Alle 7 Artikel zum Thema Google Glass auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:
Netzpolitik
Die Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft stellt zu ihrem Abschluss fest, dass Netzpolitik auch künftig ein Thema bleiben sollte.
“Netzpolitik werde gesellschaftlich immer wichtiger”
» Netzthemen in den Bundestag
Twitter Music
Twitter hat gestern Twitter Music gestartet:
» Now playing: Twitter #music
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Sofern sich ethisch korrekte Normen der Nutzung von Cyberbrillen wie Google Glass nicht von selbst entwickeln, wird der Gesetzgeber nachhelfen müssen. Doch auf Ebene einzelner Länder bringt das nichts. Digitale Technologie erzwingt globale Gesetze.
Meine zwei jüngsten Artikel zu Google Glass haben für intensive und teils hitzige Kommentardiskussionen gesorgt. Kein Wunder, immerhin gibt es derzeit wohl keine an Endnutzer gerichtete Technologie, bei der die Beurteilung von Potenzialen und Risiken in ihrer Dramatik so stark von Betrachter zu Betrachter variiert. Leser Andreas Roedl hat in einem Kommentar schön pointiert erläutert, wie jede weitreichende Einführung einer neuen Technologie – etwa das Automobil – irgendwann diese regulierende Gesetze nach sich zog. “Mit der Einführung neuer Technologien werden Regeln im Umgang mit diesen Technologien notwendig. Nicht etwa, weil es einzelne Menschen gibt, die einem die Freiheit rauben wollen, sondern weil es Menschen gibt, die sich anderen Mitgliedern der Gesellschaft gegenüber rücksichtslos verhalten.”
Er widerspricht der von einigen Glass-Fans erklärten Vorstellung, die ethisch und moralisch korrekte Nutzung von Cyberbrillen würde sich von ganz alleine regeln. Nicht, weil nicht Personen mit gesundem Menschenverstand auch ohne Gesetze abwägen könnten, wann sie mit der eingebauten Kamera ihre Umgebung filmen und wann nicht, sondern als “Handhabe gegenüber jenen, die über keinen gesunden Menschenverstand verfügen”. » weiterlesen
In der Debatte um Google Glass kristallisieren sich zwei Lager heraus: Befürworter und Gegner. Dabei wären differenzierte Positionen wichtig.
Die mediale Diskussion über Google Glass hat offiziell begonnen. Während viele Tech-Apologeten kaum noch darauf warten können, das Gerät in den Händen zu halten, ist der Tenor in der Presse eher negativ. Der Gedanke einer allgegenwärtigen, nutzergenerierten und cloudgestützten Kameraüberwachung, die mit der Cyberbrille möglich wird, stößt manchen bitter auf. Die Debatte über das ambitionierte, in dieser Form bisher einmalige Google-Projekt befindet sich noch in ihren Anfängen. Je näher der tatsächliche Verkaufsstart rückt, desto hitzigere Züge dürfte sie annehmen. » weiterlesen
Googles sagenumwobene Cyberbrille Google Glass ist eine egoistische Technologie, weil die zusätzliche Freiheit des Trägers auf Kosten der Freiheit anderer Personen geht. In der Vergangenheit hat ein solches Merkmal Produktneuheiten nicht unbedingt am Erfolg gehindert, aber es verändert die Vorzeichen.
In den letzten Wochen dachte ich mehrmals, dass mit mir etwas nicht stimmt: Während in Kreisen von Netzapologeten und Geeks die Vorfreude auf Google Glass zunimmt, vermisse ich bei mir das Gefühl der Begeisterung im Bezug auf die revolutionäre Cyberbrille des Internetkonzerns. Dabei würde ich liebend gerne die gleiche Euphorie verspüren, die ich etwa bei der Einführung des iPhone oder iPad erlebte. Bedenkt man, dass Glass noch einen deutlich größeren technischen Evolutionsschritt darstellt, müsste meine Spannung eigentlich sogar noch ausgeprägter sein. Doch Fehlanzeige. Es dauerte einige Zeit, bis mir der Grund für meine distanzierte Haltung klar wurde. Das Lesen dieses Artikels half mir dabei, den von mir ausgemachten Schwachpunkt genauer vor mir zu sehen. » weiterlesen
Die zunehmende Digitalisierung, Automatisierung und Vernetzung lässt sich nicht aufhalten. Es lohnt sich aber, das Ziel des technologischen Fortschritts nicht aus den Augen zu verlieren: Menschen glücklicher und das Leben einfacher zu machen.

Google Glass
Bei vielen neuen technischen Errungenschaften lautet eine gerne von kritischen Geistern gestellte Frage: Wollen wir (als Gesellschaft) dies wirklich? Diese Reaktion suggeriert eine Wahlfreiheit, die in Wirklichkeit nicht existiert. Es liegt in der Natur des Menschen, jede nur irgendwie mögliche Erfindung zu realisieren, ungeachtet dessen, ob sie primär positive oder negative Auswirkungen auf Individuen oder die Weltbevölkerung hat. Der Informatiker und Journalist David Gelernter
bezeichnet dieses Phänomen als “orwellsches Gesetz der Zukunft”: “Any new technology that can be tried will be” – “jede neue Technologie, die umgesetzt werden kann, wird umgesetzt”. Ein Beispiel: Als Mitte des vergangenen Jahrhunderts die Atombombe geschaffen wurde, war dies augenscheinlich nicht im Interesse der Menschheit. Einige wenige Forscher und sie beauftragende Machthaber reichten jedoch aus, um die Grundlagen für eine Waffe zu legen, die heute alles Leben auf der Erde auf einen Schlag auslöschen könnte.
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Nach den ersten drei Wellen der globalen Vernetzung sind die Anfänge der vierten Welle sichtbar: Der menschliche Körper wird ans Web angeschlossen. Google Glass ist der erste Vorläufer.

Ralf Wienken ist technischer Redakteur und verantwortlich für den Bereich technische Kommunikation der Xinfo Wieland Sacher GmbH.
Die globale Vernetzung, die mit der Verbreitung des Internets in den neunziger Jahren ihren Anfang nahm, ist oft als wellenförmiger Verlauf analysiert worden. Die meisten Forscher unterscheiden drei Wellen, die bis heute durchlaufen. In der ersten Welle wurden die Computer ans Internet angeschlossen. Heute ist ein Computer ohne Internet nicht nur undenkbar, sondern auch sinnlos. Die zweite Welle bestand in der zunehmenden Verbreitung von internetfähigen Mobilfunkgeräten, wie Smartphones und Tablets. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen und hat das Internet in unsere Alltagswelt gebracht. Die dritte Welle startet gerade, sie bringt die Vernetzung aller Maschinen, die uns umgeben. Kühlschränke, Autos, Fotoapparate, Roboter – das Internet der Dinge wird alle technischen Artefakte einbeziehen, mit denen wir uns umgeben. Man sieht einen klaren Trend: In jeder Welle erreicht die Vernetzung weitere Lebensbereiche. Dieser Trend wird sich fortsetzen, nur wohin? Immerhin ist nach Abschluss der dritten Welle ja bereits unsere gesamte künstliche Umwelt betroffen.
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Mit seiner Augmented-Reality-Brille entzückt Google technologiebegeisterte Menschen rund um den Globus. Selbst wenn das Produkt niemals in die Läden käme, hätte der Internetkonzern ein wichtiges Ziel erreicht.
Google sieht sich einer Vielzahl von Herausforderungen gegenüber. Immerhin kämpft der Konzern an allen Fronten gegen die Konkurrenz. Doch um diese zu meistern, benötigt es die besten Talente. Genau für diese ist es jedoch längst nicht mehr selbstverständlich, ihre erste Bewerbung an Google zu schicken oder sich auf lange Zeit dem Unternehmen zu verpflichten. Speziell Facebook erwies sich in den letzten Jahren als Magnet für kompetentes Tech-Personal und konnte mehr als nur einige wenige Googler abwerben. Doch auch Twitter sowie Startups aus der zweiten Reihe wie Square, Zynga, Evernote oder Pinterest, buhlen um die Arbeitskräfte. Wie lautet die Antwort eines Unternehmens, das um jeden Preis die besten IT-Leute für sich gewinnen muss, um dauerhaft erfolgreich und relevant zu bleiben? Es entwickelt ein vollkommen disruptives, leicht utopisch angehauchtes Produkt, dessen alleinige Vorstellung Entwickler und Geeks rund um den Globus emotional in seinen Bann zieht und ihnen unmissverständlich vermittelt, bei welchem Arbeitgeber sie mit derartigen Innovationen in Kontakt kommen. Genau darum handelt es sich bei Google Glass.
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