Alle 27 Artikel zum Thema Interview auf netzwertig.com:
Ein Jahr nach Gründung zählt die Arbeitsgemeinschaft Social Media 100 feste Mitglieder. Bei der re:publica’09 haben wir mit drei Vereinsvorständen über den Stand der Dinge gesprochen.
Ich treffe Benedikt Köhler, Richard Joerges und Heiko Ditges im Sonnenschein vor dem Friedrichpalast in Berlin. Sie bilden zusammen mit Maren Heltsche und Jörg Blumtritt den Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Social Media (AGSM). Die drei beantworten mir meine Fragen gemeinsam und einander ergänzend, also ganz “social” im Sinne des Vereins.
Wir sprachen schon vor einem Jahr mit Benedikt Köhler, der damals den Verein initiierte, einen Monat später erfolgte dann die offizielle Gründung als Arbeitsgemeinschaft Social Media.
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Warum Twitter wichtiger ist als alle anderen Web-2.0-Hypes und welche Potentiale das Internet noch für den Journalismus birgt, erklärt Medienberater Ewald Wessling im Interview.
medienlese.com: Was bedeutet Twitter für Journalisten?
Ewald Wessling: Jeder gute Journalist lebt davon, dass er mitkriegt, was los ist in der Welt, und sich anhört, was die Leute denken. Ein Tweet, also ein Posting bei Twitter, ist – ähnlich wie Instant Messaging – ein Zuruf zwischen Menschen. Diese Zurufe werden so organisiert, dass jeder auf einmal die Zurufe aus der ganzen Welt hören kann. Von dem ganzen Gezwitscher würde man natürlich taub, und deshalb muss ich es gut filtern, um nur das zu hören, was mich interessiert.
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Wer mit wem: Seit Anfang des Jahres werden in Deutschland Verbindungsdaten gespeichert. Wie Journalisten darauf reagieren können, erklärt Markus Beckedahl im Interview.
Was hat sich für Journalisten mit dem 1. Januar verändert – was müssen sie beim Umgang mit Quellen und Kontakten beachten?
Die Vorratsdatenspeicherung ist für das Internet in Kraft getreten. Damit kann festgestellt werden, wer mit wem in den letzten sechs Monaten per Telefon, Handy oder E-Mail in Verbindung gestanden oder das Internet genutzt hat. Bei Handy-Telefonaten und SMS wird auch der jeweilige Standort des Benutzers festgehalten.
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Voll auf die Ohren: Vorschläge für den Einsatz von Audio im Netz. Im ersten Teil: Warum nur Jingles, wieso Interviews, bessere Podcasts und Musik nie ohne Musik.
Neulich habe ich mich hier gefragt
“Radio im Internet – aber warum?”. Anlass war ein kurzer Radiobeitrag auf einer nachrichtlichen Seite, für dessen Inhalt ich mich interessiert habe. Nur das Format hat mich abgeschreckt. Deswegen hier eine erste noch eher subjektive Sammlung, wann Audio im Internet eine gute Idee ist. Später soll daraus einmal eine Liste mit nützlichen Tipps werden – doch bis dahin freue ich mich über Kommentare und Anmerkungen.
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Das Internet ist geduldig, alle möglichen multimedialen Inhalte lassen sich abladen. Warum nicht statt eines drögen Textes auch mal einen Audio-Clip veröffentlichen? Oder warum nicht?
Ein Beispiel von der gerade gestarteten Journalistenschüler-Seite
“Macht-Maschine”: Unter der Überschrift
“Die Macht der Medien” wird ankündigt, dass “Politikredakteure führender Medien” ihre Rolle als vierte Macht im Staat “selbstkritisch beurteilen”. Zwei Probleme habe ich mit dem Beitrag, eins betrifft die Form, das andere den Inhalt:
Angeboten wird ein Podcast, eine Audio-Datei. Welche führenden Journalisten da zu Wort kommen, wird vorher nicht verraten. Dafür dauert die Sendung nur Web-freundliche 3 Minuten, in denen aber gleich vier Journalisten zu Wort kommen. Mit kurzen Statements, sogenannten O-Tönen, mehr ist da nicht drin. Keine Nachfragen, keine Erklärung, was eigentlich die Arbeit der zitierten ausmacht. Das ist nett zusammengeschnitten, zum Schluss gibt es noch ein versöhnliches Fazit – nur was ist damit gewonnen?
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“Ohne die eiserne Faust aufzumachen” sei es China gelungen, die Medien für die olympischen Spiele zu begeistern, sagt Amnesty-International-Sprecher Daniel Graf im Interview. Ein ehrliches Lob bleibt ihm im Halse stecken.
Daniel Graf
Daniel Graf, der Mediensprecher von Amnesty International in der Schweiz, zieht im Exklusivinterview mit medienlese.com Bilanz.
Die Olympischen Spiele gehen dieses Wochenende zu Ende. Aus der Sicht von Amnesty International: Wer hat gewonnen, wer verloren?
In Peking gab es sicher keine Goldmedaille für die Menschenrechte. Im Gegenteil: Viele Menschenrechtsaktivisten wurden vor und während der Spiele unter Hausarrest gestellt oder ins Gefängnis geworfen. Kein Wunder, dass die Parks für angemeldete Demonstrationen menschenleer blieben. Statt Proteste zu bewilligen, haben die chinesischen Behörden die Leute, die eine Demonstration anmelden wollten, einfach verhaftet. Die Olympischen Ringe sind für viele Chinesen zu Handschellen geworden.
In Peking wurde am Mittwoch ein britischer Fernsehjournalist verhaftet. Wie beurteilen Sie diesen Vorfall?
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Bin ich denn schon drin? Die deutschen Blogcharts sind umstritten, geliebt, gefürchtet. Jens Schröder im Interview über Mogelversuche, Zukunftspläne und Klickzahlen.
Wenn Journalisten etwas über Blogs schreiben, landen sie bei ihren Recherchen ziemlich schnell bei den deutschen Blogcharts. Eine immer aktuelle Liste der 100 Blogs, die am meisten verlinkt werden. Ganz vorne: Die wichtigsten und größten deutschsprachigen Blogs. 14 Fragen an Jens Schröder, den Macher der mächtigen Liste, den Graf Zahl der deutschen Blogosphäre. Aus den automatisch erfassten Daten der amerikanischen Blog-Suchmaschine Technorati, die mehr oder weniger vollständig sind, erstellt er die Blogcharts.
Wie gut sind die Technorati-Daten noch?
Ich würde sagen, die Qualität schwankt. Gerade in den beiden letzten Wochen gab es dort wohl ziemlich große technische Probleme. Insgesamt findet Technorati nach meinen Erfahrungen aber immer noch deutlich mehr Links als Konkurrenten wie Google Blog Search.
Haben Agenturen oder Blogger Dir schon Geld angeboten?
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Zwei Medienkampagnen, das Ende des Interviews, ein Spielverderber, neue Pop-Recherche und der entfesselte Internet-Mob.
Vor dem Ende des Interviews warnt Adrian Schimpf, Ex-Chefjustiziar der Financial Times Deutschland und Manager bei Gruner und Jahr, auf Spiegel Online. Anlass ist ein Urteil der Zivilkammer 24 des Hamburger Landgerichts, nachdem Medien für die Wahrheit von Interviewäußerungen Dritter haften. (Wir hatten dazu zwei Tage vorher auf eine Meldung von newsroom.de verlinkt.)
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Während der re:publica 08 wurde die “Arbeitsgemeinschaft Social Media Forschung” gegründet. Der Mitgründer Benedikt Köhler möchte Blogger und Wissenschaftler dazu bewegen, ein Messsystem jenseits der Page Impressions aufzubauen. Denn diese führen nur zu noch mehr Bildergalerien und zerhackten Artikeln.
Wir führen das Gespräch mit dem Soziologen Benedikt Köhler (blog.metaroll.de) am Rande der re:publica 08.
Wieso heisst Dein Blog viralmythen?
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Wer vertritt eigentlich die politischen Anliegen der Generation Internet? Die neugegründete Online Partei Schweiz will sich für IT und Internet einsetzen, ohne sich aber konkret festzulegen. Ein Interview mit Vizepräsident Benedikt Bitzi.

Benedikt Bitzi: “Internet, frischer Wind, zukunftsorientiert.” (Bild privat)
Monothematische Parteien werden meist aus einer aktuellen Begeisterung für ein Thema gegründet, überleben dann politisch aber nicht immer lange. Die Autopartei zum Beispiel wurde 1985 als Gegenbewegung gegen die Grünen gegründet und erlebte 1991 ihren Höhepunkt, als sie mit acht Sitzen im Nationalrat immerhin vier Prozent der grossen Kammer des Parlaments stellte. 1994 wurde sie in die Freiheits-Partei umbenannt, verlor 1999 alle Sitze im nationalen Parlament und ist heute nur noch in lokalen Parlamenten vertreten.
Nun wurde letzte Woche per Pressemitteilung die bereits im Dezember 2007 gegründete Online Partei Schweiz verlautbart. Es ist nicht die erste und nicht die einzige Partei, die versucht, sich für alles einzusetzen, was irgendwie mit IT und Internet zu tun hat.
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