Thema: Interviews

 

Alle 26 Artikel zum Thema Interviews auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

Startup-PR:
Warum Interviews meist eine schlechte Idee sind

Manche frisch lancierten Startups präsentieren sich gerne in Interviewform. Doch es gibt gute Gründe dafür, ihnen diesen Wunsch zu verweigern.

interviewGelegentlich kommt es vor, dass vor dem Debüt stehende Startups uns vorschlagen, mit ihren Gründern ein Interview zu führen. Besonders verbreitet ist dies bei Jungfirmen aus den USA, die ihre Internationalisierung vorantreiben und eine Lancierung im deutschsprachigen Markt ins Auge fassen. Nicht selten bietet uns der oder die PR-Verantwortliche eine Interviewmöglichkeit mit den Machern an. Doch meiner Meinung nach gibt es aus Gesichtspunkten der Qualität, des Informationswertes und auch der Leserzufriedenheit nichts Unpassenderes, als die Gründer eines Startups in typischer Interviewform länger als unbedingt notwendig zu Wort kommen zu lassen.

Rund 90 Prozent aller Startups scheitern. In Wahrheit sind es vielleicht 75 Prozent, oder 95 Prozent. Manchmal lässt sich nur schwer erkennen, ob zum Beispiel eine Übernahme als Erfolg oder eher als Misserfolg zu werten ist, etwa bei einer Talentakquisition. Doch in jedem Fall ist das Verhältnis zwischen Tops und Flops eindeutig: Auf einen oder zwei Knaller kommen neun oder acht Unterfangen, die gegen die Wand gefahren werden. Versierte Geldgeber wissen dies und richten ihre Investitionsstrategie daran aus. » weiterlesen

Startups in Japan:
“Bis vor zwei Jahren wollten alle in einem großen Unternehmen arbeiten”

Vor zwei bis drei Jahren existierte nahezu kein Startup-Ökosystem in Japan. Mittlerweile gibt es immer mehr Gründer, aber auch zahlreiche Herausforderungen, so die Branchenkennerin und Tech-Reporterin Yukari Mitsuhashi im Interview.

Seit gut sieben Wochen befinde ich mich in Tokio. Obwohl ich mittlerweile schon ein besseres Verständnis über die hiesige Startup-Wirtschaft und ihre Herausforderungen habe als zu Beginn, so verhindert die allseits präsente Sprachbarriere ein wirklich tiefes Eintauchen und eine wasserdichte Analyse des lokalen Ökosystems. Glücklicherweise gibt es Menschen wie Yukari Mitsuhashi. Die gebürtige Japanerin verbrachte während ihrer Jugend sieben Jahre in den USA und heuerte nach ihrem Studium in Tokio bei einer Onlinefirma an. Seit zwei Jahren beobachtet sie die Branche für das mittlerweile auch auf Englisch publizierende japanische Tech-Blog Startup-Dating und verschiedene japanischsprachige Publikationen. Sie kennt sich somit gut in der Szene aus und weiß dank ihrer ausgezeichneten Englischkenntnisse und regelmäßigen Reisen in die USA, wo sich Japans Startup-Wirtschaft heute im internationalen Vergleich befindet. Im Interview mit netzwertig.com gibt sie einen Ein- und Überblick. » weiterlesen

Zattoo-Manager Jörg Meyer:
“Von den Umsätzen der illegalen TV-Apps kriegt kein Sender etwas ab”

Der TV-Dienst Zattoo erlebt nach Aussage von Manager Jörg Meyer seinen zweiten Frühling. Speziell im deutschen Markt sieht das Zürcher Unternehmen noch großes Potenzial – trotz der komplexen Rechtslage.

2008 schrammte der Zürcher TV-Dienst Zattooknapp am Abgrund vorbei“, als eine geplante Finanzierungsrunde nicht abgeschlossen werden konnte. Entlassungen und ein Eindampfen von ambitionierten Expansionsplänen waren die Folge. Doch sukzessive rappelte sich das Schweizer Startup wieder auf, auch dank der Beteiligungen des Medienhauses Tamedia sowie der Schober-Gruppe. Nachdem 2012 der Break-Even erreicht wurde, rückt nun die Internationalisierung wieder verstärkt in den Fokus, erklärt Jörg Meyer, Vice President im Bereich Content and Consumer, im Interview mit netzwertig.com. In Deutschland sieht er noch viel Potenzial – auch wenn einige Hindernisse dem maximalen Erfolg im Wege stehen. » weiterlesen

Amen-Gründer Felix Petersen:
“Amen ist eben nicht Lieferheld”

Das einst bejubelte Berliner Startup Amen hat eine neue App namens “Thanks” herausgebracht. Mitgründer Felix Petersen sieht darin eine Ergänzung zu Facebooks Graph Search. Im Interview erklärt er, warum er neben Amen eine zweite App hochzieht und wieso er es für wichtig hält, ein Startup langsam aufzubauen.

Anderthalb Jahre nach dem großen Trubel um den Start von Amen brachte das gleichnamige Berliner Startup in dieser Woche eine zweite App heraus. Thanks durchsucht die Einträge, die Nutzer bei Amen hinterlassen haben, und findet dadurch die besten Filme, Bücher, Apps, Alben oder auch Restaurants und Bars in der Nähe.

Amen-Mitgründer Felix Petersen sieht in Thanks ein Gegenstück zu Facebooks neuer Graph Search, ergänzt um die Komponente Social Q&A. Im Interview erklärt er, warum seine Investoren wie der Hollywood-Star Ashton Kutcher einen langen Atem beweisen, wieso für ihn die Berliner Startup-Szene erst an ihrem Anfang steht und warum man ein kleines Startup wie Amen anders aufbauen muss als ein Unternehmen mit dem Schwerpunkt E-Commerce. » weiterlesen

Entrepreneur und Investor Frank Thelen:
“Das Lean Startup ist tot”

Apps sind der in Zukunft bedeutendste Distributionskanal für Onlineinhalte und Dienste, ist sich Entrepreneur und Investor Frank Thelen sicher. Dadurch verändern sich die Spielregeln für Startups. Produkte müssen perfekt sein – vom ersten Tag an.

“Das Lean Startup ist tot” – mit dieser provokativen Aussage hinterließ Entrepreneur Frank Thelen auf dem European Pirate Summit bei mir einen bleibenden Eindruck. Als früherer Geschäftsführer diverser Firmen, jetziger Co-Founder des intelligenten Dokumentenverwaltungsdienstes doo sowie Managing Director bei der Beteiligungsgesellschaft E42 (u.a. 6Wunderkinder, myTaxi, kaufDa) dürfte er wissen, wovon er spricht. Grund genug, um in einem Interview nachzuhaken und in Erfahrung zu bringen, wieso er das Lean-Startup-Konzept für nicht mehr zeitgemäß hält und welche Konsequenzen er sieht.

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Jimdo-Mitgründer Christian Springub zieht Bilanz:
“Der Gang in die USA war richtig”

2011 fiel beim aus Hamburg stammenden Homepagebaukasten Jimdo der Startschuss für den Aufbau einer US-Niederlassung. Fast anderthalb Jahre danach zieht Mitgründer Christian Springub Bilanz.

Anfang vergangenen Jahres wagte Jimdo, der aus Hamburg stammende Anbieter einfach zu erstellender Websites, einen für hiesige Internetfirmen noch immer seltenen Schritt: Mitgründer Christian Springub setzte die Segel gen San Francisco, um dort eine lokale Niederlassung des 2007 gegründeten, über fünf Millionen Mitglieder zählenden Dienstes zu errichten. Kurz nach seiner Ankunft berichtete er im Interview über Details der Expansion sowie seine ersten Eindrücke. Jetzt, ein Jahr später, ist es Zeit für eine Zwischenbilanz. Hat sich der kostspielige Schritt für die Norddeutschen gelohnt? Ich verabredete mich mit Springub zu einem Skype-Gespräch, um eine Antwort auf diese Frage zu erhalten.

“Ja, es war richtig, ein US-Büro zu eröffnen und ich würde es jederzeit wieder tun”, so Springubs klare Aussage. Gleichzeitig erklärt er, dass natürlich einige Dinge anders gelaufen seien, als er und seine zwei Gründungskollegen Fridtjof Detzner und Matthias Henze dies erwartet hatten.

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Flattr-Mitgründer Linus Olsson:
“Das gesamte Netz
soll 2012 flattrbar werden”

Fast zwei Jahre nach dem Start ist die Anfangseuphorie rund um Flattr in der deutschsprachigen Blogsphäre verflogen. Im Interview zeigt sich Mitgründer Linus Olsson dennoch zuversichtlich über die Zukunft des Dienstes – und erklärt auch, wieso die Gespräche mit Presseverlagen so schwer sind.

Als der soziale Micropaymentdienst Flattr 2010 sein Debüt gab, waren gerade in der deutschsprachigen Blogosphäre die Hoffnungen und Erwartungen groß. Zwar wusste niemand, ob das Prinzip freiwilliger Zahlungen an die Erschaffer guter Onlineinhalte tatsächlich funktionieren würde. Aber das Konzept des schwedischen Startups, mit einem Ein-Klick-Ansatz die mentalen Kosten für die Zahlung von Kleinstbeträgen zu senken und unabhängigen Medienschaffenden im Netz eine neue Erlösquelle anzubieten, klang für viele attraktiv genug, um Flattr einmal auszuprobieren.

Bald zwei Jahre später ist eine gewisse Ernüchterung eingekehrt: Flattr ist nicht gelungen, die Wertschöpfung von digitalem Content nachhaltig und auf breiter Front zu verändern. Seine Nische konnte das junge Unternehmen aus Malmö bisher nicht verlassen, und die Zahl kritischer und enttäuschter Erfahrungsberichte hat in den letzten Monaten merklich zugenommen. Mitgründer und Frontfigur Peter Sunde steht dem Unternehmen nur noch beratend und als Evangelist zur Verfügung – was angesichts seiner nahenden Haftstrafe in Folge des Pirate-Bay-Urteils wohl auch besser ist.

Wie steht es angesichts dieser eher negativen Entwicklungen um Flattr? Sind die Schweden noch immer zuversichtlich, mit ihrem alternativen Zahlungsmodell ein nachhaltiges, globales System aufbauen zu können, das einer maximalen Zahl an Contentproduzenten ein attraktives (Neben)-Einkommen beschert, oder haben sie diese Vision mittlerweile aufgegeben? Wir haben Flattr-Mitgründer Linus Olsson gefragt.

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Facebook-Manager Tom Furlong im Interview:
“Für Nutzer in Europa wird
sich die Performance verbessern”

Facebook wagt mit seinen Servern den Sprung über den großen Teich und errichtet sein erstes Rechenzentrum in Europa. Im Interview erläutert Facebook-Manager Tom Furlong die Hintergründe, in Nordschweden drei riesige Serverhallen zu errichten.

Quelle: lulea.seAm gestrigen Donnerstag wurde offiziell verkündet, was schon länger als Gerücht zu hören war: Facebook wird im nordschwedischen Luleå sein erstes Rechenzentrum in Europa und gleichzeitig das erste außerhalb der USA errichten. Drei Serverhallen mit einer Fläche von 28.000 Quadratmetern sollen etappenweise gebaut und sukzessive mit zunehmendem Bedarf in Betrieb genommen werden – kurioserweise gefördert mit gut 10 Millionen Euro aus EU-Töpfen (übersetzte Quelle).

Tom Furlong, bei Facebook als “Director Site Operations” für die Server des 800 Millionen aktive Mitglieder zählenden sozialen Netzwerks zuständig, war gestern in Luleå vor Ort. Am Freitagmorgen traf ich ihn in Stockholm zu einem Interview und befragte ihn zu den Hintergründen der Entscheidung, erstmals Server in Europa aufzustellen, und was dieser Schritt für den anhaltenden Datenschutz-Konflikt zwischen der EU und Facebook bedeutet. » weiterlesen

Jajah- und Talenthouse-Gründer Roman Scharf:
“Wer das nächste große Ding
bauen will, muss viel opfern”

Der Österreicher Roman Scharf hat nach dem Verkauf des von ihm mitbegründeten VoIP-Dienstes Jajah eine Plattform gestartet, die Crowdsourcing mit der Reichweite des Social Web verknüpft. Im Interview blickt er auf eine aufregende Zeit zurück und plaudert über sein neues Projekt.

Roman Scharf ist passionierter Serienunternehmer. 2005 startete er nach zwei vorhergegangenen Gründungen in Wien zusammen mit Daniel Mattes den VoIP-Dienst Jajah. Nach gut einem halben Jahr siedelten die zwei mit Jajah ins Silicon Valley um. Ende 2009 verkauften sie ihr Startup für gut 200 Millionen Dollar an den spanischen Telekommunikationskonzern Telefónica. Für Roman Scharf bedeutete dies jedoch nicht, fortan die Füße hochzulegen. Mit Talenthouse zieht der Österreicher gerade von der US-Westküste aus eine Onlineplattform auf, die Crowdsourcing und digitales Marketing revolutionieren soll.

Im Interview mit netzwertig.com erklärt Roman Scharf, wie es sich anfühlte, kurze Zeit nach dem Launch von Jajah einen Anruf von US-Investoren zu erhalten, wieso aus Jajah kein Dienst in der Größenordnung von Skype geworden ist und warum Crowdsourcing eine clevere und effektive Form des digitalen Marketings darstellt. » weiterlesen

Interview mit Nick Carr, Teil 2:
Gefangen im Netz

Technologie-Kritiker Nicholas Carr über den Aufbau der Computer-Kraftwerke von Morgen und ihre unangenehmen Ausstrahlungen auf Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur.

Interview: Steffan Heuer

Steffan Heuer verfolgt als USA-Korrespondent des deutschen Wirtschaftsmagazins brand eins in San Francisco Innovationen rund um Ökonomie und Technologie. Er konzentriert sich auf Themen an der Schnittstelle von alter und neuer Wirtschaft.
Seine Berichte und Analysen erscheinen ausserdem regelmaessig in der MIT Technology Review Deutschland und in The Economist.

Steffan blogt unter http://humaneskapital.typepad.com

Teil 1 des Interviews hier

Wie wird dieser Wandel die Arbeitswelt verändern?

Wer in einer IT-Abteilung arbeitet, kümmert sich vor allem um Routine-Wartungsarbeiten. Diese Jobs werden drastisch reduziert werden oder verschwinden. Dafür gibt es künftig ein paar wenige Experten, die Kapazität mit den Versorgern aushandeln oder am optimalen Informationsfluss entwerfen. Für viele Angestellte wird sich kaum etwas ändern. Es wird ihnen wie eine natürliche Evolution vorkommen, wenn ihr Umgang mit Software einfacher und flexibler wird. Viele Menschen haben sich an Webdienste schon Zuhause und an der Schule gewöhnt.

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