Thema: Japan

 

Alle 11 Artikel zum Thema Japan auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

230 Millionen Nutzer weltweit:
WhatsApp-Konkurrent Line will Deutschland erobern

Mit 230 Millionen Nutzern gehört der WhatsApp-Konkurrent Line international zu den Schwergewichten im Messenger-Segment. Nun will der Dienst aus Japan Deutschland und Europa erobern.

LineDer deutsche Markt für mobile Chatkommunikation befindet sich nahe an der Sättigungsgrenze. Mehr als 18 Millionen Menschen greifen jeden Monat mobil auf Facebook zu, mehr als 13 Millionen davon täglich. Messenger-Krösus WhatsApp wird laut Firmenangaben von mehr als 20 Millionen Smartphone-Besitzern in Deutschland genutzt. Doch trotz dieses für Neulinge unwirtlichen Klimas glaubt der aus Japan stammende WhatsApp-Konkurrent Line hierzulande an großes Marktpotenzial und plant noch für 2013 den Launch in Deutschland. Das erklärte Sunny Kim, als Senior Vice President/Head of Business Development bei Line für die Internationalisierung zuständig, im Gespräch mit netzwertig.com. » weiterlesen

Krise und Technologie als Chance:
Wieso wir weniger arbeiten sollten – und es können

Unsere heutige Sichtweise auf Arbeit ist problematisch. Neue Technologien sowie die Krise des Finanz- und Wirtschaftssystems zwingen uns zu weitreichenden Veränderungen.

ArbeitIn letzter Zeit mache ich mir viele Gedanken über den Sinn der digitalen Technologie. Ohne Ziele, die wir mit der sich immer schneller drehenden Entwicklung erreichen wollen, würde technischer Fortschritt zum Selbstzweck werden und damit seine Existenzberechtigung verlieren. Eine angemessene Prämisse, die ich in diesem Artikel beschrieb, ist das Streben nach mehr Zufriedenheit durch den Einsatz moderner Technik. Heute möchte ich einen anderen Aspekt hervorheben, bei dem digitale Innovationen großen Nutzen stiften können: Arbeit.

Derzeit lassen sich zwei entgegengesetzte Prozesse beobachten: Auf der einen Seite führt die fortschreitende Automatisierung sowie die derzeitige Strukturkrise des europäischen, aber auch globalen Finanz- und Wirtschaftssystems zu einer um sich greifenden Massenarbeitslosigkeit. Auf der anderen Seite jedoch sind bei denjenigen, die sich in Lohn und Brot befinden und Karriere machen, verbreitete Überarbeitungs- und Überlastungserscheinungen zu beobachten. Laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz gaben zuletzt rund 50 Prozent der Befragten in einer Untersuchung an, Termin- und Leistungsdruck sowie ständig wiederkehrende Arbeitsvorgänge als Belastungsfaktoren zu empfinden. Kein Wunder, wird Erfolg in den meisten Industrienationen noch immer mit langen und intensiven Arbeitstagen gleichgesetzt. » weiterlesen

Investor Hiro Maeda:
“In Japan erreichen Startups schnell die kritische Masse”

Open Network Lab ist der führende japanische Startup-Inkubator und der mit dem hochkarätigsten internationalen Netzwerk. Managing Partner Hiro Maeda erläutert im Interview, wieso er glaubt, dass junge Web- und Mobilefirmen mittelfristig die einstige Bedeutung von Sony & Co erreichen können.

Vor einigen Wochen beschrieb die Branchenjournalistin Yukari Mitsuhashi im Interview, wie sich die japanische Startup-Wirtschaft gerade erst in ihren ganz frühen Anfängen befindet. “Bis vor zwei Jahren wollten alle in einem großen Unternehmen arbeiten”, so ihre Feststellung. Einer der entscheidenden Gründe, warum sich dies gewandelt hat: Inkubatoren erschienen auf der Bildfläche und entfernten manche der Hürden, die junge Japaner bisher mit der Unternehmensgründung in Verbindung brachten.

Open Network Lab (Onlab) war der erste derartige Inkubator, eine Art Pendant zur legendären US-Startupschmiede Y Combinator, und gilt heute als der mit dem besten und hochkarätigsten internationalen Netzwerk. Ähnlich wie Startup-Reporterin Mitsuhashi hat auch Onlab-Gründer und Managing Partner Hiro Maeda einige Jahre in den USA gelebt und studiert. Englischsprachige Personen wie er sind rar in der noch kleinen Tokioter Szene – erst recht solche, die sich wie Maeda auch als Business Angel in Kalifornien betätigen. » weiterlesen

Ortsungebundenes Arbeiten:
Wenn Marissa Mayer in Tokio U-Bahn fahren würde…

Es gibt viele Gründe, warum eine Förderung von alternativen Arbeitsformen, die keine permanente Präsenz im Büro des Arbeitgebers erfordern, sinnvoll ist. Wer trotzdem kein Argument findet, sollte im Berufsverkehr in Tokio mit der U-Bahn fahren.

Yahoo-Chefin Marissa Mayer bricht mit ihrer Entscheidung, bei dem Internetunternehmen das Arbeiten von zu Hause stark einzuschränken, um die Gemeinschaft und Zusammenarbeit zu verbessern, mit einem Trend. Der Schritt mag bei einer lange Zeit Auflösungserscheinungen zeigenden Firma wie Yahoo sinnvoll sein, oder er mag sich als großer Fehler herausstellen – die vielen Vorteile, die sich aus dem gelegentlichen Home Office für Arbeitnehmer, Firmen und die Umwelt ergeben, sind nicht von der Hand zu weisen. Ein Land, das ein besonders großes Interesse daran haben müsste, Angestellte gelegentlich aus den heimischen vier Wänden arbeiten zu lassen, ist mein derzeitiger Aufenthaltsort Japan.

Dieser Gedanke kam mir, als ich am gestrigen Montag nach meinem Interview mit Yukari Mitsuhashi mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in meine Unterkunft in einem südlichen Tokioter Vorort fuhr – zusammengepfercht zwischen anderen Pendlern, die nach dem Feierabend bei einem Konzern in der Innenstadt nun schnell nach Hause zu ihren Familien eilten. » weiterlesen

Startups in Japan:
“Bis vor zwei Jahren wollten alle in einem großen Unternehmen arbeiten”

Vor zwei bis drei Jahren existierte nahezu kein Startup-Ökosystem in Japan. Mittlerweile gibt es immer mehr Gründer, aber auch zahlreiche Herausforderungen, so die Branchenkennerin und Tech-Reporterin Yukari Mitsuhashi im Interview.

Seit gut sieben Wochen befinde ich mich in Tokio. Obwohl ich mittlerweile schon ein besseres Verständnis über die hiesige Startup-Wirtschaft und ihre Herausforderungen habe als zu Beginn, so verhindert die allseits präsente Sprachbarriere ein wirklich tiefes Eintauchen und eine wasserdichte Analyse des lokalen Ökosystems. Glücklicherweise gibt es Menschen wie Yukari Mitsuhashi. Die gebürtige Japanerin verbrachte während ihrer Jugend sieben Jahre in den USA und heuerte nach ihrem Studium in Tokio bei einer Onlinefirma an. Seit zwei Jahren beobachtet sie die Branche für das mittlerweile auch auf Englisch publizierende japanische Tech-Blog Startup-Dating und verschiedene japanischsprachige Publikationen. Sie kennt sich somit gut in der Szene aus und weiß dank ihrer ausgezeichneten Englischkenntnisse und regelmäßigen Reisen in die USA, wo sich Japans Startup-Wirtschaft heute im internationalen Vergleich befindet. Im Interview mit netzwertig.com gibt sie einen Ein- und Überblick. » weiterlesen

Startup-Wettbewerb “SF Japan Night”:
Japanische Jungfirmen erweitern ihren Horizont

Auch wenn sprachliche und kulturelle Barrieren japanischen Startups die Internationalisierung erschweren: Einige von ihnen wollen ausländische Märkte erobern. 15 derartige Firmen präsentierten sich am Samstag in Tokio.

Wie beschrieben stellen Sprachbarrieren eine große Hürde für die japanische Internet-Wirtschaft dar, in ausländischen Märkten erfolgreich Fuß zu fassen. Entsprechend selten sind lokale Startup-Veranstaltungen, auf denen sich junge japanische Online- und Technologiefirmen vorstellen, die tatsächlich globale Ambitionen hegen und in englischer Sprache auftreten. Das kalifornisch-japanische Beratungsunternehmen btrax trommelt für seinen jährlichen Startup-Wettbewerb genau solche Unternehmen zusammen, die diesen im Land der aufgehenden Sonne noch immer unüblichen Pfad beschreiten wollen.

Im Rahmen der SF Japan Night präsentierten sich am Samstag in Tokio 15 japanische Startups und Dienste aus der Internet- und Technologiewelt vor einer zu geschätzten 99 Prozent des Japanischen mächtigen Zuhörerschaft – auf Englisch. In fünfminütigen Demos erläuterten sie ihre Konzepte und Geschäftsmodelle, stellten sich daraufhin den Fragen einer Jury und hofften anschließend darauf, als eines der sechs Startups ausgewählt zu werden, die im März in San Francisco im Finale des Wettbewerbs wieder aufeinandertreffen dürfen. Ich habe das Event besucht und stelle hier die interessanteren Projekte vor. » weiterlesen

Internationalisierung:
Wie Sprachbarrieren Japans Internetbranche im Weg stehen

In Europa hört man wenig von japanischen Onlinediensten. Mangelnde Fremdsprachenkenntnisse und ein fehlender Blick über die eigenen Landesgrenzen hinaus hindern japanische Anbieter an der Internationalisierung.

TokioSeit nunmehr drei Wochen befinde ich mich in Tokio. Eigentlich wollte ich zu diesem Zeitpunkt schon etwas mehr über die japanische Webbranche geschrieben haben als einen Artikel zum WhatsApp-Konkurrenten Line – dessen Mutterkonzern noch dazu aus Südkorea stammt. Doch hatte ich bei meiner Anreise noch die Hoffnung, dass sich die Japaner angesichts ihrer verlorenen Dominanz im Segment der Unterhaltungselektronik womöglich der Internetwirtschaft als nächsten Fokussektor widmen würden, um ihren ihnen vorauseilenden Ruf als Hochtechnologienation zu verteidigen und auch die eigene wirtschaftliche Position zu stärken, so weiß ich mittlerweile zumindest eines: Ein ernstzunehmender Startup-Trend rund um Internet- und Mobile-Dienste, die darauf ausgelegt sind, außerhalb der japanischen Grenzen für Furore zu sorgen, zeichnet sich nicht ab. » weiterlesen

Digitale Nomaden:
Auf dem Weg nach Fernost

Digitales Nomadentum ist wie eine Sucht. Wer ortsunabhängig arbeiten kann, der schmiedet ständig Pläne, wo es hingehen könnte. Nächste Station: Japan.

Das digitale Nomadentum wird schnell zur Sucht. Hat man einmal die Voraussetzungen dafür geschaffen, unkompliziert für Wochen oder Monate den Arbeitsort wechseln und sich mit samt dem virtuellen Büro an einem beliebigen Ort dieser Welt niederlassen zu können, dann möchte man diese Freiheit nicht mehr aufgeben. Sobald man von einem Trip heimgekehrt ist, beginnt man gedanklich bereits damit, neue Reisepläne zu schmieden. Seit einigen Jahren schon bin ich im Bann der ortsunabhängigen Arbeit, wobei mir die Art meiner beruflichen Tätigkeit bei einem Onlineverlag ohne Notwendigkeit der Präsenz in einem physischen Büro dabei natürlich entgegen kommt. Gerade weil es auch in unserer vernetzten, von sich verändernden Arbeitsformen geprägten Zeit noch immer ein großes Privileg ist, einfach seine Sachen packen und in den Flieger steigen zu können, möchte ich von dieser Möglichkeit regen Gebrauch machen. Deshalb bin ich gerade in Tokio angekommen, wo ich bis Ende März meine Zelte aufschlagen werde.

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Eine Million Dollar für Japan:
Das Spendenpotenzial virtueller Güter

Innerhalb von weniger als zwei Tagen haben Spieler von Zynga-Games eine Million Dollar an Spendengelder für Japan zusammengetragen – indem sie spezielle virtuelle Güter erwarben.

Über den Sinn virtueller Güter kann man unterschiedlicher Meinung sein. Tatsache ist jedoch, dass der Verkäuf selbiger innerhalb von bei sozialen Netzwerken populären Spielen ein Millionengeschäft ist und (einstige) Startups wie Zynga, Playfish oder Wooga zu erfolgreichen und respektierten Unternehmen in der globalen Internetbranche gemacht hat.

Wenn Hobbybauern bei Zyngas Spielehit FarmVille für die Saat einer speziellen Rettich-Sorte bares Geld in die Hand nehmen, sind fragende, teils zweifelnde Gesichter bei weniger mit der Gaming-Welt in sozialen Netzwerken vertrauten Personen programmiert. Wenn auf diesem Weg jedoch ein effektiver, alternativer Kanal errichten wird, um für die Erdbeben- und Tsunami-Opfer in Japan zu spenden, dann dürften die meisten Skeptiker verstummen.

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Ereignisse in Japan:
Die Unerträglichkeit von Twitter

Wer angesichts der Ereignisse in Japan am Wochenende einen Blick auf die eigene Twitter-Zeitleiste warf, bekam den Eindruck, der unmittelbare Weltuntergang stünde bevor. Der Microbloggingdienst präsentiert sich dieser Tage hierzulande vor allem als Hort von Desinformation und Panikmache.

Ich liebe Twitter. Es ist der Webdienst, den ich mit Abstand am meisten vermissen würde, verschwände er aus dem Netz. Seit ich vor einigen Jahren nach mehreren Anläufen endlich die Magie des Microbloggingservices erkannt hatte und damit zu einem täglicher Nutzer wurde, erinnere ich mich an keine Situation, in der mir ein kurzer oder längerer Blick auf den Stream an Tweets der von mir gefolgten User nicht Freude bereitete, lesenswerte Artikel bescherte oder einfach nur das Gefühl gab, Teil einer größeren, sich selbst organisierenden Bewegung zu sein. » weiterlesen