Thema: Internet-TV

 

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Fernsehstreaming:
Live TV will den Etablierten einheizen

Der Markt für legale Dienste, die TV-Sender über das Web auf mobile Geräte streamen, kommt endlich auch in Deutschland in Bewegung. Mit dem Münchner Startup Live TV will noch ein Neuling mitmischen. Sein Alleinstellungsmerkmal ist die Aufbereitung basierend auf Echtzeit-Quoten.

Live TVAuch wenn sich über die Zukunft des linearen Fernsehens streiten lässt – derzeit blüht das Ökosystem digitaler Dienste, die Fernsehsender legal ins Netz übertragen, in Deutschland auf. Zattoo hat nun endlich auch von ProSiebenSat.1 grünes Licht für das Streaming des Programms erhalten und bietet damit im (ab jetzt teureren) Premium-Angebot alle wichtigen Sender an. Mit Magine betritt gerade ein gut finanzierter Dienst aus Nordeuropa den hiesigen Markt und kann ebenfalls ein recht vollständiges Angebot vorweisen. Kürzlich kündigte außerdem der Dresdner Social-TV-Service Couchfunk einen Einstieg in den Live-Streaming-Sektor an. Doch dabei soll es nicht bleiben: Mit der für iOS, Android, Mac und Kindle Fire verfügbaren App Live TV will ein weiterer Anbieter in dem aufstrebenden Segment mitmischen. » weiterlesen

Gegenrede:
Warum lineares Fernsehen sterben wird

Befürworter des linearen Fernsehens verteidigen eigentlich nicht das einem festen Zeitplan folgende TV-Programm an sich, sondern die hohe Bequemlichkeit und den Entspannungsfaktor des Konsums. Sobald On-Demand-Dienste in diesen Punkten gleichziehen, ist das Ende des linearen Fernsehens besiegelt.

Fernsehen

“Das lineare Fernsehen wird sich verändern, aber sterben wird es nie”, so die Prognose meines Kollegen Jürgen Vielmeier. Ich widerspreche ihm. Ich bin überzeugt davon, dass lineares Fernsehen innerhalb der nächsten zehn Jahre komplett verschwinden wird.

Jürgen macht seine Aussage an persönlichen Erfahrungen mit On-Demand-Services fest, bei denen ihm schnell die Ideen für anzuschauende Sendungen ausgingen. Zudem fehle ihm das Massengefühl, das entsteht, wenn Millionen gleichzeitig das Selbe gucken. Auch würden ihm lineare Fernsehsender dabei helfen, Trends zu entdecken und auf Themenbereiche zu stoßen, die er sonst nicht mitbekommen hätte. Das sind alles valide Gründe. Ich bin aber der Meinung, dass diese Eigenschaften auch ohne lineares TV Bestand behalten können. » weiterlesen

Keine Furcht vor Zattoo und Magine:
Couchfunk kündigt Live-TV an

Das Dresdner Startup Couchfunk will seine Social-TV-App um Live-Streams gängiger Fernsehsender erweitern. Die Differenzierung zwischen “First Screen” und “Second-Screen” soll damit der Vergangenheit angehören.

CouchfunkDafür dass das Dresdner-Social-TV-Startup Couchfunk bewusst darauf verzichtet, lautstark Welteroberungspläne zu kommunizieren, und stattdessen langsames, kontrolliertes Wachstum anstrebt, hat es dieser Tage viel zu verkünden. Erst in der vergangenen Woche veröffentlichten die Sachsen eine Mediatheken-App für iOS, die schon in den ersten 24 Stunden mehr als 2000 Mal heruntergeladen wurde. Jetzt kündigt das Unternehmen den nächsten Vorstoß an. Einen, der aus produktspezifischer Sicht äußerst sinnvoll ist, aber angesichts des damit verbundenen Aufwands durchaus überrascht: Couchfunk wird in naher Zukunft Live-TV-Streams in seine gleichnamige Fernseh-App integrieren. » weiterlesen

Magine im Beta-Test:
Live-TV-Anbieter mit der Bürde der eigenen Versprechen

Das Fernsehprogramm live im Netz: Was Zattoo schon länger anbietet, will Magine jetzt besser machen. Was aber nützen Versprechen von einer besseren Fernsehwelt, wenn man sie nicht halten kann?

MagineZattoo ist ein Notnagel, besonders viel Spaß machte mir die App nie. Wer aber einen Blick auf das aktuelle Fernsehprogramm werfen will oder muss und keinen Fernseher oder DVB-T-Stick zur Hand hat, der kann den Schweizer Dienst einschalten und in Deutschland rund 60 Programme live empfangen. Die Bildqualität ist dabei nicht besonders gut, der Programm-Guide lieblos, das Umschalten wird von Werbung unterbrochen und stets dazwischen funkt der Hinweis, man könne sich die ganzen Nachteile ersparen, indem man auf das kostenpflichtige Angebot Zattoo HiQ wechselt.

Statt dessen sollte man nach Ansicht eines neuen Konkurrenten in Kürze lieber zu Magine wechseln. Das Startup aus Stockholm ist in Schweden bereits recht erfolgreich und startete Anfang des Monats nach einer Einigung mit RTL seinen Beta-Test in Deutschland. Magine will sich mit einer eleganteren Oberfläche und zeitversetztem, werbefreien Fernsehen von Zattoo unterscheiden. Bei uns im Test präsentierte sich eine wirklich hübsche Oberfläche – mit zahlreichen Macken und bisher keiner der versprochenen Zusatzfunktionen. » weiterlesen

TV-Streaming-Dienst Magine:
Gewagte Verhandlungsstrategie

Als Magine Anfang Juni das kurz bevorstehende Deutschlanddebüt seines TV-Streaming-Dienstes ankündigte, hatte das Startup noch mit keinem wichtigen Sender einen Deal abgeschlossen. Jetzt beginnt es mit einem begrenzten Kanalangebot die geschlossene Beta-Phase.

MagineDer schwedische Live-TV-Anbieter Magine hat am gestrigen Donnerstag seine geschlossene Beta-Phase in Deutschland eröffnet. Wer eine Einladung ergattern kann, ist nun in der Lage, die Programme von der RTL-Gruppe, das ZDF sowie eine Handvoll von Special-Interest-Kanälen (u.a. Eurosport, Comedy Central, Viva) live über den Desktop, iOS-Geräte oder Samsung Smart TVs zu streamen. Für ausgewählte Stationen bietet Magine zudem eine Catch-Up-/Timeshift-Funktionalität, die das nachträgliche Betrachten von bereits ausgestrahlten Programmen ermöglicht.

In der Beta-Phase wird Magine kostenfrei angeboten. Auf unsere Anfrage, ob wir über den uns angebotenen Testzugang für redaktionelle Testzwecke hinaus auch einige Invites für unsere Leserinnen und Leser bekommen können, wurden wir auf das entsprechende E-Mail-Formular für die Warteliste auf der deutschen Magine-Website verwiesen. Klar ist, dass das 2010 gegründete Unternehmen Anwender nicht zu sehr an das momentane Gratisangebot gewöhnen möchte – nach der auf einige Monate angesetzten Beta-Phase soll Magine als kostenpflichtiger Abo-Service bereitgestellt werden.
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Chromecast:
Googles Streaming-Stick für den Fernseher mischt die Karten neu

Google bringt mit Chromecast einen HDMI-Stick in die Läden, der Medieninhalte von Smartphones, Tablets und PCs drahtlos auf den Fernseher streamt. Mit seiner radikalen Niedrigpreisstrategie nimmt das Unternehmen Konsumenten ohne existierende Set-Top-Box jedes Argument gegen einen Erwerb.

ChromecastVor etwas mehr als einem Jahr präsentierte Google auf der Entwicklerkonferenz Google I/O eine auf den Namen “Nexus Q” getaufte Kugel. Das Gerät auf Basis von Android sollte digitale Inhalte aus dem Google Play Store auf Fernseher und Lautsprecher streamen. Mit 299 Dollar war der Preis für dieses kleine schwarze Gadget nicht gerade niedrig angesetzt. Auch deshalb, weil es hinsichtlich seines Funktionsumfanges hinter Apples für weniger als die Hälfte angebotener Set-Top-Box Apple TV zurückblieb. Noch vor dem Marktstart erkannte Google, dass das Nexus Q auf dem besten Weg zum designierten Ladenhüter war. Kurzerhand wurden die Pläne für die exotisch anmutende Streamingkugel auf Eis gelegt. Man wolle das Gerät anhand der Rückmeldungen verbessern, hieß es.

Am Mittwochabend präsentierte der Internetkonzern ein Streaming-Gerät, das mit dem ursprüngliche Nexus Q nicht viel gemein hat. Statt “Nexus Q” heißt es “Chromecast“. Anstelle von Android kommt Chrome OS zum Einsatz. Das Design erinnert nicht an den Todesstern aus Star Wars sondern an einen billigen USB-Stick. Dafür kann sich der Preis sehen lassen: Gerade einmal 35 Dollar werden für das ab Montag vorläufig nur in den USA angebotene Minigadget fällig. Ob Chromecast die bisherigen Pläne des Nexus Q ersetzt oder ein paralleles Produkt darstellt, bleibt vorläufig offen. » weiterlesen

Empfehlungen digitaler Bewegtbildinhalte:
Tweek erwartet den großen Durchbruch

Das Berliner Social-TV-Startup Tweek blickt angesichts eines endlich aufblühenden Ökosystems rund um digitale Bewegtbildinhalte zuversichtlich in die Zukunft. Hoffnungsträger sind Integrationen der Technologie in Angebote und Produkte Dritter.

Als Ende 2011 die geschlossene Beta-Phase des Berliner TV-Discovery-Dienstes Tweek begann, ahnten die drei Gründer Sven Koerbitz, Klaus Hartl und Marcel Düe bereits, dass sie einiges an Arbeit vor sich haben würden. Denn der Online-Videomarkt und sein Ökosystem befanden sich noch in den Anfängen. Für die Hauptstädter hieß das, dass sie zwar – gute Algorithmen vorausgesetzt – Empfehlungen für Filme und TV-Content auf Basis der von Nutzern bei Facebook angegebenen Präferenzen und Interessenmerkmale generieren konnten. Um die jeweiligen Inhalte dann Tweek-Nutzer direkt zugänglich zu machen, waren aber intensive Verhandlungen sowie die Integration einer Vielzahl unterschiedlicher Schnittstellen erforderlich. Gleichzeitig hielt sich die Zahl der spezialisierten und schon hinreichend gereiften Anbieter in diesem Segment in Grenzen, weshalb das Trio vieles selbst in die Hand nehmen musste – etwa manuell im Netz verfügbare Videoinhalte zusammenzusuchen.

Doch mittlerweile sieht die Lage anders aus, erlärte mir Tweek-Mitgründer Marcel Düe im Gespräch. Seiner Beobachtung nach entwickelt sich das Ökosystem gerade gut. Es erscheinen immer mehr Player auf der Bildfläche, die sich entlang der Wertschöpfungskette von Web-TV und -Videos ansiedeln, sei es im Bereich der Vermarktung oder der Indexierung von On-Demand-Content. Indem die Branche insgesamt reift und Know-how ansammelt, gewinnt das Segment an kollektiver Stärke – selbst wenn die Rechteinhaber tendenziell noch immer eher zögerlich sind, was die Öffnung für externe Services angeht. » weiterlesen

Boom des “Original Programming”:
Webunternehmen werden zu TV-Studios

Technologiefirmen produzieren immer häufiger Bewegtbildinhalte in TV-Qualität. Motive dafür gibt es einige.

AOL tut es mit Heidi Klum, Yahoo mit Tom Hanks, Sony mit Jerry Seinfeld, Amazon mit John Goodman, YouTube mit Madonna  und Netflix mit Kevin Spacey. Sie alle finanzieren und produzieren originäre Bewegtbildinhalte für das Netz. Original Programming heißt der Trend, der so gut wie jeden größeren Technologiekonzern erreicht hat. Dazu müssen es nicht immer die großen Namen aus Hollywood sein – Facebook, Microsoft  und Hulu setzen zum Beispiel auf Formate, die nicht von Stars getragen werden. Sie alle sind in guter Gesellschaft: 78 Original Programming Formate, die TV-Qualität erreichen, wurden dieses Jahr bereits angekündigt. Alles in allem werden damit dieses Jahr mehrere hundert Millionen Dollar in die Produktion von originären Formaten für das Web fließen.  » weiterlesen

Aereo:
Ein Startup scheucht die amerikanische TV-Branche auf

Das US-Startup Aereo bringt mit seinem Streamingangebot für terrestrisches Fernsehen eine ganze Branche in Aufruhr.

AereoDie USA gelten als das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Dieser Ruf passt auch zum Technologiebereich, da Anwender auf der anderen Seite des Atlantiks häufig Zugang zu neuen, innovativen Gadgets und Diensten erhalten, die in Europa und anderswo noch nicht verfügbar sind. Fragt man jedoch Fernsehzuschauer, die gerne ihre Lieblingssender online streamen möchten, so würden sie dieses positive Bild des Landes wahrscheinlich in Frage stelle. Verständlicherweise, betrachtet man den eskalierenden Konflikt um ein US-Startup, welches das Programm frei verfügbarer TV-Sender über das Web streamt – und damit in der Branche kräftig aneckt. » weiterlesen

Zattoo-Manager Jörg Meyer:
“Von den Umsätzen der illegalen TV-Apps kriegt kein Sender etwas ab”

Der TV-Dienst Zattoo erlebt nach Aussage von Manager Jörg Meyer seinen zweiten Frühling. Speziell im deutschen Markt sieht das Zürcher Unternehmen noch großes Potenzial – trotz der komplexen Rechtslage.

2008 schrammte der Zürcher TV-Dienst Zattooknapp am Abgrund vorbei“, als eine geplante Finanzierungsrunde nicht abgeschlossen werden konnte. Entlassungen und ein Eindampfen von ambitionierten Expansionsplänen waren die Folge. Doch sukzessive rappelte sich das Schweizer Startup wieder auf, auch dank der Beteiligungen des Medienhauses Tamedia sowie der Schober-Gruppe. Nachdem 2012 der Break-Even erreicht wurde, rückt nun die Internationalisierung wieder verstärkt in den Fokus, erklärt Jörg Meyer, Vice President im Bereich Content and Consumer, im Interview mit netzwertig.com. In Deutschland sieht er noch viel Potenzial – auch wenn einige Hindernisse dem maximalen Erfolg im Wege stehen. » weiterlesen