Alle 12 Artikel zum Thema Kollaborativer Konsum auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:
Das Berliner Startup Fairnopoly möchte mit einem fairen Online-Marktplatz und einer Genossenschaftsstruktur eine nachhaltige Alternative zu Amazon und Zalando etablieren. Über 200.000 Euro Crowdfunding zeugen von regem Interesse.
In der Geschichte der Menschheit wird es noch nie einen besseren Zeitpunkt für die Lancierung eines nachhaltigen Online-Marktplatzes gegeben haben als momentan: Zum einen hat es das gemeinsame, bewusste Nutzen von Ressourcen in diesem Jahr sogar zum Leitthema der CeBIT geschafft, zum anderen werden rund um den größten E-Commerce-Anbieter Amazon derzeit zahlreiche fragwürdige Details bekannt. Erstmals sind die durch Schnäppchen und schnelle Lieferzeiten verwöhnten Kunden dazu gezwungen, darüber zu reflektieren, wer den Preis für ihre ungezügelten Shoppingbedürfnisse zahlt.
Das Timing für das Berliner Startup Fairnopoly und dessen “fairen Online-Marktplatz in Hand von Nutzer*innen” könnte somit gar nicht besser sein. Die Hauptstädter streben an, auf all das kritisierte Geschäftsgebaren zu verzichten, was Branchengiganten wie Amazon, aber auch der deutsche Konkurrent Zalando, an den Tag legen, und wollen darüber hinaus mit einer als Genossenschaft strukturierten Organisation neue Akzente setzen. » weiterlesen
Die CeBIT steht in diesem Jahr unter dem Motto “Shareconomy”. Die Vielzahl von Startups im jungen Markt des “kollaborativen Konsums” darf sich über das Rampenlicht freuen. Horrende Preise für das Konferenz-WLAN lassen unterdessen daran zweifeln, dass die Messe ihr eigenes Leitthema verinnerlicht hat.
Ich war schon etwas überrascht, als ich die Tage erfuhr, dass die CeBIT – die weltweit größte Computermesse – in diesem Jahr nach “Connected Worlds” (2010), “Cloud Computing” (2011) und “Managing Trust” (2012) das Leitthema “Shareconomy” hat. Zugegeben, mein Interesse für die Veranstaltung hält sich in Grenzen, und hätte ich etwas genauer aufgepasst, dann wäre mir die offizielle Ankündigung des Mottos im Herbst vergangenen Jahres natürlich nicht entgangen.
“Shareconomy” ist ein alternatives, weniger Anwendungsgebiete exkludierendes Kunstwort für den “kollaborativen Konsum“, ein Phänomen, dem sich immer mehr junge Webstartups widmen. Dazu zählen sämtliche Dienste, die Konsumenten zur gemeinsamen Nutzung von Ressourcen animieren wollen, etwa diverse Typen von Carsharing-Plattformen genauso wie Peer-to-Peer-Marktplätze für Wohnungen, Wissen, Lebensmittel, Haushaltsgegenstände, Medien und sämtliche anderen materiellen und immateriellen Güter, die sich gemeinsam kostengünstiger und nachhaltiger verwenden lassen. Selbst Yachten können mittlerweile mit mehreren Menschen und damit zu geringeren Kosten genutzt werden. Dehnt man das CeBIT-Buzzword noch etwas weiter aus, dann fallen im Prinzip alle digitalen Angebote in diese Schublade, solange sie zumindest partiell auf “User Generated Content” basieren, wobei sich “Content” hier nicht auf Texte oder Videos beschränken muss. » weiterlesen
Einen ehrenwerteren Ansatz kann es eigentlich gar nicht geben: Zwei Filmemacher drehen einen Dokumentarfilm über die Verschwendung von Nahrungsmitteln und beschließen daraufhin, das dargestellte Problem mit einer Tauschbörse für Lebensmittel selbst zu lösen. Foodsharing ging in dieser Woche in die offene Beta-Phase. Das Projekt wird es nicht leicht haben.
Kollaborativer Konsum ist ein Trend, der noch in den Kinderschuhen steckt. Die Gundidee: Jeder kauft nicht alles immer neu, sondern greift auf bereits vorhandene Dinge zurück. Das kann bedeuten, sich eine Säge vom Nachbarn auszuleihen oder sich bei eBay einen gebrauchten Fernseher statt im Fachgeschäft oder im Online-Shop einen neuen zu kaufen. Valentin Thurn, Regisseur des Dokumentarfilms “Taste the Waste” und Sebastian Engbrocks, der die Social-Media-Kampagne des Films verantwortete, haben sich mit Foodsharing dem Thema Ernährung angenommen. Wir haben das Konzept im Oktober vorgestellt; in dieser Woche fiel der Startschuss für die offene Beta-Phase von Foodsharing. » weiterlesen
Der Unterkunftsvermittler Airbnb erweitert sein Konzept der Vermietung von Wohnungen zwischen Privatpersonen um “Local Lounges” – ausgewählte Cafés, in denen Ortsunkundige sich orientieren und speziellen Airbnb-Service erhalten können. Diese Idee hat viel Potenzial.
Vor einem Jahr erläuterten wir, wie die Grenze zwischen Online und Offline schrittweise verschwimmt. Immer mehr Services, Geräte und Produkte positionieren sich an der Schnittstelle zwischen digital und analog. Die so entstehende Verzahnung der digitalen Welt mit den täglichen Abläufen unseres Lebens gehört zu den großen Trends der nächsten Jahre.
Eine der Webfirmen, welche sich als besondere Triebkraft dieser Entwicklung erweist, ist der kalifornische Privatunterkunftsvermittler Airbnb. Die Plattform nutzt die Möglichkeiten des Digitalen, um Menschen auf Reisen dabei zu helfen, erschwingliche Wohnungen in fremden Städten zu finden – und dabei im besten Fall gleich noch nette Leute kennenzulernen, die ihnen vielleicht sogar die Gegend zeigen und sie in den angesagtesten Club mitnehmen. Klar, die Bettencommunity Couchsurfing ist der eigentliche Pionier in diesem Segment, aber in jüngster Zeit setzt das mit 120 Millionen Dollar Venturecapital ausgestattete Airbnb die entscheidenden Akzente – und bleibt dabei seiner Linie treue, die soziale Komponente in seinem Treiben konsequent weiterzudenken.
In der Nacht gab das Unternehmen, das mit 9flats, Wimdu und Housetrip diverse Nachahmer aus D-A-CH hervorgebracht hat, zwei Neuerungen bekannt. In den meisten Berichten dazu in der englischsprachigen Tech-Presse erhält das “Nachbarschafts”-Feature besonderen Raum. In einer Reihe von internationalen Metropolen können nach einer Unterkunft Suchende nun verschiedene Kriterien rund um die gewünschte Nachbarschaft angeben, um am Ende nicht nur eine sympathische Bleibe zu finden, sondern sich auch in der jeweiligen Gegend wohl zu fühlen (Beispiel Berlin). Das ist nützlich, aber nichts, was das Konzept von Airbnb nennenswert erweitert.
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Ein Team um den Regisseur Valentin Thurn entwickelt mit Foodsharing.de eine Community zum Tauschen von nicht benötigten Lebensmitteln. Eine Crowdfunding-Kampagne verlief erfolgreich.
Kollaborativer Konsum bekommt eine neue Facette – zumindest wenn es nach Valentin Thurn und Sebastian Engbrocks geht. Thurn, der Regisseur des Dokumentarfilms «Taste The Waste», und Engbrocks, der die den Film begleitende Social-Media-Kampagne gegen Lebensmittelverschwendung verantwortet, erkannten während ihrer Zusammenarbeit, dass sie nicht einfach nur auf die Problematik des nachlässigen und verschwenderischen Umgangs mit Lebensmitteln aufmerksam machen sondern eine eigene Lösung entwickeln können, um den Lebensmittelmüll zu reduzieren. Abgesehen von den fragwürdigen moralischen Aspekten, die mit dem Entsorgen von Lebensmitteln einher gehen, sorgen sich Thun und Engbrock vor allem um die Konsequenzen für die Umwelt, wenn stetig mehr Essbares produziert als konsumiert wird. Denn die Produktion von Lebensmitteln verursacht enorme Emissionen. Gelänge es, den Lebensmittelmüll um die Hälfte reduzieren, so hätte dies nach Überzeugung des Duos den gleichen Effekt auf das Weltklima, als wenn jedes zweite Auto stillgelegt würde. Mit Foodsharing.de, einer Internettauschbörse für Lebensmittel, wollen sie diesem Ziel näher kommen.
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Das aus Hamburg stammende Startup WHYown.it hat eine mobile App für das iPhone entwickelt, welche die gemeinsame Nutzung von Gebrauchs- und Alltagsgegenständen in Freundeskreisen erleichtern soll.
Auch wenn unaufhörlicher Konsum die Grundlage unseres heutigen Wirtschaftssystems bildet – effizient ist er nicht. Beispielsweise befindet sich in mehr als 80 Prozent der deutschen Haushalte eine Bohrmaschine (via Statista). Das erweist sich als praktisch, wenn spontanes Heimwerken angesagt ist. Bedenkt man aber, in welch seltenen Abständen eine Bohrmaschine tatsächlich zum Einsatz kommt, so liegen Millionen Geräte unbenutzt und über lange Zeiträume in deutschen Schränken, Hobbyräumen und Garagen. Es erscheint nicht gerade logisch, dass trotzdem vier von fünf Haushalten eine Bohrmaschine ihr Eigen nennen – zumal vielen Heimwerkerprojekten eine gewisse Planungszeit vorausgeht, was das Ausleihen derartiger Arbeitsgeräte von Freunden zu einer praktikablen Alternative zum Besitz macht. Und das gilt natürlich nicht nur für Bohrmaschinen, sondern auch für Bücher, Filme, Kleidungsstücke und andere Alltags- sowie Gelegenheitsgüter.
Das von Avocado-Store-Gründer Philipp Gloecker und Nils Hausig lancierte Startup WHYown.it hat eine mobile Applikation für das iPhone entwickelt, die zum regelmäßigen Leihen und Verleihen von Gegenständen an Freunde und Bekannte animieren soll. Der Name des Dienstes ist also Programm: Warum Dinge teuer kaufen, die nur selten zum Einsatz kommen und die stattdessen ohne Kosten zeitlich begrenzt von den eigenen Kontakten geliehen werden können?!
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9flats, der aus Hamburg stammende Vermittler von temporären Privatunterkünften, übernimmt den kanadischen Wettbewerber iStopOver und eröffnet damit ein erstes Büro in Nordamerika.
Man hätte vermuten können, die Konkurrenten von AirBnb, dem Pionier der privaten Wohnungsvermittlungsportalen, würden sich sukzessive nach neuen Nischen umsehen. Immerhin ist das Startup aus San Francisco, das mittlerweile mit einer Milliarde Dollar bewertet wird, für viele zum Synonym geworden, wenn es darum geht, in den Metropolen dieser Welt Alternativen zu langweiligen Hotelzimmern zu finden.
Doch 9flats, der aus Hamburg stammende Kontrahent, scheint sich stattdessen zu einer ganz anderen Strategie entschlossen zu haben: nämlich dem Angriff des Marktführers in dessen Heimatmarkt. So muss man die soeben verkündete Übernahme des kanadischen Privatunterkunftvermittlers iStopOver durch 9flats deuten.
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Das Landgericht München hat im Fall “tamyca gegen Sixt” entschieden: Das Angebot von Carsharingdiensten, bei denen Privatpersonen ihre Fahrzeuge vermieten, ist nicht mit den Leistungen von professionellen Mietwagenfirmen vergleichbar.
Junges Carsharing-Startup gegen etablierten Mietwagenkonzern – so stellte sich die Situation dar, als das Aachener Unternehmen tamyca im April auf eine Abmahnung durch die Sixt AG aufmerksam machte. Die Ende 2010 gegründete Firma, auf deren Plattform Privatpersonen ihre Autos zur Miete anbieten können, hatte ihre Dienstleistung auf der Website mit dem Angebot des Autovermieters aus Pullach bei München verglichen und am Beispiel ausgewählter Fahrzeuge den deutlich günstigeren Preis einer tamya-Miete hervorgehoben. Zu Anfang zeigte sich das tamyca-Team um Gründer Michael Minis noch kampfeslustig und wollte an den prominent positionierten Preisvergleichen festhalten. Doch auf die Abmahnung folgte eine von Sixt erwirkte einstweilige Verfügung, woraufhin sich die Rheinländer vorerst geschlagen geben und den Vergleich entfernen mussten.
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carzapp, ein in der Entwicklung befindliches Startup aus Berlin, will mit einer Hardwarelösung einen der entscheidenden Nachteile des privaten Carsharings eliminieren: die Notwendigkeit zur persönlichen Schlüsselübergabe.
P2P-Carsharing, also die internetgestützte Vermietung von Autos zwischen Privatpersonen, befindet sich noch in den Kinderschuhen, da ruft ein ganz junger Anbieter schon die nächste Evolutionsstufe dieses Konzepts aus. deutsche-startups.de berichtet heute über carzapp, ein in der Entwicklung befindliches Startup aus Berlin, das einen der potenziellen Nachteile bisheriger Lösungen eliminieren möchte: die physische Schlüsselübergabe.
Wer über das Webportal oder die mobile App für den gewünschten Zeitraum ein von einem anderen Nutzer vermietetes Auto findet, sollte in der Lage sein, dies flexibel abzuholen, ohne sich dazu erst mit dem Vermieter auf ein Treffen einigen zu müssen, finden die carzapp-Gründer Oliver Lünstedt und Sahil Sachdeva. Derzeit basteln sie und ihr dreiköpfiges Team an einer Hardwarebox, die private Vermieter in ihr Auto einbauen können.
Mit Hilfe dieses sogenannten “ZappKit” können die Fahrzeugbesitzer dann Mieter autorisieren, das Auto per Smartphone-App aufzuschließen. Ein Schlüssel ist dazu nicht erforderlich. Ein Zweitschlüssel zum Starten befindet sich im Auto. Eine zusätzliche Wegfahrsperre soll sicherstellen, dass dieser Schlüssel nicht funktioniert, wenn sich Personen auf anderen Wegen als über die App Zugang zum Kfz verschaffen.
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fashionlend möchte Besitzer großer Garderoben dazu animieren, ihre Kleidung zu vermieten. Sein Debüt feiert das Startup aus Wien in den Städten New York, San Francisco, Los Angeles and London.
Eine wachsende Zahl von Startups entwickelt Onlineplattformen und Geschäftsmodelle rund um kollaborativen Konsum. Im Vordergrund steht dabei der Gedanke, dass es für jede nicht benutzte Ressource irgendwo eine Nachfrage gibt. Die Aufgabe liegt darin, Anbieter und Nachfrager miteinander in Kontakt zu bringen. Airbnb und 9flats machen dies für private Unterkünfte, tamyca, Nachbarschaftsauto und weitere für Fahrzeuge und Leihdirwas.de sowie frents für alle nur denkbaren Alltagsgegenstände.
Das Prinzip, im Privatbesitz befindliche Ressourcen gegen Bezahlung zu vermieten, müsste sich auch auf einen anderen wichtigen Aspekt des Lebens übertragen lassen, so der Gedanke der zwei Wiener Karim Saad und Dzenid Muratovic: Kleidung. Mit ihrem gerade für New York, San Francisco, Los Angeles and London gestarteten Onlinedienst fashionlend wollen die zwei Gründer eine kollaborative Nutzung von Bekleidung ermöglichen.
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