Thema: Frank A. Meyer

 

Alle 11 Artikel zum Thema Frank A. Meyer auf netzwertig.com:

Zeitung ohne Funktion:
Frank A. Meyer irrt sich

Klaus Jarchow, 10. März 2009 um 11.44 Uhr , 11 Kommentare Kommentare

Das ständige Geschreibe vom Ende der Zeitung verschreckt doch die Leser, findet Ringier-Chefpublizist Frank A. Meyer. Der Umkehrschluss funktioniert nur leider überhaupt nicht.

Am Vorabend der französischen Revolution führten die Aufklärer einen langen Disput über Freiheit und Notwendigkeit. Melchior Grimm, der Pariser Korrespondent und große Multiplikator aufgeklärten Denkens, plädierte für die Notwendigkeit: Die Freiheit sei eine zugebenermaßen manchmal recht nützliche Illusion, die sich die Menschen machten. In Wahrheit aber regiere die Notwendigkeit selbst dort, wo sie sich das Gewand der Freiheit hülle, um rascher fortschreiten zu können. Bei allem Anschein von Freiheit seien die Dinge durch die geheimen Strukturen und Gesetze im Innern des Gesellschaftskörpers vorherbestimmt.

An den Streit zwischen Voluntaristen (“Es geschieht, was ich will“) und Deterministen (“Mir geschieht, was ‘es’ will“) fühlte ich mich erinnert, als ich diese Einlassung von Frank A. Meyer im Sonntag las, die Ronnie hier bereits aufgespießt hat:

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Frank A. Meyer:
Zum Geburtstag eine Meinung

Ole Reißmann, 6. Januar 2009 um 10.17 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Glückwunsch zum 65. Geburtstag: medienlese.com-Autor Ronnie Grob hat dem Schweizer Alphajournalisten Frank A. Meyer einen Brief geschrieben.

Gratulation, Würdigung – und Kritik: Ronnie hält Frank A. Meyer die eigenen Ansprüche an den Journalismus vor und fragt, inwiefern diese denn bei “seinem” Verlag Ringier noch gelten. Den ganzen Brief gibt es in Ronnies Blog, hier ein Auszug:

“Sie prangern an, dass Journalisten nicht mehr raus gehen, keine Meinung mehr haben. Richtig, meine Rede! Ist Ihnen aber schon aufgefallen, dass das besonders in dem Ihnen doch sehr nahe stehenden Ringier-Verlag der Fall ist? Dass genau dort alle, die mitarbeiten und über die geschrieben wird, perfekt zurechtgeschliffen werden und dann sind? Und darum alle irgendwann glänzen wie der Kopf von Marc Walder? Dass Sie, jedenfalls in der Führungsebene, eines der letzten selbständig denkenden und lebenden Elemente waren in diesem Verlag? Sie wissen schon: Menschen! Nicht so gesichts- und charakterlose Manager…”

Mehr über die Wunschwelt-Blasen des Linkspopulisten Frank A. Meyer hier auf medienlese.com.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Nach internem Memo:
Ringier-Mitarbeiter fürchten Newsroom

Ronnie Grob, 7. Oktober 2008 um 10.57 Uhr , 11 Kommentare Kommentare

Eine Nachrichtenzentrale, sie alle zu binden: Der Ringier-Verlag richtet einen gemeinsamen Newsroom ein. Als erstes sollen die Blick-Redaktionen zusammengelegt werden. Ein internes Memo feiert das Vorhaben – doch die Mitarbeiter sind skeptisch.

Noch werden die verschiedenen Ausgaben von Ringiers Boulevard-Postille – Blick, SonntagsBlick, Blick Online und Blick am Abend – getrennt voneinander gemacht. Damit soll jetzt Schluss sein. Die Redakteure, die teilweise sogar schon im selben Raum sitzen, sollen künftig gemeinsam an den Blick-Ausgaben arbeiten. Ringier plant bis Januar 2010 einen “integrierten Newsroom” einzurichten. Nach dem Blick sollen auch die Wirtschafts-Gratiszeitung Cash Daily hinzukommen – und so weiter. Die Sonntagszeitung schrieb am 28. September, künftig müsse jeder Journalist für mindestens zwei Publikationen schreiben können. Auch persoenlich.com berichtete, am 28. und am 4. September.

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Wochenrückblick Nr. 37

Ronnie Grob, 14. September 2008 um 20.09 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Die Gratiszeitung kommt nach Deutschland, kein Schmerzensgeld für Günther Jauch, ein Offizier mit Loch im Strumpf und die Leserzahlen der Schweizer Printpresse in unserem Rückblick auf die 37. Kalenderwoche.

Das Bild der Woche: Mit einem YouTube-Video erklärt Kate McAlpine, was Physiker mit dem gerade in Betrieb genommenen Teilchenbeschleuniger CERN erforschen. Der “Large Hadron Rap” der 23-Jährigen wurde bereits rund drei Millionen Mal abgerufen, McAlpine zur Internet-Berühmtheit.

Kurt W. Zimmermann (ca. 57) wurde am Verleger-Kongress in Montreux zusammen mit Jürg Ramspeck (Alter unbekannt) gelobt. Nicht von irgendwem, sondern vom CEO des Axel-Springer-Verlags, Mathias Döpfner. Seine Worte werden vom Klein Report so kolportiert: “Solche Leute würden interessanteren Journalismus betreiben als Blogs und User generated Content, kritisierte er jene, die die Zukunft der Publizistik in den elektronisch verbreiteten Tagebüchern und Leserbriefen zu sehen glauben.”

Der gleiche Kurt W. Zimmermann analysierte in der Weltwoche die neuen Leserzahlen der schweizer Printpresse (nur für Abonennten zugänglich). Wir empfehlen dazu Blogeinträge, nämlich “Kurt W. Zimmermann rechnet. Wir rechnen auch” von Bettina Büsser und “Schönschreiber Kurt W. Zimmermann” von Thomas Benkö. Nochmal Döpfner: “Die Zukunft gehört den Journalisten, bei denen die Selbstkritik wichtiger ist als die Selbstzufriedenheit”.

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“Das ist Korruption”:
Blocher greift Ringier an

Ronnie Grob, 9. September 2008 um 10.35 Uhr , 37 Kommentare Kommentare

Ghostwriter, so der Vorwurf des Schweizer Oppositionspolitikers Christoph Blocher, hätten im Auftrag des Ringier-Verlags Reden für Bundesräte geschrieben – die dann in den eigenen Medien gelobt wurden.

In seinem wöchentlich erscheinenden Videoblog erzählt der ehemaliger Schweizer Justizminister Christoph Blocher diese Woche, wie er 1979 als neu gewählter Parlamentarier von Frank A. Meyer zum Essen eingeladen wurde (ab Minute 16). Meyer habe ihm damals Unterstützung der Publikationen des Ringier-Verlags zugesichert, wenn er diese oder jene politische Position einnehmen würde.

Ab Minute 17 wirft er dem Ringier-Verlag Korruption vor:

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Wochenrückblick Nr. 34

Ronnie Grob, 24. August 2008 um 11.37 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Alphajournalist angegriffen, Journalisten geprügelt, Gebührengelder verscheuert und Jugendliche unter Sauf-Zwang: Unser Rückblick auf die 34. Kalenderwoche.

Fast hätten wir hier die leicht geschmacklose Protestaktion vor der IOC-Zentrale in der Schweiz zum Bild der Woche gemacht – stattdessen entschieden wir uns doch lieber für drei fantastische Sportbilder von den Olympischen Spielen. Und den weißen Panzer, der vor dem Pressezentrum für Erinnerungsfotos posierte.

Michael Johnson, US-amerikanischer Leichtathlet, gemäss Wikipedia vierfacher Olympiasieger und neunfacher Weltmeister, musste sich von Johannes B. Kerner, Mitarbeiter des ZDF, fragen lassen, ob er eigentlich, so als Schnellster, nicht auch gedopt gewesen war. Johnson antwortete: “Das ist eine dumme Frage, auf die ich eigentlich nicht antworten möchte.” Später die Woche fand ein Fussball-Freundschaftsspiel statt, worauf Kerner kurz nach Deutschland und dann wieder nach China geflogen wurde. Was viele als eine Verschleuderung von Gebührengelder ansahen. Auf faz.net kommentierte ein Nutzer: “Kennt die ARD in ganz Deutschland keinen anderen Reporter, der ein Fußballspiel kommentieren kann? Sind wir so arm an Fachleuten?”. Wie stern.de zählte, wurden von den Öffentlich-Rechtlichen über 650 Mitarbeiter nach Peking eingeflogen. Im Vergleich: die BBC kam mit 450 Mitarbeitern aus.

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Alphajournalist Frank A. Meyer:
Folgt ihm das eigene Blatt noch?

Ronnie Grob, 21. Juli 2008 um 14.12 Uhr , 4 Kommentare Kommentare

Ein Kolumnist schreibt im SonntagsBlick an gegen Artikel im Blick. Ist das nun vorbildliche Pressefreiheit innerhalb eines Verlags oder ein Schuss in den Rücken?

Frank A. Meyer, Kolumne im SonntagsBlickAlphajournalist Frank A. Meyer hat alles, was einen Blogger ausmacht. Er ist meinungsstark, persönlich, mitunter angriffig und er kann seine Worte so ordnen, dass sie Sinn ergeben. Wäre da nicht eine grundsätzliche Abneigung gegen das Internet (“Im Internet finden Sie nur, was Sie suchen. Das aber verengt den Blickwinkel doch sehr.”) – er wäre das Traummodell eines Bloggers.

Blogger Meyer hat aber kein eigenes Blog. Er bloggt in der Zeitung. Als Vertrauter des Verlegers Michael Ringier darf er das, seit Jahren. Wie andere Blogger auch, greift er gerne auf, was in anderen Medien so geschrieben wird und verreisst es oder lobt es. Doch bei der Predigt diesen Sonntag fand sich, Überraschung, ein Sünder aus der eigenen (Verlags)familie, der Blick.

Über die Tagesausgabe des Blatts, für das er schreibt, meint Meyer:

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Serie auf medienlese.com:
Unsere Alphajournalisten

Klaus Jarchow, 20. Mai 2008 um 11.02 Uhr , 5 Kommentare Kommentare

Florian Rötzer: Mein Alpha Romeo!
Der Deutsche Online-Journalismus wäre ohne Telepolis kaum denkbar. Nur leider verliert sich auch Chef Rötzer, der Alphajournalist des New-Media-Zeitalters, bisweilen im Zahlen- und Faktenwirrwarr. (22. April 2008)

Frank A. Meyer: Lilliput putt ?
Wunschwelt-Blasen eines Linkspopulisten: Unser loser Streifzug durch die Welt der Alphajournalisten führt uns diesmal zu Frank A. Meyer, Chefpublizist bei Ringier. (11. April 2008)

Hallelujah: Schirrmacher macht uns ein Föjetong
Behaupten, Beglaubigen und Sinngeben: In unserer losen Serie über Deutschlands Alphajournalisten widmen wir uns heute FAZ-Herausgeber und Feuilleton-Chef Frank Schirrmacher. (23. März 2008)

Zehn Regeln für angehende Musterpatrioten: Mach mir den Matussek!
Der Matthias Matussek, frischerkorener Ex-Kulturchef des Spiegel, ist bekanntlich der Erfinder des Neo-Patriotismus … Zehn Regeln, um es in fünf Minuten zum Musterpatrioten zu bringen. (23. Februar 2008)

Helmut Markwort: Es gibt nichts Gutes, außer Litotes
Fingerfood für Mittelständler: Focus-Chefredakteur Helmut Markwort schreibt ein öffentliches Tagebuch. In seinem aktuellen Kommentar zur Prügel-Attacke auf einen Rentner in der Münchner U-Bahn spielt er virtuos mit den Fakten. (5. Januar 2008)

Hans-Ulrich Jörges: Im Zauberreich der Alphajournalisten
Wer für ein großes Medium Kolumnen und Editorials schreibt, der darf sich mit Fug und Recht zu den Alphajournalisten zählen. So auch Hans-Ulrich Jörges, Sielwärter und Zwischenrufer beim Stern. Erster Teil unserer losen Folge über Alphajournalisten. (26. Dezember 2007)

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Frank A. Meyer:
Lilliput putt …

Klaus Jarchow, 11. April 2008 um 15.07 Uhr , 14 Kommentare Kommentare

Wunschwelt-Blasen eines Linkspopulisten: Unser loser Streifzug durch die Welt der Alphajournalisten führt uns diesmal zu Frank A. Meyer, Chefpublizist bei Ringier.

Frank A. Meyer (Bild Keystone)
Für ein paar Minuten stand hier ein falsches Foto. Jetzt aber: Blochers Gegenspieler, Frank A. Meyer (Bild [M] Keystone)

Wer als Deutscher über die Schweiz schreibt, der kann eigentlich nur Verkehrtes sagen. Schließlich lässt sich auch die Geschichte des Denver-Clans nur aus der Binnenperspektive fehlerfrei aufdröseln. Ein seltsam verworrenes Land voller Ricola-Kräuterbonbons und granitener Bankfestungen, so erscheint es uns, wo inzwischen fast alle Bewohner für einen Milliardär schwärmen, der ihr Land ausländerfrei machen und in ein zweites Liechtenstein verwandeln möchte, in eine Insel mit drei Bergen (oder so), fern, möglichst fern von Europa –

Aber sind es denn wirklich alle Bewohner, die für diese Schlümpfe schwärmen? Nein, es sind dort vor allem jene Regionen, wo noch die Kuhglocken bimmeln und allnächtlich die Muren zu Tale rauschen, wo die Menschen allem Urbanen Valet sagen möchten, aber trotzdem twittern wollen. Ein einziger Held aber, ein republikanischer Winkelried, der stemmt sich wie der Berner Bär gegen die fortschreitende Provinzialisierung und die große SVP-Dampfwalze des Herrn Blocher. Das ist Frank A. Meyer, die graue Eminenz des Ringier-Presseimperiums. Ein leibhaftiger Linkspopulist!

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Frank A. Meyer ist kein Dinosaurier

Ronnie Grob, 20. Juni 2007 um 14.41 Uhr , 4 Kommentare Kommentare

Frank A. Meyer, Citoyen, hat erstmals nach fünf Jahren ein längeres Interview gewährt, dem Schweizer Journalist. Er findet den Auflageneinbruch der Bezahlzeitungen unerheblich, liebt die Boulevardzeitung Österreich und sieht sich als junger Journalist mit vierzig Jahren Berufserfahrung. Nicht etwa als Dinosaurier.

Frank A

Das Interview wurde schon länger gemacht, gedruckt und verteilt – doch zwischen Berlin und Zürich, wo zurzeit sowohl Herr Meyer als auch ich hin- und herpendeln, ist das wohl Anfang Mai erschienene Printprodukt liegengeblieben (schon wieder was, das einem nur offline passieren kann). Nun lesen wir es halt jetzt.

Offiziell heisst die Aufgabe von Frank A. Meyer bei Ringier “Medienentwicklung“, eine Position, die er zusammen mit Jacques Pilet inne hat. Inoffiziell aber ist er ein enger Vertrauter des Verlegerehepaars Michael und Ellen Ringier und hat dort, wie viele vermuten, mehr Einfluss auf die Zukunftsentwicklung des Ringier-Verlags als jeder andere. Er ist eine wichtige Stimme, die über die Zukunft des grössten Schweizer Medienunternehmens mitentscheidet.

Das Gespräch beginnt mit der Erklärung, warum er so selten Interviews gibt:

Weil ich nicht durch meine Person wirken will, sondern durch das, was ich schreibe oder durch die Sendungen, die ich mache. Es ist mein Beruf, mich zu äussern. Da muss ich mich doch nicht noch über das Äussern äussern. Ausser heute. (lacht)

Ich bin auch der Meinung, dass jeder die Freiheit hat, Interviews und Öffentlichkeit abzulehnen. Und dass man so einen Wunsch respektieren sollte. Trotzdem möchte ich diese Aussage allen, die von einer Ringier-Publikation lieber nicht interviewt werden möchten, ans Herz legen.

Wollen nicht fast alle durch ihre Arbeit wirken und nicht durch ihre Person? Und wird nicht genau dieser Wunsch dauernd von den Medien nicht respektiert? Sagen nicht die genau die Medien Managern, Sportlern oder Politikern dauernd, “die Leute” wollen mehr, viel mehr als nur ihre Arbeit? “Die Leute” wollten sie, die durch ihre Arbeit in den Mittelpunkt gerückten Menschen, in der Badewanne, in der Wohnung und in der Ferienwohnung sehen? Und dazu alle Details zu Beziehungen und wenn möglich auch noch zum Sexleben wissen? Wer immer in Zukunft nicht mit einem Produkt aus dem Ringier-Verlag, zum Beispiel mit dem People-Blatt Schweizer Illustrierte oder dem Boulevardblatt Blick, reden möchte: Frank A. Meyer hat die Vorlage dazu geliefert.

“Der letzte Journalist”, wie er im Titel angekündigt wird, hat aber noch mehr zu sagen:

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