Artikel zum Thema Leitmedien auf netzwertig.com:

Rivva-Leitmedien:
Das Sediment der Blogosphäre

Es sieht aus wie ein bunter Flickenteppich: Aus 36.500 Icons besteht die Grafik, die für die vergangenen 365 Tage jeweils die 100 Leitmedien des Meme-Trackers Rivva anzeigt.

Worüber in der deutschsprachigen Bogusphäre (so ein Kommentator neulich auf medienlese.com) geschrieben und diskutiert wird, zeigt die Website Rivva an. Ein Geschenk des Himmels, das nebenbei eine ständig aktuelle Top-100-Liste der Leitmedien abwirft hält. Betrieben wird der Meme-Tracker von Frank Westphal, einem Hamburger Programmierer. Neueste Funktion:

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Jens Schröder im Interview:
“Ich bin ein Zahlenjunkie”

Bin ich denn schon drin? Die deutschen Blogcharts sind umstritten, geliebt, gefürchtet. Jens Schröder im Interview über Mogelversuche, Zukunftspläne und Klickzahlen.

Jens SchröderWenn Journalisten etwas über Blogs schreiben, landen sie bei ihren Recherchen ziemlich schnell bei den deutschen Blogcharts. Eine immer aktuelle Liste der 100 Blogs, die am meisten verlinkt werden. Ganz vorne: Die wichtigsten und größten deutschsprachigen Blogs. 14 Fragen an Jens Schröder, den Macher der mächtigen Liste, den Graf Zahl der deutschen Blogosphäre. Aus den automatisch erfassten Daten der amerikanischen Blog-Suchmaschine Technorati, die mehr oder weniger vollständig sind, erstellt er die Blogcharts.

Wie gut sind die Technorati-Daten noch?

Ich würde sagen, die Qualität schwankt. Gerade in den beiden letzten Wochen gab es dort wohl ziemlich große technische Probleme. Insgesamt findet Technorati nach meinen Erfahrungen aber immer noch deutlich mehr Links als Konkurrenten wie Google Blog Search.

Haben Agenturen oder Blogger Dir schon Geld angeboten?

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Ach, Jürgen Habermas!

Habermas und das Internet: Netzaffine Mikromedien verdrängen die Meisterdenker des massenmedialen Diskurses, das Netz schafft neue Verhältnisse.

Jürgen Habermas (Bild Wolfram Huke, etwasistimmer.de, Creatice-Common-Lizenz)Für Jürgen Habermas gibt es bis heute nur einen einzigen politisch wirklich bedeutsamen Diskurs – das ist der massenmediale. Habermas kommunikatives Ideal ist im Grunde das einer Schafherde von Rezipienten, die von einigen wenigen Meisterdenkern ausgerichtet werden muss, vermittelt über mediale Schäferhunde oder ‘Gatekeeper’. Habermas’ zunehmende Aversion gegen das dissoziative Internet kommt daher nicht unerwartet, denn das unüberschaubare Netz zerstört ihm sein “gleichzeitig auf gleiche Fragestellung zentriertes Massenpublikum”. Ein decouvrierendes Zitat für einen Kommunikationstheoretiker, die sich eben nur scheinbar der Freiheit und dem Fortschritt verschrieben hat. Weshalb dieses Zitat vom ‘Perlentaucher’ auch völlig zu recht hervorgehoben wird.

Es entstammt der neuen Essay-Sammlung ‘Ach, Europa!’, ein Titel den sich Habermas übrigens eins zu eins von Enzensbergers gleichnamiger Essay-Sammlung ‘Ach, Europa!’ aus dem Jahr 1987 – sagen wir mal – ‘entlieh’.

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