Alle 6 Artikel zum Thema Frazr auf netzwertig.com:
Erinnert ihr euch noch? Nach dem überraschenden Erfolg von Twitter in der internationalen Internet-Gemeinde schossen im Frühjahr diesen Jahres deutsche Twitter-Klone wie Pilze aus dem fruchtbaren Boden des Web 2.0. Während Twitter sich bei vielen aktiven Webjüngern als Kommunikationskanal etablieren konnte, wurde es um die deutschen Microblogging-Dienste schnell wieder still. Und wo stehen sie heute? Ich habe mir elf deutsche Angebot angeschaut und einige Kennzahlen verglichen: » weiterlesen
Webangebote innerhalb der rechtlichen Grauzone sind in der Regel Publikumsmagneten. Auf Seriosität bedachte Dienste machen aber meist einen großen Bogen um derartige Seiten – zum einen aus Image-Gründen, zum anderen, um sich nicht am Ende selbst für deren Untaten verantworten zu müssen. In den Abwägungen der Betreiber des deutschen Microblogging-Dienstes Frazr schien das Potential einer Kooperation mit dem umstrittenen Dienst onlinetvrecorder.com (OTR) die Risiken einer solchen Zusammenarbeit zu überwiegen. OTR nimmt das Programm verschiedener deutschsprachiger Fernsehsender auf und lässt es seine Nutzer herunterladen. Der beliebte Dienst hat angeblich mehr als 370.000 registrierte Anwender und ist bereits vermehrt mit TV-Anbietern aneinandergeraten. Als Konsequenz hat man seinen Firmensitz daher formell ins südpazifische Vanuatu verlegt. » weiterlesen
Deutsche Internet-Startups haben es nicht leicht. Nach einem kurzen Echo in der Blogosphäre, das Interessierte auf einer neuen Seite vorbeischauen lässt, müssen sich die meisten neuen Webangebote danach aus eigener Kraft entwickeln. Nur studiVZ hat es geschafft, durch Skandälchen und PR-Coups dauerhaft im Gespräch zu bleiben. Entsprechend schnell wuchsen die Nutzerzahlen. Die wenigsten anderen Dienste erreichen eine solche Medienpräsenz. Um deutsche Vorzeigeprojekte wie Xing, Mister Wong oder Qype blieb es ruhiger. Entsprechend langsam stiegen die Nutzerzahlen. Xing (früher OpenBC) brauchte immerhin vier Jahre, um die heutigen 2+ Millionen User zu gewinnen. In den USA sieht es dagegen ganz anders aus. » weiterlesen
Das viele erfolgreiche Web-2.0-Projekte in Deutschland ihre Vorbilder in den USA haben, ist für alle am Internetgeschehen interessierten Nutzer hier zu Lande keine Neuigkeit mehr. Doch nun wird darüber auch auf der anderen Seite des Atlantiks diskutiert. Erst vor einigen Tagen veröffentlichte Mashable eine Liste der sieben dreistesten Web-2.0-Kopien, auf der drei deutsche Dienste zu finden waren (Frazr, StudiVZ und wamadu). Gestern widmete sich mit Techcrunch dann auch der wohl bekannteste Internet- und Web-2.0-Blog in den USA dem Thema. Die Kernaussage: Deutschland befindet sich in mitten eines Internet-Hypes, deren schillernde Hauptdarsteller Webangebote sind, die sich ihre Ideen zum großen Teil bei US-amerikanischen Vorbildern geholt haben.
Auch wenn es keine große Ehre für Deutschland ist, statt als Innovator als Nachahmer wahrgenommen zu werden, so hat die aktuelle Diskussion dennoch etwas Gutes: Zum ersten Mal überhaupt erfahren deutsche Websites eine so große Beachtung in den USA. Auch wird zwar über einen gewissen Drang zum Nachahmen geschrieben, doch gleichzeitig drauf hingewiesen, dass viele der vermeintlichen “Kopien” ihre Sache richtig gut machen. Allein die Tatsache, dass die von Techcrunch geplante Reihe über die Internetentwicklung in verschiedenen Regionen der Welt mit Deutschland startet, zeigt die Bedeutung, die man dem bevölkerungsreichsten Land Europas auch im Internet zumisst.
Wenn man bedenkt, wie viele Internet-Neugründungen in Deutschland derzeit jede Woche starten und wie aktiv Investoren sich an diesen beteiligen, so scheint es, als würde Deutschland die nach dem New-Economy-Crash verloren Jahren derzeit im Vorspulmodus nachholen. Und nach der Flaute ist die in Deutschland traditionell wenig vorhandene Risikobereitschaft noch weiter gesunken. Dass man sich bei einem Neustart dann an Angeboten orientiert, die woanders bereits erfolgreich, jedoch auf dem hiesigen Markt nicht verfügbar sind, ist nachvollziehbar. Doch die Phase des Kopierens wird vorübergehen, der Mut kommt zurück. Und auch wenn Deutschland keine acht Twitter-Nachahmer benötigt – die Tatsache, dass alle nach dem Beginn des Twitter-Hypes im März entstanden – innerhalb von nur zwei Monaten – macht deutlich, wie viel Potential und Gründungswille in den Deutschen steckt. Dieses muss lediglich für andere Zwecke genutzt werden, als den User zu fragen, was er gerade macht. Aber dieses “Problem” wird sicher der Markt regeln.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.
Gestern veröffentlichte das populäre US-Portal Mashable eine Liste der sieben dreistesten Web-2.0-Kopien. Ganze drei der sieben Kandidaten kommen aus Deutschland: Die Twitter-Kopien Frazr und wamadu auf Platz 2 und 7 und das Facebook-Imitat und gleichzeitig erfolgreichstes deutsches Social Network, StudiVZ auf Platz 3. Eine sehr zweifelhafte Ehre und irgendwie auch ein bisschen peinlich, dass die hier bereits seit einiger Zeit stattfindende Diskussion um das permanente Kopieren erfolgreicher Internetkonzepte aus den USA nun auch dort geführt wird, oder?
Gleichzeitig sollte man hier zu Lande deutlicher zwischen innovationslosen Kopien und durchdachten Weiterentwicklungen unterscheiden. Zurecht landen Frazr und StudiVZ auf Mashables Liste, immerhin hat man neben der Funktionsweise auch das Design des jeweiligen Originals übernommen. Was einen auch immer zu solch einem frechen Schritt bewegt – die Kritik ist berechtigt und wird nicht verstummen, solange StudiVZ/Facebook und Frazr/Twitter sich so ähnlich sehen.
Manchmal wird in der Diskussion um “Klone” allerdings stark verallgemeinert und pauschalisiert. Eine erfolgreiche Idee zu übernehmen und als Ausgangsbasis für ein eigenes Projekt zu verwenden, welches dann eigenständig weiterentwickelt wird, ist nicht verwerflich. Im Gegenteil, Konkurrenz belebt das Geschäft und kommt am Ende dem Nutzer zugute, der sich seinen Favoriten aussuchen kann. Natürlich gilt das nur bei einem Dienst mit ordentlichem Mehrwert. Wieso Deutschland mittlerweile acht Twitter-Klone hat und was die Macher der jeweiligen Seite antreibt, ist mir schleierhaft.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.
Zwei Trends sind derzeit in Deutschland im Zusammenhang mit dem Web 2.0 zu beobachten. Zum einen finden nahezu sämtliche erfolgreichen US-amerikanischen Web-2.0-Dienste in Deutschland einen Nachahmer, zum anderen werden viele dieser deutschen Startups von den drei Samwer-Brüdern mit Venturekapital versorgt. Deren aktuellste Beteiligung: Frazr, das deutsche Pendant zum US-Hype Twitter, seit Anfang April online. Nutzer veröffentlichen bei Frazr eine Statusmeldung über das, was sie gerade tun oder was ihnen im Moment durch den Kopf geht. Das war’s. Im Jahr 2007 ist alles ein attraktives Geschäftsmodell.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.