Thema: Finanzierung

 

Alle 13 Artikel zum Thema Finanzierung auf netzwertig.com:

Finanzierung von Startups:
Bergfürst liefert neue
Impulse für Crowdfunding

Für immer mehr junge Internetfirmen in Deutschland bietet sich Crowdfunding als probates Mittel an, um unkompliziert an Startkapital zu gelangen. Die neue Plattform Bergfürst will diesen Weg der Finanzierung durch die Masse auch Startups in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium anbieten.

Crowdfunding erfreut sich immer größerer Beliebtheit als Weg, um Gründer mit einer guten Idee Startkapital zu verschaffen. Bei Plattformen wie Seedmatch, Innovestment oder dem Schweizer Anbieter C-Crowd investieren Privatpersonen Kleinstbeträge in Jungfirmen und erwerben so stille Beteiligungen mit der Aussicht auf eine spätere Rendite. Bislang können Gründer zumindest in Deutschland auf diese Weise lediglich maximal 100.000 Euro einsammeln – was besonders für technologielastige Startups zu wenig Kapital darstellen könnte, um die notwendigen Ausgaben für einen erfolgreichen Launch zu decken.

In einem offenen Brief (Neudeutsch für “ein öffentlich zugänglicher Text im Netz”) kritisierte Seedmatch-Geschäftsführer Jens-Uwe Sauer unlängst diese durch das Verkaufsprospektgesetz auferlegte Einschränkung für Crowdfundingplattformen in Deutschland. Das Gesetz sieht vor, dass Firmen ein Verkaufsprospekt veröffentlichen müssen, wenn von der selben Vermögensanlage im Zeitraum von zwölf Monaten Anteile im Wert von über 100.000 Euro verkauft werden (und einige andere Kriterien erfüllt sind). Die Erstellung eines Verkaufsprospekts kosten laut Sauer mindestens 12.000 Euro, häufig deutlich mehr, und kann sich über Monate hinziehen. Gerade Crowd-Finanzierungen zwischen 100.000 Euro und 200.000 Euro sind deshalb aufgrund des unverhältnismäßig hohen Aufwands im Prinzip nicht möglich, so der Seedmatch-Chef.

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“Virtuelles Gedächtnis”:
Evernote erreicht Milliardenbewertung

Der bei strukturierten, ordnungsliebenden Menschen populäre Onlinenotizbuchdienst Evernote wirkt manchmal wie der Fels in der hektischen Silicon-Valley-Brandung. In einer neuen Finanzierungsrunde wird das profitable Unternehmen erstmals mit einer Milliarde Dollar bewertet – und betritt damit einen elitären Club.

Auf dem Weg zur absoluten Dominanz gibt es für an Endanwender gerichtete Webstartups ein ganze Reihe wichtiger symbolischer Meilensteine. Einen besonderen, weil nicht alltäglichen markiert das Erreichen einer Bewertung von einer Milliarde Dollar. Nur vergleichsweise wenige Firmen gelangen an diesen Punkt: Die Mehrheit der Startups zeigt nicht genug wirtschaftliches Potenzial und Popularität bei Anwendern, um von Investoren mit einem zehnstelligen Dollarbetrag bewertet zu werden. Andere Anbieter wiederum lassen sich aufkaufen, bevor sie diese magische Marke erreichen. Instagram wird für immer ein Grenzfall bleiben, weil es Tage vor der Milliarden-Akquisition durch Facebook “nur” mit 500 Millionen Dollar bewertet wurde.

Wie der Fall Instagram zeigt, ist die Annäherung an den sogenannten “Billion Dollar Valuation Club” nicht zwangsläufig an sprudelnde Umsätze geschweige denn Gewinne gekoppelt. Dennoch bedeutet die Aufnahme in diesen elitären “Club” in der Regel, dass der jeweilige Anbieter zu mächtig geworden ist, um noch zurück in die totale Bedeutungslosigkeit zu fallen. Zu den gereiften Startups, die laut Urteil der Kapitalgeber mehr als 999 Millionen Dollar wert sind, gehören unter anderem Twitter, Airbnb, Square, Spotify und Dropbox.

In diesen Tagen steigt ein weiterer bekannter Onlinedienst in die kleine Riege der Milliarden-Startups auf: Evernote, der bei vielen netzwertig.com-Leserinnen und -Lesern beliebte Notizbuchservice, der sich auch gerne als “virtuelles Gedächtnis” bezeichnet, hat laut US-Medienberichten eine Finanzspritze über 100 Millionen Dollar erhalten – bei einer Bewertung von einer Milliarde Dollar. Insgesamt pumpten Investoren bisher fast 200 Millionen Dollar in das Unternehmen aus dem kalifornischen Mountain View.

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Kickstarter-Projekt plant Relaunch:
Newsgrape will Nachrichten
zur Diskussion stellen

Das Wiener Startup Newsgrape konnte einst dank einer Teilfinanzierung über Kickstarter seine neuartige Publikationsplattform realisieren. Gerade erhielt der Dienst eine Seed-Finanzierung über 150.000 Euro und plant nun einen umfassenden Relaunch.

Im Sommer vergangenen Jahres eröffnete die neuartige Publikationsplattform Newsgrape offiziell ihre Pforten. Das von Felix Häusler und Leo Fasbender in Österreich gegründete Unternehmen hatte sich auf die Fahnen geschrieben, die Veröffentlichung und den Konsum von Onlinetexten neu zu definieren. Gut 11.300 Euro (16.055 Dollar) konnten die zwei Studenten über die Crowdfundingplattform Kickstarter vorab für ihr Vorhaben einsammeln, zusätzlich zu 45.000 Euro aus privaten Quellen.

Das Resultat der Entwicklungsarbeit war eine Art YouTube für Texte: Bei Newsgrape können Nutzer Texte verfassen, diese in wenigen Schritten online publizieren und sich mit anderen Usern und Autoren vernetzen. Ein automatisiertes Werbesystem im Umfeld von Beiträgen sollte als Erlösquelle dienen und auch für Autoren einnahmen generieren.

Doch wie so viele andere von User Generated Content abhängige Onlineplattformen litt auch Newsgrape unter dem bekannten Henne-Ei-Problem: Zu wenige aktuelle Inhalte führten dazu, dass Benutzerzahlen nicht explodierten, was wiederum Bloggern den Anreiz nahm, mit eigenen Inhalten bei Newsgrape zu partizipieren. Newsgrape Co-Founder Felix Häusler berichtet zwar von einer aktiven Kernnutzerschaft, merkt aber an, dass sich das Duo zu sehr auf Blogger und zu wenig auf das tagesaktuelle Nachrichtengeschehen fokussiert hat. Mit einem vollständigen Relaunch soll sich dies ändern.

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Kapitalspritze und neue Funktionen:
Amen beweist Durchhaltevermögen

Die Meinungsplattform Amen war lautstark und mit großer Beachtung gestartet, doch danach wurde es ruhig. Mit einer weiteren Kapitalspritze sowie einer neuen Version zeigen die Berliner, dass sie nicht so einfach aufgeben.

Wie geht es weiter mit Amen? Diese Frage wird sich manch einer in den letzten Monaten gestellt haben. Nach dem aufsehenerregenden Launch im September 2011 war zuletzt nur wenig von dem Meinungsportal aus Berlin zu vernehmen, das sowohl aufgrund seines selbstbewussten Auftretens als auch wegen seines prominenten Co-Investors Ashton Kutcher mit äußerst hohen Erwartungen sein Debüt feierte und genau deshalb den ein oder anderen Neugierigen enttäuscht zurückließ.

Bei Amen können Nutzer in vordefinierter Satzstruktur ihre Präferenzen oder Abneigungen gegenüber Orten, Personen und Dingen kundtun und die Aussagen anderer Anwender unterstützen oder ihnen widersprechen. Während das Gründerteam um Felix Petersen, Florian Weber, Caitlin Winner und Ricki Vester Gregersen nicht müde würd, das Suchtpotenzial von Amen zu betonen, fehlt der sonst für aktiv genutzte Dienste typische, auf verschiedenen Social-Web-Kanälen zu vernehmende Geräuschpegel. Insofern lässt sich zumindest vermuten, dass nur ein recht kleiner Anwenderkreis tatsächlich regelmäßig bei Amen Meinungen publiziert und bewertet. Genaue Zahlen veröffentlicht das Berliner Startup nicht.

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Kurz vor Spotifys Deutschland-Start:
simfy erhält erneut Kapitalspritze

Beobachter der digitalen Musiklandschaft in Deutschland erwartet eine spannende Woche. Der Kölner On-Demand-Dienst simfy macht den Anfang und verkündet eine erneute Kapitalspritze sowie das Bestreben, im zweiten Quartal die Profitabilität zu erreichen.

Diese Woche dürfte für Beobachter der digitalen Musiklandschaft in Deutschland äußerst spannend werden. Sofern unsere vor zwei Wochen exklusiv verkündeten Informationen stimmen, wird der populäre schwedische Streamingdienst Spotify am morgigen Dienstag (oder im Laufe der Woche) sein lange erwartetes Deutschland-Debüt geben (Nachtrag: mittlerweile ist dies bestätigt). Außerdem hält die Verwertungsgesellschaft GEMA – deren fehlende Einigung mit Spotify bisher einen Launch hierzulande verhindert hat – ebenfalls morgen ihre jährliche Bilanz-Pressekonferenz.

Der deutsche Spotify-Konkurrent simfy will jedoch nicht alle Aufmerksamkeit dem Wettbewerber aus dem Norden überlassen. Das Kölner Startup wird heute eine neue Finanzierungsrunde bekannt geben. Die bisherigen Investoren Earlybird Venture Capital, Dumont Venture, NRW.BANK und Klaus Wecken pumpen abermals einen einstelligen Millionenbetrag in das Unternehmen. Insgesamt hat simfy damit rund 30 Millionen Euro Risikokapital aufgenommen – für ein junges deutsches Webunternehmen eine Seltenheit. » weiterlesen

Soziale Micropayments:
Flattr erhielt Finanzspritze
über 1,6 Millionen Euro

Der Frühphasen-VC-Fund des Deutschen Stefan Glänzer sowie der Business Angel Federico Pirzio-Biroli haben vor einigen Monaten umgerechnet 1,6 Millionen Euro in Flattr gepumpt. Das soziale Micropayment-Startup wird mit rund 10 Millionen Euro bewertet.

Als wir vor wenigen Tagen ein Interview mit Flattr-Mitgründer Linus Olsson führten, wollte dieser sich nicht auf die Frage äußern, wieviel Risikokapital das soziale Micropayment-Startup aus Südschweden eingesammelt hat. Sein einziger Kommentar zu dieser Frage: “Wir haben genug, um uns über die finanzielle Situation keine Sorgen machen zu müssen”. Jetzt wird klar, woher diese Sicherheit kommt:

Wie schwedische Medien unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Rapidus berichten, hat Flattr 14 Millionen schwedische Kronen (rund 1,6 Millionen Euro) von Stefan Glänzer und dessen in London ansässiger Early-Stage VC-Firma Passion Capital sowie vom Business Angel Federico Pirzio-Biroli eingesammelt. Die Bewertung des bisher nicht profitablen Startups aus Malmö soll damit bei 88 Millionen Kronen (etwa 10 Millionen Euro) liegen. Passion Capital hatte bereits zur Gründung von Flattr in das Unternehmen investiert.

Auf Anfrage erklärte uns Flattr-Chef Olsson, dass diese Finanzierungsrunde schon vor einigen Monaten erfolgte, aber erst jetzt offiziell gemeldet wurde.

50 Millionen Dollar Kapitalspritze von US-Investoren:
SoundCloud startet mit Kraft
ins neue Jahr

Zwei renommierte US-Venture-Capital-Firmen beteiligen sich an der Berliner Audioplattform SoundCloud. Von satten 50 Millionen Dollar ist die Rede. Die Nachricht ist in vielerlei Hinsicht bedeutungsvoll.

Die Berliner Audioplattform SoundCloud startet mit einem Coup in das neue Jahr: Die Hauptstädter haben von den zwei US-Venture-Capital-Firmen Kleiner Perkins Caufield & Byers ( KPCB) und GGV Capital eine signifikante Geldspritze erhalten. Die Summe wird in der Pressemitteilung nicht verraten, laut TechCrunch Europe soll es sich jedoch um überaus stattliche 50 Millionen Dollar handeln. Der 2007 gegründete Dienst wäre mit rund 200 Millionen Dollar bewertet, heißt es, was andeuten würde, dass die zwei Risikokapitalgeber für ihr Investment auch einen erheblichen Anteil an dem Unternehmen bekommen hätten.

Nur in Ausnahmefällen berichten wir bei netzwertig.com in ausführlicher Form über Funding für Startups aus dem deutschsprachigen Raum – dies ist einer, und zwar gleich in mehrerer Hinsicht: Zum einen handelt es sich bei 50 Millionen Dollar um die umfangreichste Kapitalsspritze durch Venture-Capital-Firmen für ein deutsches Social-Web-Unternehmen überhaupt. Zum anderen beteiligt sich Kleiner Perkins Caufield & Byers – eines der renommiertesten VC-Unternehmen, das Anteile an vielen namhaften Internetfirmen von Facebook über Twitter bis Spotify besitzt – damit erstmalig an einem deutschen Web-Startup.

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Crowdfunding hebt ab:
smarchive sammelt in 60 Stunden 100.000 Euro ein

Das Münchern Startup smarchive bastelt an einem intelligenten, digitalen Dokumentensafe. Eine über die Crowdfunding-Plattform Seedmatch durchgeführte Finanzierungsrunde erbrachte in rekordverdächtigen 60 Stunden die maximale Investmentsumme von 100.000 Euro.


Das Crowdfunding von Startups ist als Teilaspekt der generellen Popularität von Crowdfunding-/Crowdsourcing-Ansätzen einer der Trends des Jahres 2011 in der deutschsprachigen Startupwelt. SeedmatchInnovestment und c-crowd heißen jüngst gestartete Anbieter aus Deutschland beziehungsweise der Schweiz, die Privatpersonen das Investieren in zukunftsorientierte Jungunternehmen ermöglichen.

Statt einiger weniger institutioneller Geldgeber, die jeweils einen signifikanten Anteil erhalten, besitzen bei diesem Konzept viele Kleininvestoren jeweils einen geringen Teil der unterstützten Firmen. Startups schafft dies die Gewissheit, bereits zu einem frühen Zeitpunkt viele Multiplikatoren zu gewinnen – denn wer investiert hat, wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch zum öffentlichen Fürsprecher.

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wooga:
Berliner Social-Games-Schmiede
erhält Rekordinvestment

Das Berliner Startup wooga hat in einer rekordverdächtigen Finanzierungsrunde 24 Millionen Dollar frisches Kapital erhalten.

Die Frage, welchem der Social-Web-Ära entstammenden Startup aus Deutschland die besten Vorausetzungen zugerechnet werden, international ganz groß rauskommen, scheint vor ihrer Auflösung zu stehen: wooga, das Anfang 2009 in Berlin gegründete Entwicklerstudio für Social Games, hat soeben eine rekordverdächtige Kapitalspritze bekannt gegeben:

In einer “Series B”-Finanzierungsrunde haben die Hauptstädter 24 Millionen Dollar frisches Kapital aufgenommen. Neben dem US-Lead-Investor Highland Capital Partners beteiligten sich auch Tenaya Capital (ebenfalls USA) sowie die bisherigen Geldgeber Balderton Capital (London) und Holtzbrinck Ventures an der Runde. » weiterlesen

Seedcamp kommt nach Berlin:
Acht D-A-CH-Startups sind dabei

In der nächsten Woche macht Seedcamp Halt in Berlin und gibt 20 ambitionierten Startups die Möglichkeit, ihre Ideen zu präsentieren und um die Unterstützung der Seed-Investoren zu kämpfen. Acht junge Projekte aus dem deutschsprachigen Raum sind dabei.

Seedcamp ist Europas wohl bekanntester und einflussreichster Startup-Inkubator. Mehrmals pro Jahr veranstalten die Londoner, die mit Seedsummit kürzlich auch eine Plattform für Gründer, Angel- und Seedinvestoren gelauncht haben, Startup-Events in verschiedensten Städten des Kontinents (und auch außerhalb wie im Sommer 2010 in Johannesburg). Bei diesen Veranstaltungen treffen jeweils 20 an einem Seed-Investment und Kontakten interessierte Jungunternehmen mit Webfokus auf Kapitalgeber, Entwickler und Branchenkenner.

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