Thema: Internet

 

Alle 173 Artikel zum Thema Internet auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

Bedrohung oder nicht:
Warum es sinnvoll ist, sich über den Niedergang des mobilen Webs Sorgen zu machen

Ist die Popularität mobiler Apps und das parallele Desinteresse für mobile Websites langfristig eine Bedrohung für das freie Internet oder nicht? Egal welche Position man in dieser Debatte vertritt, empfiehlt es sich, potenzielle Gefahren anzuerkennen. Denn ausnahmsweise haben Optimisten nichts zu gewinnen.

AppsDer bekannte Entrepreneur und Investor Chris Dixon hat mit einem Beitrag über den Niedergang des mobilen Webs im Zuge der Dominanz nativer Apps eine Debatte ausgelöst, an der sich diverse Meinungsmacher und Beobachter mal mit Zustimmung, mal Widerspruch beteiligen. Während sich die Diskussion teilweise um Semantik dreht, etwa was überhaupt als “mobiles Web” zu verstehen sei, steckt dahinter eine wichtige Frage, nämlich was passieren würde, sollte die Nutzung des Internets nur noch über von Gatekeepern kontrollierte native Applikationen erfolgen. Die aktuellen Nutzungsmuster deuten klar auf einen solchen Trend hin, dürfen allerdings nicht überbewertet werden, solange jeder Besitzer eines mobilen Geräts uneingeschränkten Zugriff auf das browserbasierte Web hat. Was die Optimisten meiner Meinung nach aber überschätzen, ist die Beständigkeit des aktuellen, eine Wahlmöglichkeit zwischen browserbasierten Websites und nativen Apps beinhaltenden Szenarios. » weiterlesen

Fortgesetzter Wachstumsmotor oder destruktive Kraft:
Über die Frage, was Technologie mit der Welt macht

Bislang wurden technische Sprünge stets von Volkswirtschaften zur Maximierung von Wohlbefinden und Wohlstand genutzt. Heute mehren sich die Stimmen derjenigen, die in Frage stellen, dass weiterhin die effektivste Problemlösung auch die wünschenswerteste ist.

60sWir reisen ins Jahr 1964 in eine beliebige westdeutsche Großstadt. Das Wirtschaftswunder lässt blühende Landschaften entstehen und den Wohlstand der Bevölkerung rasant anwachsen. In den Flaniermeilen reihen sich Geschäfte aneinander, voll mit Konsumgütern, von denen Bürger zwei Dekaden zuvor nur träumen konnten. Musik erwirbt man im Plattenshop, Lektüre zum Versinken und Entspannen im Buchladen, und auch sonst existieren Spezialgeschäfte für alle nur erdenklichen Interessen und Notwendigkeiten. Das ein oder andere Kaufhaus bietet sogar alles unter einem Dach an. Der Boom sorgt für eine explosionsartige Zunahme der Arbeitsplätze. Weil sich nur wenige Prozesse effektiv automatisieren lassen, avancieren Handel, Service, Gastronomie und Produktion zu Jobmaschinen. Wer mit Verwandten, Freunden oder Kollegen in anderen Orten kommunizieren möchte und es sich leisten kann, nutzt das mit hohen Gebühren verbundene Telefon. Ansonsten ist der Brief das ideale Mittel zur Kommunikation über längere Entfernungen.

Die Verfahren, die vor 50 Jahren zum Einsatz kamen, um die Bedürfnisse der Bevölkerung zu stillen, stellten die jeweils bestmöglichen und effektivsten Lösungen dar. Und das galt eigentlich schon immer. Zumindest in der jüngeren Menschheitsgeschichte wurde das jeweils technologisch und logistisch Praktikable stets vollständig ausgeschöpft, um Wirtschaft und Gesellschaft voranzubringen. Die Herangehensweise, die zu einem beliebigen Zeitpunkt die besten Ergebnisse zur Lösung eines spezifischen Sachverhalts, Problems oder Bedürfnisses versprach, kam auch – zumeist begleitet von gewissen politischen und rechtlichen Regulierungen zur Verhindung ungewollter Nebenwirkungen – zum Einsatz. Man könnte es so ausdrücken: Die beste, sinnvollste und von aktuellsten technischen Innovationen Gebrauch machende Methode zur Ausführung einer beliebigen Konsum-, Wertschöpfungs- oder Kommunikationsfunktion galt auch als die gesamtgesellschaftlich attraktivste. » weiterlesen

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Höhle, Gezwitscher, Ivanpah, Internet

Höhle der Löwen
deutsche-startups über die Höhle der Löwen, der kommenden deutschen Reinterpretation von Dragons’ Den bzw. Shark Tank.

In dem neuen Vox-Format treffen erfahrene Manager, erfolgreiche Unternehmer, finanzkräftige Geldgeber auf Menschen mit spannenden Geschäftsideen.

» Die Höhle der Löwen verteilt Geld an Jungunternehmer

 

Gezwitscher
Dazu passend dokumentiert die Gründerszene den Stand des Gezwitschers zwischen Journalisten und Gründern.

Die Wirtschaftswoche schreibt, Berlins Startup-Party sei vorbei. Die Szene antwortet: Der Text enthalte „eklatante Fehler“.

» 6Wunderkinder-Investor nimmt Startup-Artikel der Wirtschaftswoche auseinander

 

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Vom “Plugin” zum Motor des Alltags:
Startups stellen mit dem Internet die “Offline”-Wirtschaft auf den Kopf

20 Jahre lang war das kommerzielle Internet vor allem eine praktische Hilfestellung. Jetzt verwandeln Startups es in den Motor für alles. Mit weitreichenden Folgen für viele Wirtschaftszweige.

Startup“Das Thema Kommunikation ist durch. In nächster Zeit wird es vor allem darum gehen, Logistik der realen Welt mit einem digitalen ‘Layer’ zu überziehen”. So beschrieb jüngst ein Webunternehmer im Gespräch sehr treffend die aktuell in der Internet- und Startupbranche zu beobachtende Schwerpunktverlagerung. Nach einer gefühlten Ewigkeit, in der soziale Netzwerke, Kommunikationsdienste und Chat-Apps im Fokus hunderter Gründer standen, ist dieses Terrain zumindest einigermaßen abgegrast.

Stattdessen konzentrieren sich Entrepreneure darauf, die bislang von der Digitalisierung nur am Rande tangierten Wirtschaftszweige der “Offline”-Welt auf den Kopf zu stellen. War digitale Technologie bislang für Menschen eine zusätzliche Hilfe, um den etablierten Strukturen und Prozessen folgenden Alltag zu handhaben, stellen immer mehr Startups eben diesen Grundstrukturen über technologiegestütze Ansätze in Frage und versuchen sich an einer kompletten Neudefinition. » weiterlesen

Uber:
Ein Luxusprodukt wird zum Aushängeschild der Internetbranche

Das als Limousinenvermittler gestartete US-Startup Uber erweitert langsam seinen Kundenkreis und stößt in das klassische Taxisegment vor. Doch das Luxusimage bleibt. Parallel avanciert das Unternehmen zu einem der Aushängeschilder der Internetbranche. Gut ist das nicht.

Uber-Website

Als Redakteur eines Technologie-Fachblogs hat man so seine Startup-Lieblinge – und man hat auch das Gegenteil: Firmen, über die alle reden, denen man selbst jedoch rein gar nichts abgewinnen kann. Damit mag man total ins Schwarze treffen – oder völlig daneben liegen und ein Konzept sowie dessen Marktpotenzial komplett unterschätzen.

Ubers Weg vom Limousinendienst zum Aushängeschild

Ganz oben auf meiner persönlichen Liste der “ungeliebten” Startups steht seit längerem Fahrzeugvermittler Uber. Vor genau einem Jahr bezeichnete ich den Dienst aus San Francisco als “Startup für die ein Prozent“. Doch die bereits zu diesem Zeitpunkt anhaltende Uber-Euphorie in Branchenkreisen hat sich in den vergangenen zwölf Monaten subjektiv eher noch gesteigert. Ob bei Twitter, Instagram, in Blogs oder in Gesprächen: Ubers Name fällt oft, und in der Webwirtschaft trifft man regelmäßig auf Personen, für die Uber jedes andere Transportmittel ersetzt hat. Ende vergangenen Jahres geleakte interne Statistiken deuten auf fast 500.000 Nutzer pro Monat hin, die per App Ubers Vermittlungsdienste für die On-Demand-Bestellung eines fahrbaren Untersatzes in Anspruch nehmen. Eine Bewertung von 3,5 Milliarden Dollar reflektiert die hohen Erwartungen, die Investoren in das kalifornische Startup haben. Für seine Expansion hat Uber mehr als 300 Millionen Dollar externes Kapital aufgenommen. Mittlerweile bietet das Unternehmen seine Dienste in Metropolen in 26 Ländern an. » weiterlesen

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Internet, Exits, Mentions, Music Timeline

Geschenk Gottes
Da schau her: Das Internet ist für den Vatikan mittlerweile schon ein Geschenk Gottes.

Allerdings könne die digitale Welt auch zur Absonderung von unseren Nächsten oder zum Ausschluss derer führen, die keinen Zugang dazu hätten.

» Papst hält Internet für ein Geschenk Gottes mit Risiken

 

Übernahmen
deutsche-startups hat nach den Leichen auch die Exits des Jahres 2013 gesammelt.

Auch im vergangenen Jahr gab es in der deutschen Gründerszene wieder eine ganze Reihe interessanter und spektakulärer Übernahmen.

» Die wichtigsten Übernahmen des Jahres 2013

 

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Onlinepräsenzen gehen verloren:
Die mobile Revolution und das vergessliche Web

Tablets und Smartphones verdrängen den PC, Apps übernehmen die Rolle von Websites. Das Web wird dadurch vergesslich.

404Es gibt keine Zweifel mehr: Die Post-PC-Ära ist Realität, Desktops und Notebooks werden in vielen Haushalten von mobilen Geräten, also Smartphones und Tablets, abgelöst. Die Verkaufszahlen spiegeln dies wider: 2013 war das bislang schlechteste Jahr für die PC-Hersteller, der Markt schrumpfte um zehn Prozent. Gleichzeitig wächst das Mobile-Segment stark. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Verkäufe von Tablets die herkömmlicher PCs übertrumpfen werden. Auf Jahresbasis erwartet IDC dies für 2015, auch wenn sich beide Kategorien bereits im Weihnachtsquartal 2013 ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten.

Diese wegweisende Entwicklung hat weitreichende Folgen für das gesamte Ökosystem und alle an diesem partizipierende Parteien. Eine der offensichtlichsten Veränderungen ist die Abkehr vom browserbasierten Web zugunsten der Verwendung nativer Applikationen. Ein Trend, den HTML5 trotz tatkräftiger moralischer Unterstützung durch Advokaten eines offenen Webs nicht aufhalten konnte. Im April ergab eine Analyse, dass Amerikaner sich während der Nutzung mobiler Geräte zu 80 Prozent den Apps widmen und nur zu 20 Prozent dem browserbasierten Internet. Ein anderer Bericht offenbarte, dass 85 Prozent der Konsumenten native Apps mobilen, im Browser aufzurufenden Anwendungen vorziehen. Und weil das Angebot der Nachfrage folgt, können User aus einer stetig wachsenden Zahl an Apps wählen. Allein in Apples App Store und Googles Play Store stehen mittlerweile jeweils mehr als eine Millionen Applikationen zum Download bereit. Die Schattenseite dieses Prozesses: Das browserbasierte Internet – also das, wovon in den vergangenen 20 Jahren die Rede war, wenn vom “Web” gesprochen wurde, lässt bedenkliche Auflösungserscheinungen erahnen. » weiterlesen

Feindbild Internetwirtschaft:
Hier kommen die zehn Prozent

Webfirmen lassen mit ihren technischen Innovationen in vielen Branchen keinen Stein auf dem anderen. Übergangsweise gibt es dabei einige Gewinner, aber viele Verlierer. Gesellschaftlicher Zündstoff, der in den USA verstärkt für Widerstand sorgt.

Das Internetjahr 2013 endet am Nabel der Digitalwirtschaft, in Kalifornien, mit der Zuspitzung eines Konflikts, der zwar nicht vollkommen überraschend kommt, dessen plötzliche Intensivierung aber vor zwölf Monaten nicht unbedingt absehbar war: die zunehmende Diskrepanz zwischen der vom Internetboom profitierenden Technologie-Elite und der Mehrheit der Bevölkerung.

Bislang genossen die meisten Menschen die das Leben bequemer und spannender machenden Errungenschaften und Alltagshilfen, die das Netz mit sich bringt. Doch einer wachsenden Zahl nicht in der Webwirtschaft tätiger Personen wird jetzt bewusst, dass Informationstechnologie ihren Beruf, ihre Wohnsituation und ihren Wohlstand bedroht. Eine Einsicht, die viele schmerzt und die den Nährboden für eine Auseinandersetzung bildet, die im kommenden Jahr mit großer Wahrscheinlichkeit heftige Ausmaße annehmen wird. » weiterlesen

Vom Aussterben bedroht:
Das Internet verdrängt viele Sprachen – gut so!

Eine Studie kommt zu dem Schluss, dass das Internet die Sprachvielfalt verringert. Sehr schön. Denn dass Menschen einander nicht verstehen können, ist ein Problem, keine Errungenschaft.

SprachenDas Internet könnte das Aussterben tausender Sprachen nach sich ziehen, so das Ergebnis einer aktuellen Studie, auf die das ZDF Hyperland Blog aufmerksam macht. Demnach werden nur weniger als fünf Prozent aller 7.000 derzeit auf der Welt gesprochenen Sprachen im Digitalen abgebildet. Von diesen wiederum findet nur gut die Hälfte wirklich praktische Anwendung im Netz.

Die übliche Reaktion auf solche Erkentnisse ist sofortige Empörung und Besorgnis. Geschieht dies nicht explizit durch Aufrufe, Sprachen zu schützen, dann erfolgt es implizit durch die gewählte Beschreibung der Lage. Im Hyperland-Artikel wird die Prognose der Studie als “erschreckend” bezeichnet, die Situation im Netz “dramatisch” genannt. Die durchschimmernde Wertung ist klar: Wenn Sprachen verschwinden, so sei dies zu bedauern und idealerweise zu verhindern. Ich aber sage: gut so! Denn – um es einmal, ohne provozieren zu wollen, im anglifizierten IT-Duktus auszudrücken: Dass Menschen auf der Welt tausende unterschiedliche Sprachen sprechen, ist kein Feature, sondern ein Bug. » weiterlesen

Arbeitsbedingungen bei Startups:
Wenn Ausbeutung an der Tagesordnung steht

Bei manchen Startups und Unternehmen aus der Techindustrie werden die Angestellten regelrecht ausgebeutet. Gründer und CEOs begehen einen Fehler, wenn sie dies zulassen oder gar fördern.

ArbeitsbedingungenUnternehmen der Internetindustrie und Startups sind die neuen Sweatshops. Junge ambitionierte Menschen erwarten tolle Teams, hervorragende Aufstiegsmöglichkeiten und die Gelegenheit, Märkte zu verändern – und bekommen unerträgliche Arbeitszeiten, unqualifizierte, autoritäre oder exzentrische Vorgesetzte sowie massiven Druck, die ständig wechselnden und teilweise unrealistischen Zielvorgaben zu erfüllen. Vor einem Jahr skizzierte Joel Kaczmarek bei Gründerszene ein derartiges, in der Branche seiner Ansicht nach zumindest nicht unübliches Bild. Zwei aktuelle Ereignisse bestärkten den Eindruck, dass Startups nicht immer die idealen und glamourösen Arbeitgeber sind, die sich Talente wünschen und angesichts der Erzählungen und Fotos von farbenfrohen Büros, Kickertischen und gut gefüllten Obstkörben ausmalen. » weiterlesen