Thema: Gründung

 

Alle 42 Artikel zum Thema Gründung auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

Überstrapazierter Begriff:
Rettet den “Serial Entrepreneur”

Schon junge, unerfahrene Gründer bezeichnen sich heute als “Serial Entrepreneurs”. Damit verliert der Begriff seinen einstigen Glanz und seine positiven Assoziationen.

Serial EntrepreneurGestern besuchte ich die Seedcamp Week Berlin, eine Veranstaltung des in London ansässigen Startup-Accelerators Seedcamp. 20 junge Technologiefirmen aus einer Vielzahl europäischer Länder präsentierten in jeweils drei Minuten ihre Geschäftsideen. Die Pitches waren dabei zumeist sehr solide und deutlich besser als das, was man auf manchen rein deutschen Events geboten bekommt. Das hatte sicher auch damit zu tun, dass viele der präsenten Gründer nicht ganz unbeschriebene Bücher waren, was Erfahrungen in der Startup-Welt und im Bereich der Unternehmensgründungen angeht. Mindestens einer stellte sich auch gleich als “Serial Entrepreneur” vor. Ich erinnere mich nicht mehr, wer genau, aber das spielt auch keine Rolle. Entscheidend ist, dass ich in diesem Moment stutzig wurde. Denn das Label “Serienunternehmer” ist zumindest in meine Augen im heutigen Websektor isoliert betrachtet nicht mehr länger eine besondere Auszeichnung. Zu inflationär wird es verwendet, zu wenig sagt es über die tatsächliche Erfahrung einer Person und ihre Qualitäten als Gründer aus. » weiterlesen

Startups zum Erfolg führen:
Die idealen Charaktermerkmale von Gründern

Erfolgreiche Gründer lassen sich nicht alle in die selbe Schublade stecken. Doch es gibt einige Charaktereigenschaften, die Startup-Machern besonders gut zu Gesicht stehen.

FounderIch befand mich zwar selbst noch nie hinter dem Steuer eines Startups, habe jedoch seit Jahren mit einer Vielzahl von jungen sowie erfahrenen Entrepreneuren Kontakt. Schriftlich, per Skype/telefonisch oder im Rahmen persönlicher Treffen. Im Laufe der Zeit lernte ich, welche Charaktereigenschaften ich bei Gründern bevorzuge und als Erfolgsfaktoren ansehe, und welche meine Sympathie und meine Einschätzung des Potenzials negativ beeinflussen. Im Folgenden fasse ich die Persönlichkeitsmerkmale meiner persönlichen “Supergründer” zusammen. Für mich ist der perfekte Entrepreneuer… » weiterlesen

Finanzieller Engpass:
cleap-Macherin AppClouds geht einen ungewöhnlichen Weg

Das Startup AppClouds entwickelt mit cleap einen Dienst zum mobilen Bezahlen. Weil der Abschluss einer geplanten Finanzierungsrunde sich verzögert, werben die Münsteraner öffentlich um Business Angels und institutionelle Investoren. Ein ungewöhnlicher Schritt.

Jeden Monat geht bei einer Reihe von Startups das Licht aus. Häufig unkommentiert und unbemerkt, besonders wenn das jeweilige Unternehmen schon länger auf Sparflamme betrieben wurde oder wie ein Zombie vor sich hinvegetierte. Manchmal greift die Presse das Thema noch auf, gerade dann, wenn die entsprechende Firma per Mail-Newsletter oder Meldung auf der Website über das Ende informiert. In der Regel versuchen Startups aber, die Meldung vom Ende nicht zu sehr an die große Glocke zu hängen.

Zumeist gehen der Pleite gescheiterte Gespräche über Finanzierungsrunden voraus, wovon die Öffentlichkeit jedoch selten etwas erfährt. Das Münsteraner Startup AppClouds wählt nun aber einen ganz anderen Weg und verkündet die aus Sicht des Unternehmens unerfreuliche Nachricht eines finanziellen Engpasses per E-Mail-Newsletter, Blogbeitrag und direkt auf der eigenen Website. AppClouds entwickelt mit cleap einen mobilen Bezahldienst für Smartphones. Im Oktober vergangenen Jahres begann die öffentliche Beta-Phase. Ende Januar entfernten die Westfalen ihre App wieder aus dem AppStore, Google Play Store sowie Windows Marketplace. Ziel war es, auf Basis des gewonnenen Feedbacks im Frühahr 2013 cleap 1.0 offiziell zu lancieren. Doch Verzögerungen bei den Verhandlungen mit einem interessierten Groß-Investor kamen Gründer Torben Simon Meier und seinem Team in die Quere. » weiterlesen

Scheitern:
Ein wichtiger Beitrag für alle Gründer

Nach fast drei Jahren und diversen Transformationen streicht das österreichische Startup Wappwolf die Segel. In einem ausführlichen Blogbeitrag blickt Gründer Michael Eisler auf die ereignisreiche, von einigen Höhen und vielen Tiefen geprägte Zeit zurück. Alle Web-Entrepreneure sollten ihn gelesen haben.

WappwolfWenn Gründer den Stecker ihrer Startups ziehen, geschieht dies mal mit längeren Abschiedsworten, mal mit einigen spärlichen Sätzen und mal kommentarlos. Einige wenige Entrepreneure mit Projekten, die nicht die erforderlichen Ziele erreichten, schildern mitunter ihre Erfahrungen und Erkenntnisse in Beiträgen bei einschlägigen Techblogs. Das aber ist eine Seltenheit. Was wirklich ungewöhnlich ist: Unternehmer, die im eigenen Blog ausführlich Stellung zur Schließung ihres “Babys” nehmen und Erfolge, Fehler sowie die einzelnen Entwicklungsstadien ausführlich Revue passieren lassen. In Erinnerung ist einigen vielleicht noch der gelungene Text von 6Wunderkinder-Macher Christian Reber zum vorzeitigen Ende von Wunderkit. Michael Eisler, Gründer des österreichischen Startups Wappwolf, setzt nun mit einem äußerst umfangreichen Beitrag noch einen drauf. Ihm gelang es, mich beim Lesen 15 Minuten lang regelrecht zu fesseln. » weiterlesen

Startup-Videos:
Wann sie sich lohnen und wie man sie macht

Spätestens der spektakuläre Erfolg des DollarShaveClub hat gezeigt, dass schon ein einzelnes Video einem Startup zum Durchbruch verhelfen kann. Doch junge Unternehmen sollten sich genau überlegen, wann sich eine Investition lohnt und wie sie am besten vorgehen.

DollarShaveClubKnapp zehn Millionen Mal wurde das Video von DollarShaveClub bis heute angeklickt, allein vier Millionen Menschen sahen es in den ersten vier Wochen. Der virale Streifen verhalf dem Startup mit seinem Subscription-Modell für Rasierklingen innerhalb kürzester Zeit zum Erfolg. Dabei lagen die Produktionskosten für das Video angeblich bei gerade einmal 4.500 Dollar. Ganz vom Himmel fiel dieser Erfolg trotzdem nicht: Einer der Gründer war nicht nur Schauspieler, sondern auch jahrelang als Leiter im Video-Marketing tätig.

Den großen Anteil, den das Video am Erfolg des Startups hatte, wird auch ohne konkrete Zahlen niemand bezweifeln. Deutlich kritischer sollte man jedoch sein, wenn Produktionsfirmen auf den Zug aufspringen und mit 101 Statistiken zu Online-Videos auf Kundenfang gehen. Denn derart pauschal dürften Videos angesichts der doch recht hohen Produktionskosten und der zweifelhaften Pauschalaussagen zur Steigerung der Conversion-Rate längst nicht immer die beste Wahl für Startups sein. Immerhin halten einige der erfolgreichsten Startups wie Pinterest, Codecademy, Evernote, Soundcloud und Wooga zumindest ihre Startseiten bis heute von den beliebten Demo- oder Image-Videos frei. » weiterlesen

Investor Hiro Maeda:
“In Japan erreichen Startups schnell die kritische Masse”

Open Network Lab ist der führende japanische Startup-Inkubator und der mit dem hochkarätigsten internationalen Netzwerk. Managing Partner Hiro Maeda erläutert im Interview, wieso er glaubt, dass junge Web- und Mobilefirmen mittelfristig die einstige Bedeutung von Sony & Co erreichen können.

Vor einigen Wochen beschrieb die Branchenjournalistin Yukari Mitsuhashi im Interview, wie sich die japanische Startup-Wirtschaft gerade erst in ihren ganz frühen Anfängen befindet. “Bis vor zwei Jahren wollten alle in einem großen Unternehmen arbeiten”, so ihre Feststellung. Einer der entscheidenden Gründe, warum sich dies gewandelt hat: Inkubatoren erschienen auf der Bildfläche und entfernten manche der Hürden, die junge Japaner bisher mit der Unternehmensgründung in Verbindung brachten.

Open Network Lab (Onlab) war der erste derartige Inkubator, eine Art Pendant zur legendären US-Startupschmiede Y Combinator, und gilt heute als der mit dem besten und hochkarätigsten internationalen Netzwerk. Ähnlich wie Startup-Reporterin Mitsuhashi hat auch Onlab-Gründer und Managing Partner Hiro Maeda einige Jahre in den USA gelebt und studiert. Englischsprachige Personen wie er sind rar in der noch kleinen Tokioter Szene – erst recht solche, die sich wie Maeda auch als Business Angel in Kalifornien betätigen. » weiterlesen

Startup- und Internetwirtschaft in Deutschland:
Warum heute ein wichtiger Tag ist

Das fehlende Interesse der deutschen Politik an der Startup- und Internetwirtschaft ist Geschichte. Auf zahlreiche Zusammenkünfte folgt heute ein symbolisch wichtiges Treffen von Bundeskanzlerin Merkel mit Startups. Damit dieses Engagement Früchte trägt, muss die Politik allerdings ihre Einstellung zum Netz ändern.

Aktualisiert

Viele Jahre erhielt die deutsche Startupwirtschaft im Allgemeinen und die aufblühende Szene in Berlin im Speziellen wenig bis keine Beachtung von der Politik. Erste Versuche, dies zu ändern, verliefen noch holprig. In den letzten Monaten ist jedoch ein signifikanter Wandel zu erkennen, was die Aufmerksamkeit von Spitzenpolitikern für die kleine, aber boomende und damit potenziell viele Arbeitsplätze schaffende Branche angeht. Der Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) traf sich zuletzt gleich mehrfach mit Vertretern des Digital- und Internetsektors, Bundespräsident Joachim Gauck besuchte den in der Entstehung befindlichen Berliner Startup-Campus Factory, und auch der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Philipp Rösler (FDP), hat die Unterstützung von jungen Onlinefirmen als neues Schwerpunktgebiet definiert. » weiterlesen

Startups:
Berlin + Stockholm = Win

Stockholm und Berlin sind beides Städte mit ambitionierten Startup-Landschaften. Sie ergänzen sich so gut, dass sie gemeinsam eine erhebliche Stärke entfalten würden.

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Junge schwedische Entrepreneure lieben Berlin. Mit ihrer Entscheidung, SoundCloud in der deutschen Hauptstadt anzusiedeln, inspirierten Alexander Ljung und Eric Wahlforss eine ganze Reihe ihrer Landsleute. Readmill, Loopcam und Vamos sind einige der seitdem an der Spree entstandenen Webfirmen, deren Gründer es aus dem kalten Norden nach Berlin zog. Momentan sieht es nicht aus, als würde sich an diesem Trend in naher Zukunft etwas ändern. Anton Johansson, angesehener und allseits bekannter schwedischer Gründer, Blogger und Multiplikator, veröffentlichte vor einigen Tagen in seinem persönlichen Blog einen Beitrag, in dem er die deutsche Hauptstadt als Vorbild für die schwedische Webbranche bezeichnet, was das Networking und den Aufbau einer lokalen Community angeht (Originallink, ins Englische übersetzter Link). » weiterlesen

E-Learning:
CoboCards erreicht schnelle Profitabilität

Schon im ersten Jahr nach der offiziellen Firmengründung erreichte das Aachener Startup CoboCards die Profitabilität. Jetzt soll mit Investoren das Wachstumstempo beschleunigt werden.

Schon mehrfach haben wir über das Aachener Startup CoboCards berichtet. Der im Mai 2008 in rudimentärer Fassung lancierte und 2010 offiziell unter dem Dach einer GmbH gegründete Dienst erlaubt Studenten das Lernen mit selbst angelegten digitalen Karteikarten – alleine oder in der Gruppe, vom Rechner oder Smartphone aus. Während die meisten Jungunternehmen im Webbereich ihre Kenn- und Wachstumszahlen wie Staatsgeheimnisse behandeln und maximal wenig sagende Metriken wie einen “250-prozentigen Mitgliederzuwachs” oder eine “Verdoppelung des Umsatzes innerhalb von sechs Monaten” veröffentlichen, pflegt CoboCards-Geschäftsführer Ali Yildirim einen deutlich transparenteren Ansatz. Erstmals gewährte er im Sommer 2010 Einblicke in die Geschäftsentwicklung und das Wachstum der Anwenderzahlen. Anfang 2011 versorgte er uns dann mit Statistiken zur Entwicklung der Konversationsrate – CoboCards wird in einer zwei Kartensätze zulassenden Gratisversion sowie einer Premiumvariante ab drei Euro monatlich angeboten. » weiterlesen

Me-Too-Produkte statt origineller Ideen:
Die meisten Startups sind zum Scheitern verurteilt

Zu viele Gründer im deutschsprachigen Raum setzen auf Me-Too-Produkte, die heute mehr denn je von vorne herein zum Scheitern verurteilt sind. Das muss sich ändern.

In einem E-Mail-Ordner mit der Aufschrift “zu erledigen” liegen eine Reihe von Startup-Pitches, deren nähere redaktionelle Bearbeitung ich seit längerem vor mir herschiebe. Alle haben eines gemeinsam: Es sind junge Webdienste aus dem deutschsprachigen Raum, die nicht schlecht aussehen, deren Konzepte durchaus modern anmuten – und deren Ideen wir in den letzten Monaten und Jahren schon etwa tausendfach in abgewandelter Form zu Gesicht bekamen. Noch nie schienen die Chancen für derartige Projekte, nachhaltige Erfolge zu werden, schlechter als heute.

Egal ob Bookmarking- und Clipping-Tools im Pinterest-Stil, Gutschein- und Rabattportale, mobile Social-Apps oder Marktplätze für irgendwas: Alles existiert im Jahr 2012 in zigfacher Ausführung bereits, und jedes Mal, wenn sich wieder ein Gründer-Team an einem Me-Too-Produkt versucht, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass daraus ein Unterfangen wird, auf das in einem Jahr mehr als fünf Menschen nicht mehr verzichten möchten. 99,9 Prozent der Startups, die wir heute in den besonders heißt umkämpften Segmenten aus dem Boden sprießen sehen, dürften in zwei Jahren wieder verschwunden sein. Mindestens.

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