Thema: Internet

 

Alle 188 Artikel zum Thema Internet auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

Urnengang im digitalen Zeitalter:
Die Qual der Wahl

Eine deutsche Studie fand heraus, dass sich der Zugang zu Breitbandinternet tendenziell negativ auf die Wahlbeteiligung auswirkt. Die genauen Gründe wurden in der Studie nicht geklärt und so bietet die Feststellung Anlass zur Spekulation.

WahlenÜblicherweise werden leere Wahlversprechen, wenig charismatische Politiker und fragwürdige politische Entscheidungen als Gründe einer allerorts sinkenden Wahlbeteiligung genannt. Dennoch will eine im Sommer veröffentlichte Studie zusätzlich dazu in Deutschland einen unbestreitbaren Zusammenhang zwischen sinkender Wahlbeteiligung und der Verfügbarkeit von Internet hergestellt haben.

Im Wesentlichen erläutern die Autoren von „E-lections: Voting Behavior and the Internet“ (PDF), Oliver Falck, Robert Gold und Stephan Heblich, das Ergebnis ihrer Studie so: Das Internet werde deutlich öfter für Unterhaltungskonsum als für politische Informationsbeschaffung genutzt und verdränge das bisher prominenteste politische Informationsmedium, das Fernsehen. Im Unterschied zum Internet wird man dort in einer Art Frontalunterricht adressiert: Auf den meisten Sendern gibt es zu fixen Zeiten Nachrichten. Das Ansehen selbiger ist ein seit Beginn der Fernsehgeschichte eingeübtes Ritual, einst bestand das Programm der Fernsehanstalten aus nicht viel mehr als Nachrichten. Das Internet ist hingegen auf Interaktivität statt Belehrung ausgelegt und lässt dem Nutzer die Wahl, wann und insbesondere wie Nachrichten konsumiert werden. » weiterlesen

Eskapaden der Technologiebranche:
Warum es gut ist, mit Zynismus sparsam umzugehen

Die Technologiewirtschaft ist heutzutage so angreifbar wie lange nicht mehr. Doch so sehr abwegige Startup-Ideen und die Fixierung auf nur inkrementelle Verbesserungen zu zynischen Bemerkungen animieren – an vielen weniger beachteten Fronten arbeiten Entrepreneure und Ingenieure daran, die Lebensqualität und -umstände von Menschen aus aller Welt zu verbessern. Das wird gerne vergessen.

selfie220In Anbetracht der Fülle von Me-Too-Apps rund um Fotos, Social Networking und Selbstdarstellung sowie des anhaltenden “Lazy-Tech”-Booms, der gerade mit einem frisch gestarteten US-Lieferdienst für Bargeld seinen neuen tragischen Höhepunkt erreicht, ist die Verlockung groß, in Zynismus über die scheinbar stagnierende Entwicklung des Technologiesektors zu verfallen. Diese Stimmung verringert sich nicht gerade, wenn man bedenkt, wie in vielen Teilen der Welt Menschen durch Armut, politische Konflikte, gesundheitliche Missstände oder Naturkatastrophen nicht einmal ihre Grundbedürfnisse stillen können und kaum von den Möglichkeiten profitieren, die uns heute zur Verfügung stehen.  » weiterlesen

Linkwertig:
Internet, Bahn, Google, iOS

Internet
Arte hat den letzten Teil der Spurensuche nach der Materialität des Internets veröffentlicht.

Wie sehen die Orte aus, an denen unsere Daten lagern?

» Wo das Internet lebt
» Wo das Internet noch alles lebt

 

Bahn
Dazu passend soll die Bahn irgendwann kostenloses Internet offerieren.

“Ich möchte nichts versprechen, was wir nachher nicht einhalten können”

» Bund will kostenloses Internet in Zug und Bahnhof

 

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Kein Interesse an den Chancen der Digitalisierung:
Die deutsche Wirtschaft ruht sich auf “Made in Germany” aus

Der deutsche Mittelstand interessiert sich kaum für die Möglichkeiten digitaler Technologien. Weil “Made in Germany” nach wie vor ungebrochene Popularität genießt, fehlt der Druck für Experimente. Dabei sind diese wichtig, um die künftigen Erfolgschancen zu maximieren.

Made in GermanyDas Fremdeln der meisten Deutschen mit neuartigen digitalen Technologien wurde an dieser und anderer Stelle über die Jahre mehr oder weniger regelmäßig dokumentiert. Auch wenn es im direkten Gespräch von “Betroffenen” gerne bestritten wird – im weltweiten Vergleich gehören die Deutschen zu den besonders skeptischen Völkern, was die Sicht auf Informationstechnologie angeht.

Gleichzeitig aber ist Deutschland heute der Motor der europäischen Wirtschaft und beeindruckt seit Jahren mit einer stabilen Volkswirtschaft, während in Europa und vielen anderen Regionen seit der Finanzkrise im besten Fall Stagnation, häufiger aber auch Rezession die passende Lagebezeichnung darstellt. » weiterlesen

Alibaba & Co:
China stellt die amerikanische Hegemonie im Internet in Frage

Der geplante Mega-Börsengang des chinesischen E-Commerce-Riesen Alibaba in New York markiert eine Zeitwende. Die bislang geltende strikte Trennung zwischen dem westlichen und dem chinesischen Internetmarkt erodiert.

ChinaIn meinen Gesprächen mit Akteuren der Hongkonger Startup-Branche gab es ein immer wiederkehrendes Thema: China. Die Internetbranche in der Volksrepublik boome und besonders in Peking steppe der Bär.

Bislang blieb uns im Westen diese Entwicklung weitgehend verborgen. Zu weit weg erschien das Land, zu fremd die Kultur und Sprache, und auch die fehlenden demokratischen Rahmenbedingungen erhöhten nicht gerade die Bereitschaft der meisten Menschen, sich intensiv mit China auseinanderzusetzen.

Doch jetzt bleibt Beobachtern der amerikanischen und europäischen Netzbranche nichts anders mehr übrig, als die neue Internetmacht China anzuerkennen. Denn mit dem bevorstehenden Rekord-Börsengang des E-Commerce-Giganten Alibaba an der New Yorker Technologiebörse NASDAQ verschwimmen die Grenzen, die bisher das 1,35 Milliarden Menschen zählende Land im Osten aus unserer Wahrnehmung fernhielten.  » weiterlesen

“Gut für Volkswirtschaft und Gesellschaft”:
Klarna-Gründer schlägt Gratis-Internet für alle Schweden vor

Sebastian Siemiatkowski, Gründer und CEO des schwedischen Bezahldienstleisters Klarna, sieht in kostenfreiem mobilen Internet für alle Bürger Schwedens einen guten Weg, um die Volkswirtschaft für das digitale Zeitalter fit zu machen. Ein radikaler Ansatz, der nicht nur im hohen Norden eine Überlegung wert wäre.

Pragmatisches Handeln und eine konstruktive, positive Grundhaltung zu Veränderung sind charakteristische Merkmale der schwedischen Mentalität. Das erklärt, wieso aus dem bevölkerungsarmen Land im Norden vergleichsweise viele erfolgreiche IT- und Netzfirmen sowie technologische Entwicklungen stammen, und es hat zur Folge, dass Organisationen auf sich wandelnde Rahmenbedingungen nicht selten mit einer besonderen Anpassungsfähigkeit reagieren – wie am Montag am Beispiel von Taxi Stockholm beschrieben.

Existiert erst einmal ein gesellschaftliches Klima, das stetige Veränderung als Chance und nicht als Bedrohung sieht, animiert dies Menschen dazu, verstärkt den Status Quo in Frage zu stellen und unkonventionelle Ideen durchzuspielen. Ab und an bringt dies sehr interessante Debatten hervor. Solch eine hat nun Sebastian Siemiatkowski ausgelöst, der Gründer und CEO des Bezahldienstleisters Klarna (der zuletzt den deutschen Konkurrenten Sofort AG für rund 100 Millionen Euro übernahm und von US-Beobachtern als nächstes Paypal gehandelt wird). » weiterlesen

Evolution des Internets:
Eine Häufung bedenklicher Entwicklungen

Seit rund 20 Jahren existiert das kommerzielle Internet. Der Alltag der meisten Menschen wurde durch die globale Vernetzung erheblich vereinfacht. Dennoch gibt es im Rahmen der Evolution des Netzes abseits vom großen, übergeordneten Sorgenthema Überwachung verschiedene bedenkliche Entwicklungen.

InternetSeit das Internet Mitte der 90er Jahre seinen kommerziellen Durchbruch erlebte, haben die durch das Netz möglich gewordenen digitalen Innovationen das Leben aller Menschen massiv vereinfacht und bequemer gemacht. Dennoch entwickelten sich nicht alle Rahmenbedingungen nur zum Besseren. Die hohe Bedeutung der Digitalisierung für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft weckt Begehrlichkeiten und verursacht von allen Seiten Druck auf die Infrastruktur und die Funktionsweise des Internets. Noch funktioniert dieses zwar im Prinzip so wie anno 1995 (nur dank Breitband viel schneller und dank mobiler Datenverbindungen von fast jedem Ort aus). Dennoch besteht die begründete Gefahr, dass das nicht immer so bleiben wird. Es folgen sechs Punkte, in denen sich die Dinge eher zum Schlechten verändert haben.  » weiterlesen

Zusammenprall:
Das Netz trifft auf eine Welt voller Quatsch und Illusionen

Viele alltägliche Grundannahmen, Geschäftspraktiken und Bräuche entpuppen sich bei genauerem Hinschauen als Quatsch, historische Unfälle oder pure Illusion. Im Netzzeitalter werden mehr Menschen mit dieser Realität konfrontiert.

Diamant

Das Internet verändert die Welt und das Leben ihrer Bewohner auf vielfältige Weise. Ein ganz besonders bemerkenswerter Effekt ist, wie die digitale Vernetzung Normen, Konventionen und Traditionen in Frage stellt. Die Art, wie Wirtschaftssysteme, Wertschöpfungsketten und Gesellschaften in der analogen Ära funktionierten, erscheint plötzlich nicht mehr alternativlos. Vorgänge und Annahmen, die bislang als das “Normale” galten, zeigen Anzeichen historischer Unfälle.

Was mindestens seit dem Beginn des Industriezeitalters eine Selbstverständlichkeit war, wirkt heute dank des wissenschaftlichen, technischen und intellektuellen Fortschritts überholt und ineffektiv. Doch regelmäßig wird deutlich: Der Mensch tut sich extrem schwer damit, die existierenden Strukturen und die das Zusammenleben und Wirtschaften regelnden Übereinkünfte an die neue Realität anzupassen. Anders ausgedrückt: Die Technologie prescht voran und die Gesellschaft hinkt mit halbem Tempo hinterher, zerrissen zwischen dem Wunsch nach Optimierung sowie Behebung von Missständen und dem nach Erhalt des zwar nicht perfekten, aber wenigstens vertrauten und für alte Gatekeeper lukrativen Status Quo.

Aaron Swartz, Programmierer-Talent, Mitgründer von Reddit und politischer Aktivist, gehörte zu den Menschen, die frühzeitig erkannten, wie das Internet die bestehende Ordnung in Frage stellt. Sein Leben, das mit einem tragischen Suizid im Alter von 26 Jahren endete, wurde gerade in einer sehenswerten Dokumentation verfilmt (YouTube-Link). » weiterlesen

Digitales Zeitalter:
Wie das Internet unsere Identität beeinflusst und verändert

Die Gegner des ausgeprägten Trends zum Leben und Arbeiten im Internet wettern schon seit Jahren: Das Internet lenkt ab, verschlechtert unsere Konzentrationsfähigkeit, lässt unsere reale Identität verschwimmen, wenn nicht sogar verschwinden. Auf der anderen Seite stehen die Befürworter des technologischen Fortschritts und der globalen Vernetzung. Für viele Menschen sind beide Positionen fühlbar.

InternetDas Internet verändert unsere Identität und Realität und konstruiert diese gleichzeitig neu, denn ohne dieses Medium gäbe es viele alltägliche Dinge und Möglichkeiten gar nicht. Stundenlanges kostenfreies Skypen mit der besten Freundin in Neuseeland, über die Live-Cam das Wetter in Tokyo checken oder unzählige Online-Kurse besuchen, um einen Abschluss zu erlangen, ohne jemals ein Hochschulgebäude von innen gesehen zu haben (so genannte Massive Open Online Courses – MOOC). Durchschnittlich verbringen die Deutschen außerhalb ihrer Arbeitszeit 169 Minuten pro Woche im Netz72 Prozent der Befragten geben an, dass sie „zielgerichtet bestimmte Angebote/ Informationen suchen“ und 44 Prozent, dass sie vor allem „einfach so im Internet surfen“. » weiterlesen

Netzriesen auf der Suche nach Wachstum:
Der Kampf um die wertvollen Minuten, die Menschen noch nicht online verbringen

Um ihr Wachstumstempo aufrecht zu erhalten, müssen die führenden Internetunternehmen immer kreativere Wege gehen. So versuchen sie verstärkt, Nutzer in Alltagssituationen zu erreichen, in denen diese bislang kaum oder gar nicht mit dem Web interagierten.

SchlafDie führenden Internetfirmen mit ihren oft vorrangig auf Werbevermarktung basierenden Geschäftsmodellen sind regelrecht dazu gezwungen, kontinuierlich das Zeitpensum zu erhöhen, das Anwender aktiv oder zumindest passiv mit ihren Diensten verbringen. Erst recht angesichts der abbremsenden prozentualen Zuwächse bei der globalen Netznutzerschaft.

Neben Maßnahmen, um Internet per Ballon oder Satellit in entlegene Erdteile zu bringen, ist der verstärkte Vorstoß in Segmente des Alltags, in denen User bislang noch keine oder nur sporadische Online-Interaktionen praktizieren, eine der primären Strategien. Dies erklärt auch einige der jüngsten Akquisitionen und unkonventionell erscheinenden Produktinitiativen der Webriesen. » weiterlesen