Thema: Frauenzeitschrift

 

Alle 2 Artikel zum Thema Frauenzeitschrift auf netzwertig.com:

Mehr Style als Life:
Supplements werden zu Frauenzeitschriften

Style und Kochen statt Reportagen und Essays: Haben es sich die als journalistisch hochwertig bekannten Magazin-Supplements im Schoss der Luxusindustrie zu gemütlich gemacht?

Die jeweils gegen Wochenende beiliegenden Magazine der Süddeutschen Zeitung, der Zeit oder des Tages-Anzeigers sind bekannt als Stätten des herausragenden Journalismus. Sie zeichnen sich aus mit Reportagen, die sich über zehn oder zwanzig Seiten erstrecken. Zu Wort kommen Menschen, denen noch nie jemand Gehör schenkte. Erzählt werden Geschichten, die einzigartig sind.

Seit einigen Jahren ist das nur noch teilweise so. Die wöchentlichen Zeitungsbeilagen im deutschsprachigen Raum wandeln sich zu abgehobenen Familien- und Frauenzeitschriften einer irgendwie besseren Klasse: Die Themen drehen sich vorzugsweise um Stil, Mode, Kochen, Frauen, Kinder, Reisen, Trends. Politik? Ja, aber dann nur die menschliche Seite. Gesellschaft? Ja, aber nur, wenn etwas Glamour dran ist. Wissenschaft? Das ist zu trocken, das geht nur aufgepeppt. Investigationen? Einmal alle paar Monate Wallraff reicht.

Wie komme ich auf diese Behauptungen? Nehmen wir doch mal die Ausgaben für das Wochenende des 14./15. März und gucken uns die Themen an.

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Rewes neue Frauenzeitschrift:
Kein Grund zur Sorge

Rewe will in Deutschland ein eigenes Frauenmagazin in den Supermärkten verkaufen – genau wie in Österreich. Wir haben uns Maxima, das Vorbild von Rewe Austria, angesehen.

Wie die Branchendienste berichten, soll das 80 Cent teure Magazin in allen 3000 deutschen Rewe-Märkten verkauft werden und Titeln wie Maxi, Petra, Freundin und Für Sie Konkurrenz machen. Müssen die deutschen Verlage nun Zittern?

Schauen wir mal: Maxima – die besten Seiten der Frau heißt das Magazin, dass in allen österreichischen Merkur-, Bipa- und Billa-Filialen aufliegt. Der Titel des Magazins ist Programm. Maxima hält, was es verspricht: ein typisches Frauenmagazin, wie es sie schon massenhaft gibt. Ein Großteil der Geschichten ist Servicejournalismus. Viele große und kleine Bilder, wenig Text und ein einfaches Layout:

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