Thema: Hype

 

Alle 10 Artikel zum Thema Hype auf netzwertig.com:

Startup-Metropole und Silicon Valley-Pendant:
Wann begann die Berlin-Euphorie?

Keine Woche vergeht ohne schillernde Medienberichte zum Berliner Startup-Boom. Doch wann begann eigentlich der Hype um die Hauptstadt?

Foto: stock.xchng
Foto: stock.xchng
Hätte man mir vor zwei Jahren erklärt, dass Ende 2011 Berlin hinsichtlich des Potenzials für junge Startups mit dem Silicon Valley verglichen wird und kaum ein Tag vergeht, an dem regionale, überregionale und internationale Publikumsmedien oder Tech-Blogs den Aufstieg Berlins zur neuen Internethauptstadt in Europa nicht thematisieren – ich hätte mich zwar gefreut, aber es wahrscheinlich nicht geglaubt.

Doch genauso ist es gekommen. Der Beweis für die letzten drei Tage: Mike Butcher greift bei TechCrunch Europe das Aufblühen der Hauptstadt im Zusammenhang mit einem Bericht über die veränderten Rahmenbedingungen europäischer Blogs auf, Om Malik vom US-Blog GigaOm berichtet über Amazons Bestreben, sich in Berlin niederzulassen und so die steigende, durch den Startup-Boom verursachte Nachfrage nach technischer Infrastruktur besser bedienen zu können und Berlins Stadtmagazin Tip ruft mit Blick auf die Ereignisse in der Stadt und mit einem lässigen Foto des Amen-Gründerteams auf dem Titel die Revolution der Nerds aus.

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Amen und das Unverständnis über den Hype:
Genug genörgelt!

Viele Jahre hatten neuartige Startup-Ideen aus Deutschland ein Aufmerksamkeitsproblem. Mittlerweile schaffen einige es ins internationale Rampenlicht. Vom Hype um Amen & Co profitiert die ganze Branche.

Illustration: Flickr/bixentro, CC-Lizenz
Illustration: Flickr/bixentro, CC-Lizenz
Jahre lang litten Startups aus Deutschland unter einem erheblichen Aufmerksamkeitsproblem. Abgesehen von Tech-Blogs wie diesem und einigen IT-Portalen interessierte sich kaum jemand für sie, was auch die Nutzerakquisition deutlich schwieriger machte.

In den letzten Monaten jedoch steht die hiesige Internetlandschaft verstärkt im Rampenlicht – nicht nur der deutschsprachigen Medien, sondern auch auf internationaler Bühne. Verantwortlich dafür: Die allgemeine Euphorie um die neue Webhauptstadt Berlin sowie eine Reihe junger, global geprägter Startups. Plötzlich ist er da, der lange vermisste Hype.

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Neues Startup aus Berlin:
Amen mixt den
ultimativen Hype-Cocktail

Das im “Stealth Mode” befindliche Berliner Startup Amen weiß, wie man auf sich aufmerksam macht, ohne sein Produkt zeigen zu müssen: Man mixt den ultimativen Hype-Cocktail zusammen.

Foto: stock.xchng
Foto: stock.xchng
Man nehme die derzeit am häufigsten mit Lobpreisungen überhäufte Stadt der Welt, kombiniere dies mit einer geheimnisvollen Startup-Idee, einer Prise Eigenlob sowie einigen Superlativen, gebe ein paar bekannte Namen hinzu, mixe das Ganze mit einer Portion Hollywood-Glamour und schmecke das Resultat mit etwas Risikokapital ab. Das Resultat: Amen.

Unter diesem polarisierenden Namen schickt sich ein neues Startup aus Berlin an, die beste Meinungsplattform der Welt aufzubauen. Oder zumindest etwas in diese Richtung. Denn Amen befindet sich derzeit im so genannten Stealth Mode. In dieser Frühphase junger Unternehmen wird bis auf wage Andeutungen nicht verraten, um was für ein Produkt es sich handelt.

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Wiederkehrendes Phänomen:
Die große Bedeutung des Hypes

Man kennt das: Jeder spricht über Dienst A, obwohl Dienst B mindestens genauso gut ist und schon vorher da war. Eine Analyse, warum es zu Hypes kommt. Und wieso sie notwendig sind.

Eine der am häufigsten in unseren Kommentaren gestellten Fragen ist eine im Stile von “Wieso der Hype um Dienst XYZ, obwohl Anbieter ABC das doch viel besser/schon seit langem macht?”.

Im folgenden Artikel möchte ich eine Antwort auf diese Frage geben. Es geht also darum, wieso ein Webservice oder Produkt in den Himmel gelobt wird, während ein womöglich sogar besserer Konkurrent keinerlei Aufmerksamkeit erhält. Um diesen Vorgang zu erkären, muss ich etwas weiter ausholen:

Phil Libin, CEO des populären digitalen Notizbuchs Evernote, bezeichnete kürzlich die Aussage, dass nicht immer das beste Produkt siegen würde, als Humbug – zumindest solange sie Gründern als Ratschlag für ihre Ressourcenaufteilung zwischen Produktentwicklung und Marketing gegeben wird. Evernote-Boss Libin rät, sich darauf zu fokussieren, ein Spitzenangebot aufzubauen. Alles andere käme dann quasi von alleine.

Was Libin außer Acht lässt, ist die Tatsache, dass viele Webangebote deutlich stärker von äußeren Faktoren abhängig sind als Evernote und sich insofern nicht so stark auf die Qualität ihres Produktes verlassen können wie das Notiztool. Konkret beziehe ich mich dabei auf Services, die auf Netzwerkeffekte angewiesen sind, sowohl auf direkte als auch auf indirekte.

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Freies Internet:
Das iPad ist keine Bedrohung

In wenigen Tagen beginnt der Verkauf des iPad – zunächst in den USA, zwei bis drei Wochen danach auch in Europa. Dieses Ereignis wird – genau wie die Produktvorstellung vor einem Monat – in der Netzwelt zu widerstreitenden Emotionen führen.

Das iPad kommt: Am Samstag liefert Apple die ersten Geräte aus. Die einen freuen sich schon heute darauf, die neue Art des Umgangs mit einem Computer (und dem Internet) dann endlich selbst austesten zu können. Die anderen würden am liebsten auf die Barrikaden gehen: Weil sie im iPad eine weitere Attacke auf das “Freie Internet” sehen.

Eins ist jedenfalls klar: Folgenlos wird diese Markteinführung nicht bleiben. Der unter den “Digirati” aktuell vermutlich am kontroversesten diskutierte Trend – und das iPad ist hier nur die Speerspitze einer Bewegung, die mit den Smartphones schon ordentlich Fahrt aufgenommen hat – ist die Ver-Appisierung des Webs.

Nach dem großen Erfolg des iPhones und Apples App Store geht die Angst vor Walled Gardens um, abgeschlossenen Gärten im Internet, in denen die Gerätehersteller und Plattformbetreiber bis ins Detail kontrollieren, welche Inhalte mit welchen Anwendungen konsumiert werden.

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Amoklauf in Winnenden:
Medien im Twitter-Rausch

Kein exklusives Material, dafür groteske Erwartungen: Die Medien stürzen sich angesichts des tragischen Amoklaufs in Baden-Württemberg auf den Mikroblogging-Service Twitter.

Amoklauf in Winnenden – und sofort absurde, hohe Erwartungen an den Mikroblogging-Service Twitter. “Hat der Dienst auch diesmal etwas beizutragen?”, fragt sich zum Beispiel Matthias Urbach auf taz.de. Aber im Gegensatz zum Flugzeugabsturz auf dem Hudson, bei dem eines der ersten Bilder über Twitpic um die Welt ging, ist über Twitter dieses Mal nicht viel zu holen. Anscheinend haben die Jugendlichen anderes im Kopf, als mobil ins Internet zu gehen und das Grauen in die Welt zu tragen. Zum Glück haben die medienkompetenten Jugendlichen anderes im Kopf.

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Hype um Blogverkauf:
Basic auf der Resterampe

Soll man Blödsinn auch noch kommentieren? Das war mein erster Gedanke, als Robert Basic seine Schnapsidee verkündete, sein Blog Basic Thinking zu verkaufen.

Basic denkt (Neezee, CC-Lizenz)
Basic denkt (Neezee, CC-Lizenz)
Jetzt tut er’s tatsächlich – und es wird absehbar einer der inhaltsleersten Deals, für die jemals jemand auf Ebay Bieter suchte. Grundsätzlich – und vereinfacht gesagt – gibt es zwei Arten von Blogs: Portale, wie unser ‘Blogwerk’ hier, wo mehrere Autoren gewissermaßen eine Online-Redaktion bilden, unter einem gemeinsamen Dach arbeiten und verschiedene Unterblogs mit Inhalten füllen. Diesen Autoren gehört dieses Gebilde nicht, es gibt einen Besitzer, der natürlich sein Portal durchaus auch verkaufen könnte, ohne dass die Qualität sich dadurch notwendigerweise verändern würde: Die Autoren schreiben einfach weiter, sie verhandeln über ihre Vergütung jetzt mit jemand anderem, was nicht unbedingt schlechter oder ausbeuterisch ausfallen muss. Und ebensowenig muss das Portal durch einen Verkauf schlechter werden, die meisten Leser würden vermutlich noch nicht einmal einen Unterschied merken. Zu den Blogportalen zählen bspw. das Bildblog oder auch das Media Coffee Blog

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Abgenutzt:
Sommerloch und -löcher

Alle im Urlaub: Diverse “Sommerlöcher” geistern durch die Schlagzeilen. Mal fällt wer rein, dann soll es gestopft werden, mitunter brodelt es sogar. Eine sommerliche Presseschau.

Die junge Nachrichtenseite Zoomer berichtet über die rechtsextreme NPD, in der sich Biedermänner und Brandstifter unversöhnlich gegenüberstehen. Die Überschrift dazu gerät geradezu prosaisch: “Nachrichten aus dem braunen Sommerloch.” Gemeint ist nicht Darmstadt! Ein politisches Lager weiter links funkt die CSU gleichzeitig “Dauernachrichten ins Sommerloch”, wie Spiegel Online den Aktionismus der Parteifunktionäre mitten in der politischen Ferienzeit deutet. Da will die Kollegin in Berlin nicht hintenanstehen:

“Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat gestern einen großen Topf Spaghetti gekocht.” Der erste Satz eines Berichts auf Welt Online. Unter der Überschrift “Gurkenraspeln im Sommerloch” wird fleißig Süßholz geraspelt – dazu Tomaten und Gurken für oder gegen dicke Kinder.

Bundesrat Moritz Leuenberger versucht’s erst gar nicht mit Inhalt. Er münzt gleich das Phänomen auf sich: “Ich bin das Sommerloch”, zitiert ihn der Tages-Anzeiger. “Ihr sollt kein anderes Sommerloch haben neben mir”, hat er dann aber doch nicht gesagt. Also weiter :

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Lesetipp:
Kaffee-Hokuspokus

Warnung vor dem Wunderkaffee: Wired geht der Geschichte einer legendären Kaffeemaschine nach, mit der Starbucks Schlagzeilen machen will. Und besseren Kaffee.

Starbucks (Bild Keystone)Eine wahre Zaubermaschine, edelstahlglänzender Hybrid aus French press und Staubsauger, die ultimative Art der Kaffeezubereitung, computergestützt und programmierbar, das ist Clover. Von der sagenumwobenen Maschine existieren vielleicht 250 Exemplare, vor allem in den USA. Mittlerweile wurde die Firma von Starbucks gekauft, die 11.000 Dollar teuren Clovers sollen dem Kaffee-Absatz in den Starbucks-Filialen helfen. Das Kaffeeimperium ist in den USA derart omnipräsent, dass zuletzt die Schließung von 600 Cafés bekannt gegeben werden musste – erstmals in der Firmengeschichte.

Es geht hier um Kaffee? Genau, das wahre schwarze Gold, den Treibstoff der Redaktionen. Kaffee geht alle an, vier Tassen werden pro Tag und Kopf in Deutschland getrunken. Schweizer mögen aufschreien: Was, das nennt ihr Kaffee? Was liegt also näher, als über das beliebte Heißgetränk zu schreiben? Zum Beispiel über die Starbucks-Schließungen und die Einführung von Clover. Qualität statt Masse … die Badische Zeitung schreibt zum Beispiel viel gutes über die Wundermaschine. Doch Vorsicht!

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iPhone-Wahnsinn:
Überall dieselben Bilder

Großer Hype um kleines Telefon: In jedem Absatzland der gleiche Anblick. Erst stundenlanges Anstehen, dann Gedränge und Geschubse und schließlich entrückte Gesichter glücklicher Käufer.

Der erste Mensch auf dem Mond, der Ausbruch der Golfkriege – die ganze Welt saß gebannt vor dem Fernseher. In den vergangenen Tagen gab es, zumindest in den Medien der reichen Länder, ein Thema von ähnlicher Ausstrahlung: Die Einführung eines Multimedia-Handys geriet zum transnationalen Medienereignis.

iPhone in Frankreich (Bild Keystone)

“L’iPhone en quête de nouveaux marchés”, neue Märkte für das iPhone: Seit gestern gibt es Apples neues Telefon auch in Frankreich. Beim Anbieter Orange auch ohne Vertrag mit einer Prepaid-Karte, das kleine Modell für 509 Euro. Das Entfernen des SIM-Locks kostet nochmals 100 Euro. Seit Juni 2007 wurden bereits 150.000 iPhones in Frankreich verkauft, meldet die französische Zeitung Le Monde.

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