Thema: Journalismus

 

Alle 85 Artikel zum Thema Journalismus auf netzwertig.com:

Wikileaks:
Gefahr für die Netzneutralität

Wikileaks ist keine Revolution, sondern eines ihrer Symptome. Aber möglicherweise das mit den bisher schwerwiegendsten Konsequenzen: Es dürfte zu einer breiten Allianz gegen die Netzneutralität führen.

Der neudeutsche “Shitstorm”, den dieser Tage Unternehmen wie die Schweizer Postbank Postfinance über sich ergehen lassen müssen, weil sie der Organisation Wikileaks die Zusammenarbeit entzogen hat, wird seine Spuren hinterlassen. Und auch wenn wir sie dannzumal nicht mehr als solche erkennen werden, werden wir wahrscheinlich darunter zu leiden haben.

Die Skriptkiddies und Cyber-Anarchos, die in heller Empörung Paypal, Mastercard und eben Postfinance mit DDoS-Angriffen überziehen und deren Facebook-Seiten mit Beschimpfungen zumüllen, leisten ihrer eigentlichen Absicht den gleichen Bärendienst, für den ich auch zunehmend das Vorgehen von Wikileaks halte.

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Luxusproblem:
Twitters aufregende Suche
nach dem perfekten Geschäftsmodell

Twitter ist ein Produkt ohne Benchmark oder verlässliche Prognose. Das ist eine Herausforderung, gibt den Machern aber viel Freiraum bei der Suche nach dem perfekten Geschäftsmodell.

Wenn ein Webunternehmen nach einigen Jahren noch immer kein funktionierendes Geschäftsmodell gefunden und signifikante, nachhaltige Umsätze vorzuweisen hat, dann gilt dies meist als Versagen und wird als Grund angesehen, etwas Neues auszuprobieren oder den Stecker zu ziehen. In vielen Fällen mag diese Sichtweise klug sein, um ein weiteres Geldverbrennen zu vermeiden. Aber es gibt Ausnahmen. Eine davon ist in meinen Augen Twitter.

Bei Twitter ist das Fehlen eines überzeugenden Geschäftsmodells meines Erachtens nach keine Schwäche sondern ein Luxus. Warum? Twitter hat eine völlig neue Produktkategorie aus dem Boden gestampft. Einen Dienst, der zuvor nicht einmal in einer abgewandelten Form existierte. Einen Service, mit dem bis zu 175 Millionen Menschen von nahezu jedem Punkt auf der Erde ihre Befindlichkeiten, Erlebnisse und Gedanken in Echtzeit publizieren und für alle Welt zugänglich machen können.

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Linkwertig:
Google Vorschau, Ask,
BlackSheep, Data Portability

Google Instant Previews
Seit gestern reichert Google die Suchergebnisse der Instant Search auch mit Vorschaubildern der Websites an.

Google Vorschau gibt einen grafischen Überblick über ein Suchergebnis und hebt die relevantesten Abschnitte hervor, wodurch die Suche nach der richtigen Webseite so schnell und einfach wird wie das Blättern durch eine Zeitschrift.

» Unmittelbare Ergebnisse noch schneller: Google Vorschau

 

Paid Content
Nachtrag zum gestrigen Artikel über Mathias Döpfners Hoffnungen bzgl. Paid Content: Clay Shirky beschreibt sehr schön, in welche systemische Konsequenzen Paywalls haben. U.a. verlieren Zeitungen ihre Funktion als solche und werden zum Newsletter.

» The Times’ Paywall and Newsletter Economics

 

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Bezahlinhalte vs Kostenloskultur:
Mathias Döpfner und die Gratis-Butter

In einem Interview beschreibt Mathias Döpfner, Vorstandschef der Axel Springer AG, seine Sicht auf die Zukunft des digitalen Journalismus. Er scheint noch nicht zu wissen, ob er Erneuerer und Bewahrer sein will.

Mathias Döpfner ist ein kluger und äußerst fähiger Mann. Als Vorstandschef der Axel Springer AG führt er eines der größten und erfolgreichsten deutschen Medienhäuser mit zahlreichen Aktivitäten im europäischen Ausland. Die letzten Jahre verliefen für den Konzern aus Berlin trotz Krise nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht ausgesprochen gut, sondern unterstrichen auch, dass ein traditionelles Zeitungshaus tragfähige, nachhaltige Onlineangebote aufbauen kann: Mit einer Umsatzrendite von 12 Prozent ist das Medienunternehmen im gut diversifizierten digitalen Bereich im Gegensatz zu manchem Wettbewerber profitabel. Ein signifikanter Teil des Erfolgs wird auf Mathias Döpfner zurückzuführen sein, der seit acht Jahren die Rolle des Vorstandschefs bei den Berlinern inne hat.

Nun hat genau jener Mathias Döpfner dem Handelsblatt ein Interview gegeben und Lesern Einblicke gewährt, welche Gedanken den Axel-Springer-Boss zu zukünftigen Geschäftsmodelle im Netz, zur Entwicklung des Onlinejournalismus und zu neuen Wegen des Medienkonsums beschäftigen. Selten habe ich ein Interview gelesen, das ein ambivalenteres Bild zeichnet. » weiterlesen

Linkwertig:
HTC, Facebook,
Recht auf Vergessen, Werbung

HTC
Laut der Financial Times plant nun auch HTC einen App Store, auf dem neben Anwendungen auch E-Books und Zeitschriften vertrieben werden sollen.

» HTC to target online app store

 

Facebook
Facebook ermöglicht es jetzt Unternehmen, wild gewachsene Community Pages für sich zu beanspruchen. Laut All Facebook können bis zu fünf Community Pages inkorporiert werden.

» Facebook Now Letting Brands Claim Community Pages

 

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Linkwertig:
Google Street View, Journalismus,
Aupeo, Yiid

Google Street View
Wie angekündigt ist die Google Street View gestern in Deutschland gestartet, die verpixelten Häuser haben auch international für Furore gesorgt.

Aber nicht nur in Oberstaufen geht Google Street View heute an den Start. Mit dabei sind auch die Städte München, Stuttgart, Dresden, Hamburg und Berlin.

» Street View-Galerie
» Google Street View in Deutschland gestartet

 

Journalismus
Ulrike Langer gibt Zeitungsverlagen sieben pragmatische und gute Tipps.

Erzählen Sie Ihre Geschichten, präsentieren Sie Ihre Recherchen, stellen Sie Ihre Fragen mit den jeweils besten Mitteln und Darstellungsformen, die das Internet zu bieten hat.

» Kuratieren statt Klickstrecken bauen: Meine Keynote beim Deutschen Fachjournalisten-Kongress

 

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Linkwertig:
Guardian, MySpace,
LimeWire, Spreadshirt

Journalismus
Meedia hat mit dem Chefredakteur vom Guardian ein erfrischendes Interview zur Zukunft des Journalismus geführt.

Klar, werde ich traurig sein, wenn es die Zeitung nicht mehr gibt. Wir sollten uns aber lieber darauf konzentrieren, wie es mit dem Journalismus weitergeht.

» Interview mit Guardian-Chefredakteur Alan Rusbridger

 

MySpace
MySpace wagt einen Neustart und verabschiedet sich von der Ambition, direkt mit Facebook zu konkurrieren.

Künftig soll es also noch mehr als bisher schon um Musik, Filme und TV-Shows gehen. MySpace-Chef Mike Jones will dafür die Kooperation mit der Onlinevideoplattform Hulu ausbauen, um aus dem einst größen Social Network der Welt eine Medienkonsum-Plattform zu machen.

» MySpace’s Last Gasp: We’re All New!
» MySpace wird zur Entertainment-Plattform für die Jugend

 

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Linkwertig:
Big Brother Awards, Netzneutralität,
Open Data, Journalismus

Big Brother Awards
Am Montag wurden in Wien die 12. Österreichischen Big Brother Awards verliehen. Vizekanzler Pröll, die Staatsanwaltschaft, EU-Kommissarin Malmström, ITworks und T-Mobile wurden für ihr Engagement im Feld der Überwachung, Kontrolle und Bevormundung ausgezeichnet.

» Österreichische Big Brother Awards vergeben

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Netzneutralität
mrtopf möchte in einer Serie eine verständliche Einführung in die Themen rund um Netzneutralität geben und erklärt im ersten Teil die benötigten technischen Grundbegriffe.

In diesem Blogpost geht es zunächst um Peering, Transit, Bandbreite und der Struktur des Netzes generell, mit der ich auch beginnen will.

» Netzneutralität: Wie funktioniert das Internet? Teil 1: Die Struktur

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Freiwillige Micropayments:
Flattr belohnt Meinung
vor Qualität und Aufwand

Seit über einem halben Jahr wird der Micropaymentdienst Flattr nun eifrig in der deutschsprachigen Blogosphäre eingesetzt. Immer deutlicher wird: Nutzer belohnen über Flattr primär Meinung und Kreativität, weniger Aufwand und Tiefe von Inhalten.

Wie man für ein Butterbrot Tausende von Lesern gewinnt: — Mit einer Textanzeige auf netzwertig.com. Schluss mit Pageimpressions, TKP und CPC: für weniger als 35 Euro erscheint Ihr Text in drei Artikeln an dieser Stelle und erreicht dreimal über 22`000 interessierte Leser. — Textanzeige

Während des Verfassens meiner Analyse über die Eigenheit des Social-Web-Schwarms, nicht immer der beste Qualitätsindikator für Inhalte im Netz zu sein, spielte ich kurz mit dem Gedanken, auch Flattr in meine Beobachtung mit einzubeziehen. Allerdings entschied ich mich dagegen, denn selbst wenn es einen Zusammenhang zwischen der Tweet-, Like- und Flattr-Bereitschaft gäbe, so spielt die Anzahl von Flattr-Klicks momentan bei Diensten zur Aggregation von im Web populären Inhalten noch keine Rolle.

Ein aktueller Blogeintrag der taz veranlasst mich aber dazu, dass Thema nun doch noch einmal aufzugreifen: diesmal nicht aus der Perspektive der Social-News-Aggregatoren, sondern in Hinsicht auf Flattr und dessen Fähigkeit, eine nachhaltige Lösung zu bieten, um Onlineinhalte im Web (teilweise) refinanzieren zu können.

In meinem Beitrag stellte ich fest, dass das beste Social-Media-Potenzial häufig die Inhalte besitzen, in die am wenigsten Arbeit gesteckt wurde. Natürlich ist dies absichtlich überspitzt und ich mache an anderer Stelle auch deutlich, dass dies nicht heißt, dass qualitativer Content (= interessanter Content, in dessen Erstellung viel Zeit investiert wurde) nicht auch fleißig bei Twitter und Facebook weiterempfohlen wird. Unterstreichen will ich mit dieser Aussagen jedoch die Tatsache, dass eben auch ein Posting, das in seiner Anfertigung nicht mehr als 15 Minuten in Anspruch genommen hat, zum meistgelesenen Artikel in der Twittersphäre avancieren kann.

Interessanterweise zieht die taz im erwähnten Blogbeitrag ein sehr ähnliches Fazit, allerdings nicht im Hinblick auf die “Sharability” ihrer Artikel, sondern auf die Bereitschaft der Nutzer, sich für Texte mit einem Flattr-Klick zu bedanken – die taz gehört zu den wenigen etablierten Zeitungsmarken, die bisher mit dem schwedischen Service experimentieren. Die taz stellt fest:

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Hyperdistribution:
Die Sprache als Hindernis

Hyperdistribution kennt so gut wie keine Grenzen. Nur die Sprache. Den maximalen Effekt erzielt, wer auf Englisch publiziert.

Reisevorbereitung leicht gemacht — Mit Memonic Reisetipps im eigenen Online-Notizbuch speichern, mit Freunden diskutieren und unterwegs jederzeit und überall darauf zugreifen. — Textanzeige

Hyperdistribution ist eine beliebte Strategie für Onlineinhalte (und der Gegensatz zur “Paywall”). Bei der Hyperdistribution geht es darum, durch eine radikale Erhöhung der Reichweite die direkten und indirekten Möglichkeiten zur Monetarisierung von journalistischen Inhalten zu verbessern. Wie das ganz praktisch aussehen kann, hatten wir in diesem Artikel beschrieben.

Aufgrund von bald zwei Milliarden Internetnutzern kennt die Hyperdistribution im Netz in der Theorie kaum Grenzen. Es wird niemals gelingen, ausnahmslos alle an einem Thema interessierten User zu erreichen – egal, wie Spitz die Zielgruppe ist. In der Praxis allerdings existiert ein Faktor, der Hyperdistribution in ihre Schranken weist: die Sprache.

Je weniger Menschen die Sprache beherrschen, in der ein Artikel oder Video seinen Weg ins Nezt findet, desto geringer ist die Zahl maximal zu erreichender Nutzer. Oder andersherum: Je verbreiteter die für Onlineinhalte eingesetzte Sprache ist, desto besser funktioniert Hyperdistribution und desto mehr Nutzer können dabei mithelfen, einen Artikel oder Clip in alle Ecken des globalen Netzes zu tragen.

In letzter Zeit beobachte ich ein Phänomen, das genau dieser Eigenheit Rechnung trägt: Sites veröffentlichen einzelne Beiträge auf Englisch, obwohl sie eigentlich eine andere Muttersprache besitzen.

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