Alle 2 Artikel zum Thema Interessenkonflikte auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:
Eine Studie zeigt: Journalisten stehen der Elite nahe. Teilweise zu nahe. Diese Erkenntnis lässt sich problemlos auf die Internetwirtschaft übertragen.
Journalisten der deutschen Leitmedien stehen gesellschaftlichen Eliten nahe, treffen sich mit ihnen in vertraulichen Runden und sind eng mit ihnen verzahnt. So lautet das komprimierte Ergebnis einer Studie von Uwe Krüger, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig. Bei Telepolis findet sich ein lesenswertes Interview mit Krüger, der auf Basis seiner Untersuchung das Buch “Meinungsmacht” veröffentlicht hat. Als ich das Gespräch las, fiel mir sofort auf: Die Resultate von Krüger lassen sich in dieser Form exakt auf die Internetwirtschaft übertragen. Journalisten, Tech-Reporter und Blogger (oder wie auch immer sie sich nennen) stehen den Startups und Firmen nahe, über die sie schreiben, treffen sich mit ihnen in vertraulichen Runden und sind eng mit ihnen verflochten. » weiterlesen
Die Grenzen zwischen Journalisten, Bloggern, Beratern und Investoren verschwimmen. Im neuen Digitalblog von Süddeutsche.de findet sich ein Beispiel dafür, warum die Berichterstattung über die Webwirtschaft sorgfältiger werden muss.
Im September hatten wir die Problematik der Interessenkonflikte im Online-Tech-Journalismus angesprochen. Meine damalige These: Die mangelnde Unabhängigkeit der Berichterstatter wird zum Dauerzustand. Im Angesicht der zunehmenden (medialen) Aufmerksamkeit für Themen der Internetwirtschaft, der Attraktivität von Technologiefirmen als Investitionsobjekte sowie der verschwimmenden Grenze zwischen Journalisten, Bloggern, PR-Fachleuten und Investoren rechne ich für 2012 mit einer Zuspitzung der Lage.
Warum es notwendig ist, für den Sachverhalt zu sensibilisieren, verdeutlicht ein aktueller Eintrag im neuen Digitalblog von Süddeutsche.de: Darin befasst sich Dirk von Gehlen in kurzer Form mit der Frage, ob Facebook mittlerweile zu voll ist, und nimmt dazu primär auf einen Artikel von dem US-Investor und ehemaligen TechCrunch-Chef Michael Arrington Bezug. In diesem behauptet Arrington pointiert, niemand würde mehr zu Facebook gehen, um anschließend auf Alternativen wie Path oder das in Entwicklung befindliche Just.Me zu verweisen.
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