Thema: Filme

 

Alle 39 Artikel zum Thema Filme auf netzwertig.com:

YouTube-Armee Schweiz

20min.ch sammelt Videos der Schweizer Armee im Internet und bindet sie so geschickt ein, dass die Herkunft der Filmchen nicht mehr zu erkennen ist.

Schweizer Armee

Manchmal entsteht Journalismus dort, wo man ihn gar nicht vermutet. Auf dem Online-Portal einer Gratiszeitung zum Beispiel. Die nichts mehr macht als YouTube-Videos zu versammeln und einen kurzen Text dazu zu schreiben. Denn manchmal wirken Bilder einfach viel besser als Worte – selbst, wenn die Bilder unscharf sind und von Amateuren mit Handykameras gedreht wurden. Eine Reportage über den Zustand der Schweizer Armee wäre vielleicht eleganter – aber auch aussagekräftiger?

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Die Deutschen kommen

Vom DOK-Video Die Deutschen kommen – und wie lieb wir sie haben, das im Ende Januar 2007 im Schweizer Fernsehen lief, ist nun eine untertitelte Fassung auf YouTube zu sehen. Gut angekommen ist der Film bei den YouTube-Nutzern aber bisher nicht: 4 Bewertungen, Durchschnitt 1 von 5 Sternen (öde):

Schweizer Deutsche

Im Film, den ich ganz interessant finde, sieht man Schweizer, für die alle Deutsche grundsätzlich arrogant sind (eine seltsam arrogante Haltung). Deutsche, die schweizerdeutsch lernen. Deutsche, die vor den deutschen Steuereintreibern flüchten. Deutsche, für die es kein Spass ist, Fussball zu gucken in der Schweiz. Deutsche, die nie mehr in Deutschland wohnen möchten wollen und nur zum Einkaufen nach Deutschland gehen. Deutsche, die unbedingt eingebürgert werden möchten. Und noch ein paar Deutsche und Schweizer mehr.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Quandt-Dokumentation:
Fernsehen mit Wirkung

Die um 30 Minuten erweiterte Fassung des Dokumentarfilms “Das Schweigen der Quandts” läuft am Donnerstag um 21 Uhr im NDR. Unterdessen hat die Familie Quandt auf den Vorwurf, ihr Besitz gründe auf Kollaboration mit den Nazis, reagiert und einen Historiker mit der Aufarbeitung der Firmengeschichte beauftragt.

Das Schweigen der Quandts
Dieses Mal ganz öffentlich: Bild aus dem Trailer

Heimlich, ohne Ankündigung lief Ende September der Dokumentarfilm erst auf dem Hamburger Filmfest und im Fernseh-Spätprogramm. Das Medienecho auf den Film von Eric Friedler und Barbara Siebert war beeindruckend: Fragen zur Rolle der Familie Quandt im Dritten Reich wurden aufgeworfen – und die Filmemacher und der NDR für eine mutige, aufwendige Recherche gelobt. Endlich zeige die ARD mal wieder “Spitzenfernsehen”, schreibt zum Beispiel Bernd Gäbler auf stern.de.

Unterdessen hat die Familie Quandt reagiert und lässt den Historiker Joachim Scholtyseck in den Archiven wühlen. Der Dokumentarfilm hat damit geschafft, was einzelne Autoren und Wissenschaftler vorher nicht erreichen konnten: Er hat geholfen, das Schweigen der Quandts zu brechen.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Blick am Abgrund:
Gutgelaunt gegen Schnäuze

BlickPunkt heisst die neue tägliche Sendung auf der Website der Boulevardzeitung Blick. Sie kommt unerträglich gut gelaunt daher und verkleinert jedes Thema bis zur Belanglosigkeit. Es ist das Gegenteil von allen Boulevard-Schienen, die bisher funktioniert haben.

“Sind sie auch schon vor ihrem Compi ghöcklet und haben sich gekrümmt vor Lachen wegen einem witzigen Filmli auf einer Homepage?” Ja, das hab ich. Aber nicht, als ich mir die drei ersten Sendungen von BlickPunkt angeschaut habe. Dazu war nämlich echte Überwindung nötig.

“Käfeli”, “Märli”, “birrebitzli”, “Hösli”, “Fürzli”. Das sind nur einige der Worte, die die Moderatorin ihren Lesern andreht. Vielleicht ist ein halbes Jahr Berlin schon zu lange, um noch zu wissen, was in der Schweiz abgeht, aber ich ertrage diese mit Anglizismen gespickte Verkleinerungsmanie nur schlecht. Solche “Filmli” bereiten mir ein starkes körperliches Unbehagen.

Die Moderatorin, Elena Beltrame, die einen einwandfrei professionellen Auftritt hat, lächelt einen in Grund und Boden. Und sie wird auch weiterhin fröhlich sein, denn jede Kritik an einem strahlenden Lächeln steht auf verlorenem Posten. Was auch immer dagegen einzuwenden ist: Es muss einer schon ein chefzynischer Dauergriesgram sein, um überhaupt etwas dagegen zu sagen. Leute, die etwas gegen fröhliche Menschen haben, nehmen auch Kindern ihre Spielzeuge weg und lachen dabei.

Lächeln Blick 1
Screenshot blick.ch

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Ein Mittwoch voller Videos

Wir stellen sechs Seiten voller Videos vor – jenseits der bekannten Trash-Sammelbecken, fernab seelenloser Klick-Portale. Stundenlanger Videogenuss zwischen Dada- und Anspruch garantiert.

v ohOH! – Das Videomagazin Die Filmliebhaber von OH! haben eine Mission: “Leidenschaftliche Filme. Und mutige, radikale, überraschende, gefährliche, revolutionäre Filme.” Zu sehen gibt es ausgewählte Beiträge in den Kategorien Videokunst, Kurzfilm, Musikvideo, Animation, Interview und Dokumentation. Die hier präsentierten Filme finden sich sonst eher in Museen oder auf Arte. Das absolute Gegenteil von YouTube-Trash und billiger DIY-Ästhetik. Der internationale Fokus und die ausführlichen Begleittexte zu den Werken machen dieses abwechslungsreiche Magazin mit seinen bisher 33 Videos absolut sehenswert. Dazu gibt es ein Weblog, in dem weitere Filme verlinkt werden.

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Es ist sehr viel Liste

Listen gehen gut. Nick Hornby hat es in seinem Buch “High Fidelity” treffend für Musik aufgeschrieben, bei Digg landen Webseiten mit Listen auf den ersten Plätzen. Eigentlich ist ja per se schon sehr viel Liste in einem Kinomagazin: Die Liste der Neustarts. Die Liste der Filme im Heft. Die gebündelt auftretenden Kurzbesprechungen. Es geht mehr, und die Cinema zeigt, wie.

cinemaoktober07

Auf der Titelseite schon 41 Bilder: Ordentlich was los in der Cinema (Ausgabe Oktober 2007)

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Formate im Internet “Zeigen, was man machen kann”

Das Interview-Magazin Folge ist anders: In aufwendig produzierten Filmen werden Persönlichkeiten vorgestellt. Interviewgäste und Macher haben sichtlich Spaß daran.

Mit großem Brimborium werden auf der IFA gerade neue Onlineplattformen präsentiert – auf denen dann doch nur die bekannten Sendungen laufen. Währenddessen schneidet Frerk Lintz an der vierten Ausgabe des Interview-Magazins Folge, fünfzehn Minuten lange Filme, die es im Internet zu sehen gibt.

Schauspieler Axel Prahl, Radiomoderator Klaus Fiehe, Designer Mario Lombardo und der Koch Otto Pfeiffer werden in den ersten vier Ausgaben vorgestellt, in einer Mischung aus Interview und dokumentarischen Aufnahmen. Mit bis zu drei Kameras ist das kleine Team unterwegs, aus vielen Stunden Rohmaterial werden die Filme in Final Cut Pro montiert. Dabei wird viel Wert gelegt auf gut eingerichtete, schöne Bilder. Das kann dauern, “lieber länger brauchen und Arbeit investieren, als schnell und huddelig”, sagt Lintz. Dafür unterscheiden sich die Interviews von allem, was es in Deutschland online gibt.

folge ap

Folge #2, Axel Prahl: Charismatiker des Alltags, Superstar der kleinen Gesten

“Das dollste Ding auf dem Planeten” » weiterlesen

Moritz Leuenberger hat angeblich einen YouTube-Schaden

Die Mittelland Zeitung hat ein Filmchen mit dem Schweizer Medienminister auf YouTube gesehen und glaubt, das sei zu seinem Schaden. Da bin ich anderer Meinung.

Heute in der Mittelland Zeitung auf Seite 4 steht ein Artikel mit dem Titel “Der Kommunikationsminister und sein unbotmässiger Auftritt im Netz”. Eigentlich steht der in der Aargauer Zeitung (AZ), doch in der Kopfzeile steht MZ – es ist nicht ganz klar, welches Medium man nun zitieren kann. Der Werbeslogan der Mittelland Zeitung lautet: “Die Nr. 3 der Schweiz”. Das klingt ja schon mal nicht so grossartig. Schlechter aber noch, dass diese Nummer 3 der Schweiz keinen Internetauftritt hat. Das heisst, die Zeitung hat einen Internetauftritt, aber nur mit Informationen über das Produkt. Inhalte sind nur kostenpflichtig verfügbar. Das komplexe Gewebe der verschiedenen zur MZ gehörenden Produkte zu entflechten, würde einen eigenen Text erfordern, weshalb ich darauf verzichte.

Das Wichtigste vorweg – der durchaus erheiternde Auftritt von Moritz Leuenberger (youtube.com, 2:23 Minuten, teilweise Dialekt, Kategorie: Comedy):

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Hollywood lässt Kinogänger beobachten

snatchWer glaubt, im Kinosaal wenigstens im Dunkeln mit seiner Begleiterin ungestört zu sein, hat nicht mit der Filmindustrie und ihrer Paranoia gerechnet. Diesem Bericht eines amerikanischen Filmkonsumenten nach zu schliessen hat Hollywood endgültig die Relationen verloren und angefangen, Kinogänger am Eröffnungswochenende in den Sälen mit Nachtsichtgeräten beobachten zu lassen, um Bootlegger zu identifizieren.

Der Berichterstatter, Sam, hatte kurz nach Lichterlöschen im Saal eines AMC-Kinos in Georgetown einen dunkel gekleideten Mann neben der Leinwand entdeckt, der das Publikum zu filmen schien.

Als er den Kundendienst des Kinos zur Rede stellte, wurde ihm erklärt, der Beobachter sei von Warner Bros abgesandt worden, um Raubkopien der Premiere des Films “The Invasion” (ironischerweise ein Remake der “Bodysnatchers”) zu verhindern.

Später habe sich eine Sprecherin der Kinokette bei ihm gemeldet, sagte Sam, und betont, der “Sicherheitsbeauftragte” habe das Publikum nicht gefilmt, sondern lediglich mit einem Nachtsichtgerät beobachtet.

Zumindest laufen die Kinogänger also nicht Gefahr, ihrerseits plötzlich in Amateurvideos auf einschlägigen Internetseiten eine Hauptrolle zu spielen. Ob zahlendes Publikum im Kino in Europa beobachtet werden dürfte, ist uns derzeit nicht ganz klar.

Hier ist Sams Bericht zu finden

[via Sennhausers Film Blog ]

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Schweizer Fernsehen im Online-Videogeschäft

Die Schweizer Rundfunkgesellschaft SRG lanciert “Video on demand” online. Derzeit im Angebot: Vier (4) Dokumentationen, eine (1)Animation, ein (1) Kurz- und fünf (5!) Spielfilme. Und das alles sehr bequem (hüstel).

Tja, das wars denn auch schon. Fünf deutschsprachige Spielfilme finden sich auf dem grossartig angekündigten Schweizer Video-On-Demand-Portal der SRG. Eine gloriose “Idée Suisse”, das. Vor allem auch die Lancierung in der Webdomäne des Schweizer Farbfernsehens: Die Gebührenzahler werden sich freuen, beim Staatsbetrieb jetzt die von ihm mit seinen Abgaben kofinanzierten Filme gegen nochmalige Bezahlung herunterladen zu dürfen – bei einer per “Digital Rights Management” auf 48 Stunden beschränkten Abspieldauer. Und einem grossartigen, nur Windows-fähigen Bezahlsystem. Siehe Bildroman unten:

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