Alle 20 Artikel zum Thema Interviews auf netzwertig.com:
Fast zwei Jahre nach dem Start ist die Anfangseuphorie rund um Flattr in der deutschsprachigen Blogsphäre verflogen. Im Interview zeigt sich Mitgründer Linus Olsson dennoch zuversichtlich über die Zukunft des Dienstes – und erklärt auch, wieso die Gespräche mit Presseverlagen so schwer sind.
Als der soziale Micropaymentdienst Flattr 2010 sein Debüt gab, waren gerade in der deutschsprachigen Blogosphäre die Hoffnungen und Erwartungen groß. Zwar wusste niemand, ob das Prinzip freiwilliger Zahlungen an die Erschaffer guter Onlineinhalte tatsächlich funktionieren würde. Aber das Konzept des schwedischen Startups, mit einem Ein-Klick-Ansatz die mentalen Kosten für die Zahlung von Kleinstbeträgen zu senken und unabhängigen Medienschaffenden im Netz eine neue Erlösquelle anzubieten, klang für viele attraktiv genug, um Flattr einmal auszuprobieren.
Bald zwei Jahre später ist eine gewisse Ernüchterung eingekehrt: Flattr ist nicht gelungen, die Wertschöpfung von digitalem Content nachhaltig und auf breiter Front zu verändern. Seine Nische konnte das junge Unternehmen aus Malmö bisher nicht verlassen, und die Zahl kritischer und enttäuschter Erfahrungsberichte hat in den letzten Monaten merklich zugenommen. Mitgründer und Frontfigur Peter Sunde steht dem Unternehmen nur noch beratend und als Evangelist zur Verfügung – was angesichts seiner nahenden Haftstrafe in Folge des Pirate-Bay-Urteils wohl auch besser ist.
Wie steht es angesichts dieser eher negativen Entwicklungen um Flattr? Sind die Schweden noch immer zuversichtlich, mit ihrem alternativen Zahlungsmodell ein nachhaltiges, globales System aufbauen zu können, das einer maximalen Zahl an Contentproduzenten ein attraktives (Neben)-Einkommen beschert, oder haben sie diese Vision mittlerweile aufgegeben? Wir haben Flattr-Mitgründer Linus Olsson gefragt.
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Facebook wagt mit seinen Servern den Sprung über den großen Teich und errichtet sein erstes Rechenzentrum in Europa. Im Interview erläutert Facebook-Manager Tom Furlong die Hintergründe, in Nordschweden drei riesige Serverhallen zu errichten.
Quelle: lulea.se
Am gestrigen Donnerstag
wurde offiziell verkündet, was schon länger als Gerücht zu hören war: Facebook wird im nordschwedischen Luleå sein erstes Rechenzentrum in Europa und gleichzeitig das erste außerhalb der USA errichten. Drei Serverhallen mit einer Fläche von 28.000 Quadratmetern sollen etappenweise gebaut und sukzessive mit zunehmendem Bedarf in Betrieb genommen werden – kurioserweise gefördert mit gut 10 Millionen Euro aus EU-Töpfen (
übersetzte Quelle).
Tom Furlong, bei Facebook als “Director Site Operations” für die Server des 800 Millionen aktive Mitglieder zählenden sozialen Netzwerks zuständig, war gestern in Luleå vor Ort. Am Freitagmorgen traf ich ihn in Stockholm zu einem Interview und befragte ihn zu den Hintergründen der Entscheidung, erstmals Server in Europa aufzustellen, und was dieser Schritt für den anhaltenden Datenschutz-Konflikt zwischen der EU und Facebook bedeutet. » weiterlesen
Der Österreicher Roman Scharf hat nach dem Verkauf des von ihm mitbegründeten VoIP-Dienstes Jajah eine Plattform gestartet, die Crowdsourcing mit der Reichweite des Social Web verknüpft. Im Interview blickt er auf eine aufregende Zeit zurück und plaudert über sein neues Projekt.
Roman Scharf ist passionierter Serienunternehmer. 2005 startete er nach zwei vorhergegangenen Gründungen in Wien zusammen mit Daniel Mattes den VoIP-Dienst
Jajah. Nach gut einem halben Jahr siedelten die zwei mit Jajah ins Silicon Valley um. Ende 2009 verkauften sie ihr Startup
für gut 200 Millionen Dollar an den spanischen Telekommunikationskonzern Telefónica. Für Roman Scharf bedeutete dies jedoch nicht, fortan die Füße hochzulegen. Mit
Talenthouse zieht der Österreicher gerade von der US-Westküste aus eine Onlineplattform auf, die Crowdsourcing und digitales Marketing revolutionieren soll.
Im Interview mit netzwertig.com erklärt Roman Scharf, wie es sich anfühlte, kurze Zeit nach dem Launch von Jajah einen Anruf von US-Investoren zu erhalten, wieso aus Jajah kein Dienst in der Größenordnung von Skype geworden ist und warum Crowdsourcing eine clevere und effektive Form des digitalen Marketings darstellt. » weiterlesen
Technologie-Kritiker Nicholas Carr über den Aufbau der Computer-Kraftwerke von Morgen und ihre unangenehmen Ausstrahlungen auf Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur.
Interview: Steffan Heuer
Steffan Heuer verfolgt als USA-Korrespondent des deutschen Wirtschaftsmagazins brand eins in San Francisco Innovationen rund um Ökonomie und Technologie. Er konzentriert sich auf Themen an der Schnittstelle von alter und neuer Wirtschaft.
Seine Berichte und Analysen erscheinen ausserdem regelmaessig in der MIT Technology Review Deutschland und in The Economist.
Steffan blogt unter http://humaneskapital.typepad.com
Teil 1 des Interviews hier
Wie wird dieser Wandel die Arbeitswelt verändern?
Wer in einer IT-Abteilung arbeitet, kümmert sich vor allem um Routine-Wartungsarbeiten. Diese Jobs werden drastisch reduziert werden oder verschwinden. Dafür gibt es künftig ein paar wenige Experten, die Kapazität mit den Versorgern aushandeln oder am optimalen Informationsfluss entwerfen. Für viele Angestellte wird sich kaum etwas ändern. Es wird ihnen wie eine natürliche Evolution vorkommen, wenn ihr Umgang mit Software einfacher und flexibler wird. Viele Menschen haben sich an Webdienste schon Zuhause und an der Schule gewöhnt.
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Der bekannte Technologie-Kritiker Nicholas Carr über den Aufbau der Computer-Kraftwerke von Morgen und ihre unangenehmen Ausstrahlungen auf Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur.
Interview: Steffan Heuer
Steffan Heuer verfolgt als USA-Korrespondent des deutschen Wirtschaftsmagazins brand eins in San Francisco Innovationen rund um Ökonomie und Technologie. Er konzentriert sich auf Themen an der Schnittstelle von alter und neuer Wirtschaft.
Seine Berichte und Analysen erscheinen außerdem regelmäßig in der MIT Technology Review Deutschland und in The Economist.
Steffan bloggt unter http://humaneskapital.typepad.com
Mr. Carr, vor ein paar Jahren sorgten Sie in Hightech-Kreisen für Furore, weil Sie die These aufstellten, Informationstechnologie sei irrelevant. Ihr neues Buch trägt den doppeldeutigen Titel “The Big Switch.” Die Welt wird neu verdrahtet, schreiben Sie, und das sei “unser digitales Schicksal.” Haben Sie ein Aha-Erlebnis am Computer gehabt?
Keineswegs. Es ging mir um die Frage, ob Informationstechnologie einem Unternehmen einen entscheidenden strategischen Wettbewerbsvorteil verschafft. Die Antwort lautete nein. Da Computer und Software zu allgemein erhältlichen Werkzeugen geworden sind, die jede Firma benutzen kann, sind die meisten IT-Investitionen nötig – aber sie verleihen niemand kritischen Vorsprung. Jetzt gehe ich einen Schritt weiter und beschreibe einen Wandel, der unsere Gesellschaft und Volkswirtschaft grundsätzlich umkrempelt – als ob man einen gewaltigen Hebel, eben einen Big Switch umlegen würde. Rechenleistung oder Computing finden nicht mehr intern statt, etwa in meinem PC oder im Rechenzentrum einer Firma, sondern wird zu einer Versorgungsleistung wie Strom oder Wasser, die über das Internet ausgeliefert wird.
Wo liegen bitte die Parallelen zwischen einem Stromerzeuger oder Wasserwerk und dem Internetriesen Google?
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Viel hat sich in den letzten Monaten beim Hamburger Business Network Xing getan. Drei europäische Netzwerke für Geschäftskontakte wurden akquiriert, ein Newsfeed gelauncht, eine Beteiligung an Googles OpenSocial-Initiative angekündigt und im Januar für nicht zahlende Mitglieder Werbung eingeführt. Was steht bei Xing für 2008 auf dem Programm? Unternehmensgründer und CEO Lars Hinrichs im Kurzinterview mit zweinull.cc. » weiterlesen
FAZ-Netzökonom Holger Schmidt hat mit studiVZs Geschäftsführer Marcus Riecke ein Interview geführt und ihm eine Menge überraschender Neuigkeiten entlocken können. In Kürze: » weiterlesen
Gleeme bietet Nutzern die Möglichkeit, kostenlos ein Profil anzulegen und zu ihren Accounts bei anderen Web-2.0-Diensten und Instant Messengern zu verlinken. Wer will, kann den Gleeme-Taschenstempel erstehen und damit seine Gleeme ID anderen Personen auf die Hand oder den Arm stempeln. Über die Eingabe der ID auf Gleemes Website gelangt diese Person dann zum Profil des Stempelbesitzers. Ausgedacht haben sich das Konzept die drei Studenten Fabian, Florian und Marco. Fabian Sauter, einer der drei Gründer, stellt sich im Interview meinen neugierigen Fragen. » weiterlesen
Viel ist in letzter Zeit passiert beim Social-Bookmarking-Portal Mister Wong. Für Gesprächsstoff sorgte die Diskussion um den Namen und das umstrittene Logo, die Internationalisierung und der Start der US-Version sowie zuletzt auch die Kooperation mit T-Online. Kai Tietjen, Gründer und Geschäftsführer von Mister Wong, hat sich Zeit für ein kurzes Interview genommen. » weiterlesen
studi.net ist ein neues, international ausgerichtetes Social Network für Studenten. Bereits vor einigen Wochen hatte ich die Plattform vorgestellt und angemerkt, dass studi.net trotz einer übermächtig erscheinenden Konkurrenz ein gewisses Potential hat. Doch die Frage, wieso man sich tatsächlich freiwillig zwischen die Fronten der beiden um die Nutzer kämpfenden Riesen Facebook und studiVZ begibt und wie man sich von diesen langfristig abheben möchte, lies mir keine Ruhe. Maximilian Kil, Mitbegründer von studi.net, hat sich die Zeit für ein Interview genommen und mir diese und andere Fragen beantwortet. Wer mehr über die Gründer und die Advanced Media AG, das Unternehmen hinter studi.net, wissen möchte, schaut ans Ende des Interviews. » weiterlesen