Thema: Journalismus

 

Alle 85 Artikel zum Thema Journalismus auf netzwertig.com:

Der nächste Interessenkonflikt:
Wie die Facebook-Aktie
dem Tech-Journalismus schadet

Viele die Technologie- und Internetbranche bewachende Blogger und Journalisten rund um den Globus werden sich dieser Tage die Frage stellen, ob sie sich mit Aktien von Facebook eindecken sollten. Ein Interessenkonflikt ist programmiert.

Flickr/Manu_H, CC BY 2.0
Flickr/Manu_H, CC BY 2.0
Vor einem Jahr beschrieb ich, wie Facebook nach einem damals schon absehbaren Börsengang eine Art neue “Volksaktie” werden könnte. Angesichts der enormen Presseaufmerksamkeit und Verwurzelung des sozialen Netzwerks im Alltag von 850 Millionen Menschen muss man davon ausgehen, dass der ein oder andere (künftige) Kleinanleger mit dem Gedanken spielt, sich mit ein paar Anteilen seines Lieblingsnetzwerks einzudecken. Zumal trotz einiger Zweifel wenigstens die theoretische Möglichkeit existiert, dass wir hier das “nächste Google” vor uns haben – mit entsprechend attraktiver Renditemöglichkeit.

Dieser Artikel der Schweizer Boulevardzeitung Blick.ch (“Kann ich auch Facebook-Aktionär werden?”) wird garantiert nicht der letzte sein, der die Facebook-Aktie als interessantes Anlageobjekt für den Durchschnittsbürger ins Spiel bringt.

Dies wiederum führt zu der Frage, wie viele Journalisten und Profi- sowie Hobby-Blogger derzeit damit liebäugeln, einige Aktien des sozialen Netzwerks in ihr Portfolio aufzunehmen – oder dafür überhaupt erst ein Depot zu eröffnen. Speziell wer über Technologiethemen schreibt und grundsätzlich positiv auf das Entwicklungspotenzial des Unternehmens blickt, wird in den nächsten Wochen und Monaten eine stetige Versuchung verspüren.

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Digitale Inhalte neu zusammenstellen:
Storify rückt das Kuratieren
ins Rampenlicht

Zahlreiche Startups sind in den letzten Monaten auf den Trend des Kuratierens von digitalen Inhalten aufgesprungen. Storify aus San Francisco gelang es, sich von der Konkurrenz abzuheben und zum Liebling der Medien zu avancieren.

“Curation is King” – mit dieser Abwandlung des bisherigen Mantras “Content is King” beschrieb der Startup-Gründer Steve Rosenbaum im Sommer 2010 bei Business Insider einen sich schon damals immer stärker abzeichnenden Trend: Nicht mehr länger geht es allein um die Inhalte – denn diese existieren online in schier unbegrenzter Menge und in variierender Qualität – sondern viel mehr darum, diese zu sortieren, zu filtern und in einen stimmigen Kontext zu bringen. Curation oder Kuratieren heißt seitdem das Zauberwort.

Während der Curation-Trend einige Zeit benötigte, um in das Bewusstsein der Nutzer vorzustoßen, entstanden unzählige neue Webdienste, die sich das Thema auf die Fahnen schrieben und Anwendern die notwendigen Werkzeuge zur Verfügung stellen, um Inhalte aus verschiedenen Onlinequellen zu bündeln und in neuer, gesammelter und intelligenter Form zu präsentieren.

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Aggregator für Meinungsjournalismus:
Commentarist wagt den Neustart
und erhält sechsstellige Finanzierung

Nur einen Monat hielt sich Commentarist, ein Aggregator für Meinungsjournalismus aus Hamburg, Anfang 2011 im Netz. Dann zwangen ihn Abmahnungen zweier Verlage zu einer unfreiwilligen Pause. Heute öffnet der Dienst erneut seine Pforten.

Mut zu Experimenten im digitalen Bereich gehört nicht unbedingt zu den typischen Charaktereigenschaften der meisten deutschen Presseverlage. Während dies bei der Mehrzahl der Zeitungshäuser aber eher auf mangelnde Initiative sowie das Fehlen von Visionären zurückzuführen ist, kämpft ein kleiner aber einflussreicher Teil der hiesigen Medienanbieter aktiv gegen alle Ansätze, die das klassische (Online-) Zeitungsgeschäft um neue Dimensionen zu bereichern versuchen.

Am eigenen Leib spüren mussten dies Eric Hauch und Mircea Preotu, die Anfang des Jahres Commentarist starteten (wir hatten damals als erstes Onlinemedium Zugänge zur geschlossenen Beta-Phase), einen Aggregator für Meinungsjournalismus. Der Dienst aus Hamburg indexierte Beiträge von 16 führenden deutschen Nachrichtenwebsites, die Meinungen von mehr als 1000 Journalisten enthielten.

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Zukunft des Onlinejournalismus:
Interessenkonflikt als Dauerzustand

Wenn Blogger und Journalisten, die über Technologie-Themen berichten, in Unternehmen aus genau diesem Sektor investieren, ist ein Interessenkonflikt unvermeidlich. Wir sollten uns daran gewöhnen, dass dieser zum Dauerzustand wird.

TechCrunch ist das wahrscheinlich bedeutendste Nachrichtenmedium der internationalen Startup- und Internetwirtschaft. Gründer Michael Arrington hat aus dem 2005 gestarteten Blog eine in höchstem Maße einflussreiche Plattform geschaffen, die im Idealfall mit einem einzigen Artikel aus einem unbekannten Webunternehmen einen global beachteten Shootingstar machen kann.

Doch TechCrunch, das im September 2010 für eine Summe im unteren zweistelligen Millionenbereich von AOL gekauft wurde, ist nicht nur ein wichtiger Beobachter der Geschehnisse und Internet-Durchstarter im Silicon Valley und darüber hinaus, sondern auch ein Weg für Michael Arrington, sein Netzwerk auszubauen und vorteilhafte Startup-Investments zu tätigen.

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Five twenty:
Nachrichtenaggregator
zügelt das Echtzeitweb

Five twenty ist ein neuer Nachrichtenaggregator aus Konstanz, der die wichtigsten Meldungen von einer Reihe führender Nachrichtenportale in Form eines personalisierbaren, zweimal täglich erscheinenden Onlinemagazins zusammenstellt. Nutzer brauchen keine Angst mehr haben, etwas zu verpassen.

Mit dem Internet hat sich die Dynamik der Nachrichtenwelt verändert und radikal beschleunigt. Jedes Ereignis findet als Information quasi in Echtzeit seinen Weg ins Social Web und wird zumeist wenige Minuten später von den ersten Publikumsmedien aufgegriffen. Die Zeiten, in denen Blattmacher viele Stunden lang über die Position und Relevanz von Meldungen sinnieren konnten, sind vorbei.

Für am Welt- und Tagesgeschehen interessierte Menschen führt dies zu der Herausforderung, sich nicht von dem stetigen Nachrichtenstrom ablenken zu lassen, gleichzeitig aber das wirklich Wichtige nicht zu verpassen. Der Konstanzer Kevin Heusinger will mit seinem gerade in geschlossener Alpha-Phase gestarteten Dienst Five twenty eine Lösung für dieses Problem anbieten.

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Mangelnde Transparenz:
Der Lobbyismus
der Internetgiganten

In der Internet- und IT-Branche werden Milliarden verdient. Die Branchengrößen investieren viel in Lobbyismus, um ihre Einnahmen zu schützen. Problematisch wird es, wenn dies nicht transparent geschieht.

Foto: stock.xchng
Foto: stock.xchng
Gestern erreichte mich ein Anruf eines Mitarbeiters von Burson-Marsteller Deutschland. Die PR-Agentur mit Sitz in New York erlangte jüngst eine gewisse Bekanntheit durch ihr im Nachhinein heftiges kritisiertes Facebook-Mandat, Google in der Presse zu diskreditieren, sowie durch ihre Tätigkeit für die von Microsoft und anderen Internetfirmen finanzierte Lobby-Organisation ICOMP.

Da ich den Anrufer nicht darüber informierte, das Gespräch als Anlass zu einem Artikel zu nehmen (wozu ich mich erst im Anschluss entschloss), werde ich ihn an dieser Stelle nicht namentlich nennen. Sein Anlegen war ohnehin recht harmlos: Er bezog sich auf unseren gestrigen Kommentar zum jüngsten, von ICOMP verfassten Anti-Google-Gastbeitrag in der Frankfurter Rundschau und wollte primär darauf hinweisen, dass zwischen dem peinlichen Vorfall in den USA und der hiesigen Arbeit von ICOMP bzw. Burson-Marsteller kein direkter Zusammenhang besteht. Sprich, die Lobby-Initiative würde sich in Deutschland nicht zu einer derartig schmutzigen Herangehensweise hinreißen lassen, wie man sie in den USA am Beispiel Facebook begutachten konnte.

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Linkwertig:
Spiele, Coupies, Shirky, E-Reader

Institut für Internet und Gesellschaft
Das von Google mit 4,5 Millionen Euro geförderte Institut für Internet und Gesellschaft wird im Oktober starten.

Das neue Institut werde vor allem “die vom Internet ausgelösten und verstärkten Veränderungen der Gesellschaft besser verstehen” und “allen Gruppen die Mitgestaltung der digitalen vernetzten Zukunft” ermöglichen.

» Googles Berliner Internet-Institut startet im Oktober

 

Spiele
deutsche-startups stellt 10 neuere Spiele-Startups vor.

Die Bandbreite reicht von E-Mail-Spielen über Social Games bis zu Casual Games.

» Games, Games, Games – 10 brandneue Spiele-Start-ups

 

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Linkwertig:
Zattoo, Journalimus, Wikileaks, Wein

Zattoo
Zattoo offeriert nun auf dem iPhone und iPad (unsere Review) das kostenlose Streaming von etwa 40 Fernsehsendern.

Dafür erfolgt allerdings beim Kanalwachsel eine Werbeeinblendung, so dass Senderwechsel nun teils über 20 Sekunden dauern.

» Senderwechsel mit Werbeunterbrechung

 

Journalismus
Heinz Wittenbrink sinniert über Journalismus als soziale Technologie.

Meine These ist, dass sich das, was wir als Journalismus kennen, in ein Bündel von Anwendungen sozialer Technologien auflösen wird. Mit dem älteren Journalismus gemeinsam ist diesen Technologien das Ziel, Nachrichten zu finden und zu verbreiten.

» Journalismus als soziale Technologie

 

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Romantisierung von Print:
Das Hoffen auf die
ewige Kraft des Papiers

Werden Zeitungs- und Zeitschriftenmacher zur Zukunft von Print befragt, neigen sie zu einer Romantisierung des Papiers und Ignoranz der technischen Entwicklung. Ein wenig mehr Offenheit wäre wünschenswert.

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Foto: stock.xchng
Foto: stock.xchng

Gründerszene hat heute ein kurzes Interview mit Gabriele Fischer veröffentlicht, der Gründerin und Chefredakteurin des Wirtschaftsmagazins Brand Eins. Die monatlich erscheinende Zeitschrift verkauft rund 100.000 Exemplare pro Ausgabe und erfreut sich auch in sonst eher den digitalen Medien zugewandten Kreisen einer großen Beliebtheit. “Den Blattmachern gelingt es, altbekannte Themen aus einer anderen Perspektive zu präsentieren”, so beschrieb imgriff.com-Kollege Thomas Mauch einst die Stärke der Brand Eins.

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Leistungsschutzrecht:
Destruktiver Eingriff in
das digitale Ökosystem

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger erläutert im Interview mit DRadio Wissen ihre Idealvorstellung eines Leistungsschutzrechtes für Presseerzeugnisse – und offenbart die weltfremde Sichtweise seiner Befürworter auf das digitale Ökosystem.

Schon seit Längerem fordern Medienmanager und Politiker ein Leistungsschutzrecht für Presseverlage. Auf diesem Weg möchten sie sicherstellen, dass jede Art von gewerblicher Nutzung journalistischer Inhalte mit einer Vergütung verbunden ist – auch und speziell dann, wenn kommerzielle Angebote lediglich einzelne Textzitate übernehmen.

Betroffen wären somit neben allen gewerblichen Nachrichtenangeboten und Blogs auch automatisierte Aggregatoren wie Google News, Nachrichten.de, Newshype oder Virato.de. Gerade die Aggregatoren sind manchen Verlagen ein Dorn im Auge, weil sie aus fremder Leistung Nutzen schlagen würden (Verlagsdenkweise). » weiterlesen