Thema: Internet-TV

 

Alle 58 Artikel zum Thema Internet-TV auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

Die Zukunft des Fernsehens:
Ich brauche keinen Streaming-Stick, ich will eine Mega-Monstermaschine

In der Zukunft des Medienkonsums sollen wir selbst Programmdirektor sein. Punkt. Doch selbst wenn wir das wollten, wird uns Live-TV wegen vieler Vorteile fehlen – es sei denn, wir arbeiten mit cleverer Hybridtechnik dagegen. Doch das erforderte weit stärkere Maschinen, als wir sie heute nutzen.

Amazon Fire TV: Apps und Mediathek, aber kein Live-TV.

Amazon Fire TV: Apps und Mediathek, aber kein Live-TV.

Mit meinem Kollegen Martin Weigert geriet ich vor einigen Monaten in einen Disput. Wir werden auf lineares Fernsehen nie ganz verzichten wollen, behauptete ich. Martins Gegenthese: Der TV-Markt, wie wir ihn heute kennen, wird in den kommenden Jahren völlig zusammenbrechen. Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich gemessen an der derzeitigen Entwicklung weiterhin an meiner These festhalte, mich allerdings selbst wundere, warum ausgerechnet ich sie aufgestellt habe. » weiterlesen

Aufstieg der Film- und Serienflatrates:
Der mögliche Anfang vom Ende des Synchronisierens

Mit dem Aufstieg von Film- und Serien-Flatrates, der durch das Debüt von Netflix einen neuen Schub erhält, haben immer mehr Zuschauer die Wahlmöglichkeit zwischen synchronisierter Fassung und Originalton. Es könnte der Beginn eines schleichenden Bedeutungsverlusts der Praxis des Synchronisierens darstellen.

Knight RiderSeit gestern ist Netflix in Deutschland verfügbar, seit heute in Österreich, und die Schweiz folgt in den nächsten Tagen. Für Serien- und Film-Fans verändern sich dadurch zwar nicht unbedingt die Vorzeichen – mit Watchever, Maxdome und anderen Diensten existieren bereits zahlreiche Flatrate-Anbieter für den ungebremsten Videogenuss. Dennoch hat die bekannte Marke Netflix eine Zugkraft, die das plattformübergreifende On-Demand-Streaming von Bewegtbildinhalten, unterstützt von einer eifrigen Presseberichterstatttung, als Thema in ein bisher nicht gekanntes Rampenlicht befördert.

Es gibt deshalb Grund zur der Annahme, dass das in Deutschland noch ein Nischendasein fristende abobasierte Videostreaming von klassischen TV-Inhalten sich demnächst in ein Massenphänomen verwandeln könnte. Daraus ergibt sich eine interessante Fragestellung: Könnte der Wandel im Mediennutzungsverhalten und die Verbreitung von Online-Streaming an der unantastbaren Synchronisierungskultur rütteln, die im deutschsprachigen Raum herrscht? » weiterlesen

Privatsender-Lizenzen kosten zu viel:
Magine begrenzt erwartungsgemäß das Gratis-Angebot

Seit dem Start im April 2014 bot der Internet-TV-Dienst Magine in Deutschland das gesamte Senderpaket kostenfrei an, inklusive der großen Privatsender. Erwartungsgemäß ist damit jetzt Schluss. Künftig muss bezahlen, wer mehr als die öffentlich-rechtlichen Kanäle schauen möchte.

Als der aus Schweden stammende Internet-TV-Dienst Magine im April nach einiger Verzögerung seinen Einstand in Deutschland gab, sorgte das Unternehmen für eine große Überraschung: Selbst die zwei größten Privatsenderketten, RTL und ProSiebenSat.1., waren Teil des Gratis-Angebots. Zuvor hatten die zwei Medienkonzerne lange Zeit das Live-Streaming über Over-the-top-Dienste ganz ausgeschlossen, und sich schließlich nur auf solche Konditionen eingelassen, die Magine-Konkurrent Zattoo dazu zwangen, die zu RTL und ProSiebenSat.1. gehörenden Kanäle hinter die Bezahlschranke zu verbannen.

Klar war aber: Ein solches Launchangebot wird sich Magine einiges kosten lassen. Daraus resultierte das Problem, dass irgendwann eine Anpassung der Preisstruktur notwendig sein würde – mit entsprechenden Konsequenzen auf die Stimmung der User, die sich bereits an den Luxus gewöhnt haben. » weiterlesen

“Blue Button”:
Schweizer Werbe- und Startup-Allianz will TV-Spots aus der Steinzeit holen

Millionen Menschen schauen Fernsehprogramme mittlerweile über das Internet. Doch in den Werbeblöcken wird das sich daraus ergebende Potenzial bislang komplett vernachlässigt. In der Schweiz soll sich das jetzt ändern: Ein Technologie-Startup, der führende Werbevermarkter sowie drei Streaming-Services machen dazu gemeinsame Sache.

WerbungLineare TV-Sender über das Internet zu streamen, ist mittlerweile für Millionen Nutzer in Deutschland und der Schweiz eine regelmäßige Aktivität. Branchenprimus Zattoo – der einzige Dienst, der in beiden Ländern angeboten wird – gab erst zur Fußball-WM neue Meilensteine bekannt. Knapp 1,1 Millionen User in Deutschland streamten im Juni TV-Sender über das Angebot. 800.000 Anwender griffen dabei über mobile Geräte auf Zattoo zu.

Doch obwohl der IP-basierte Abruf von Live-Sendungen aus Sicht von Werbekunden ganz neue Möglichkeiten der zielgerichteten Interaktion mit der Zuschauerschaft ermöglicht, wurde dieses Potenzial bislang kaum genutzt. Die Spots, die in den Werbeblöcken der Sender ausgestrahlten wurden, landen unangetastet im Stream, ohne dass bei der Form der Übertragung dieser Anzeigenfilme differenziert wurde. Und ohne dass User sich tiefergehend mit angepriesenen Produkten befassen können, so sie dies wünschen. » weiterlesen

Fußball-Weltmeisterschaft 2014:
Meine erste WM ohne TV-Anschluss

Die Zeiten, in denen man eine Fußball-Weltmeisterschaft nur mit einem Fernsehanschluss ernsthaft verfolgen konnte, sind vorbei: Schnelle Leitungen und leistungsfähige, legale Streamingdienste ermöglichen auch “Cord Cuttern” vollen Fußballgenuss. Mit einigen Einschränkungen.

FußballDie Fußballweltmeisterschaft 2014 steht vor der Tür. Für mich bedeutet sie dieses Mal ein Novum: Erstmals steht mir während der gesamten Laufzeit des Turniers kein linearer Fernsehanschluss zur Verfügung, um die Spiele anzuschauen. Vor zwölf Jahren wäre das einer kleinen Katastrophe gleichgekommen (sofern man es für angemessen hält, für die fehlende Möglichkeit zum Fußballgucken diesen drastischen Begriff zu verwenden). Glücklicherweise haben sich die Vorzeichen geändert und als ausschließlich über eine Internetverbindung verfügender Nutzer ist man nicht mehr darauf angewiesen, über schlechte Leitungen und obskure Peer-to-Peer-Dienste verpixelte Live-Streams chinesischer TV-Sender anzuschauen. » weiterlesen

Distriubutionskanal Internet:
Über die Zukunft von Netflix & Co

Streamingangebote gibt es in Deutschland einige. Dennoch scheinen viele aus dem Häuschen zu sein, weil Netflix anklopft. Aber es wird nicht nur für Netflix und die Konkurrenz knifflig werden, sondern auch für die Fernseh- und Filmproduzenten. Alle sitzen in dem gleichen Boot – das sich durch die Engen und Weiten des Distributionskanals Internet manövrieren muss.

NetflixDie Nachricht, dass Netflix jetzt nach Deutschland kommt, schlug vergangene Woche bei den Medien ein wie eine Bombe. Nicht nur jede Newssite berichtete darüber. Das Thema wurde auch über die Social Networks flächendeckend kommentiert. Die meisten Nutzer scheinen hocherfreut.

In Deutschland haben wir bereits ähnliche Formate, zum Beispiel Watchever, das, laut dessen CEO Stefan Schulz, ganz gut läuft (auch wenn das Unternehmen keine Zahlen verrät).

Wodurch sich die diversen Anbieter unterscheiden, macht die Sache interessant. Nehmen wir zuerst den Preis: » weiterlesen

Fernsehstreaming:
Live TV will den Etablierten einheizen

Der Markt für legale Dienste, die TV-Sender über das Web auf mobile Geräte streamen, kommt endlich auch in Deutschland in Bewegung. Mit dem Münchner Startup Live TV will noch ein Neuling mitmischen. Sein Alleinstellungsmerkmal ist die Aufbereitung basierend auf Echtzeit-Quoten.

Live TVAuch wenn sich über die Zukunft des linearen Fernsehens streiten lässt – derzeit blüht das Ökosystem digitaler Dienste, die Fernsehsender legal ins Netz übertragen, in Deutschland auf. Zattoo hat nun endlich auch von ProSiebenSat.1 grünes Licht für das Streaming des Programms erhalten und bietet damit im (ab jetzt teureren) Premium-Angebot alle wichtigen Sender an. Mit Magine betritt gerade ein gut finanzierter Dienst aus Nordeuropa den hiesigen Markt und kann ebenfalls ein recht vollständiges Angebot vorweisen. Kürzlich kündigte außerdem der Dresdner Social-TV-Service Couchfunk einen Einstieg in den Live-Streaming-Sektor an. Doch dabei soll es nicht bleiben: Mit der für iOS, Android, Mac und Kindle Fire verfügbaren App Live TV will ein weiterer Anbieter in dem aufstrebenden Segment mitmischen. » weiterlesen

Gegenrede:
Warum lineares Fernsehen sterben wird

Befürworter des linearen Fernsehens verteidigen eigentlich nicht das einem festen Zeitplan folgende TV-Programm an sich, sondern die hohe Bequemlichkeit und den Entspannungsfaktor des Konsums. Sobald On-Demand-Dienste in diesen Punkten gleichziehen, ist das Ende des linearen Fernsehens besiegelt.

Fernsehen

“Das lineare Fernsehen wird sich verändern, aber sterben wird es nie”, so die Prognose meines Kollegen Jürgen Vielmeier. Ich widerspreche ihm. Ich bin überzeugt davon, dass lineares Fernsehen innerhalb der nächsten zehn Jahre komplett verschwinden wird.

Jürgen macht seine Aussage an persönlichen Erfahrungen mit On-Demand-Services fest, bei denen ihm schnell die Ideen für anzuschauende Sendungen ausgingen. Zudem fehle ihm das Massengefühl, das entsteht, wenn Millionen gleichzeitig das Selbe gucken. Auch würden ihm lineare Fernsehsender dabei helfen, Trends zu entdecken und auf Themenbereiche zu stoßen, die er sonst nicht mitbekommen hätte. Das sind alles valide Gründe. Ich bin aber der Meinung, dass diese Eigenschaften auch ohne lineares TV Bestand behalten können. » weiterlesen

Keine Furcht vor Zattoo und Magine:
Couchfunk kündigt Live-TV an

Das Dresdner Startup Couchfunk will seine Social-TV-App um Live-Streams gängiger Fernsehsender erweitern. Die Differenzierung zwischen “First Screen” und “Second-Screen” soll damit der Vergangenheit angehören.

CouchfunkDafür dass das Dresdner-Social-TV-Startup Couchfunk bewusst darauf verzichtet, lautstark Welteroberungspläne zu kommunizieren, und stattdessen langsames, kontrolliertes Wachstum anstrebt, hat es dieser Tage viel zu verkünden. Erst in der vergangenen Woche veröffentlichten die Sachsen eine Mediatheken-App für iOS, die schon in den ersten 24 Stunden mehr als 2000 Mal heruntergeladen wurde. Jetzt kündigt das Unternehmen den nächsten Vorstoß an. Einen, der aus produktspezifischer Sicht äußerst sinnvoll ist, aber angesichts des damit verbundenen Aufwands durchaus überrascht: Couchfunk wird in naher Zukunft Live-TV-Streams in seine gleichnamige Fernseh-App integrieren. » weiterlesen

Magine im Beta-Test:
Live-TV-Anbieter mit der Bürde der eigenen Versprechen

Das Fernsehprogramm live im Netz: Was Zattoo schon länger anbietet, will Magine jetzt besser machen. Was aber nützen Versprechen von einer besseren Fernsehwelt, wenn man sie nicht halten kann?

MagineZattoo ist ein Notnagel, besonders viel Spaß machte mir die App nie. Wer aber einen Blick auf das aktuelle Fernsehprogramm werfen will oder muss und keinen Fernseher oder DVB-T-Stick zur Hand hat, der kann den Schweizer Dienst einschalten und in Deutschland rund 60 Programme live empfangen. Die Bildqualität ist dabei nicht besonders gut, der Programm-Guide lieblos, das Umschalten wird von Werbung unterbrochen und stets dazwischen funkt der Hinweis, man könne sich die ganzen Nachteile ersparen, indem man auf das kostenpflichtige Angebot Zattoo HiQ wechselt.

Statt dessen sollte man nach Ansicht eines neuen Konkurrenten in Kürze lieber zu Magine wechseln. Das Startup aus Stockholm ist in Schweden bereits recht erfolgreich und startete Anfang des Monats nach einer Einigung mit RTL seinen Beta-Test in Deutschland. Magine will sich mit einer eleganteren Oberfläche und zeitversetztem, werbefreien Fernsehen von Zattoo unterscheiden. Bei uns im Test präsentierte sich eine wirklich hübsche Oberfläche – mit zahlreichen Macken und bisher keiner der versprochenen Zusatzfunktionen. » weiterlesen