Thema: Fussball
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Die zehn besten Fußball-Blogs
Anpfiff im Internet: Unser Gastautor Stefan Heinrich stellt lesenswerte Fußball-Blogs vor – Helden auf dem Hartplatz, Fans in der Gegengerade und 5 Freunde im Abseits.
Im Grunde sind die Fankurven der deutschen Fußballstadien heute genau dasselbe wie vor zehn oder zwanzig Jahren: Eine wabernde Masse aus bunt gekleideten, biertrinkenden Männern aller Altersgruppen. Inzwischen gehen allerdings auch vermehrt ganze Familien und ehemalige Fußball-Hasser in die Kurve – weil der Fußball seit der Weltmeisterschaft 2006 ja ein gesellschaftliches Event ist und viele der Jungs da unten auf dem Rasen so süß aussehen. Für den eingefleischten Fan ist nicht nur der weibliche Kurvenfan ein neues Phänomen, nun hat auch noch das Internet einen weiteren Konkurrenten für den Platz in der Fankurve erschaffen: Den Fußball-Blog!TV-Bezahlmodelle:
Dafür keinen Zwanziger mehr!
Für Fernseh-Fußball muss man richtig Geld bezahlen – oder beamt sich die Bundesliga live auf den heimischen Rechner, kostenlos aus China.
Nachdem ich diesen Beitrag in der taz gelesen hatte, habe ich es selbst mal ausprobiert: einfach den Peer-to-Peer-Client geladen – und schon zehn Minuten später guckte ich mein erstes Bundesliga-Spiel im Internet. Dabei galt für mich dann das Fielmann-Prinzip: Ich hatte nicht einen Cent dazubezahlt.Okay, die Bildqualität war pixelig, kein High-Definition-TV, schließlich kam das Gekicke ja retour aus dem fernen China – aber das wird mit steigenden DSL-Raten rasch besser werden. Was aber wird denn dann mit all den teuren Pay-TV-Modellen hier in Deutschland, mit medialen Megalomanien von Kirch’schen Ausmaßen, mit den Gehältern gut- bis überdotierter Fußball-Stars – siehe zuletzt das trostlose Gekicke bei Schalke und Werder – oder auch mit den Einnahmen eines florienden Gemischtwarenkonzerns namens DFB? Unter anderem auch mit dem Gehalt eines Herrn Zwanziger …?
Beni Thurnheer:
Die Technik des Sportreporters
Bernard Thurnheer, Sportreporter des Schweizer Fernsehens, kommentiert die Spiele der Euro2008 mit Hilfe von handgeschriebenen Infokarten und einem Panini-Sammelalbum. Vor zwei Jahren gewann er eine Wette, weil er es schaffte, den Begriff “Handarbeitslehrer” in seine Moderation einfliessen zu lassen.
Besonders schnell sind wir für einmal nicht. Gezeigt wurde die Arbeitsmethodik des schweizer Fussball-Nationalreporters Bernard Thurnheer nämlich bereits während dem Countdown zum Euro2008-Eröffnungsspiel am 07.06.2008. Dennoch ist es interessant, zu sehen, wie sich der Reporter auf die Spiele vorbereitet (sf.tv, Video, Dialekt, 5:38 Minuten).
Ganze Stapel mit handbeschriebenen Infokarten warten darauf, zum Einsatz zu kommen, wenn geklärt werden muss, ob der Ersatztorhüter der Tschechen tatsächlich schon 1998 auf der Ersatzbank sass. Andere Banken, sagen wir, via Laptop zugängliche “Datenbanken”, sind offenbar kein taugliches Hilfsmittel.
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