Thema: Journalismus

 

Alle 148 Artikel zum Thema Journalismus auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

Blendle:
So komfortabel und fair kann Paid Content sein

Der aus den Niederlanden stammende Dienst Blendle bietet Usern zentralen Zugriff auf die Inhalte führender Printtitel. Ein näherer Blick auf den Prozess zum Kauf von Texten zeigt, wie komfortabel und fair Paid Content im Netz sein kann.

Lange waren Bezahlschranken für journalistische Medien verpönt, mittlerweile haben sie sich aber zumindest bei den großen Verlagsmedien auf recht breiter Front durchgesetzt. Und immerhin ein Viertel der Internetnutzer in Deutschland zahlt gelegentlich für redaktionelle Onlineinhalte.

Doch abgesehen von den verbreiteten Abomodellen, bei denen ein monatlicher Pauschalbetrag fällig wird, leidet das Bezahlschranken-Konzept noch immer unter dem hohen Aufwand, der mit dem Einzelerwerb von Artikeln verbunden ist. Neben dem notwendigen Zeitinvestment stehen einem solchen Verfahren auch die erheblichen mentalen Kosten für Leser im Weg, die laufend abwägen müssen, ob sie für den jeweiligen Text wirklich zahlen wollen. Auch ein von Google vor einigen Jahren lanciertes System, das das Bezahlen von Inhalten auf Artikelbasis vereinfachen sollte, scheiterte an der Komplexität und den Herausforderungen dieses Vorhabens. Doch das holländische Startup Blendle hat nun einen Einsatz entwickelt, der tatsächlich in der Praxis funktionieren kann. » weiterlesen

Linkwertig:
Foursquare, Windows Phone, Qwant, Qualitätsjournalismus

Foursquare
Facebook serviert laut Basic Thinking Foursquare ab.

Warum sollte Foursquare die Daten abgreifen können, die Facebook gerne hätte? Richtig, aus Sicht von Facebook gibt es dafür keinen plausiblen Grund. Und somit wird damit künftig auch Schluss gemacht.

» Facebook serviert Foursquare ab

 

Windows Phone
Ars Technica – sicher kein ausschließlicher Fanboy von Microsoft – ist von Windows Phone 8.1 ganz angetan:

» Windows Phone 8.1 review

 

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Das neue digitale Medienökosystem:
Reichweite kann jeder

Überall sprießen Medienangebote aus dem Internetboden, die innerhalb von kürzester Zeit Millionen Menschen erreichen. Dies zu bewerkstelligen, war noch nie einfacher.

SharingBislang war mir die Onlinepublikation Deutsche Wirtschafts Nachrichten (DWN) nur durch gelegentlich auftauchende Verlinkungen beim Aggregator Rivva ein Begriff – und fällt mir dort immer besonders wegen des sperrigen und mit einem Bindestrich geizenden Namens auf. Dass es sich bei dem Angebot um ein mittlerweile 15 feste Mitarbeiter beschäftigendes Medienstartup mit einer monatlichen Reichweite von zwei Millionen Lesern handelt, darüber wurde ich erst durch diese Kurzvorstellung des Elektrischen Reporters aufmerksam. DWN sehe Wirtschaft “als ein buntes Thema” und versuche, “Wirtschaft für jeden verständlich zu machen”, sagt Verlagsleiter Christoph Hermann in dem Porträt. Was er damit meint: Hysterie, Empörung und Pessimismus. So lassen sich die Inhalte der DWN am treffendsten beschreiben. Gute Neuigkeiten oder Optimismus findet man bei dem Portal grundsätzlich nicht. Trotz oder gerade deshalb sind die DWN ein absoluter und den Zahlen nach zu urteilen ernstzunehmender Newcomer. Hermann und seine Kollegen profitieren von den perfekten Voraussetzungen, die das soziale Netz für das schnelle Hochziehen von Klickraketen bietet. » weiterlesen

Linkwertig:
Microsoft, Yahoo, Apple, Journalismus

Journalismus
Laut dem Upload-Magazin gibt es Leser, die für gut gemachte digitale journalistische Inhalte auch zahlen, und listet einige Beispiele auf.

» Willkommen in der Ära des selbstbewussten Digital-Journalismus

 

Fernsehen
Microsoft und Yahoo beginnen, wie Amazon oder Netflix eigene TV-Formate zu entwickeln.

» Microsoft Goes Hollywood in Amazon-Like Programming Push
» Yahoo Makes New Push Into Video Content

 

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Nachrichten-Anwendung niiu:
Alte News in neuer App

“Alle für Sie relevanten News in einer iPad-App” verspricht das Berliner Unternehmen niiu und kann das kaum einlösen. Es versucht sich an dem Spagat, Print-Inhalte in die digitale Welt zu überführen.

Screenshot der niiu-App

Screenshot der niiu-App

Als niiu vor sieben Jahren an den Start ging, war die Grundidee eine individualisierte, gedruckte Tageszeitung. Bei allem Enthusiasmus für die Vorteile und Möglichkeiten digitaler Medien, hat das Medium Papier seine Fans und seine ganz eigenen Vorzüge. Insofern hätte niiu zu einer modernisierten Form der Zeitung werden können, aber die praktischen Probleme bei der Umsetzung der Idee waren dann offenbar doch zu groß: Die Printversion wurde letztlich eingestellt, stattdessen setzte man auf den Hoffnungsträger iPad. Die niiu-App soll das Beste aus klassischer Zeitungs- und Zeitschriftenwelt mit dem digitalen Universum des Tablets zusammenbringen und ist jetzt, unterstützt durch eine frische Finanzierungsrunde für das Startup, in einer neuen Version erschienen. Es gibt dafür sogar ein nachvollziehbares Geschäftsmodell: 12,99 Euro pro Monat sollen die Leser für diesen Service zahlen. niiu wiederum zahlt Lizenzen an die teilnehmenden Verlage. » weiterlesen

Nach Google nun Techblogs:
Die Sabotage von RSS schreitet voran

Bekannte, die Internetwirtschaft thematisierende Fachmedien wie TechCrunch, deutsche-startups.de und Gründerszene sind kürzlich dazu übergegangen, in ihren RSS-Feeds Artikel nur noch anzureissen, anstatt in voller Länge darzustellen. Damit schaden sie sich selbst.

Kompletter RSS-Feeds (links) vs gekürzter Feed

Nachdem Google mit der Schließung des wichtigsten RSS-Readers im Sommer 2013 deutlich machte, dass es nicht mehr länger hinter dem bewährten Format zur komfortablen Verbreitung von Nachrichten und anderen Onlineinhalten steht, setzen nun einige Fachmedien der Technologiebranche die Sabotage von RSS fort: In den vergangenen Wochen haben mehrere Techblogs, die ich aus beruflichem Interesse regelmäßig verfolge, ihre RSS-Feeds gekürzt. Anstatt dass die vollständigen Beiträge von TechCrunch, deutsche-startups.de und Gründerszene in meinem RSS-Reader Feedly beziehungsweise Mr. Reader erscheinen, tauchen von diesen Sites nur noch Artikelanrisse mit den ersten Zeilen der jeweiligen Texte auf. » weiterlesen

“iTunes für Journalismus”:
Holländisches Startup Blendle macht die Bezahlschranke sexy

Das Startup Blendle hat es geschafft, den Großteil der Tageszeitungen und Magazine der Niederlande unter ein kostenpflichtiges Online-Dach zu holen und damit bei Nutzern auf großes Interesse zu stoßen. Die Gründer planen bereits für einen Launch in Deutschland.

BlendlePaywalls, oder Bezahlschranken, die Leser nur gegen Gebühr Zugang zu Onlineinhalten gewähren, galten bislang nicht gerade als sexy sondern – bestenfalls – als notwendiges Übel. Doch ein Startup aus den Niederlanden glaubt nun, das Thema in einem neuen, sehr viel ansprechenderen Licht darstellen zu können. Und es scheint drauf und dran zu sein, dieses ambitionierte Ziel zu erreichen.

Blendle nennt sich das Vorhaben, das die Medienbranche unseres Nachbarlandes revolutionieren soll. Das von Alexander Klöpping und Marten Blankesteijn gegründete Startup entwickelt eine browserbasierte, mittels HTML5 für mobile Geräte optimierte Nachrichtenanwendung, die den Großteil aller wichtigen Tageszeitungen und Magazine der Niederlande unter einem Dach vereint. Ein personen- und themenspezifisches Abo-Feature sowie eine Suchefunktion sollen beim Entdecken zum eigenen Interessenspektrum passender Inhalte helfen. » weiterlesen

Startup-PR und Journalismus:
Die absurdeste Mail, die wir jemals bekommen haben

Überraschend viele PR-”Profis”, die im Auftrag von Startups agieren, tappen unbeholfen ins Fettnäpfchen. Manche Anfragen sind regelrecht respektlos. Auf einen aktuellen Fall trifft dies besonders zu.

PRKlagen über den Qualitätsverlust des Onlinejournalismus gibt es wahrscheinlich seit der Erfindung des Onlinejournalismus. Sie sind berechtigt. Ressourcenknappheit, Konkurrenz- und Geschwindigkeitsdruck sowie die immer aggressiveren Versuche der Einflussnahme durch PR-Agenturen und Firmen hinterlassen Spuren. Gerade was die Bereitstellung von interessengesteuerten Artikelideen oder vorgefertigtem Material durch Unternehmen und ihre Presse-Spezialisten angeht, müssen Redakteure und Autoren trotz oder gerade wegen ihrer manchmal gefühlten “Not” unglaublich vorsichtig sein. Denn Externe kennen die Misere der Medienschaffenden und unternehmen alles dafür, um ihnen etwas “Arbeit abzunehmen”. Auch bei uns trudeln hin und wieder unmoralische Angebote im Postfach ein. Eine Anfrage, die wir jüngst von einem deutschen Startup erhielten, schlägt dem Fass jedoch den Boden aus. Im Folgenden veröffentlichen wir den Text der Mail. Den Absender anonymisieren wir, da es uns nicht darum geht, ein sonst eigentlich einen seriösen Eindruck machendes Jungunternehmen durch den Kakao zu ziehen, zumal die Mail von einem Dienstleister der Firma an uns geschickt wurde. Wir wollen darauf aufmerksam machen, wie gering der Respekt vor der professionellen redaktionellen und journalistischen Arbeit sein kann, und wie weit sich sogenannte PR-Profis aus dem Fenster lehnen, um ihre Ziele zu erreichen. Wir werden das Startup auf diesen Beitrag aufmerksam machen. » weiterlesen

Linkwertig:
Journalismus, Identität, Startups, Android

Journalismus
Günter Hack darf in der Zeit die etwas peinliche Verunglimpfung von Glenn Greenwald in ebenjener Zeit etwas relativieren.

Greenwald hat sich mit einem Komplex von Geheimdienstlern, Überwachungsindustrie und Machtpolitikern angelegt, der sich seinen eigenen weitgehend rechtsfreien Raum geschaffen hat und diesen beständig ausdehnt.

» Das Greenwald-Paradoxon
» Der Freiheitskämpfer Glenn Greenwald

 

Identität
Janrain hat einige Zahlen und Charts zur Verteilung von sozialen Logins veröffentlicht. Google darf sich freuen: die Geisterstadt Google+ hat sich zumindest als Login-Mechanismus etabliert.

» Social Login Trends
» Social Login Preferences

 

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BuzzFeed und Upworthy vs. Demand Media:
Virale Reichweitengiganten und der Niedergang der Contentfarmen

Virale Medienangebote wie BuzzFeed und Upworthy schaffen sich mit datengetriebener Social-Media-Optimierung eine beeindruckende Reichweite. Der Ansatz weist Parallelen zum Konzept von Contentfarmen auf, die vor einigen Jahren schnell massive Reichweite aufbauen konnten – und dann abstürzten.

Contentfarmen

Der aktuell zu beobachtende Aufstieg von auf Viralität getrimmten Medienangeboten ist, wie in der vergangenen Woche erläutert, atemberaubend. Der jüngste Beleg dafür kam unmittelbar nach der Veröffentlichung des Beitrags: Der explosiv wachsende Video-Aggregator Upworthy konnte im November satte 87 Millionen eindeutige Besucher bei sich begrüßen. Im Vormontag waren es “nur” knapp 50 Millionen. Fast lächerlich erscheinen da die 6,6 Millionen Unique Visitors, die im Mai zu der Site fanden, deren Redaktionsteam den ganzen Tag Videoplattformen nach dem nächsten Viralhit durchsucht und die dafür auserkorenen Clips dann von der Community im Social Web verbreiten lässt. Upworthy kommt mit diesen Zahlen immer näher an BuzzFeed heran, dem derzeitigen König der Klickmonster.

Der Eroberungszug der Viralmaschinen mag bislang in der Mediengeschichte einzigartig sein, bedenkt man, dass ungefähr ein Jahr genügte, um aus weitgehend unbekannten Nischen-Startups Reichweitengiganten zu machen, deren Besucherzahlen selbst die der renommiertesten Onlineausgaben von Zeitungen übertreffen. Doch bereits einmal in der noch jungen Geschichte des Internets vollbrachte es ein Unternehmen, mit digitalem Content innerhalb kürzester Zeit ein kleines Imperium aufzubauen – welches danach in sich zusammenbrach: Demand Media, der Pionier und Marktführer der sogenannten “Contentfarmen”. » weiterlesen