Thema: Geschäftsmodelle

 

Alle 48 Artikel zum Thema Geschäftsmodelle auf netzwertig.com:

Facebook und Twitter:
Die Kasse klingelt ja doch

Lange galten Facebook und Twitter als typische Beispiele für Internetstartups ohne ernstzunehmende Geschäftsmodelle und Umsätze. Doch dieses Klischee entspricht nicht mehr der Realität.

Foto: Flickr/ Www.CourtneyCarmody.com, CC BY-SA 2.0
Foto: Flickr/ Www.CourtneyCarmody.com, CC BY-SA 2.0
“Web-2.0-Dienste verdienen kein Geld” – so lautete lange Zeit die Pauschalkritik von Skeptikern anfänglich ausschließlich auf Mitgliederwachstum ausgerichteter Internetunternehmen. Mittlerweile ist nicht nur die Bezeichnung “Web 2.0″ überholt, sondern auch die Aussage an sich, wie aktuelle Meldungen zur wirtschaftlichen Entwicklung der zwei die Branche anführenden Unternehmen Facebook und Twitter belegen.

Rechtzeitig zur erwarteten Bekanntgabe von Facebooks Börsenplänen sind wieder einmal Angaben zu Umsatz und Gewinn des Social Networks durchgesickert. So soll Facebook 2011 3,8 Milliarden Dollar umgesetzt und einen operativen Gewinn von 1,5 Milliarden Dollar erwirtschaftet haben. Diese Zahlen stimmen ungefähr mit Prognosen aus dem Vorjahr überein, wobei die von Analysten für möglich gehaltene Marke von 4 Milliarden Dollar Umsatz nicht geknackt wurde.

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“Egotracking”:
TwentyFeet erreicht 100.000 Nutzer

TwentyFeet, ein Statistikdienst für Social-Web-Konten, hat die Marke von 100.000 registrierten Nutzern durchbrochen. Jetzt streben die Wiesbadener die Profitabilität an.

Wir bei netzwertig.com lieben Startups, die sich nicht an der allgemein üblichen Geheimniskrämerei beteiligen, sondern einen offenen Einblick in ihre Geschäftsentwicklung und Nutzerzahlen geben. Wir können zwar nicht garantieren, dass dies der ultimative Weg zum Erfolg ist – aber uns und unsere Leser freut es natürlich.

TwentyFeet hat uns schon in der Vergangenheit offenherzig mit Zahlen versorgt. Bei dem im Herbst 2010 gestarteten Service der Wiesbadener Webagentur Seibert Media können deutsch- und englischsprachige Nutzer für private sowie berufliche Zwecke Statistiken und Kennzahlen zu ihren persönlichen Social-Web-Konten abrufen, um die Entwicklung von Followern, Retweets, Zitierungen, Favorisierungen und weiteren relevanten Metriken im Blick zu behalten. Das Unternehmen bezeichnet dies passenderweise als “Egotracking”.

In dieser Woche nun hat TwentyFeet die magische Marke von 100.000 registrierten Nutzern durchbrochen. Am gestrigen Dienstag waren es exakt 100.450 Anwender, wie uns TweentyFeet-Geschäftsführer Martin Seibert berichtete. Diese überwachen insgesamt 211.914 Konten bei Twitter, Facebook, Google Analytics, YouTube, MySpace und bit.ly. In den letzten Monaten gewann der Service jeweils rund 15.000 Anwender. Mehr als die Hälfte der registrierten Nutzer loggen sich laut Seibert regelmäßig ein.

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Der Businessplan ist (fast) tot:
Lang lebe das Geschäftsmodell!

Businesspläne rauben dynamischen Gründer/innen viel Zeit, werden nur selten von den richtigen Leuten gelesen und garantieren kein funktionierendes Geschäftsmodell.

Thomas Jakel ist Geschäftsführer des Berliner Startups Strandschicht und Mit-Initiator des Idea Camp. Mehr zum Autor am Ende des Artikels.

Foto: Flickr/plantoo47, CC BY-SA 2.0
Foto: Flickr/plantoo47, CC BY-SA 2.0
Und weg war es. Beim Aussortieren fiel es mir in die Hände und weckte Erinnerungen an alte Zeiten. “Wie schreibt man einen Businessplan”, ein Buch, in das ich mal viel Hoffnung gesetzt hatte, dem aber heute nur noch ein Platz gebührt, nämlich die Altpapiertonne.

Diese Entledigung steht bei mir symbolisch für einen Paradigmenwechsel in der Unternehmensgründung. Vielleicht hat man den Schuss noch nicht überall gehört, aber in Berlin treffe ich zunehmend Gründer/innen, die genauso ticken wie ich. Der Businessplan ist (fast) tot! Auf gute Geschäftsmodelle kommt es an. Dieser Artikel zeigt, welche Möglichkeiten es gibt, mit geringem Aufwand ein Geschäftsmodell zu entwickeln, warum Businesspläne für Internet-Startups keine Rolle spielen sollten und warum sie manchmal leider doch noch nicht tot zu kriegen sind.

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Geschäftspraktiken aus dem vergangenen Jahrhundert:
Wenn ein Webservice eine schriftliche Kündigung erfordert

Kündigungsfristen und das Einfordern einer schriftlichen Kündigung sind Relikte aus einer vergangenen Zeit und passen nicht zu innovativen, zeitgemäßen Webstartups. Wie faire Vertragsbedingungen aussehen, zeigt mite.

Eigentlich sollte an dieser Stelle ein Artikel über ein recht interessantes deutsches Startup erscheinen. Doch in letzter Sekunde erkannte ich, dass die von dem Dienst gestellten Anforderungen an Nutzer der kostenpflichtigen Version unzumutbar sind und zu sehr den Eindruck erwecken, als sollte zahlenden Kunden ein Vertragsende möglichst schwierig gemacht werden. Von einer 30-tägigen Kündigungsfrist war die Rede, die noch dazu schriftlich erfolgen sollte – bei einem Onlinedienst!

Dass einem von alteingesessenen Großkonzernen (und manchen Webhostern), welche die Bedeutung der Berücksichtigung tatsächlicher Kundenbedürfnisse noch nicht mitbekommen haben, ab und an derartige Steine in den Weg gelegt werden, ist nicht neu.

Bei modernen Onlinestartups, denen ein Kündigungsvorgang quasi keinerlei administrativen oder bürokratischen Aufwand verursacht und insofern auch noch eine Sekunde vor Ablauf der Vertragsfrist per Knopfdruck möglich sein sollte, verwundert dieser eigennützige Ansatz aber.

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Callcenter adé:
Wie die Taxi-Branche
auf myTaxi reagiert

Die Smartphone-App myTaxi macht den bisherigen Taxi-Bestellprozess über Callcenter überflüssig. Die bedrohten Funkzentralen reagieren, wie man dies bereits aus anderen Industrien kennt.

Der digitale Wandel sorgt dafür, dass Unternehmen aus einer Vielzahl von Branchen Gefahr laufen, durch eine ausbleibende Evolution der angebotenen Produkte und Dienste sowie eine mangelnde Anpassungsfähigkeit an neue Marktdynamiken und Online-Konkurrenten die sich rapide verändernden Bedürfnisse der Kunden nicht mehr befriedigen können.

Ein ganz aktuelles Beispiel dafür sind die Taxizentralen, über die Fahrgäste zumeist telefonisch Taxis bestellen können. Taxifahrer, die auf die Leistungen der in der Regel regional aktiven Funkzentralen zurückgreifen wollen, zahlen eine monatliche Pauschale sowie eine Vermittlungsgebühr pro Fahrt und erhoffen sich auf diese Weise, die Zahl der Touren und damit ihre Umsätze zu erhöhen.

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Zahlen mit Geld oder Daten:
Wenn Nutzer die Wahl hätten

Weil viele Onlineservices über Werbung refinanziert werden, ist ihr Bedarf an Nutzerdaten groß. Anwender sollten stattdessen die Wahl haben, ob sie mit ihren Daten oder ihrem Geld bezahlen möchten.

Die meisten führenden Onlinedienste werden kostenfrei angeboten und finanzieren sich hauptsächlich durch Werbung. Anders als bei klassischen Medienkanälen wie Radio oder TV lässt sich die Auslieferung von Anzeigen im Web an einzelne Konsumenten genau steuern und an die individuellen Interessen und Präferenzen einzelner Nutzer anpassen. Der Onlinedienst weiß, was der User mag, und versucht, die gezeigte Werbung entsprechend abzustimmen.

Genau in dieser Eigenheit der digitalen Welt liegt eine der Hauptursachen für die unendliche Datenschutzdebatte, die in letzter Zeit an Intensität zuzunehmen scheint und mittlerweile in sehr zweifelhaften Aktionen einzelner Bundesländer gipfelt. Internetfirmen wollen (und müssen) so viele Daten wie möglich erheben, um auf deren Basis die Effektivität und Effizienz ihrer Werbemittel zu steigern – das jedoch stößt Politikern, Datenschützern und einigen (wenigen) Anwendern bitter auf.

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Neue Businessideen:
Open Data als Geschäftmodell

Open Data ist nicht bloss eine staatspolitische Angelegenheit. Startups dürften sich zukünftig Andockstellen für smarte Geschäftsideen bieten.

Eigentlich ja eine grosse Überraschung: In den letzten 12 Monaten hat es mit Open Data ein sehr technisches Thema ins Bewusstsein – zumindest der internetaffinen – Bevölkerung geschafft.

Grund dafür ist – neben der Popularität von Open Source – dass sich die Netzgemeinde zunehmend dafür interessiert, wie Behörden arbeiten und darauf pocht, dass diese ihre Daten auf dem Web verfügbar machen. Die Stossrichtung geht vor allem entlang dem Konzept von Open Government, das sich die Forderung nach mehr Transparenz im Staatswesen auf die Fahnen geschrieben hat.

Ein wichtiger Aspekt offener Datenreservoire, die Journalisten und Bürgern neue Einblick und Kontrollmöglichkeiten eröffnen, ist aber auch der monetäre Wert der Daten. Gerade der hat bislang auch die Freigabe von vorhandenden Daten gebremst. So haben viele einzelne Amtstellen, die auf spannenden Ressourcen sitzen, bislang die Auflage diese nur gegen Entgeld herauszugeben. Entsprechende Gesetzesänderungen sind darum bei den Hauptpunkten auf der Wunschliste von Open-Data-Befürwortern.

Mit fallenden Hürden werden die angehäuften Informationsberge zu einer spannenden Ressource für innovative Geschäftsmodelle – mit der Chance auf lukrative Verwertungsmöglichkeiten.

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Nutzergenerierte Firmenprofile:
Kontrolle gegen Geld

Wenn sich Nutzer an zentraler Stelle im Netz über Unternehmen oder Events äußern, entsteht bei betroffenen Firmen ein Kontrollbedürfnis. Startups haben darin ein ideales Geschäftsmodell identifiziert.

Kontrolle behalten
Kontrolle behalten
In den vergangenen Tagen haben wir über drei sehr verschiedene Webangebote berichtet: Die von den lokalisten-Machern gegründete soziale Branchensuchmaschine Finderia, den Konferenzguide Lanyrd sowie die Praktikumsbewertungsplattform meinpraktikum.de. Dass die Angebote völlig unterschiedliche Zielgruppen ansprechen, ist offensichtlich. Dennoch besitzen sie eine entscheidende Gemeinsamkeit:

Alle drei Startups sind für Endnutzer gratis, wollen aber Unternehmen (mit gewissem Nachdruck) dazu überreden, sich im Rahmen von kostenpflichtigen Premium-Versionen auf den Sites zu präsentieren.

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Was wäre wenn:
Kostenpflichtige Twitter-Konten

Auf der Suche nach einem schlagfertigen Geschäftsmodell lässt sich Twitter zu immer mehr Einschnitten hinreißen. Ein besserer Ansätze wäre, wenn der Dienst es seinen Nutzern erlauben würde, mit ihren Streams Geld zu verdienen.

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Die vergangenen Wochen waren nicht Twitters beste, fünfjähriger Geburtstag hin oder her. Erst musste der Microbloggingdienst nach Nutzerprotesten Kompromisse bei der Einführung der mit Werbung versehenen so genannte Quickbar (alias “Dickbar”) in der offiziellen iPhone-App machen, und kurze Zeit später handelte sich das Unternehmen heftige Kritik ein, nachdem es Entwickler von Twitter-Apps darüber in Kenntnis setzte, dass sie lieber keine vollwertigen Mainstream-Clients entwickeln sondern sich auf Anwendungen konzentrieren sollten, welche die Twitter-Plattform um zusätzliche Funktionalität ergänzen würden.

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Reid Hoffmans Definition für disruptive Ideen:
“Aus zehn Dollar Umsatz
einen Dollar Umsatz machen”

LinkedIn-Gründer Reid Hoffman empfiehlt Gründern, sich auf disruptive Ideen zu konzentrieren. Derartige Konzepte erkenne man daran, dass sie einen Dollar Umsatz erwirtschaften, wo zuvor zehn Dollar erlöst wurden.

Viele der etablierten Internetfirmen und ambitionierten Startups, über die wir bei netzwertig.com berichten, sind bestrebt, einen bestehenden Markt mit Hilfe digitaler Technologie neu zu definieren und die existierenden, zumeist ineffizienten Strukturen aufzubrechen. Ein geeignes Adjektiv für eine derartige Fähgikeit ist “disruptiv” – ein Begriff aus dem Englischen, der sich auch in deutschsprachigen Branchenkreisen aufgrund des Mangels einer passenden Übersetzung eingebürgert hat. » weiterlesen