Thema: Innovation

 

Alle 13 Artikel zum Thema Innovation auf netzwertig.com:

Callcenter adé:
Wie die Taxi-Branche
auf myTaxi reagiert

Die Smartphone-App myTaxi macht den bisherigen Taxi-Bestellprozess über Callcenter überflüssig. Die bedrohten Funkzentralen reagieren, wie man dies bereits aus anderen Industrien kennt.

Der digitale Wandel sorgt dafür, dass Unternehmen aus einer Vielzahl von Branchen Gefahr laufen, durch eine ausbleibende Evolution der angebotenen Produkte und Dienste sowie eine mangelnde Anpassungsfähigkeit an neue Marktdynamiken und Online-Konkurrenten die sich rapide verändernden Bedürfnisse der Kunden nicht mehr befriedigen können.

Ein ganz aktuelles Beispiel dafür sind die Taxizentralen, über die Fahrgäste zumeist telefonisch Taxis bestellen können. Taxifahrer, die auf die Leistungen der in der Regel regional aktiven Funkzentralen zurückgreifen wollen, zahlen eine monatliche Pauschale sowie eine Vermittlungsgebühr pro Fahrt und erhoffen sich auf diese Weise, die Zahl der Touren und damit ihre Umsätze zu erhöhen.

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Startup-Ideen:
mySugr und das Interesse
an echten Problemlösern

mySugr will mit einer mobilen App die Lebensqualität von 350 Millionen Diabetikern erhöhen. Das Wiener Jungunternehmen ließ sich auf der Startup Week feiern und unterstreicht das allgemeine Interesse an wirklichen, internetgestützten Problemlösern.

Das Wiener Startup mySugr hat den Startup-Wettbewerb der gerade in der österreichischen Hauptstadt stattfindenden Startup Week gewonnen. Ich habe mir die Siegerehrung im Livestream angeschaut und den Eindruck bekommen, sowohl Jury als auch Publikum waren sich in dieser Frage einig. Auch Markus, der vor Ort war, bezeichnete die Wahl von mySugr eben in Linkwertig als “verdient”.

mySugr befindet sich zur Zeit noch im Stealth Mode und ist entsprechend zurückhaltend mit der Bekanntgabe von Details. Ziel des Dienstes ist es, die Lebensqualität der 350 Millionen Menschen weltweit zu erhöhen, die an Diabetes leiden. Mittels spielerischer Elemente sollen Betroffene zur Eingabe ihrer Diabetes-Daten in eine mobile App animiert werden, um auf dieser Grundlage ihre Therapie zu optimieren.

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Konkurrenzkämpfe der Internetkonzerne:
Das Risiko des
digitalen Gemischtwarenladens

Die führenden Unternehmen der Webwelt werden zu digitalen Gemischtwarenläden und kommen sich dabei immer häufiger gegenseitig in die Quere. Unbefangene Startups können diesen Fokusverlust ausnutzen.

Vor wenigen Tagen verbreitete sich der links abgebildete Comic im Netz (hier in voller Größe). Auf humoristische Weise wird gezeigt, wie sämtliche führenden Internet- und IT-Firmen momentan damit beschäftigt sind, in die Domänen ihrer Konkurrenten vorzustoßen, und wie dabei alle Akteure automatisch den (gemeinhin als fragwürdig wahrgenommenen) Weg von Microsoft einschlagen.

Die Illustration trifft die derzeitige Entwicklung gut. Deutlich wurde das allein in den vergangen 24 Stunden zweimal: Zum einen plant Twitter angeblich, Unternehmen analog zu Facebook die Einrichtung spezifischer, erweiterter Profilseiten zu erlauben. Zum anderen schielt das blau-weiße soziale Netzwerk (nicht zum ersten Mal) auf den Microbloggingdienst und versucht, die bisher tendenziell eher bei Twitter versammelten Journalisten für das Social Network und seine Vorzüge für ihre Arbeit zu erwärmen.

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Digitalisierung:
Der Irrtum mit
dem fliegenden Schiff

Vor fast hundert Jahren nahm man an, dass der heutige Personenluftverkehr von Schiffe transportierenden Zeppelinen abgewickelt werden würde. Mit den Folgen der Digitalisierung befasste Unternehmen können aus falschen Prognosen wie dieser viel lernen.

Wie wird die Welt in 20, 50 oder 100 Jahren aussehen? Diese Frage hat sich vermutlich fast jeder schon einmal gestellt. Entweder aus eigenem Antrieb oder angeregt durch einen Film oder eine Lektüre mit klassischem Science-Fiction-Einschlag.

Auch für Unternehmen hat das Theme große Relevanz. Im Kontext der Digitalisierung stehen in vielen Branchen Firmen vor der Entscheidung, wie sie ihr Geschäftsmodell an die neuen Rahmenbedingungen anpassen, sich fit für eine verstärkt auf immateriellen Gütern fußende Informations- und Wissensgesellschaft machen und gleichzeitig sicherstellen, dass sie durch die sich wandelnden Märkte und die andersartigen Anforderungen der Konsumenten nicht schlagartig überflüssig werden (wie Blockbuster).

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Der Fall UberCab:
Auch auf der anderen Seite ist
das Gras nicht immer grüner

Auch in San Francisco, dem Herz der globalen Internetbranche, kann Bürokratie zur Innovationsbremse werden. Was dem Startup UberCab gerade passiert ist, wäre in Deutschland vermutlich als “typisch deutsch” bezeichnet worden.

Wir Deutschen haben bekanntlich einen Hang dazu, das eigene Tun und Handeln kritisch zu hinterfragen und gleichzeitig das, was außerhalb unserer Landesgrenzen geschieht, besonders positiv hervorzuheben. Gerade im Tech-Sektor neigen wir zur Schwarzmalerei, was die hiesige Internetbranche betrifft, und zu einer überschwänglichen Euphorie in Hinblick auf das, was in dem Sektor andernorts, vorrangig natürlich auf der anderen Seite des Atlantiks geschieht.

Das heißt nicht, dass es nicht tatsächlich Grund zur Kritik gibt. Immerhin kommen fast alle führenden Onlineangebote im für die Online- und Medienwelt zukunftsträchtigen Social-Web-Bereich aus den USA. Aber die Tendenz zur pauschalen Skepsis im Bezug auf digitale Dienste und Projekte aus dem deutschsprachigen Raum erschwert zumindest die objektive Sicht auf die Entwicklung. Auch wir bei netzwertig.com nehmen uns da nicht aus, wobei wir bestrebt sind, eine Balance zwischen Kritik und Lob/Optimismus herzustellen.

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Innovation:
Warum ich Steve Jobs dankbar bin

Jeder, der mit Begeisterung das mobile Internet verwendet oder anderweitig davon profitiert, sollte Apple-CEO Steve Jobs dankbar sein.

Heute früh erwachte ich mit folgendem Gedanken: “Wir sollten Steve Jobs wirklich dankbar sein”. Während ich mir vorstellen kann, wie bei einigen von euch ob dieser Aussage der Puls steigt und sich die Stirn in Falten legt, bitte ich euch, erst zu Ende zu lesen, bevor ihr eurer Wut mit einem Kommentar Luft macht (Apple-Fanboys sollten den Artikel natürlich auch vollständig lesen).

Meiner morgendlichen Erleuchtung ging eine Frage voraus, die ich mir in den letzten Tagen häufiger gestellt habe: Wo wären wir – die Menschen, welche die Digitalisierung und ihre vielfältigen neuen Möglichkeiten mit Freude und Enthusiasmus begleiten – ohne Steve Jobs? Damit beziehe ich mich nicht nur auf Besitzer von iPhones und iPads, sondern auf alle Konsumenten, die sich dank fortgeschrittener Smartphones oder Tablets im mobilen Web austoben, innerhalb von Sekunden Zugriff auf die Cloud erhalten und ortsunabhängig per Fingergesten multimedialen Content genießen.

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Googles Roboterauto:
Der Preis des technischen Fortschritts

Roboterautos sind ein Meilenstein der technologischen Entwicklung. Doch die Idee eines sich selbst steuernden Fortbewegungsmittels ignoriert die Tatsache, dass die Bedienung von Gaspedal und Lenkrad ganz einfach Spaß macht.

Wie gestern erwähnt hat Google am Wochenende Einblick in ein Testprojekt gegeben, in dessen Rahmen es unbemannte, sich selbst steuernde Fahrzeuge auf kalifornische Straßen schickt (unbemannt insofern, als dass niemand das Gaspedal betätigt – aus Sicherheitsgründen befindet sich immer ein Google-Ingenieur an Bord).

Über 140.000 Meilen haben die “Roboterautos” zusammen bereits auf dem Tacho. Im Lichte dieser Neuigkeit erscheint auch klarer, was genau Google-Boss Eric Schmidt meinte, als er vor zwei Wochen auf der TechCrunch-Disrupt-Konferenz davon sprach, dass es ein “Bug” sei, dass das Automobil vor dem Computer erfunden wurde. “Ein Auto müsse in der Lage sein, von alleine zu fahren”, so Schmidt.

In US-Tech-Kreisen schlug die Meldung von den Geisterfahrzeugen ein wie eine Bombe und sorgte für überaus positive Reaktionen. Von einer Revolution war die Rede, von einer Möglichkeit zur radikalen Reduzierung der Zahl der Verkehrstoten sowie von einem Schritt, im Straßenverkehr verloren gegangene Zeit zurückzugewinnen (die dann natürlich für das Google-zentrischen Surfen genutzt werden kann). Techmeme gibt einen guten Überblick über die Reaktionen aus der US-Blogosphäre und -Medienwelt.

Und in Deutschland? So richtig wollte der Funke nicht überspringen. Zwar listet Google News eine ganze Reihe von Artikeln zum Thema, aber zu Titelmeldungen (wie z.B. im Falle von Google Street View), zahlreichen aufgeregten Blogposts oder einem Sturm der Begeisterung/Entrüstung bei Twitter führte die Meldung von den Roboterautos nicht – was nicht nur von mir mit Verwunderung zur Kenntnis genommen wurde.

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Google:
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

Mit seinen neuen, dynamischen Echtzeit-Ergebnisseiten setzt Google seine wichtigste Umsatzquelle schwer kalkulierbaren Risiken aus. Ein kluger Schritt!

Wie viele Unternehmen gibt es wohl, die bereit sind, bei der Weiterentwicklung ihres wichtigsten Produktes und Umsatzträgers einen derartig großen Sprung zu machen, dass die Auswirkungen auf und Risiken für das Geschäft kaum vorhersehbar sind? Vermutlich nicht viele. Genau das hat Google mit seiner demnächst für alle Nutzer mit einer hinreichend schnellen Internetverbindung zur Verfügung stehenden Echtzeit-Ergebnisliste getan.

97 Prozent des Google-Umsatzes kommen aus dem Werbegeschäft, 66 Prozent von Sites im Google-Besitz wie die Google-Suche, Gmail, YouTube, Blogger etc. (Zahlen von 2009). Insofern kann man davon ausgehen, dass mindestens die Hälfte von Googles Erträgen aus der Suchwortvermarktung stammen. Und diese ist als Kernelement der Suchergebnisseiten (SERPs) in nicht unerheblichem Maße von den Veränderungen betroffen.

J.P. Morgan rechnet damit, dass Google Instant geringe bis keinerlei Auswirkungen auf die Suchwortvermarktung haben wird. Google Evangelist Frederick Vallaeys hingegen erwartet eine verbesserte Leistungsfähigkeit von Anzeigen auf den SERPs, da das neue Feature Nutzern dabei hilft, ihre Suche zu verfeinern und zu konkretisieren, und Textanzeigen somit noch besser an den Bedarf der User angepasst werden können. Andere wiederum vermuten, dass Google Instant die Empfänglichkeit der Benutzer für Werbung auf den SERPS reduziert.

Wirklich in die Zukunft schauen kann aber niemand, auch nicht Google. Zwar wurde die Instant-Suche in einem kleinen Kreis getestet, aber eine begrenzte Zahl an Betatestern verhält sich nicht unbedingt wie eine Milliarde Internetanwender, die pro Woche mit Google suchen. Unklar ist auch, wie sich Google Instant auf das Treiben der Suchmaschinenoptimierer (SEO) und -marketer auswirken wird. Einige Stimmen sehen in der Funktion gar das mögliche Ende von SEO.

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Digitalisierung:
Wenn Deutschland das Internet entwickelt hätte…

Der öffentliche Diskurs zum digitalen Wandel ist geprägt von Ablehnung und Skepsis. Wie sähe das Internet wohl heute aus, wenn es als offizielles “Innovationsprojekt” in Deutschland konzipiert worden wäre?

Der Umgang mit Veränderungen ist seit jeher ein großes Problem für die meisten Menschen. Wandel birgt stets das Risiko, den Status Quo zu verlieren. Gerade wer zum Pessimismus neigt, sieht eher die Risiken als die Chancen. Blockadehaltungen und eine pauschale Distanz zu Neuem sind die Folge.

Ich weiß nicht, ob sich die Skepsis in der Bevölkerung gegenüber dem technischen Fortschritt in den letzten Jahren verstärkt hat, oder ob dieser Eindruck auf die erhöhte Geschwindigkeit des Innovationsprozesses und die Komplexität des Wandels zurückzuführen ist. Statt sich einige Male pro Jahrzehnt mit einer Neuentwicklung auseinandersetzen zu müssen, wird dies mittlerweile mehrmals jährlich notwendig. Dass da die Abwehrhaltung vieler Menschen zunimmt oder zumindest häufiger zum Vorschein kommt, ist eigentlich wenig verwunderlich.

Die unsachliche, hysterische Debatte um Google Street View illustriert sehr deutlich, auf welche Art sich das allgemeine Unbehagen über das rasante Innovationstempo äußert. Es kann aber auch subtiler ausgedrückt werden, in Form von Umfragen, bei denen eindeutig auf dem Siegeszug befindlichen Technologien unrealistisch geringe Zukunftschancen eingeräumt werden, so wie es beispielsweise dieser mit einer unmissverständlichen Überschrift versehene Artikel aufzeigt: “Österreicher gegenüber E-Books skeptisch” (eine Umfrage von uns ergab ein ähnlich das große Potenzial von digitalen Büchern in Frage stellendes Ergebnis). » weiterlesen

Netzneutralität:
Warum das Google-Verizon-Abkommen Innovation behindert

Google und Verizon behaupten, ihre gestern vorgestellte Richtlinie zum offenen Internet würde Innovation fördern. Doch das Gegenteil ist der Fall.

Nach den Gerüchten um eine angebliche Bevorzugung von Google-Diensten im Netz des US-Providers Verizon – einem der größten Partner für den Vertrieb von Android-Geräten – haben die zwei Unternehmen am Montagabend ein Regelwerk für ein offenes Internet vorgelegt. Zwar sprechen sie sich eindeutig für eine Neutralität drahtgebundener Internetverbindungen aus, halten sich aber zwei andere Türen weit offen:

Einerseits soll die Richtlinie das mobile Internet ausnehmen, da dort andere Dynamiken herrschen und mehr Wettbewerb stattfände, außerdem soll die Möglichkeit für spezielle IP-gebundene Onlineangebote bestehen, die als Produkt vom herkömmlichen Internetzugang abgegrenzt werden und für die keine Rücksicht auf Aspekte der Netzneutralität genommen werden muss. Googles Blogpost zu der Richtlinie findet ihr hier.

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