Alle 104 Artikel zum Thema Internet auf netzwertig.com:
Nervig oder nützlich? Die New York Times bietet “Widgets” an, aktuelle Nachrichten für die eigene Website. Über 10.000 Themengebiete stehen zur Auswahl.

Maßgeschneidertes Nachrichtenpaket für die eigene Website (Screenshot)
Die New York Times umklammert das Internet – dem Verlag geht es nicht besonders gut, die Aktie am Boden, schon wird von einem schnellen Ende der gedruckten Zeitung geschrieben (zum Beispiel in dem lesenswerten Gedankenspiel “End Times” in The Atlantic). Neueste Entwicklung: Widgets. Kleine Kästen, in denen aktuelle Artikel der NYT angezeigt werden und die sich auf der eigenen Website einbauen lassen. Mit ein paar Klicks lässt sich einstellen, welches Ressort oder welches Thema von Interesse ist. Das sieht schick aus – doch wozu nützt es?
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Saarbrücker Zeitung und Saar TV starten eine eigene Nachrichtensendung – im Fernsehen und im Internet. Noch ist das ganze aber herzlich langweilig.
Print-Redakteurin Karoline Roos
Da bewegt sich was im Saarland: Die regionale Zeitung und ein kleiner Fernsehsender stemmen eine eigene Nachrichtensendung. “Saarland Aktuell” präsentiert täglich zwischen 18 und 21 Uhr zur vollen Stunde ein paar Minuten Nachrichten, berichtet der Branchendienst Kress. Wir haben uns
“Saarland Aktuell” am Dienstagabend auf den Seiten der
Saarbrücker Zeitung angesehen.
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Die Forschung hilft: Verschiedene Typen von Medienblogs werden in der Wissenschaft unterschieden – nützlich für die eigene Boomark- und RSS-Feed-Sammlung.

Nur keine Denkschubladen: Die Forschung braucht Typen (striatic, CC-Lizenz)
Wer über die Feiertage seinen RSS-Reader ausgemistet hat und die diversen Feed-Abos in praktische Ordner sortiert hat – oder auch jeder andere Internet-Nutzer – kennt das Problem: Wie sortiert man die ganzen Blogs, die was mit Medien zu tun haben, eigentlich? Macht man einen Ordner “Journalisten”, einen Ordner für “Blogs von Redaktionen”, einen für “Watchblogs”? Bei der Auswahl und der Bezeichnung sinnvoller und nützlicher Kategorien hilft die Wissenschaft! Längst gibt es eine ausgewiesene Blog-Forschung mit Definitionen, Typologisierungen und allerlei Überlegungen. Was Medienblogs betrifft, gibt es in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Media Perspektiven einen Aufsatz, “Watchblogs aus der Sicht der Nutzer“, der auf der Befragung der Bildblog-Leser aufbaut. Zusammengefasst und mit Hinweisen auf weitere Arbeiten wurde die Studie natürlich in einem Medienblog:
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Der Brockhaus bekommt einen neuen Besitzer mit Internet-Erfahrung. Die Druckausgabe, die sich nicht besonders verkauft, könnte eine Zukunft haben: Gestützt von einer kostenlosen Online-Version.
Bisher schien der Graben unüberwindbar. Hier die Wikipedia, das kostenlose Lexikon zum Mitmachen, dort der Brockhaus, das sorgsam editiertes Nachschlagewerk für 2670 Euro. Die Gegensätze könnten deutlich nicht sein. Doch im nächsten Jahr könnte sich genau das ändern, beide Lexika könnten friedlich nebeneinander unter derselben Dachmarke im Internet erscheinen. Denn wenn die Kartellbehörde zustimmt, gehört der Brockhaus mit allem drum und dran ab Februar 2009 zur Bertelsmann-Tochter
Wissenmedia. Die wiederum zusammen mit der Internet-Tochter des Spiegel-Verlags hinter dem Angebot Spiegel Wissen steht.
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Österreich wählt einen neuen Nationalrat – und die “alten” Medien setzen auf Internetangebote, um neue Lust auf Politik zu machen.
Die innovativste Idee für die Wahlberichterstattung hatte heuer zweifelsohne der österreichische Privatsender ATV. Wie bei CNN während der Vorwahlen zur US-Präsidentschaft, können die Österreicher Fragen auf einen YouTube-Channel von ATV hochladen. Einige der Videos werden am 21. September ausgesucht und direkt den Spitzenkandidaten im TV-Studio gestellt.
Beim öffentlich-rechtlichen ORF dagegen beschränkt man sich auch im Jahr 2008 auf ein altbackenes Konzept: Die Spitzenkandidaten der im Parlament vertretenen Parteien treffen im Zweier-Duell aufeinander. Das Neueste zur Wahl bündelt der ORF auf der recht schmucklosen Plattform wahl08.orf.at. Als Revolution darf schon gelten, dass immerhin alle TV-Konfrontationen nach der Ausstrahlung auch online angeschaut werden können.
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Warum gibt es keine Anti-Web-Bewegung, fragt Zeit Online und fordert dazu auf, eine solche zu gründen. Na dann tun wir das doch! 10 Gründe gegen das Netz haben wir schon …
“World Wide Wahn” heisst der Gründungsaufruf von Martin Ganteföhr. Die egalitäre Digitalwelt habe sich als Illusion herausgestellt, wird da klagend verkündet. Und nicht einmal Terroristen hätten etwas gegen das Internet. Der Abgesang ist zwar nicht besonders originell – schon vor zehn Jahren schrieb Peter Hossli für Facts über den “Wahn in der Datenbahn” – aber wir folgen einfach mal dem Aufruf und heben eine Untergrundzelle für den Kampf gegen den WWW-Quatsch aus. So richtig mit Manifest:
10 Gründe, warum das Internet abgeschafft werden muss (Teil 1)
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Unternehmen verpacken Werbebotschaften in lustige Videoclips – aber damit aus einem YouTube-Video ein viraler Hit wird, müssen spezialisierte Agenturen ordentlich nachhelfen.
Täglich werden Zehntausende neue Videos auf YouTube hochgeladen. Mit etwas Geld lässt sich beeinflussen, wie viele Nutzer sich einen Clips ansehen. Ein Service, den Unternehmen für ihre mehr oder weniger lustigen Werbevideos gerne in Anspruch nehmen. Der YouTube-Beauftrage von Sueddeutsche.de, Christian Kortmann, erklärt, wie ein Internet-Video zum Renner wird. Der Inhalt des Clips ist dabei nebensächlich. Kostenpunkt: 30 Cent pro Abruf des Videos, für eine Millionen Abrufe gibt es Rabatt, macht 300.000 Euro. Und das funktioniert so:
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Den Autor eines Artikels erkennt man am Namen darunter, richtig? Dem so identifizierten Autor kann man dann in Leserbriefen und Online-Foren schön die Meinung sagen …
Ganz so einfach ist es nicht. Doch der Reihe nach: Ich bin in den Journalismus eher ungeplant geraten – eigentlich wollte ich Elektronik-Hardwareentwickler werden. Dort irritierte mich jedoch das “im Kämmerchen weggesperrt sein” und das mangelhafte Anerkennen der geleisteten Arbeit – wenn etwas gut lief, heimste der Chef das Lob ein, nur wenn es nicht funktionierte, bekam der Entwickler eins auf den Deckel. 
Ich glaubte, dies sei im Journalismus anders. Eine unbürokratische Branche ohne Zugangsbeschränkungen, wo der eigene Name direkt unter dem eigenen Werk steht. Vollkommen transparent, weil jeder schwarz auf weiß lesen kann, was man zu leisten imstande ist. Eine Fehleinschätzung: Schließlich versah doch schon in der Schülerzeitung der Chefredakteur regelmäßig meine Artikel mit technisch unsinnigen Ergänzungen oder dummen Kommentaren – oder ließ sie bei Nichtgefallen einfach spurlos verschwinden.
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Anerkennung für die eigenständige Online-Redaktion oder Schmutz-Schutz für die Printausgabe: Viele Nachrichtenportale haben einen eigenen Markennamen. Warum eigentlich?
Auch bei der Zeit ist es nun vorbei mit der “medienübergreifende Markenführung” (schreibt zum Beispiel das Design Tagebuch), seit einiger Zeit firmiert das Online-Angebot nicht länger unter dem Namen der Zeitung. Stattdessen heißt es nun: Zeit Online. Über Sinn und Zweck dieser Teilung kann man verschiedene Ansichten haben: Einerseits wird die Arbeit einer eigenständigen Redaktion honoriert. Aus der Perspektive der Journalisten lobenswert. Ebenso nachvollziehbar für die Verlagsseite – sind doch die Internetredaktionen ein weiteres Profit-Center mit eigener Kostenstelle.
Aber was ist mit den Nutzern? Unterscheiden auch sie penibel zwischen Print und Online? Oder nehmen sie den Stern als eine Marke wahr, im Internet wie am Kiosk? Stattdessen Verwirrung. Eine kleine Übersicht:
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Was steckt hinter dem Buzzword «Crossmedia»? Fünf Thesen von unserem Gastautor Steffen Büffel zur crossmedialen Zukunft des Qualitätsjournalismus.

Wer ergänzt hier eigentlich wen? (©iStockphoto.com/Alex Bond)
«Crossmedia» avanciert nach «Multimedia» und «Online-Community» zum neuen Zauberwort in der Verlagsbranche. Dabei wird aber bisweilen kaum hinterfragt, was Crossmedia im Zusammenhang mit der Zukunft der Zeitung eigentlich heißen soll. Stattdessen wird es der Einfachheit halber im Stile der Floskel «Wie wir ja alle wissen» als Binsenweisheit dargestellt, dass die Zukunft des Journalismus crossmedial sei. Deswegen fünf Thesen mit Substanz:
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