Thema: Journalismus 2.0

 

Alle 5 Artikel zum Thema Journalismus 2.0 auf netzwertig.com:

Kurzes Update:
NYT startet “The Local”

Bloggen für die Nachbarschaft: Die New York Times hat “The Local” gestartet. Zwei Reporter der Zeitung üben sich in Lokaljournalismus 2.0 – langsam nimmt die Sache Fahrt auf.

Nachtrag zu unserem Artikel “Lokaljournalismus: New York Times mit Stadtteil-Blogs”: Während auf medienlese.com eine interessante Diskussion über Chancen und Möglichkeiten von Stadtteil- oder Placeblogs entbrannt ist, sind die beiden Stadtteil-Blogs der New York Times seit Montag im Netz – und mittlerweile gibt es dort einiges zu entdecken. Vor allem ein etwas unbeholfen-niedliches Video über Kinder, die in einem schneebedeckten Park Schlitten fahren und danach heiße Schokolade trinken gehen, hatte Blogger-Hohn auf sich gezogen. Aber:

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Zukunft der Medien in 50 Zitaten:
Journalismus ohne Zeitung

50 Zitate zur Zukunft der Zeitung und zur Krise des Journalismus: Was Journalisten, Medienmanager und Wissenschaftler in den vergangenen Monaten alles gesagt haben.

Mit Listen ist es so eine Sache – und über Sinn und Unsinn einer Aufstellung von 50 unterschiedlichsten Zitaten zum Strukturwandel der Medien, die aus Interviews und Artikeln stammen, lässt sich streiten. Man kann so eine Sammlung aber auch als Momentaufnahme lesen, als Querschnitt durch die aktuellen Diskussionen und Grabenkämpfe, als Spiegel der Euphorien und Sorgen. Als Anregung für eigene Gedanken, als Nachschlagewerk, denn natürlich sind alle Quellen aufgeführt und verlinkt. Wir wünschen jedenfalls viel Spaß – und wer nicht genug kriegen kann: Im September 2007 haben wir die 50 besten Zitate übers Internet von Journalisten, Wissenschaftlern und Politikern gesammelt. Jetzt aber los:

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Journalisten und Twitter:
“Mitkriegen, was sich Leute zurufen”

Warum Twitter wichtiger ist als alle anderen Web-2.0-Hypes und welche Potentiale das Internet noch für den Journalismus birgt, erklärt Medienberater Ewald Wessling im Interview.

medienlese.com: Was bedeutet Twitter für Journalisten?

Ewald Wessling: Jeder gute Journalist lebt davon, dass er mitkriegt, was los ist in der Welt, und sich anhört, was die Leute denken. Ein Tweet, also ein Posting bei Twitter, ist – ähnlich wie Instant Messaging – ein Zuruf zwischen Menschen. Diese Zurufe werden so organisiert, dass jeder auf einmal die Zurufe aus der ganzen Welt hören kann. Von dem ganzen Gezwitscher würde man natürlich taub, und deshalb muss ich es gut filtern, um nur das zu hören, was mich interessiert.

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Neuer Journalismus:
Offenheit macht verletzlich

Rau, aber herzlich: Die Leser, einst unbekannte Wesen, kommentieren, mailen, bloggen zurück. Von Journalisten erwarten sie nichts weniger als Antworten.

Als Thomas Knüwer und der Handelsblatt-Kollege Iwersen sich auf Indiskretion Ehrensache in die Wolle kriegten, da “freute” sich keinesfalls die gesamte Blogosphäre, wie es die Süddeutsche mit etwas Häme vermeldete. Bei diesem verbalen Schlagabtausch zweier Journalisten machten die anwesenden Vertreter der Presse, die dort in den Kommentarspalten scharfen Senf fingerdick auf die Wurst schmierten, erstmals konkrete Erfahrungen mit der geheimnisvollen und sagenumwitterten Dialogstruktur des Netzes. Erfahrungen, die allen ihren Kollegen demnächst bevorstehen – zumindest dann, wenn sie auch nach der Printkrise noch im Geschäft sein wollen. Denn wer ins Netz gehen will, der muss auch Netzkultur lernen: When in Rome, do as the Romans do … » weiterlesen

Journalismus 2.0:
Radio im Internet – aber warum?

Das Internet ist geduldig, alle möglichen multimedialen Inhalte lassen sich abladen. Warum nicht statt eines drögen Textes auch mal einen Audio-Clip veröffentlichen? Oder warum nicht?

Ein Beispiel von der gerade gestarteten Journalistenschüler-Seite “Macht-Maschine”: Unter der Überschrift “Die Macht der Medien” wird ankündigt, dass “Politikredakteure führender Medien” ihre Rolle als vierte Macht im Staat “selbstkritisch beurteilen”. Zwei Probleme habe ich mit dem Beitrag, eins betrifft die Form, das andere den Inhalt:

Angeboten wird ein Podcast, eine Audio-Datei. Welche führenden Journalisten da zu Wort kommen, wird vorher nicht verraten. Dafür dauert die Sendung nur Web-freundliche 3 Minuten, in denen aber gleich vier Journalisten zu Wort kommen. Mit kurzen Statements, sogenannten O-Tönen, mehr ist da nicht drin. Keine Nachfragen, keine Erklärung, was eigentlich die Arbeit der zitierten ausmacht. Das ist nett zusammengeschnitten, zum Schluss gibt es noch ein versöhnliches Fazit – nur was ist damit gewonnen?

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