Ab sofort lassen sich direkt aus Gmail Festnetztelefone und Handys anrufen. Spätestens wenn das offiziell nur in Nordamerika verfügbare Feature international gelauncht wird, gerät Konkurrent Skype ordentlich unter Zugzwang.
Wie gerade schon in Linkwertig berichtet, ist es ab sofort möglich, direkt aus Googles E-Mail-Tool Gmail heraus VoIP-Telefonate auf Festnetz- und Handyanschlüsse zu führen. Offiziell funktioniert dies bisher nur für Gmail-Nutzer in den USA und Kanada, aber zu meiner Überraschung fand ich das neue “Call phone”-Feature heute früh auch in der Gmail-Navigation meines Testaccounts vor (ich nutze eigentlich kein Gmail).
Schnell fiel mir auch ein, warum: Vor einigen Monaten stieß ich auf eine Anleitung (Alternative), wie man Googles vollwertigen VoIP-Service Google Voice von außerhalb des nordamerikanischen Kontinents aus aktivieren kann, und folgte den Schritten, um den potenziell revolutionären Dienst einmal auszuprobieren (eine Einladung ist mittlerweile nicht mehr notwendig!).
Das klappte auch, und plötzlich hatte ich eine US-Telefonnummer, angeschlossen an ein nagelneues Google-Voice-Konto. Seitdem habe ich den Dienst nicht mehr angerührt (eine US-Nummer bringt einem in Europa wenig, zudem telefoniere ich ja kaum noch), aber allein die Freischaltung eines Google-Voice-Accounts unter einmaliger Vorgabe, eine US-IP-Adresse zu besitzen, scheint für die Aktivierung des VoIP-Features in Gmail auszureichen.
Ich habe eben auch versucht, ein neues Gmail-Konto zu eröffnen und als Standort USA angegeben, die Telefon-Funktion taucht jedoch nicht auf. Insofern scheint die Freischaltung von Google Voice momentan der sicherste Weg zu sein, das VoIP-Feature in Gmail zu aktivieren. Wer eine andere Lösung kennt, an das neue Feature zu gelangen, darf sich dazu gerne in einem Kommentar äußern.
Update: Wie aus den Kommentaren ersichtlich wird, ist unklar, nach welchen Kriterien Google die neue Funktion freischaltet. Offenbar erhielten auch einige Nutzer im deutschsprachigen Raum Zugriff, ohne Google Voice aktiviert zu haben. Ähnliche Erfahrungsberichte finden sich bei Twitter.
» weiterlesen