Alle 4 Artikel zum Thema Identit? auf netzwertig.com:
Social-Web-Anbieter der zweiten Reihe wie Google, MySpace, Yahoo und Meebo haben mit XAuth ein eigenes, universelles Identitätssystem entwickelt – ein verzweifelter Angriff auf Facebook Connect.
Nicht nur manch ein Internetnutzer macht sich
angesichts der Übermacht Facebooks Sorgen über die zukünftige Entwicklung des Social Web. Auch andere Webunternehmen beobachten mit Argusaugen, wie das US-Social Network von Mitgliederrekord zu Mitgliederrekord eilt und auf dem Weg zu DEM Identitätsanbieter im Netz ist. Mit
XAuth möchten Social-Web-Services der zweiten Reihe dies nun ändern.
XAuth ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit von Onlinegrößen wie Google, Yahoo, MySpace und anderen, die unter Führung des Chatdienstes Meebo ein Konkurrenzangebot zu Facebooks webweitem Login-Verfahren Facebook Connect entwickelt haben. Neben Facebook ist auch Twitter vorerst nicht als Partnernetzwerk an Bord. » weiterlesen
Grandios dahinbrutzelnde Ideengewitter: “Karma-Kapitalismus” und “Selbstmarketing” sind die heißen “Buzzwords” auf Trendtagen.
Ach, diese Berichte von ‘Trendtagen’ machen mich immer ganz fusselig im Kopf. Kaum habe ich mich an den ‘Keynotespeaker’ gewöhnt, kommt schon der “Keynotspeaker” dahergestürmt, um mich über das “Identitätsmanagement” aufzuklären, weil’s in dem Punkt bei mir wohl haken soll, während ich an der nächsten Ecke schon wieder dringend helfen muss, die “Innovationskultur zu revolutionieren”. Generell soll wohl die ‘Sinnsuche’, auch ‘Identität’ genannt, zur neuesten Management-Aufgabe werden, der wir uns dann durch große ‘Reputations-Management-Portale’ (Peter Wippermann) irgendwie annähern können, um mit ihrer Hilfe das ‘Selbstmarketing’ – früher auch vulgär ‘Lebensziel’ genannt – zur Online-Perfektion zu treiben. Oder jedenfalls so ähnlich oder so …
Übrigens – all diese ewig dreißigjährigen Herren auf solchen Events tragen bei ihrer Sinnsuche mit Vorliebe schwarz und teuer, während sie höchst ‘interlecktüll’ durch dicke Hornbrillen zu gucken pflegen, ob nicht irgendwo ein fürwitziger Trend sein Näschen in den Wind der Zeit reckt. Die Damen stöckeln auf schwarzseidenem Gehwerk durch dies grandios dahinbrutzelnde Ideengewitter, angerichtet von personifizierten Think Tanks, Koryphäen und minderen Professuren, allseits von Buzzwords umschmeichelt, während über allem der “Karma-Kapitalismus” Triumphe feiert. “Every social problem is a business opportunity” – so das diesjährige Motto, das dann wohl am Beispiel von Somalia, Nordkorea und Simbabwe gewinnbringend durchdekliniert werden durfte.
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Was, wenn Facebook doch das nächste Google ist? Was Google für die Suche war, kann Facebook für Personen sein.
Paul Buchheit, Friendfeed-Gründer und der Mann, der nicht nur GMail kreiert hat, sondern Google auch das ‘Don’t be evil’-Motto an die Backe geklebt hat, hat vor einigen Tagen einen interessanten Artikel über Facebook veröffentlicht :
Facebook is capturing everyone’s identity and relationships. Of course there’s some noise caused by random friending, but by examining the larger graph as well as other details such as location, affiliations, interactions, and of course explicitly entered relationship details (“how do you know Paul?”), they can get a pretty good idea of which people are actual friends and acquaintances.
und weiter:
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Wer ist eigentlich Helen Mirren? Die Schauspielerin im Interview über Image und Identität. Ein Lesetipp.
In der Süddeutschen Zeitung interviewt Alexander Gorkow die britische Schauspielerin Helen Mirren. Dabei ergibt sich eine wundervolle Szene über Selbstbild und Fremdwahrnehmung:
Helen Mirren: … Wir sind halt nicht nur so, wie wir uns selbst sehen.
Alexander Gorkow: Sondern?
Sondern auch so, wie andere uns sehen. Ich habe das für mich akzeptiert, seitdem geht es mir gut. Irgendwann wurde mir klar, dass ich nicht nur die Helen bin, die ich im Spiegel sehe – sondern auch die Helen aus dem Bericht in der Zeitung, die mir im ersten Moment sehr fremd ist.
Was? Gilt das für alle Menschen?
Natürlich. Für mich. Für die Agentin draußen auf dem Flur. Für Sie.
Ich bin, was andere in mir sehen? Das ist absolut nicht akzeptabel!
Doch, doch, Sie müssen es akzeptieren! Auch aus der Sicht anderer setzen Sie sich zusammen, nicht nur aus der eigenen. Ich zum Beispiel habe gerade ein Bild von Ihnen, das womöglich nicht dem entspricht, was Sie selbst von sich haben.
Aha.
Ja, ja.
Und was soll ich nun machen?
Einfach akzeptieren, dass Ihre Sicht auf sich selbst nicht die einzige ist. Man nimmt sich selbst dann nicht mehr so wichtig. Das macht das Leben leichter.
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