Alle 11 Artikel zum Thema Handel auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:
Es spricht viel dafür, dass der stationäre Handel im Wettbewerb mit dem E-Commerce dauerhaft den Kürzeren ziehen wird. Das muss nicht zum Untergang der Innenstädte führen. Im Gegenteil.
Es gibt zahlreiche Befürchtungen, die Menschen im Bezug auf die Auswirkungen des immer schneller voranschreitenden technischen Fortschritts haben. Eine negative Sichtweise, die immer häufiger zu vernehmen ist, die ich persönlich aber nicht teile, ist die der vermuteten zwangsläufigen Verödung von Städten als Folge des Onlinehandels. Es mag sein, dass es in bestimmten Fällen dazu kommt – dennoch halte ich die Disruption des Handels durch den E-Commerce trotz einiger “Nebenwirkungen” für eine gesellschaftlich und ökologisch begrüßenswerte Entwicklung.
Ich spare mir jetzt das Aufzählen von allen möglichen Statistiken, die belegen, dass immer mehr Produkte im Netz gekauft werden. Das haben andere schon gemacht. Es mag Güter geben, die Konsumenten noch auf längere Sicht bevorzugt im lokalen Geschäft erwerben werden. Der Großteil unseres Shoppings wird sich jedoch bald ausschließlich im Web abspielen. Da dürften Marc Andreesen und Oliver Samwer recht haben. » weiterlesen
Das Berliner Startup Fairnopoly möchte mit einem fairen Online-Marktplatz und einer Genossenschaftsstruktur eine nachhaltige Alternative zu Amazon und Zalando etablieren. Über 200.000 Euro Crowdfunding zeugen von regem Interesse.
In der Geschichte der Menschheit wird es noch nie einen besseren Zeitpunkt für die Lancierung eines nachhaltigen Online-Marktplatzes gegeben haben als momentan: Zum einen hat es das gemeinsame, bewusste Nutzen von Ressourcen in diesem Jahr sogar zum Leitthema der CeBIT geschafft, zum anderen werden rund um den größten E-Commerce-Anbieter Amazon derzeit zahlreiche fragwürdige Details bekannt. Erstmals sind die durch Schnäppchen und schnelle Lieferzeiten verwöhnten Kunden dazu gezwungen, darüber zu reflektieren, wer den Preis für ihre ungezügelten Shoppingbedürfnisse zahlt.
Das Timing für das Berliner Startup Fairnopoly und dessen “fairen Online-Marktplatz in Hand von Nutzer*innen” könnte somit gar nicht besser sein. Die Hauptstädter streben an, auf all das kritisierte Geschäftsgebaren zu verzichten, was Branchengiganten wie Amazon, aber auch der deutsche Konkurrent Zalando, an den Tag legen, und wollen darüber hinaus mit einer als Genossenschaft strukturierten Organisation neue Akzente setzen. » weiterlesen
Smartphones und das mobile Surfen im Netz sind mittlerweile ein Massenphänomen. Doch Einzelhändler und Gastronomen haben diese Entwicklung völlig verschlafen: Mobil optimierte Websites sind noch immer eine Seltenheit.
Die meisten Medienwebsites bieten mobilen Nutzern mittlerweile für Smartphones optimierte Versionen ihrer Angebote. Statt auf aufwendigen Kreativleistungen und vielen bunten Bildchen liegt der Fokus bei diesen auf einer einfachen Navigation, auf für kleine Bildschirme und eine Bedienung durch Berührung angepassten Inhalten sowie auf möglichst speicherarmen Elementen. Auch im Jahr 2013 sind mobile Breitbandverbindungen nicht immer die schnellsten, zudem müssen viele Mobilfunknutzer aufgrund monatlicher Trafficlimits mit ihrem Datenverkehr haushalten. Niemand will pro vom Smartphone aufgerufener Seite ein Megabyte an Daten abrufen müssen.
Dummerweise hat die Nachricht, dass die mobile Internetnutzung dem stationären Webzugriff zunehmend Konkurrenz macht, viele andere Branchen noch nicht erreicht. Laut Accenture surfen 58 Prozent der User in Deutschland zumindest gelegentlich mobil im Netz (inbegriffen hier Smartphones, Tablets und Netbooks), in Österreich sind es 71 Prozent, in der Schweiz sogar 76 Prozent. Eine andere Studie von Anfang 2012 verdeutlicht nicht nur, wie die mobile Webnutzung im Laufe des Jahres zugenommen hat, sondern belegt auch, dass viele Menschen noch deutlich häufiger mobil online gehen würden, sofern die Übertragungsgeschwindigkeiten höher wären. Die Forderung nach einer schnelleren Surfgeschwindigkeit heißt im Umkehrschluss, dass mobile Anwender sich an zu langsam aufbauenden Websites stören – ein typisches Problem, wenn keine für Smartphones optimierte Variante bereitsteht. » weiterlesen
Bei Stadtzettel können stationäre Händler Verbraucher über aktuelle Angebote und Produkthighlights informieren. Kunden erhalten die Möglichkeit, sich Einkaufslisten zusammenzustellen und Produktkampagnen spezifischer Geschäfte im Blick zu behalten.
Die Zukunft des Handels liegt im Onlineshopping. Doch eine unbeantwortete Frage lautet, wann und ob der stationäre Handel durch E-Commerce komplett verdrängt werden kann. Ein Blick in Einkaufszentren an Samstagen zumindest lässt vermuten, dass sich viele Verbraucher den Einkaufsbummel nicht so leicht abspenstig machen lassen wollen. Und ist die Milch alle, will niemand Stunden oder gar Tage auf online bestellten Nachschub warten. Insofern ist davon auszugehen, dass Verbraucher noch auf viele Jahre hin die lokalen Geschäfte in ihrer Umgebung frequentieren werden – und Informationsbedarf daran haben, was es wann wo gibt und wo sich eventuell ein Schnäppchen schlagen lässt.
Die reichweitenstarken Prospektdienste kaufDa und MeinProspekt bringen Konsumenten mit digitalisierten Versionen von tages- und wochenaktuellen Werbeprospekten bekannter Einzelhandelsketten aus der unmittelbaren Umgebung auf den neusten Stand über das lokale Angebot und aktuelle Preiskracher. Doch Daniel Pichel und Bernd Öhlrich, die Gründer des Berliner Startups Stadtköpfe, glauben, einen besseren Weg gefunden zu haben, um Konsumenten über Sonderangebote und Kampagnen des lokalen Handels zu informieren: Stadtzettel heißt der in dieser Woche als Webversion gestartete Dienst, auf dem sich Nutzer Einkaufslisten aus den von Betreibern von in der Nähe befindlichen Geschäften beworbenen Produktangeboten zusammenstellen können.
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Eine repräsentative Umfage belegt: Die Deutschen glauben nicht daran, dass das Bezahlen mit dem Smartphone die Kartenzahlung ablösen wird. Doch über das tatsächliche Potenzial mobiler Transaktionen sagt das nichts aus.
Autopionier Henry Ford soll einmal festgestellt haben, dass sich seine Kunden auf die Frage nach einem künftigen Produkt ein schnelleres Pferd gewünscht hätten. An diesen tiefsinnigen, auch 100 Jahre später aktuellen Spruch musste ich denken, als ich am Donnerstag bei heise online von einer repräsentativen Umfrage unter 1000 Bundesbürgern zum Thema des mobilen Bezahlens las. Konkret ging es um Smartphone-Transaktionen mittels Near Field Communication (NFC). 61 Prozent der Befragten können sich nicht vorstellen, mit einer solchen Methode im Geschäft zu bezahlen, etwa ebenso viele zweifeln an der Sicherheit. Ganze 72 Prozent der Umfrageteilnehmer glauben nicht daran, dass bargeldloses Bezahlen per Handy die Girocard ablösen kann.
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Eine repräsentative Umfage belegt: Die Deutschen glauben nicht daran, dass das Bezahlen mit dem Smartphone die Kartenzahlung ablösen wird. Doch über das tatsächliche Potenzial mobiler Transaktionen sagt das nichts aus.
Autopionier Henry Ford soll einmal festgestellt haben, dass sich seine Kunden auf die Frage nach einem künftigen Produkt ein schnelleres Pferd gewünscht hätten. An diesen tiefsinnigen, auch 100 Jahre später aktuellen Spruch musste ich denken, als ich am Donnerstag bei heise online von einer repräsentativen Umfrage unter 1000 Bundesbürgern zum Thema des mobilen Bezahlens las. Konkret ging es um Smartphone-Transaktionen mittels Near Field Communication (NFC). 61 Prozent der Befragten können sich nicht vorstellen, mit einer solchen Methode im Geschäft zu bezahlen, etwa ebenso viele zweifeln an der Sicherheit. Ganze 72 Prozent der Umfrageteilnehmer glauben nicht daran, dass bargeldloses Bezahlen per Handy die Girocard ablösen kann.
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Groupon will Einzelhändlern und Gastronomen künftig einen mobilen Kartenreader anbieten. Die Gebühren sollen deutlich geringer ausfallen als bei Square und anderen Konkurrenten, zudem wird ein iPod touch gleich mitgeliefert. Ein Schritt mit großem Potenzial.

Für Groupon waren die letzten zwölf Monate nicht gerade ein Zuckerschlecken. Zweifel an der Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells vermischten sich mit Kritik am Geschäftsgebaren, einem seit dem Börsengang im November sinkenden Aktienkurs, Berichten zu schlechten Arbeitsbedingungen und dubiosen Sonderangeboten. So problematisch einige der Geschehnisse aber auch sein mögen, so wichtig ist es für das Unternehmen aus Chicago, sich neben der Lösung dieser Konflikte auf den Ausbau und die Erweiterung des bestehenden Geschäftsmodells zu konzentrieren. Nimmt die Zuversicht der Aktionäre zu, steigt der Aktienkurs, und damit im Optimalfall auch die allgemeine Wahrnehmung. Die jüngsten, über den Erwartungen liegenden Quartalszahlen waren kein schlechter Anfang, und auch mit einer Reihe von Akquisitionen der letzten Zeit macht Gründer und Firmenchef Andrew Mason deutlich: Das Unternehmen will nach vorne schauen.
Eine aktuelle Meldung unterstreicht Groupons Bestrebungen, sich breiter aufzustellen und Händler – deren Bereitschaft zur Partizipation bei dem Schnäppchenportal für Groupon essentiell ist – enger an sich zu binden: Der Dienst soll die Lancierung eines Kartenlesegerätes planen, über das Händler zu günstigen Konditionen Zahlungen ihrer Kunden entgegennehmen können.
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Der schwedische Gutscheindienst Wrapp wird in einigen Wochen in Deutschland, Österreich und der Schweiz starten. Mit der Expansion soll dem lokalen Samwer-Klon das Wasser abgegraben werden.
Meldungen über neue Klone aus dem Hause Rocket Internet, dem umstrittenen, aber zweifellos erfolgreichen Inkubator der Samwer-Brüder, gibt es momentan fast im Wochentakt. Vor wenigen Tagen erst wurde bekannt, dass die Berliner Copycat-Schmiede selbst vor dem Nachahmen von Amazon nicht Halt macht.
Einige Wochen zuvor, im Februar, berichtete Silicon Allee über ein anderes geplantes Klonvorhaben der Samwers: Mit Dropgifts – das mittlerweile online ist – können Nutzer über das Smartphone einlösbare Geschenkkarten an Facebook-Freunde senden. Sowohl das Prinzip als auch einige Designelemente hat sich Rocket Internet in seiner typischen, wenig subtilen Art und Weise beim schwedischen Vorbild Wrapp abgeschaut. Wir hatten das bisher in dem skandinavischen Land und seit neuestem auch in Großbritannien und Norwegen aktive Startup im Januar vorgestellt.
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Mit einem Kartenleseaufsatz für Smartphones stieß das von Twitter-Macher Jack Dorsey gegründete US-Startup Square in das Bewusstsein des lokalen Handels vor. Mittlerweile verfolgt das Unternehmen eine höhere Mission: Zahlungsprozesse am Point-of-Sale radikal zu vereinfachen und zu verbessern.
Das Bezahlen mit dem Smartphone in stationären Geschäften gehört zu den Wunschträumen zahlreicher Tech-Apologeten, IT- und Internetfirmen sowie Handelsunternehmen. Mit dem Übertragungsstandard Near Field Communication soll aus dieser Vision Realität werden.
Doch bis zum großen Durchbruch von NFC kann noch einige Zeit vergehen: Denn bisher unterstützen nur wenige Smartphones den Standard (das iPhone gehört nicht dazu), und auch für Geschäfte ist eine technische Aufrüstung erforderlich, um Kunden per NFC bezahlen lassen zu können. Und nicht zuletzt müssen die Verbraucher selbst erst lernen, wie sie mittels NFC bargeld- und kartenlos einkaufen können.
Square, der von Twitter-Co-Founder Jack Dorsey gegründete US-Anbieter eines Kartenlese-Aufsatzes für iPhone und Android-Smartphones, nutzt die allgemeine Aufmerksamkeit für das mobile Bezahlen, um eine eigene Lösung zu etablieren, die ganz ohne NFC auskommt und die es Kunden von beteiligten Geschäften ermöglicht, vor Ort Produkte oder Dienstleistungen zu erwerben, ohne dafür Bargeld oder eine Kreditkarte zücken zu müssen.
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Mit dealomio startet der Berliner Location-Dienst friendticker einen neuen Service, der sich an Anwender auf der Suche nach den besten Angeboten sowie an lokale Händler mit kleinen Werbebudgets richtet.
Seit seinem Launch im Frühjahr 2010 war es das oberste Ziel des deutschen foursquare-Pendants friendticker, sich von seinem Vorbild durch Belohnungen für Nutzer abzuheben. Zwar setzen beide Dienste auf den Check-In an Orten, aber als New Yorker Startup mit anfänglichem US-Fokus mussten User von foursquare auf dieser Seite des Atlantiks in der Regel darauf verzichten, dass sich Gastronomen sowie Händler für das Einchecken mit Freebies und Sonderangeboten bei ihnen bedankten.
Mittlerweile stößt man zwar auch in größeren deutschen, schweizerischen und österreichischen Städten auf foursquare-Specials von Einzelhändlern, Bars und Restaurants, hinsichtlich umfangreicher Rabatt-Kampagnen größerer Ketten und Markenartiklern (wie diese) hat aber nach wie vor friendticker die Nase vorn – was nicht verwundert, denn foursquare betreibt bisher in Europa nicht einmal ein Vertriebsbüro.
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