Der ungeliebte Kontrollverlust:
Internet am Scheideweg
Das Internet ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Nach Jahren der Schockstarre sammeln diejenigen, die sich von dieser Entwicklung bedroht fühlen, ihre Kräfte, um das Netz nach ihren Vorstellungen zu formen.

Im Jahr 2011 nutzen zwei Milliarden Menschen das Internet. Etwa anderthalb Dekaden, nachdem das World Wide Web in die ersten Haushalte fand, ist es in der Mitte der meisten Gesellschaften angekommen und wirbelt unsere Welt gründlich durcheinander.
Es gibt kaum jemanden, der nicht von den tiefgreifenden Veränderungen der Digitalisierung und globalen Vernetzung betroffen ist. Ganze Branchen werden durch den technischen Fortschritt in Frage gestellt, neue Industriezweige entwickeln sich und steigen zu Milliardenmärkten auf. In vielen Sektoren werden Mittler überflüssig, stattdessen geschehen Transaktionen und Wertschöpfung webbasiert direkt zwischen Hersteller/Anbieter und Nachfrager.
Die alten Gatekeeper verlieren an Macht, neue entstehen. Jeder kann als Sender und Publizist von Informationen auftreten, lediglich ein Smartphone und eine Internetverbindung sind notwendig. Im arabischen Raum und jetzt gerade in Spanien organisieren sich auf diese Weise Massenproteste mit teils revolutionärem Charakter. Die Herrschenden und Einlussreichen des 20. Jahrhunderts bekommen in immer kürzeren Abständen vorgeführt, wie ihnen langsam die sicher geglaubte Kontrolle verloren geht. » weiterlesen










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