Thema: Journalismus

 

Alle 40 Artikel zum Thema Journalismus auf netzwertig.com:

Flattr:
Neuer Micropaymentdienst
setzt auf die “Thank You Economy”

Martin Weigert, 11. Februar 2010 um 20.36 Uhr , 9 Kommentare Kommentare

Wie lassen sich Inhalte im Web monetarisieren? Flattr, ein neues Startup mit prominenter Beteiligung, setzt auf die intrinsische Motivation der Internetnutzer.

flattr
flattr
Die Monetarisierung von Webinhalten gestaltet sich bekanntlich schwierig. Erst in den letzten Monaten wurden wir Zeuge einer Reihe von Ankündigungen von Verlagen und Contentanbietern, Teile ihrerer Onlineangebote aufgrund der schleppenden Werbevermarktung zukünftig nur noch gegen Entgelt anzubieten.

» weiterlesen

Journalismus 2.0:
Ist ein Umdenken bei Kommentaren notwendig?

Martin Weigert, 3. Februar 2010 um 9.50 Uhr , 45 Kommentare Kommentare

Nachrichtensites und gut besuchte Blogs kennen das: Aus einer sachlichen Kommentardiskussion wird ein Schlachtfeld. Bringt dies den Journalismus 2.0 wirklich weiter?

Schlachtfeld Kommentare
Schlachtfeld Kommentare
Ausufernde Kommentardebatten streitsüchtiger Leser haben das beliebte AOL-Technikblog Engadget gestern dazu veranlasst, die Kommentarfunktion für einige Tage zu deaktivieren. Ich würde lügen, wenn ich behaupte, dass ich so einen Schritt nicht nachvollziehen kann. Jeder, der über einen längeren Zeitraum hinweg ein Blog betreibt, wird schon einmal miterlebt haben, wie eine Diskussion aus dem Ruder gerät. Je häufiger dies geschieht, desto weniger Spaß macht es, sich mit den Kommentaren auseinanderzusetzen.

» weiterlesen

Das Tablet kommt:
Steve Jobs als Messias einer Branche

Peter Sennhauser, 27. Januar 2010 um 11.22 Uhr , 40 Kommentare Kommentare

Der jüngste Apple-Hype hat eine neue Komponente: Eine ganze Branche erhofft sich von einem Gerät die Rettung.

Ich bin seit 20 Jahren Journalist. Ich lebe seit fünf Jahren in San Francisco, und ich habe an fast allen Keynotes und Pressekonferenzen teilgenommen, die Apple in dieser Zeit abgehalten hat.

Ich war jedesmal ein wenig entsetzt.

» weiterlesen

Hyperdistribution:
Wie Inhalte durch das Netz reisen

Martin Weigert, 8. September 2009 um 13.45 Uhr , 9 Kommentare Kommentare

Je mehr Menschen einen online publizierten Artikel lesen, desto größer das Potenzial zur (direkten oder indirekten) Monetarisierung. Hyperdistribution erhöht die Reichweite von Inhalten und spannt dazu die Leser ein. Ein konkretes Beispiel.

Im Rahmen der Debatte um die Zukunft des Journalismus fällt immer öfter der Begriff “Hyperdistribution” (alternativ auch Superdistribution). Dieser bezeichnet ein Konzept, bei dem Inhalte über möglichst viele Kanäle des Internets verbreitet werden. Hyperdistribution ist das Gegenstück zur Exklusivität, bei der Content lediglich über eine kontrollierte Quelle (z.B. ein Printmagazin oder einen kostenpflichtigen Internetdienst) zugänglich gemacht wird.

» weiterlesen

Smart Bundling:
Was die Medienkonzerne
von Microsoft lernen können

Andreas Göldi, 17. Juli 2009 um 11.18 Uhr , 2 Kommentare Kommentare

Bundling, das Schnüren von Produkt-Paketen zu einem Mischpreis, ist die Praxis, mit der Microsoft den Markt erobert hat. Das gleiche Prinzip könnten Medienkonzerne online anwenden.

Die Medienindustrie ist verzweifelt auf der Suche nach einem neuen geschäftsmodell für das Online-Zeitalter. Die aktuelle Diskussion dreht sich in weiten Teilen um Micropayments: Ist es möglich, die Anwender dazu zu bringen, kleine beträge für jeden Artikel zu bezahlen? Die Metapher “iTunes für News” scheint ein bevorzugtes Modell für viele Medienleute zu werden, und grosse Player wie News Corp planen bereits die Umsetzung von Micropayment-News-Modellen.

Ich denke, falscher könnte die Stossrichtung gar nicht sein. Es ist doch mehr als erstaunlich, dass die traditionellen Medienunternehmen blind zu sein scheinen für die Faktoren, welche ihr herkömmliches Geschäftsmodell erfolgreich gemacht haben. » weiterlesen

Medienrevolution:
Was werden die Newsmedien der Zukunft kosten?

Andreas Göldi, 10. Juni 2009 um 13.19 Uhr , 38 Kommentare Kommentare

Kein Zweifel, die Medienbranche steckt in einem fundamentalen Wandel, und niemand weiss, wie die erfolgreichen Geschäftsmodelle der Zukunft aussehen werden. Manchmal hilft es da, sich die Sache aus der Perspektive guter alter ökonomischer Gesetze anzuschauen. Die gelten nämlich auch im Zeitalter der Digitalisierung.

Die Diskussion um die Zukunft der Medienbranche ist weiterhin von Ideologie statt Sachlichkeit geprägt. Zwischen Internetfans (“Information will frei sein”) und Traditionalisten (“Guter Journalismus muss gutes Geld kosten”) scheint es kaum Gemeinsamkeiten zu geben. Internet-Propheten sprechen den Medienkonzernen oft schon jedes Recht ab, für ihre Produkte überhaupt Geld von den Konsumenten zu verlangen, während so manche Manager etablierter Medienkonzerne das lästige Internet am liebsten schliessen lassen würden.

» weiterlesen

Nachrichtengeschäft im Internet:
Warum Bezahlinhalte
nicht funktionieren

Marcel Weiss, 5. Juni 2009 um 14.31 Uhr , 47 Kommentare Kommentare

Für Nachrichten online direkt zu kassieren, ergibt keinen Sinn. Die Forderung danach ignoriert sämtliche Dynamiken des Internets. Die Debatten über Bezahlinhalte als Rettung für den Journalismus sind Zeitverschwendung.

Immer wieder, wenn über über die fehlenden Einnahmen journalistischer Angebote geredet wird, gibt es den einen oder anderen, der den Vorschlag macht, für die Nachrichten doch einfach Geld zu verlangen. Die Online-Medienangebote der etablierten Medien in ihren aktuellen Inkarnationen blenden die Implikationen des Medienwandels komplett aus. Jedes große Medienangebot hierzulande wie über dem großen Teich funktioniert immer noch nach dem alten Portalprinzip. Das führt offensichtlich nicht zum Erfolg. Die Annahme, es würde mit einem höheren Preis besser funktionieren, ist falsch.

» weiterlesen

Nachrichten auf Papier:
In 10 Jahren gibt es keine Tageszeitungen mehr

Marcel Weiss, 3. Juni 2009 um 18.25 Uhr , 14 Kommentare Kommentare

Werbebudgets verlagern sich Richtung Internet. Damit bricht die Haupt-Einnahmequelle für den Print-Sektor weg. Print wird dadurch mittel- bis langfristig defizitär und ökonomisch nicht mehr tragfähig.

Zugegeben, die Zeitangabe der 10 Jahre in der Überschrift ist eine grobe Schätzung. In den USA könnte es schon zwei, drei Jahre vorher so weit sein. Die ersten regionalen Zeitungen in den USA geben die Papier-Ausgaben bereits auf.

Im deutschsprachigen Raum dürfte es wohl erst in ungefähr 10 bis 15 Jahren so weit sein. So oder so: Nachrichten auf Papier ist ein Auslaufmodell.

Das hat relativ simple, ökonomische Gründe:

» weiterlesen

Journalismus 2.0:
Die Diskussion mitgestalten

Peter Sennhauser, 5. Mai 2009 um 10.22 Uhr , 14 Kommentare Kommentare

Dieser Text ist als Kolumne im Schweizer Medienmagazin “Edito” erschienen.

Von allen Seiten hören wir, die Medien steckten in einer Strukturkrise, deren Ausgang nicht absehbar sei. Die Digitalisierung unterspült Plattformen und Kanäle, und in kopfloser Aufregung beladen Verlage und Veranstalter neue Vehikel mit den alten Gefäßen und Inhalten.

Diese Panikaktionen greifen viel zu kurz, weil die Umwälzungen nicht nur die Strukturen des Mediengeschäfts erfasst haben, sondern vor dem Kern nicht halt machen: Dem Journalismus als solchem. Wo Informationen uneingeschränkt fließen, sind “Gatekeeper” überflüssig; die “Produktion” von News tut weniger Not als ihre Einordnung; vor allem aber findet eine Revolution statt, die Stanford-Professor Lawrence Lessig den Übergang von der “Nur-Lesen” zur “Lesen/Schreiben”-Kultur nennt:

» weiterlesen

Lesetipp:
Shirky über das Ende der Zeitung

Ole Reißmann, 16. März 2009 um 12.29 Uhr , 1 Kommentar Kommentare

Vom Ende der gedruckten Zeitung, der Zukunft des Journalismus und den Unsicherheiten und Unwägbarkeiten einer echten Revolution.


Es findet eine Revolution statt und wir wissen nicht, wie sie ausgehen wird: Der amerikanische Internet-Berater und Professor Clay Shirky hat einen viel beachteten Essay über das Ende der Zeitung und den Medienwandel geschrieben. Wie man denn Zeitungen und den für die Gesellschaft unverzichtbaren Journalismus retten könne, sei zwar eine gute Frage – die man so aber nicht stellen könne, denn bei einer Revolution sei das Ergebnis eben nicht absehbar, argumentiert Shirky.

» Clay Shirky: Newspapers and Thinking the Unthinkable

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.