Alle 24 Artikel zum Thema Gründung auf netzwertig.com:
Eine virale Landingpage in wenigen Minuten – das bietet der US-Dienst LaunchRock seit gut einem Jahr Startups. Viele machen von dieser Möglichkeit Gebrauch. Doch es lohnt sich, einen eigenen Weg zu gehen.
Gestern las ich im
Fischmarkt-Blog der Digitalagentur SinnerSchrader über
ein neues Startup namens Echofy. Der Dienst aus Berlin will auf den angesagten Zug der
People-Discovery-Apps aufspringen und im Mai parallel zur von SinnerSchrader veranstalteten
Next Konferenz (die ich auch besuchen werde) sein Debüt geben.
Auch wenn der Service noch nicht verfügbar ist, klickte ich reflexiv auf dessen Link und wurde wie erwartet von einer Landingpage begrüßt, die Anwendern das Hinterlassen ihrer E-Mail-Adresse empfiehlt, um zeitnah eine Einladung zur Beta-Phase zu erhalten. Das Echofy-Team hat keine eigene Landingpage geschaffen, sondern auf die Dienste von LaunchRock zurückgegriffen – einem US-Angebot, das nichts anderes macht, als aufstrebenden Internetfirmen in wenigen Handgriffen des Anlegen einer Pre-Launch-Seite inklusive die Viralität steigernder Features sowie Abrufstatistiken zu erlauben.
In der Sekunde, in der ich den mir wohlbekannten “powered by LaunchRock”-Hinweis sah, erkannte ich, wie der Einsatz dieses Dienstes mittlerweile mein Interesse an dem neuen Angebot erheblich schmälert. Kurzum: LaunchRock nervt.
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Einen neuen Onlinedienst lediglich mit minimaler Kernfunktionalität auszustatten, um damit Early Adopter anzusprechen, ist eine beliebte Strategie vieler junger Gründerteams. Doch für das sogenannte “Minimal Viable Product” die richtige Balance zu finden, kann schwierig sein.
Eine beliebte Strategie zahlreicher junger Entrepreneure im Web- und Mobile-Segment ist das Streben nach dem sogenanten “
Minimal Viable Product” (MVP), also einem Produkt, das zu seiner ersten Veröffentlichung lediglich Kernfunktionalität beinhaltet. Die Philosophie des MVP trägt der Tatsache Rechnung, dass die meisten Onlinedienste erst in die freie Wildbahn entlassen und von Nutzern getestet werden müssen, bevor sie ihren letzten Feinschliff erhalten und beweisen können, dass sie tatsächlich eine Nachfrage bedienen oder schaffen.
Der Gegensatz zu einer Gründung nach dem Prinzip des MVP ist ein perfektionistischer Ansatz, bei dem ein neuer Service erst dann der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, wenn jeder Pixel sitzt und jedes anvisierte Feature umgesetzt wurde. Wer so verfährt, ist zwar weit weniger auf die Toleranz und Geduld erster Nutzer angewiesen – da ja zum Debüt alles funktioniert wie im Bilderbuch – läuft aber Gefahr, viele Monate an einem Produkt zu basteln, das nach der Lancierung gar niemand haben möchte.
Mit dem MVP stellen Startup-Macher also sicher, nicht enorme Ressourcen (Zeit, Kapital) mit einem Vorhaben zu verschwenden, das nicht gut ankommt. In der Automobilindustrie, bei Flugzeugherstellern oder in der Pharmabranche könnte ein MVP im schlimmsten Fall Leben kosten. Bei Webangeboten und mobilen Apps steht allein die Laune und Loyalität von Early Adoptern auf dem Spiel, die üblicherweise die Zielgruppe eines MVP darstellen.
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Ein gelungener Launch ist die essentielle Basis, auf der Internet- und Mobile-Startups ihren künftigen Erfolg aufbauen. Hier sind einige Tipps, wie das Debüt junger Dienste gut gelingt.
Wenn man über die Jahre hunderte Startup-Debüts redaktionell begleitet, lernt man mit der Zeit zu verstehen, welche Ansätze funktionieren und welche nicht. Unweigerlich entwickelt man gedanklich eine ganz persönliche Launchstrategie, die sämtliche beobachteten Erfolgsfaktoren berücksichtigt und somit zumindest auf dem Papier maximale Aussichten auf Gelingen verspricht.
Heute möchte ich beschreiben, wie der optimale Start eines jungen Internetdienstes meiner Ansicht nach ablaufen müsste, um beste Voraussetzungen für ein nachhaltiges Wachstum und Bestehen zu schaffen. Die folgenden Punkten fokussieren sich dabei auf junge Webfirmen mit einem breiten Endanwenderfokus, die über eine ausreichende Finanzierung verfügen und somit in den Anfangstagen nicht jeden Cent dreimal umdrehen müssen. Für Anbieter im B2B-Umfeld, solche in spezifischen Nischen sowie für Firmen, die Bootstrapping betreiben, also die Entwicklung aus eigener Tasche finanzieren, könnten einige der aufgeführten Aspekte daher nicht anwendbar sein. Auf Monetarisierungsstrategien gehe ich an dieser Stelle nicht ein, da diese häufig erst in einem späteren Schritt implementiert werden.
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Das Internet der Dinge wird real, und Konsumenten stehen immer mehr onlinefähige Hardwarelösungen zur Verfügung, die Alltag und Lebensqualität verbessern. Deutsche Startups scheinen diesen Trend jedoch zu verschlafen.
Das aktuelle Jahr markiert den Übergang in eine neue Phase der Vernetzung: Neben herkömmlichen PCs, mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets sowie für spezielle Einsatzszenarien geschaffenen Medienkonsumgeräten mit Internetzugang stehen Konsumenten eine wachsende Zahl von Hardware-Produkten mit Netzverbindung zur Verfügung, die in völlig anderen Bereichen unseres Lebens zum Einsatz kommen sollen.
In diese Kategorie fallen Fitness-Messgeräte wie der Fitbit Ultra-Tracker, das Nike+ Fuelband oder der Schlaf-Tracker WakeMate genauso wie das Blutdruckmessgerät oder die Personenwage von Withings sowie das intelligente Thermostat Nest. Gemein haben sämtlicher dieser Gadgets eine Anbindung an das Web beziehungsweise an mobile Smartphone-Applikationen, wodurch verschiedene neuartige Mess- und Steuerungsfunktionen möglich werden.
Zwei übergeordnete Trends begleiten die Markteinführung derartiger, häufig von jungen, innovativen Startups entwickelten Produkte: Das Internet der Dinge sowie die Selbstquantifizierung. Omnipräsente Drahtlosnetze, günstigere Verfahren zur Herstellung von Sensoren sowie die praktische Anbindungsmöglichkeit an in nahezu jedem fortschrittlichen Haushalt zu findende Smartphones und Tablets ebnen den Weg für diese Entwicklung, die in den nächsten Monaten noch deutlich an Fahrt aufnehmen wird. » weiterlesen
Während bei zwei mit großen Hoffnungen debütierten Onlinediensten das Licht ausgeht, wartet auf Early Adopter schon der nächste überstrapazierte Hype. Es ist an der Zeit, die derzeitige Entwicklung der Startup-Wirtschaft zu hinterfragen.
Als passionierter Berichterstatter über die Geschehnisse aufstrebenden Startups der digitalen Sphäre gehört es zu meinen Aufgaben, selbst die Anwendungen mit einer unvoreingenommenen Grundhaltung auszuprobieren, mit denen durchschnittliche Webnutzer im aktuellen Stadium nicht eine Minute ihrer Zeit vergeuden würden. Zuletzt traf dies beispielsweise auf die explosionsartig wachsende Zahl an “People Discovery”-Apps wie
Highlight, Glancee oder
Gauss zu, deren praktischer Nutzwert – sofern er denn existiert – aufgrund der fehlenden kritischen Masse im aktuellen Stadium noch nicht zu spüren ist.
Doch selbst meine Geduld ist irgendwann am Ende. In dieser Woche erreichte ich den seltenen Punkt, an dem mich weitere, mit vollmundigen Versprechungen angepriesene mobile Location-Apps mit völlig unklarem Nutzwert nur noch irritierten, und an dem ich mir die Frage stellte, ob die jeweiligen Gründer hinter ihrer üblichen “It’s awesome”-Fassade wirklich selbst an das Potenzial ihres Vorhabens glauben.
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Entrepreneure im Silicon Valley wissen, dass ihre Idee nichts wert ist, sofern ihnen das erforderliche Netzwerk fehlt. Gründer im deutschsprachigen Raum vernachlässigen diesen Aspekt zu oft.
Jeden Monaten stellen wir eine Reihe innovativer Startups aus dem deutschsprachigen Raum vor. Allerdings gelingt es trotz vieler guter Konzepte nur sehr wenigen davon, sich im Laufe der Zeit einen festen Platz in der Internetlandschaft zu erarbeiten und womöglich sogar einen internationalen Durchbruch zu feiern. Das Gros der ambitionierten, in neuen Bahnen denkenden hiesigen Jungunternehmen schafft es nicht, sich dauerhaft zu behaupten, und schließt entweder eines Tages die Tore, oder dümpelt als stiefmütterlich behandeltes Nebenprojekt vor sich hin.
Man kann argumentieren, dass es sich hierbei um kein spezifisches Problem des deutschsprachigen Raums handelt. Auch im führenden Internetmarkt, den USA, gelingt es nur einigen wenigen Anbietern, nachhaltig die eigene Existenz zu sichern. Schließungen sind an der Tagesordnung (aktuell beispielsweise Brizzly und Smartr). Dennoch verbringen wir auch auf dieser Seite des Atlantiks einen immer größeren Teil unserer Onlinezeit mit Diensten und Produkten aus dem Silicon Valley. Dort hingegen assoziiert man mit Deutschland und dem Internet “bestensfalls” die Samwers.
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Mit musicplayr hat Deutschland ein junges, innovatives Musikstartup – das allerdings beim Entwicklungstempo mehr Gas geben sollte.
musicplayr aus Köln ist für mich das deutsche Musikstartup des Jahres 2011. Nicht nur, weil es sich als ideales Entdeckungstool für Musik erwiesen hat, sondern auch, weil es Gründer Thorsten Lüttger gelungen ist, ohne Verhandlungen mit Labels und Verwertungsgesellschaften einen eigenständigen, innovativen Musikdienst auf die Beine zu stellen, der sich abseits von On-Demand-Angeboten, personalisierten Radios und Echtzeit-Services eine bequeme Nische geschaffen hat.
Wie musicplayr mir dabei hilft, neue Musik aus meinen bevorzugten Genres zu finden, habe ich in diesem Artikel ausführlicher beschrieben. Mittlerweile folge ich 46 Nutzern, die auf der Plattform bei YouTube, SoundCloud, Vimeo oder anderen Websites gehostete Musik teilen, die zu meinem Geschmack passt. Selbst habe ich mittlerweile 102 Titel mit meinen Followern geteilt – viele davon, nachdem ich sie auf musicplayr entdeckte. In den letzten Wochen tauchten auch immer mehr “alte Bekannte” bei dem noch immer in der geschlossenen Beta-Phase befindlichen Service auf, was auf gewisse Netzwerkeffekte schließen lässt.
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Businesspläne rauben dynamischen Gründer/innen viel Zeit, werden nur selten von den richtigen Leuten gelesen und garantieren kein funktionierendes Geschäftsmodell.
Thomas Jakel ist Geschäftsführer des Berliner Startups Strandschicht und Mit-Initiator des Idea Camp. Mehr zum Autor am Ende des Artikels.
Foto: Flickr/plantoo47, CC BY-SA 2.0
Und weg war es. Beim Aussortieren fiel es mir in die Hände und weckte Erinnerungen an alte Zeiten. “Wie schreibt man einen Businessplan”, ein Buch, in das ich mal viel Hoffnung gesetzt hatte, dem aber heute nur noch ein Platz gebührt, nämlich die Altpapiertonne.
Diese Entledigung steht bei mir symbolisch für einen Paradigmenwechsel in der Unternehmensgründung. Vielleicht hat man den Schuss noch nicht überall gehört, aber in Berlin treffe ich zunehmend Gründer/innen, die genauso ticken wie ich. Der Businessplan ist (fast) tot! Auf gute Geschäftsmodelle kommt es an. Dieser Artikel zeigt, welche Möglichkeiten es gibt, mit geringem Aufwand ein Geschäftsmodell zu entwickeln, warum Businesspläne für Internet-Startups keine Rolle spielen sollten und warum sie manchmal leider doch noch nicht tot zu kriegen sind.
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Das Münchern Startup smarchive bastelt an einem intelligenten, digitalen Dokumentensafe. Eine über die Crowdfunding-Plattform Seedmatch durchgeführte Finanzierungsrunde erbrachte in rekordverdächtigen 60 Stunden die maximale Investmentsumme von 100.000 Euro.
Das Crowdfunding von Startups ist als Teilaspekt der generellen Popularität von Crowdfunding-/Crowdsourcing-Ansätzen einer der Trends des Jahres 2011 in der deutschsprachigen Startupwelt. Seedmatch, Innovestment und c-crowd heißen jüngst gestartete Anbieter aus Deutschland beziehungsweise der Schweiz, die Privatpersonen das Investieren in zukunftsorientierte Jungunternehmen ermöglichen.
Statt einiger weniger institutioneller Geldgeber, die jeweils einen signifikanten Anteil erhalten, besitzen bei diesem Konzept viele Kleininvestoren jeweils einen geringen Teil der unterstützten Firmen. Startups schafft dies die Gewissheit, bereits zu einem frühen Zeitpunkt viele Multiplikatoren zu gewinnen – denn wer investiert hat, wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch zum öffentlichen Fürsprecher.
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Hunderte junge Startups aus Europa wollen ganz groß rauskommen. Doch damit dies klappt, müssen sie ihre Hausaufgaben machen.
Heute ist der letzte Tag, an dem ihr im Rahmen der von TechCrunch initiierten “The Europas”
über die besten Startups und Investoren des Kontinents abstimmen könnt. Die über 100 Dienste (und Persönlichkeiten),
die ihr in 21 Kategorien auf der Abstimmungsseite präsentiert bekommt, sind das Resultat der Arbeit
eines 20-köpfigen Advisory Boards, das die vielen hundert Bewerbungen von Internet- und Tech-Jungunternehmen gesichtet und die aussichtsreichsten Kandidaten für die öffentliche Abstimmung ausgewählt hat.
Als Mitglied des Advisory Boards verbrachte ich in den vergangenen Wochen etliche Stunden damit, mir die Produktbeschreibungen, Onlinepitches und Websites von mindestens 100 Startups aus der EMEA-Region anzuschauen und zu bewerten. Da der Wettbewerb noch läuft, werde ich an dieser Stelle keine konkreten Aussagen zu Favoriten und einzelnen Kandidaten machen, möchte aber einige Gedanken niederschreiben, die mich während des Sichtens der Bewerbungsmaterialien nicht losließen.
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