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Facebook und die US-Handelskommission FTC haben sich wie erwartet über den Umgang mit dem Datenschutz geeinigt. Künftig muss das Social Network Nutzer bei Veränderungen ihrer existierenden Privatsphäre-Einstellungen um Erlaubnis bitten – neue Funktionen sind davon aber nicht unbedingt betroffen.
Rechtzeitig vor dem geplanten Börsengang
mit einer angestrebten Bewertung von 100 Milliarden Dollar hat sich Facebook mit der US-Handelskommission FTC über künftige Regeln
im Umgang mit dem Datenschutz der über 800 Millionen aktiven Mitglieder geeinigt. Vorausgegangen waren Beschwerden von Verbraucherschutzorganisationen aus dem Jahr 2009 über die Art, wie Facebook die Privatsphäre-Einstellungen seiner Nutzer ohne deren Einverständnis eigenmächtig verändert.
Die Details der jetzt getroffenen Vereinbarungen ähneln in etwa dem, was vor drei Wochen über das Abkommen bekannt wurde. Möchte das Unternehmen die von Anwendern getätigten Privatsphäre-Optionen modifizieren, darf dies nicht mehr ohne deren ausdrückliche Zustimmung geschehen – wie es bei einem großen Update vor zwei Jahren eintraf. Zudem erhält Facebook die Anweisung, die Datenschutzbestrebungen in Form eines Privacy-Programmes zu formalisieren und dessen Implementierung alle zwei Jahre mit einer Laufzeit von 20 Jahren von einer unabhängigen Prüfungsfirma kontrollieren zu lassen.
In einem langen, aber inhaltlich dünnen Blogbeitrag verkündete Firmenchef Mark Zuckerberg gestern in diesem Zusammenhang die Ernennung von zwei “Chief Privacy Officern”
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Die US-Handelskommission FTC hat Facebook die Auflage erteilt, für Änderungen an den Privatsphäre-Einstellungen grundsätzlich vorab das Einverständnis der Nutzer einzuholen. Im schlimmsten Fall wird dies Facebooks Entwicklungstempo drastisch verlangsamen.
Foto: stock.xchng
Aktualisiert
Nutzer von Internetdiensten wünschen sich zwar (bewusst oder unbewusst) eine Weiterentwicklung des Angebots, haben aber eine Tendenz, signifikante Änderungen zumindest anfänglich abzulehnen – erst recht wenn sie mit abgewandelten Privatsphäre-Einstellungen einhergehen. Facebook, das weltgrößte soziale Netzwerk, hat deshalb über die Jahre signifikante Neuerungen stets im Opt-Out statt im Opt-In-Verfahren eingeführt.
Opt-Out bedeutet, dass eine neue Funktionalität oder Einstellung für Anwender automatisch aktiviert wird. Sofern sie diese nicht wünschen, erhalten sie nachträglich die Gelegenheit, sie wieder abzuschalten. Beim Opt-In hingegen werden Nutzer vor die Wahl gestellt, ob sie die Neuerung freischalten wollen.
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