Thema: Internet

 

Alle 143 Artikel zum Thema Internet auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

Industry 4.0:
Die Fabrik der Zukunft

Der Begriff Industry 4.0 bezeichnet die vierte Stufe der industriellen Revolution. Mit ihr soll eine Phase der Neuorientierung in den industriellen Prozessen beginnen, die ein weiteres Mal einen enormen Produktivitätsschub bringt. Die Bezeichnung als Revolution ist aber übertrieben; es sind eher evolutionäre Prozesse, die zu einer neuen Produktionsweise führen.

Ralf Wienken ist technischer Redakteur und verantwortlich für den Bereich technische Kommunikation der Xinfo Wieland Sacher GmbH.

Industry 4.0 ist ein gern benutzter Begriff, wenn es darum geht, die Zukunft der deutschen Industrie zu beschreiben. Er deutet an, dass eine Umwälzung der Produktionsprozesse stattfinden wird, die so tiefgreifend ist, dass man diesen Vorgang als Revolution betrachten kann. Zudem spielt auch wohl die Unterstützung durch die Bundesregierung bei der Beliebtheit des Begriffs eine Rolle, die Forschungsprojekte in dieser Richtung finanziell fördert.

Nun gibt es einige beteiligte Personen, die nicht glücklich mit dem Begriff Industry 4.0 sind, die aber die wesentlichen Prinzipien verteidigen. Schauen wir uns einmal an, was eine industrielle Revolution ist, und ob die auffindbaren Kriterien genügen, um eine weitere Revolution auszurufen. » weiterlesen

Linkwertig:
Telekom, Techdirt, Internet, Experten

Innovationsstandort Deutschland
Während etwa Google ganze Städte mit einer Bandbreite von bis zu 1000 Mbit/s ausstattet, hat die Telekom vor, ihre Kunden ab einem gewissen Verbrauch auf 384 kBit/s zu drosseln.

» Telekom kappt Festnetz-Flatrates

 

Techdirt
Kleiner Veranstaltungshinweis: Am Donnerstag ist Mike Masnick, der mit Techdirt das wohl beste Blog zum Thema Netzpolitik betreibt, in Berlin zu Gast.

Am 25. April ab 19 Uhr gibt es die Möglichkeit mit ihm über den digitalen Wandel in der Kreativindustrie zu diskutieren.

» Einladung: Diskussionsabend mit Techdirt-CEO Mike Masnick

 

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Ein Blick von außen auf den Netzdiskurs:
Die fehlende Wahrnehmung und das Stigma von “Blogs”

Wenn Netzaktivisten und Blogger wichtige internetpolitische Themen debattieren, geschieht dies immer nur für den Kreis der Eingeweihten. Anstatt sich nur über die fehlende Wahrnehmung zu beklagen, müssen sie selbst etwas an diesem Zustand ändern.

NetzgemeindeDer folgende Gastbeitrag kommentiert die jüngsten netzpolitischen Debatten und ihre begrenzte Wirkung und blickt dabei von außen auf das Treiben der “Netzgemeinde”. Die Autorin möchte ungenannt bleiben.

Nein – ich habe noch nie gebloggt. Nein – ich bin nicht tausendfach vernetzt über Facebook, Twitter etc. Nein – ich gehöre nicht in die typische Netzgemeinde. Und trotzdem schreibe ich an dieser Stelle einen Beitrag, weil ich die Adressaten nur auf diesem – dem Blogweg – erreichen kann.

Ich gehöre zur Generation 50+, arbeite in einem Medienberuf und stehe dem Internet sehr aufgeschlossen gegenüber, weil ich es von Anfang an beruflich und privat genutzt habe, weil ich es aus meinem Leben nicht mehr wegdenken und durch das Internet mein Leben und das meiner Familie viel besser organisieren kann.

Gleichzeitig bin ich aber auch Anhängerin der gedruckten Medien, lese täglich die Print-Ausgabe einer großen Tageszeitung und sehr gern Bücher in ihrer klassischen gedruckten Form, kaufe regelmäßig neu erschienene Bücher (zusätzlich zu elektronischen Büchern) und werde auch beim nächsten Umzug sehr viele Bücherkisten packen müssen, weil Bücher einfach zu meinem Leben dazugehören. » weiterlesen

Science Fiction wird Realität:
Das Zeitalter der exponentiellen Beschleunigung

Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem Science Fiction zur Realität wird. Das Tempo des technischen Fortschritts steigert sich exponentiell.

JetpackÜber viele Dekaden hinweg war Science Fiction vor allem eines: Fiktion. Beschreibungen einer fernen, zukünftigen Welt, der man sich zwar gerne in Roman- oder Filmform hingab, die aber weit genug von der Realität entfernt schien, als dass man ernsthaft zur Reflexion über die Implikationen gezwungen war. Doch mittlerweile signalisieren immer mehr Ereignisse: In den nächsten Jahren wird aus der einstigen Fiktion Wirklichkeit. Noch nicht in Form klassischer Sci-Fi-Errungenschaften wie fliegender Autos, Jetpacks oder Teleportation. Aber dennoch weitreichend genug, um die bisherige Welt auf den Kopf zu stellen. » weiterlesen

Nach den jüngsten “Niederlagen”:
Die Netzgemeinde muss sich ihre Konflikte besser aussuchen

Die Stimmung bei Netzaktivisten und Anhängern eines freien Internets in Deutschland ist auf einem Tiefpunkt angekommen. Zu viele kleine und große netzpolitische Konflikte hinterlassen ihre Spuren. Künftig muss besser ausgewählt werden, welche Kämpfe sich lohnen.

NetzgemeindeEs ist an der Zeit, dass wir uns unsere Konflikte besser aussuchen. Mit “wir” meine ich die Netzgemeinde, ein schwammiger Begriff, der als Konstrukt aber dennoch ganz gut alle diejenigen Menschen umfasst, die dem Internet grundsätzlich positiv gegenüber stehen und mehr darin sehen als ein bloßes Konsum- und Kommunikationsmedium – so unterschiedlich ihre Partikularinteressen und Motive sein mögen.

Mit dem endgültigen grünen Licht für das Leistungsschutzrecht sowie der fragwürdigen Neuregelung der Bestandsdatenauskunft erlitt eben diese Netzgemeinde in der vergangenen Woche gleich zwei gefühlte Niederlagen. Hinzukommen allerlei “kleinere” aktuelle Ärgernisse und Peinlichkeiten, welche wenig Grund zur Hoffnung auf eine rosige Zukunft des Digitaltechnologiestandorts Deutschland lassen. Dass sich unter hiesigen Bloggern, Netzaktivisten und engagierten Freunden eines freien Internets derzeit eine deprimierte Stimmung breit macht, verwundert nicht (siehe auch Linkwertig). » weiterlesen

Startup- und Internetwirtschaft in Deutschland:
Warum heute ein wichtiger Tag ist

Das fehlende Interesse der deutschen Politik an der Startup- und Internetwirtschaft ist Geschichte. Auf zahlreiche Zusammenkünfte folgt heute ein symbolisch wichtiges Treffen von Bundeskanzlerin Merkel mit Startups. Damit dieses Engagement Früchte trägt, muss die Politik allerdings ihre Einstellung zum Netz ändern.

Aktualisiert

Viele Jahre erhielt die deutsche Startupwirtschaft im Allgemeinen und die aufblühende Szene in Berlin im Speziellen wenig bis keine Beachtung von der Politik. Erste Versuche, dies zu ändern, verliefen noch holprig. In den letzten Monaten ist jedoch ein signifikanter Wandel zu erkennen, was die Aufmerksamkeit von Spitzenpolitikern für die kleine, aber boomende und damit potenziell viele Arbeitsplätze schaffende Branche angeht. Der Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) traf sich zuletzt gleich mehrfach mit Vertretern des Digital- und Internetsektors, Bundespräsident Joachim Gauck besuchte den in der Entstehung befindlichen Berliner Startup-Campus Factory, und auch der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Philipp Rösler (FDP), hat die Unterstützung von jungen Onlinefirmen als neues Schwerpunktgebiet definiert. » weiterlesen

Virtuelles Zuhause:
Das Ende von Heimweh

Wer längere Zeit die Heimat verließ, verspürte früher leicht Heimweh. Doch das Internet und etwas Training beseitigen dieses Gefühl heute. Stattdessen verspüren wir häufiger Fernweh.

Ich habe in der Vergangenheit mehrfach meine Sympathie für das digitale Nomadentum und meine diesbezüglichen Erlebnisse beschrieben. Während mein derzeitiger, insgesamt dreimonatiger Japanaufenthalt ins letzte Drittel geht, komme ich unweigerlich in eine nachdenkliche Phase. Ein Aspekt des temporären Arbeitens in einem Land fern der Heimat ist mir dieses Mal ganz besonders aufgefallen: Das komplette Fehlen des Gefühls, welches man gemeinhin als “Heimweh” bezeichnen würde.

Natürlich vermisse ich Familie und Freunde zu Hause. Aber nicht so, dass ich deswegen zu irgendeinem Zeitpunkt ein Unbehagen darüber verspürte, nicht in ihrer Nähe sondern 8000 Kilometer weit entfernt zu sein – an einem Ort, an dem ich bis auf ein paar lose Online-Branchenkontakte bei meiner Anreise niemanden kannte. Ich weiß aus der Vergangenheit, dass mir bei anderen längeren Reisen zumindest gelegentlich und insbesondere in der Anfangszeit durchaus der ein oder andere emotionale Gedanke an die heimischen Gefilde kam. Und als ich vor zwei Jahren mit meiner damaligen Freundin sechs Monate in Thailand verbrachte und von dort aus arbeitete, konnte ich mehrfach beobachten, wie sie kurze Phasen von ausgeprägtem Heimweh durchmachte. » weiterlesen

“Internetfirmen sollen zahlen”:
Die kollektive Einfallslosigkeit
von Verlagen und Netzbetreibern

Verfechter des Leistungsschutzrechts stören sich daran, dass Google und andere mit fremden Produkten viel Geld verdienen. Das gleiche Argument nutzt Telekom-Chef René Obermann für Forderungen der Netzbetreiber. In beiden Fällen fehlt dieser Behauptung die Substanz.

Die Verlage erstellen die Leistungen, mit denen Google dann Kasse macht – so lautet das Primärargument der Verfechter eines Leistungsschutzrechts. Was als Aussage schmissig klingt, vernachlässigt bekanntlich allerlei entscheidende Fakten. Zum Beispiel, dass zwei- bis dreizeilige Snippets aus Lesersicht wohl kaum als Substitut für den gesamten Artikel ausreichen – zumindest nicht, wenn es um den häufig propagierten Qualitätsjournalismus abseits von schlichten, von Presseagenturen übernommenen Nachrichtentexten geht. Oder auch, dass die Verlage mit dem Traffic der Suchmaschinen und Aggregatoren selbst viel Geld verdienen, indem sie ihn durch Werbeanzeigen oder Bezahlschranken monetarisieren. Ebenfalls ignoriert die Behauptung, dass der entscheidende Dorn im Auge der Verlage – Google News – keine Werbung enthält und keine Umsätze generiert.

Kurzum: Blickt man hinter die Plattitüde, erkennt man, dass sie von innen hohl ist. Doch weil genau solche eigentlich hohlen Behauptungen im ersten Moment besonders knackig klingen und bei Politikern auf offene Ohren stoßen, gehören sie zum Standardrepertoire von Unternehmenslenkern mit politischer Agenda. Was Telekom-Chef René Obermann gerade auf dem Mobile Word Congress von sich gab, erinnert stark an die Rhetorik der Presseverlage – mangelnde Substanz inklusive. Obermann, der sich gerne nahbar und bodenständig gibt, warf der Internetbranche eine “Freifahrtmentalität” vor. Sie würde der Devise folgen “Ihr investiert, wir schöpfen die Gewinne ab”, was auf Dauer nicht tragbar sei. » weiterlesen

Deutsche Neophobie:
Die Furcht vor Neuem verhindert die Modernisierung

Was sich seit Jahren im digitalen Diskurs zeigt, tritt immer häufiger in anderen gesellschaftlichen und politischen Fragen zu Tage: Deutschland muss sich erneuern, auch abseits von Ingenieurskunst und Forschung. Die Angst vor Neuem wird zum großen Problem.

Die Deutschen fahren gerne das neuste Auto mit modernster Technik, schaffen sich rechtzeitig zur Fußball-WM einen State-of-the-Art-Fernseher mit allerlei Gimmicks an und probieren begeistert neue Biersorten aus. Dennoch wird in diesen Wochen und Monaten so deutlich wie nie, was die große Hürde zur Wahrung einer künftigen Wettbewerbsfähigkeit und eines fortgesetzten Wohlstands in einer sich rasant verändernden Welt darstellt: die deutschen Angst vor dem Neuen und der daraus resultierende, unnatürlich stark ausgeprägte Drang, den Status Quo aufrechtzuerhalten.

Einige aktuelle Ereignisse illustrieren, wie sich diese tief in nicht allen, aber vielen Bundesbürgern, in Entscheidern und in den meisten Institutionen verankerte “Neophobie” äußert, und wieso sie trotz der momentan vergleichsweise guten wirtschaftlichen Lage im Land auf Dauer zu einem großen Problem wird. » weiterlesen

Linkwertig:
LSR, Internet, BlackBerry, Copycats

LSR
Netzpolitik hat die gestrige Anhörung zum Leistungsschutzrecht in einem Live-Blog dokumentiert.

Der Vorsitzende weist darauf hin, dass er pünktlich anfängt.

» Live-Bloggen von der Leistungsschutzrechts-Anhörung im Bundestag

 

Enquete
Die Zeit zieht ein Re­sü­mee der Enquete-Kommission zum Thema Internet.

Das größte Problem, das hat diese Kommission dabei immer wieder gezeigt, ist, dass es keine Einigkeit über Nutzen und Gefahren des Netzes gibt. Zu unterschiedlich sind die Interessen eben des Staates, der Nutzer und der Wirtschaft.

» Viel erreicht und doch versagt

 

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