Alle 5 Artikel zum Thema Hype auf netzwertig.com:
Kein exklusives Material, dafür groteske Erwartungen: Die Medien stürzen sich angesichts des tragischen Amoklaufs in Baden-Württemberg auf den Mikroblogging-Service Twitter.
Amoklauf in Winnenden – und sofort absurde, hohe Erwartungen an den Mikroblogging-Service Twitter. “Hat der Dienst auch diesmal etwas beizutragen?”, fragt sich zum Beispiel Matthias Urbach auf taz.de. Aber im Gegensatz zum Flugzeugabsturz auf dem Hudson, bei dem eines der ersten Bilder über Twitpic um die Welt ging, ist über Twitter dieses Mal nicht viel zu holen. Anscheinend haben die Jugendlichen anderes im Kopf, als mobil ins Internet zu gehen und das Grauen in die Welt zu tragen. Zum Glück haben die medienkompetenten Jugendlichen anderes im Kopf.
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Soll man Blödsinn auch noch kommentieren? Das war mein erster Gedanke, als Robert Basic seine Schnapsidee verkündete, sein Blog Basic Thinking zu verkaufen.
Basic denkt (Neezee, CC-Lizenz)
Jetzt tut er’s tatsächlich – und es wird absehbar einer der inhaltsleersten Deals, für die jemals jemand auf Ebay Bieter suchte. Grundsätzlich – und vereinfacht gesagt – gibt es zwei Arten von Blogs: Portale, wie unser ‘Blogwerk’ hier, wo mehrere Autoren gewissermaßen eine Online-Redaktion bilden, unter einem gemeinsamen Dach arbeiten und verschiedene Unterblogs mit Inhalten füllen. Diesen Autoren gehört dieses Gebilde nicht, es gibt einen Besitzer, der natürlich sein Portal durchaus auch verkaufen könnte, ohne dass die Qualität sich dadurch notwendigerweise verändern würde: Die Autoren schreiben einfach weiter, sie verhandeln über ihre Vergütung jetzt mit jemand anderem, was nicht unbedingt schlechter oder ausbeuterisch ausfallen muss. Und ebensowenig muss das Portal durch einen Verkauf schlechter werden, die meisten Leser würden vermutlich noch nicht einmal einen Unterschied merken. Zu den Blogportalen zählen bspw. das
Bildblog oder auch das
Media Coffee Blog …
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Alle im Urlaub: Diverse “Sommerlöcher” geistern durch die Schlagzeilen. Mal fällt wer rein, dann soll es gestopft werden, mitunter brodelt es sogar. Eine sommerliche Presseschau.
Die junge Nachrichtenseite
Zoomer berichtet über die rechtsextreme NPD, in der sich Biedermänner und Brandstifter unversöhnlich gegenüberstehen. Die Überschrift dazu gerät geradezu prosaisch:
“Nachrichten aus dem braunen Sommerloch.” Gemeint ist nicht Darmstadt! Ein politisches Lager weiter links funkt die CSU gleichzeitig
“Dauernachrichten ins Sommerloch”, wie
Spiegel Online den Aktionismus der Parteifunktionäre mitten in der politischen Ferienzeit deutet. Da will die Kollegin in Berlin nicht hintenanstehen:
“Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat gestern einen großen Topf Spaghetti gekocht.” Der erste Satz eines Berichts auf Welt Online. Unter der Überschrift “Gurkenraspeln im Sommerloch” wird fleißig Süßholz geraspelt – dazu Tomaten und Gurken für oder gegen dicke Kinder.
Bundesrat Moritz Leuenberger versucht’s erst gar nicht mit Inhalt. Er münzt gleich das Phänomen auf sich: “Ich bin das Sommerloch”, zitiert ihn der Tages-Anzeiger. “Ihr sollt kein anderes Sommerloch haben neben mir”, hat er dann aber doch nicht gesagt. Also weiter :
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Warnung vor dem Wunderkaffee: Wired geht der Geschichte einer legendären Kaffeemaschine nach, mit der Starbucks Schlagzeilen machen will. Und besseren Kaffee.
Eine wahre Zaubermaschine, edelstahlglänzender Hybrid aus French press und Staubsauger, die ultimative Art der Kaffeezubereitung, computergestützt und programmierbar, das ist Clover. Von der sagenumwobenen Maschine existieren vielleicht 250 Exemplare, vor allem in den USA. Mittlerweile wurde die Firma von Starbucks gekauft, die 11.000 Dollar teuren Clovers sollen dem Kaffee-Absatz in den Starbucks-Filialen helfen. Das Kaffeeimperium ist in den USA derart omnipräsent, dass zuletzt die Schließung von 600 Cafés bekannt gegeben werden musste – erstmals in der Firmengeschichte.
Es geht hier um Kaffee? Genau, das wahre schwarze Gold, den Treibstoff der Redaktionen. Kaffee geht alle an, vier Tassen werden pro Tag und Kopf in Deutschland getrunken. Schweizer mögen aufschreien: Was, das nennt ihr Kaffee? Was liegt also näher, als über das beliebte Heißgetränk zu schreiben? Zum Beispiel über die Starbucks-Schließungen und die Einführung von Clover. Qualität statt Masse … die Badische Zeitung schreibt zum Beispiel viel gutes über die Wundermaschine. Doch Vorsicht!
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Großer Hype um kleines Telefon: In jedem Absatzland der gleiche Anblick. Erst stundenlanges Anstehen, dann Gedränge und Geschubse und schließlich entrückte Gesichter glücklicher Käufer.
Der erste Mensch auf dem Mond, der Ausbruch der Golfkriege – die ganze Welt saß gebannt vor dem Fernseher. In den vergangenen Tagen gab es, zumindest in den Medien der reichen Länder, ein Thema von ähnlicher Ausstrahlung: Die Einführung eines Multimedia-Handys geriet zum transnationalen Medienereignis.

“L’iPhone en quête de nouveaux marchés”, neue Märkte für das iPhone: Seit gestern gibt es Apples neues Telefon auch in Frankreich. Beim Anbieter Orange auch ohne Vertrag mit einer Prepaid-Karte, das kleine Modell für 509 Euro. Das Entfernen des SIM-Locks kostet nochmals 100 Euro. Seit Juni 2007 wurden bereits 150.000 iPhones in Frankreich verkauft, meldet die französische Zeitung Le Monde.
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