Alle 5 Artikel zum Thema Handelsblatt auf netzwertig.com:
Politiker als Terroristen, Mitarbeiter als “Minderleister” und Überwachung als Leserjournalismus in unserem Rückblick auf die 49. Kalenderwoche.

Aktuelles Cover, historisches Fahndungsplakat
Zwischen Provokation und Geschmacklosigkeit: Anlässlich der Bundesrats-Ersatzwahl am kommenden Mittwoch stellt die
Weltwoche ein Fahndungsplakat auf dem Cover nach. Angeprangert sind zehn Politiker, die etwas gegen Ueli Maurer und Christoph Blocher im Bundesrat haben – und deshalb “Verschwörer gegen die Schweiz” sind und von der
Weltwoche reichlich hysterisch optisch in eine Reihe mit anarchistischen Gewalttätern gerückt werden.
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Weg vom ZDF, hin zum ZDF, mehr Blogs, weniger Festanstellungen und eine Zeitschrift ganz ohne Namen – unser Rückblick auf die 48. Kalenderwoche.

Die Videos der Woche: Sixtus und Heidenreich sind zurück
Erst biss sie die Hand, die sie doch fütterte, dann stand Elke Heidenreich mit ihrer Literatursendung “Lesen!” auf der Straße und nicht mehr im Nachtprogramm des ZDF. Dort war sie zwar schwer zu finden, hatte aber eine halbe Millionen Zuschauer. Weiter geht’s nun im Internet, obwohl angeblich sogar andere Sender zugegriffen hätten. Auf dem Literatur-Portal Litcolony heißt es nun “Weiterlesen!”, in der ersten Sendung ist Tote-Hosen-Sänger Campino zu Gast:
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Grausamer November: Immer neue Schreckensmeldungen für die von Anzeigenkrise und Wirtschaftsflaute gebeutelte Journalisten – überall wird eingespart und abgebaut.
Es ist ohnehin keine einfache Zeit für Verlagshäuser: Leser schauen immer öfter online vorbei und zahlen nichts mehr für Nachrichten, Print-Produkte büßen Auflage ein – gleichzeitig lassen sich die großen Redaktionen aus dem Online-Geschäft nicht finanzieren. Auftritt Wirtschaftskrise: Die Folgen der weltweiten Finanz-Turbulenzen treffen die Verlage, es gibt weniger Anzeigen und weniger Geld, für das nächste Jahr wird keine Besserung erwartet, im Gegenteil. Wie ein Katalysator wirkt in dieser Übergangszeit die Finanzkrise.
Deutliche Worte zur Situation der Medienhäuser in Deutschland findet Götz Hamann in der Zeit: “Die alte Welt ist aus den Fugen. Süddeutsche Zeitung und Financial Times Deutschland , Zeitschriften wie stern und Capital – überall wird gespart, gekürzt, gekündigt.” Unsere Übersicht für den November:
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Zusammen sind sie stark: Wie alte Medien und Blogs miteinander auskommen können und eine neue Arbeitsteilung die Feindseligkeit zwischen Bloggern und Journalisten ersetzen kann.
Wie alte Medien bei der Themenfindung und Recherche von Blogs profitieren können, haben wir am Fall Bankhofer bereits gezeigt. Aber wie genau kann eine neue Arbeitsteilung in Zukunft funktionieren?
Vor allem altmediale Redaktionen bräuchten eine Zusatzfunktion, die sich als Watchblog in Gegenrichtung bezeichnen ließe. Sie würden nicht den Altmedien die eigenen Fehler aufs Brot schmieren, sondern in den Schwarm hinein beobachten – also vice versa zu dem, was üblicherweise als Watchblog bezeichnet wird. Als Beispiel hier einige derzeit unterbelichtete Themen, die in den Blogs zwar abgehandelt werden, die aber auf dem Redaktionsmarkt noch gar nicht recht vorhanden sind. Hier könnte jede Zeitung via Watchblog passende Anregungen aufgreifen – ob Frauenzeitschrift oder Politmagazin, ob Wirtschaftsdienst oder Tageszeitung – und sich mit Hilfe dieser Vorarbeit aus der Blogosphäre konturierter ‘profilieren’:
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Aus Karriere wird wieder Junge Karriere – nach zwei Jahren unter verkürztem Namen heißt das Jobmagazin für Studenten und Berufseinsteiger aus dem Handelsblatt-Verlag wieder wie vorher. Erneuertes Layout und die wöchentliche Beilage Perspektiven im Handelsblatt gibt’s dazu.

Karriere wird jung: Cover vor und nach dem Redesign
Die deutsche Hochschullandschaft ist im Umbruch und knapp zwei Millionen Studenten suchen Orientierung: Allein Karriere hat nach IVW-Zahlen eine Auflage von fast 150.000 und konnte den Einzelverkauf um 40% steigern (diese 40% sind allerdings nur 10.024 Hefte). Dazu kommen Angebote wie das neue Zeit Campus und nicht zuletzt Neon – trotz kostenloser Campuspresse wie Unicum, aud!max oder Focus Campus.
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