Alle 10 Artikel zum Thema Jeff Jarvis auf netzwertig.com:
In Deutschland verlangt Burda einen “Leistungsschutz” für Medien. In den USA wird das Kind bereits beim Namen genannt: Ein Linkverbot für News für 24 Stunden. Dort eine Idee aus der Mottenkiste, die hierzulande verfangen könnte.
Wenn die Geschäftsmodelle von gigantischen Industrien durch neue Technologien in Stücke gerissen werden, kommen die Betroffenen auf irrwitzige Ideen.
Als nichts anderes muss es bezeichnet werden, wenn “die vierte Gewalt”, die diesen “Titel” aufgrund ihrer angeblichen Unabhängigkeit von Staat und Wirtschaft lange wie eine Monstranz vor sich her getragen hat, sich urplötzlich genau denen an die Brust wirft und Schutz vor dem bösen Volk und angeblichen Trittbrettfahrern verlangt.
Konkreteste Idee bisher: Nachrichten- oder News-Texte von Zeitungen sollen mindestens vierundzwanzig Stunden lang nicht verlinkt werden dürfen. Das sind die jüngsten und bisher konkretesten Vorschläge aus Lobbyisten- und Anwaltskreisen in den USA.
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Jeff Jarvis sprach auf der next09 über Aufgabe von Kontrolle im Web als Erfolgsstrategie.
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Jeff Jarvis, u.a. Blogger auf
Buzzmachine.com, Professor an der New York University und seinerzeit Mitgründer von Entertainment Weekly, hat in seiner Keynote auf der next09 die wichtigsten Punkte seines Buches “What Would Google Do?” oder – auf deutsch – “Was Würde Google Tun?” für das Publikum zusammengefasst.
Die schon von The Next Web bekannte Präsentation kann man auf Slideshare anschauen: » weiterlesen
Bild-Chef Kai Diekmann bekam 2008 die nur in den USA erhältliche Hosentaschen-Kamera “Flip” gezeigt – ein Jahr später hat er eigene Video-Paparazzi im ganzen Land, erzählt er im Video.

Bild-Chef Diekmann zeigt seine eigene Flip (Jeff Jarvis)
Anfang des Monats sagte John Chamber von Cisco in der stets sehenswerten Wirtschaftssendung von Peter Days auf BBC, ein Abschwung sei die Chance, neue Geschäftsfelder aufzutun. Etwa, indem man den Hersteller der erfolgreichen und simplen Videokamera Flip aufkauft. Ich denke, das könnte sich als genial erweisen. Flip steht für eine neue Art einfacher Kommunikation und Netzwerke. Die Kamera lässt sich auf vielfältige und bisher kaum bekannte Art einsetzen.
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Alle Nachrichten sind lokal: Die New York Times startet zwei Nachbarschafts-Blogs - und will damit Reporter, Bürgerjournalisten und Anzeigenkunden zusammenbringen.
Was passiert in der unmittelbaren Umgebung? Die
New York Times startet am Montag zunächst zwei Blogs, die jeweils nur über eine Nachbarschaft berichten, schreibt
TechCrunch. Ein Blog wird sich demnach mit Fort Greene und Clinton Hill, zwei historische Stadtteile im New Yorker Bezirk Brooklyn, befassen, das andere mit drei Gemeinden im Südwesten New Jerseys, Millburn, Maplewood und South Orange. Betreut werden die Blogs von der New York Times, sogenannte “citizen journalists” sollen helfen, die Blogs zu füllen und womöglich sogar etwas damit zuverdienen.
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Kleine, regionale Unternehmen brauchen mehr als nur Anzeigen in Zeitungen und im Internet – Jeff Jarvis sieht hier Chancen für neue, zielgerichtete Angebote.
Die Hoffnung darauf, dass die Werbebuchungen kleinerer, lokaler Unternehmen das Nachrichtengeschäft im Internet finanzieren können, wird sich nur erfüllen, wenn diesen Unternehmen neue und bessere Angebote gemacht werden – und zwar, bevor Google das Feld besetzt hat. Das geht aus Studien von Webvisible und Nielsen hervor, über die
MediaPost (via
Marketing Pilgrim und
Frank Thinking) berichtet hat. Sie zeigen, dass lokale Unternehmen in den USA sich aus den Zeitungen und Gelben Seiten verabschieden, mit Werbung im Internet aber noch unzufrieden sind und ihr nicht genügend Aufmerksamkeit widmen. Die Ergebnisse im Detail:
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Neues aus der Redaktion: Klaus Jarchow im Spiegel, Jeff Jarvis auf Deutsch, neue Autorin an Bord und Twitter überall – unser Rückblick auf die vergangene Woche medienlese.com.
Klaus Jarchow im Spiegel: Mit sogenannten “Grubenhunden”, bewusst lancierten Falschmeldungen, beschäftigt sich der aktuelle Spiegel. Anlass ist, klar, die Manipulation der Wikipedia durch einen jungen Journalisten, der dem neuen Wirtschaftsminister Guttenberg einen weiteren Vornamen verpasst hatte, der es bis auf die Titelseite der Bild-Zeitung brachte. Zu Wort kommt auch Klaus Jarchow “vom Weblog Medienlese”, der sich zum Spannungsverhältnis von klassischen Medien und Internet-Community äußert (Seite 55).
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Zu Gast in Jon Stewarts “The Daily Show”: Der ehemalige CNN-Chef und leitende Time-Redakteur Walter Isaacson bereut, dass im Internet News kostenlos sind und plädiert für Micropayment.
Walter Isaacson will die Zeitung retten, damit Medien wie die New York Times auch künftig Reporter nach Bagdad schicken können. Wie das funktionieren soll, nämlich über Micropayment für Texte im Internet, so wie es iTunes mit seinen 99-Cent-Musikstücken vormacht, hat er im Time-Magazin erklärt. Jetzt war er zu Gast in der “The Daily Show”, einer amerikanischen Comedy-Sendung, die oft mit politischen und erfrischend direkten Interviews überrascht.
» Video nach dem Klick:
Das Geschäftsmodell für Journalismus ist leckgeschlagen: Die Leser wandern ins Netz ab, dort fehlen die Einnahmen. Mit den üblichen Lösungsvorschlägen kann Jeff Jarvis wenig anfangen.
Die unzähligen verzweifelten Vorschläge, wie man Zeitungen oder den Journalismus generell retten könne, wirken auf mich wie angestrengte Versuche, gegen den Strom der Zeit zu schwimmen – sie wollen etwas erzwingen, was im Internet-Zeitalter ganz einfach nicht geschehen wird. Ich ziehe es vor, nach Modellen für einen Journalismus zu suchen, der
mit dem Strom schwimmt. Das heißt, Wege zu finden, wie man Vorteil aus den Gesetzmäßigkeiten der Online-Wirtschaft zieht, statt diese zu bekämpfen. Schauen wir uns doch mal die üblichen Rettungspläne an:
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Chefredakteure und Herausgeber waren einst die Wächter über die Qualität des Printprodukts. Online übernehmen diesen Job aber die Leser – wozu also brauchts den “Editor” noch?
Wenn Jeff Jarvis mit dem Finger schnickt, dann sind die Medienseiten der Zeitungen meist voll mit dem angetippten Thema. Diesmal, bei der Frage, weshalb es zukünftig noch Herausgeber bzw. Chefredakteure für eine Zeitung geben müsse, blieb es merkwürdig ruhig im deutschen Blätterwald. Das muss dann wohl an den Herausgebern liegen …
Der Tenor von Jeff Jarvis’ Artikel lag auf der folgender Linie: Der Chefredakteur oder ‘Editor’ sorge üblicherweise dafür, dass der Themenmix stimme, dass keine lästigen Klagen zu erwarten seien, dass die vorgegebene redaktionelle Linie eingehalten würde, dass keine stilistischen Böcke geschossen werden – und er kontrolliere zudem, ob eine Geschichte auch ‘ausrecherchiert’ sei.
Die meisten dieser Funktionen – so Jarvis – würden aber online inzwischen die Mitglieder der Community erledigen, durch die dialogische Struktur der neuen Medien forme sich jeder seiner Artikel wie von selber ‘rund’, wenn man den Thread hinzurechne: “Die Berichterstattung wandelt sich vom Produkt zum Prozess”. Also könne man – angesichts der redaktionellen Sparzwänge – doch als erstes die Position des Herausgebers oder Chefredakteurs abschaffen – und seine Funktion durch einen ‘Community organizer’ ersetzen.
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Wo bleibt nur der Abschlußbericht vom Burda DLD 08? Nein, ich bin im Gegensatz zu einigen Kollegen nicht erkrankt. Aber trotzdem sprachlos, pardon: stimmlos geworden.

“Boah, ist das schön bunt hier!” – “Na klar, das ist ja auch die Party der
Bunten!” (Bild: W.D.Roth)
Der Burda DLD 08 ist nun schon einige Tage hier, der Abschlussbericht fehlte aber noch. Das hatte zweierlei Gründe: Zunächst war in den Tagen des DLD 08 und der nachfolgenden CeBIT Preview etliches liegen geblieben, dass zunächst erledigt werden musste. Außerdem verstand mich aber auch mein Computer nicht mehr, weil ich heiser war – ein typisches Erkennungszeichen aller DLD-08-Teilnehmer spätestens ab dem zweiten Tag. 
Schließlich geht man auf eine solche Veranstaltung nicht nur, um sich schöne bunte Powerpoints reinzuziehen und in den Vorträgen laut zu schnarchen. Durch die Zeitverschiebung bei den Teilnehmern aus den USA, aus dem nahen oder fernen Osten bedingt war nach erfolgreich erkämpftem Sitzplatz das prompte Einschlafen der Gäste keinesfalls ein seltener Anblick, wobei sich die Damen mitunter zumindest noch an einer starken Männerschulter anlehnen konnten.
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