Alle 4 Artikel zum Thema Feuchtgebiet auf netzwertig.com:
Pornopop, Venus-Messe, Pornywood: Die Feuilleton-Blogger vom Umblätterer präsentieren ausgewählte Texte – ”Standardartikel zum Thema” – über die Milliardenindustrie Porno.
Über Sex kann man nur auf Englisch singen
allzu leicht kann’s im Deutschen peinlich klingen
doch gibt’s ein Verlangen zu beschreiben
den Teufel mit dem Belzebub vertreiben
Und ihr wisst ich rede von bestimmten Dingen
Über Sex kann man nur auf Englisch singen
… heißt es in einem Lied der Hamburger Diskursrockpopband Tocotronic. Dem besungenen Verlangen nach Beschreibung geben nicht nur deutschsprachige Songschreiber nach, sondern natürlich auch Journalisten. Wenn es dann auch noch um Pornografie geht, geraten die Ergebnisse schonmal peinlich bis verkrampft. Dass es auch ohen Fremdschämen geht, zeigt Frank Fischer im Umblätterer. In kleinen Beiträgen werden relevante Texte vorgestellt und verlinkt. Sechs Teile der Serie gibt es schon:
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Eine Internet-Serie soll etwas aufgepeppt werden und bekommt einen Gastauftritt von Lady Bitch Ray verordnet – kurz darauf wird den Verantwortlichen die Sache “zu heiß”.
“Candy Girls”, die hippe “neue deutsche Fernsehserie” aus Endgeil-Berlin, läuft nicht im verschnarchtem Fernsehen, sondern im angesagten Internet auf Rupert Murdochs Musik- und Partynetzwerk MySpace. Und man könnte meinen: Es läuft nicht so richtig für die “Candy Girls”. Denn gerade wurde eine Episode der Serie nachträglich aus dem Archiv entfernt:
Skandal-Rapperin Lady Bitch Ray sagte schmutzige F-Wörter – kurze Zeit darauf wurde Teil 7 abgesetzt.
… schreibt die Welt über die von der offiziellen Seite entfernte und weiterhin im Netz herumgeisternde siebte Folge “Betriebsversammlung”.
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Der Blick von außen: Die New York Times berichtet über Charlotte Roches “Feuchtgebiete”. Angela Merkel, Heidi Klum und Lady Bitch Ray sind auch dabei …
Deutschland ist gespalten: Einerseits gucken Millionen Heidi Klums (spindeldürr und formstabil) absolut keimfreie Topmodel-Seifenoper und feiern die perfekte Enthaarung, den makellosen Teint und die totale Kontrolle über den Körper. Andererseits ist Charlotte Roche (keine Angst vor Sekreten) mit ihrem Buch “Feuchtgebieten” umfassend erfolgreich: Nationale Debatte angezettelt. Bald 700.000 Bücher verkauft. Auf der weltweiten Bestsellerliste von Amazon gelandet (als einziges deutschsprachiges Buch). Lesetour bis in die bayerische Provinz (Eintritt erst ab 18 Jahre). Englische Übersetzung besiegelt (erscheint nächstes Jahr als “Wetlands”).
Die New York Times berichtet nun über die Debatte – mit einem umfassenden Artikel. Charlotte Roche, Eva Herman, Lady Bitch Ray, Heidi Klum, Alice Schwarzer, Ingrid Kolb und Angela Merkel, alle, alle kommen vor im grundsätzlichen Abriss über Frontverläufe, Koalitionen und Emanzipationsrückstände im alten Europa. Was für eine Debatte:
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Nur keine Obszönitäten: Einen Monat nach dem Debakel mit Lady Bitch Ray geben sich Schmidt & Pocher bei dem Besuch von “Feuchtgebiete”-Autorin Charlotte Roche mehr als handzahm.
Es war doch an alles gedacht: Lustiger Einspielfilm mit Frank-Schirrmacher-Bashing, dumpfe Zoten aus dem Niveaukeller – und doch hatte Harald Schmidt seine Mühe mit Skandalgast Lady Bitch Ray. Das die Provokateurin vor einem Monat überhaupt in der Show war, ist zu großen Teilen der Verdienst von Charlotte Roche und ihrem deutlichen Buch “Feuchtgebiete”. Diese Woche war die Bestseller-Autorin kurz zu Gast bei “Schmidt & Pocher”.
Wir zeigen vier Videos zur Erklärung. Eigentlich haben Schmidt & Pocher es nicht so mit dem Niveau:
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