Alle 192 Artikel zum Thema Fernsehen auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:
Trotz der schwierigen rechtlichen Lage, die Zattoo seit Jahren am Wachstum hindert, plant der schwedische Live-TV-Anbieter Magine den Eintritt in den deutschen Markt.
Trotz der vergleichsweise komplizierten Rechtelage fand der Schweizer Live-TV-Anbieter Zattoo in Deutschland bisher ein gutes Marktumfeld vor: Denn er war – und ist immer noch – der einzige Dienst seiner Art. Nutzern, die lineare Fernsehprogramme über Rechner oder mobile Apps streamen und dabei nicht auf illegale Services ausweichen möchten, steht bisher allein Zattoo zur Verfügung. Und mit der kommenden Integration der RTL-Sender gewinnen die Zürcher für hiesige Anwender künftig noch an Attraktivität.
Doch die Zeiten, in denen Zattoo im deutschen Markt ganz von Konkurrenten ungestört schalten und walten konnte, neigen sich dem Ende zu. Der junge schwedische Wettbewerber Magine hat laut lokalen Medien angekündigt, im Sommer über den heimischen Markt hinaus expandieren zu wollen. Die ersten zwei Auslandsmärkte für die Stockholmer sollen Deutschland und Spanien sein, gefolgt von Großbritannien. » weiterlesen
Im ProSieben-Wissensmagazin Galileo wurden die deutschen Startups WorkHub und Nachbarschaftsauto vorgestellt. Die Auswirkungen des plötzlichen Nutzerinteresses waren selbst bei uns massiv zu spüren.
Einmal täglich werfe ich einen Blick auf die aktuellen Besucherzahlen. Ausgehend von Shares, Kommentaren und andere Netzreaktionen zu publizierten Artikeln weiß ich meist schon in etwa, welche Dimensionen die Seitenaufrufe haben werden. Doch als ich die Statistik vom gestrigen Montag einsah, war ich erstaunt: Rund 7.000 Unique Visitors mehr als erwartet steuerten gestern netzwertig.com an. Der überraschende Trafficmagnet: Dieser mehr als ein Jahr alte Artikel über das Berliner Startup Workhub. Dank einer Spitzenpositionierung des Textes bei Google kamen gestern Tausende Leser zu uns. Kurze Zeit später wusste ich, wieso: Dem Startup aus der Hauptstadt war es geglückt, im ProSieben-Wissensmagazin Galileo vorgestellt zu werden. » weiterlesen
Noch immer steigt die Nutzung des linearen Fernsehens in Deutschland, gleiches gilt für die Ausgaben für TV-Spots. Doch es ist Zeit, vom klassischen Werbeblock Abschied zu nehmen.
Das lineare Fernsehen hat mich schon vor vielen Jahren als treuen Zuschauer verloren. Jetzt schalte ich nur noch bei Live-Übertragungen ein sowie, wenn viele meiner Kontakte bei Twitter & Co parallel über eine gerade ausgestrahlte Sendung debattieren und ich Zeit habe. Einmal davon abgesehen, dass ich Chris Anderson in seiner Aussage zustimme, dass die Verringerung von Fernsehstunden den besten Produktivitätstipp überhaupt darstellt, führt meine Abstinenz vom klassischen Fernsehprogramm auch dazu, dass ich in den seltenen Momenten, in denen ich mich diesem doch hingebe, das mir Dargebotene mit ganz anderen Augen sehe als der durchschnittliche Zuschauer, der lineares TV in Deutschland 225 Minuten täglich konsumiert.
Als ich vor einigen Tagen doch mal wieder vor der Mattscheibe saß und meine volle Aufmerksamkeit einem sechs Minuten andauernden Werbeblock widmete, fiel mir wie Schuppen von den Augen, wie absurd diese Art von auf den Konsumenten ausgerichteter Kommunikation nach dem Gießkannenprinzip im digitalen Zeitalter eigentlich ist. Der Effekt von Verwunderung und Fassungslosigkeit, der sich in mir ausbreitete, war in etwa mit dem vergleichbar, den verspürt, wer vor Jahren zum ausschließlichen Konsum von US-Filmen im Originalton übergegangen ist und zufällig auf einen Streifen in synchronisierter deutscher Fassung stößt. Hatte man sich einst kein bisschen daran gestört, dass die Lippenbewegungen nicht zu den ausgesprochenen Worten passten, und dass drei Hollywood-Schauspieler mit der gleichen Stimme sprechen, erscheint dies nach erfolgreicher Umgewöhnung plötzlich vollkommen abwegig. Genau dieses Gefühl empfand ich, nachdem ich zehn 30-Sekünder über mich ergehen ließ. Von denen maximal einer überhaupt für mich interessant war.
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Magine heißt ein gerade in geschlossener Beta-Phase lanciertes Startup aus Schweden, das mit der TV-Branche das anstellen möchte, was Spotify mit der Musikindustrie getan hat. Bis dies auch in Deutschland geschehen kann, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
Als ich mich 2006 nach dem Studium dazu entschloss, nach Stockholm zu ziehen, wusste ich noch nicht, dass mir dies eines Tages einen gewissen strategischen Vorteil in meiner künftigen Tätigkeit als Tech-Berichterstatter verschaffen würde. Denn in den vergangenen Jahren hat sich Schweden zu einem angesagten Zentrum innovativer Startups entwickelt – die sich angesichts des vergleichsweise kleinen Marktes oft schnell auf einen Expansionskurs ins Ausland begeben. In meiner Rolle als netzwertig.com-Redakteur heißt dies, dass ich frühzeitig von neuen Anbietern erfahre und über diese berichten kann, noch bevor sie außerhalb des schwedischen Marktes wahrgenommen werden. Bei Spotify, iZettle, Voddler und Wrapp (dort allerdings etwas spät) nutzte ich diese Gelegenheit schamlos aus. Nun eröffnet sie sich mir erneut.
Mit Magine macht sich ein Stockholmer Startup bereit, die TV-Landschaft zu revolutionieren. Große Worte, die nicht von mir stammen, sondern von den Gründern Erik Wikström, Mattias Hjelmstedt, Håkan Tranvik och Michael Werner. Der Dienst hat in den letzten Tagen in Schweden einiges an Medienaufmerksam erhalten und wurde – vielleicht etwas klischeehaft – mehrfach als “Spotify für Fernsehen” bezeichnet. Zwei Jahre hat das Gründerquartett an dem Angebot gefeilt, seit Montag ist es in geschlossener Beta-Phase und mit einer restriktiven Invite-Only-Policy online. Selbst warte ich noch auf eine Einladung, weshalb ich einen persönlichen Erfahrungsbericht bisher nicht bieten kann.
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Couchfunk ist eine Social-TV-App für das iPad, die Zuschauerkommentare zu Programmen sammelt. Die Anwendung des Startups aus Sachsen macht einen guten ersten Eindruck.
86 Prozent der mobilen Internetnutzer in den USA werfen laut einer Yahoo-Studie von Anfang 2011 zumindest gelegentlich einen Blick auf ihr Smartphone, während sie sich vom Fernsehprogramm berieseln lassen. 25 Prozent davon steuern Onlineinhalte rund um die jeweilige Sendung an. Wer in der TV-Primetime einen Blick auf die eigene Twitter-Zeitleiste wirft, den wird diese Statistik nicht verwundern: Nach 20:00 Uhr häufen sich Tweets mit Bezug auf aktuelle Fernseh-Events.
Couchfunk, ein Startup aus Radebeul bei Dresden, richtet sich mit einer iPad-App (zum Start nur im deutschen App-Store verfügbar) an alle, die gerne mit dem Tablet vor der Mattscheibe sitzen. Die Gründer Uz Kretzschmar und Frank Barth bezeichnen ihre kostenlose Anwendung als persönlichen Social-TV-Service, mit dem sich TV-Zuschauer vom Fernsehprogramm auf völlig neue Art begeistern lassen sollen.
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Bei waydoo veröffentlichen Nutzer, welche Medieninhalte sie gerade konsumieren. Der Service aus Kulmbach lehnt sich konzeptionell an US-Dienste an, sieht aber besser aus und berücksichtigt das Fernsehprogramm aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
“Was machst du gerade?” ist eine Frage, die allerlei Social-Web-Diensten ihren Nutzern stellen – entweder in diesem Wortlaut wie Facebook oder in abgewandelter Form wie z.B. bei Twitter (“Was gibt’s Neues?”).
Eine spezielle Gattung von Services, die sich den momentanen Tätigkeiten von Usern widmen, sind Check-In-Applikationen rund um den Konsum von Medieninhalten. Statt einem beliebigen Status-Update in Freitextform definieren Benutzer anhand von vorgegebenen Kategorien und Titeln, was sie gerade anschauen oder lesen. Der Vorteil dieses Verfahrens liegt darin, dass so strukturierte Daten gewonnen werden, mit deren Hilfe sich Rankings generieren sowie Übereinstimmungen mit den Präferenzen anderer Nutzer extrahieren lassen.
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ProSieben schlägt als erster Fernsehsender in Deutschland eine Brücke zwischen dem TV-Gerät sowie den Smartphones der Zuschauer und setzt dazu auf eine Augmented-Reality-Lösung von metaio.
Im September berichteten wir über Methoden, mit denen mobile Apps die Brücke zwischen Fernsehen und Internet schlagen. Im Zentrum des Artikel stand ein in den USA bereits eingesetztes Verfahren, bei dem Applikationen über das Mikrofon des Smartphones das Audiosignal einer TV-Sendung auffangen und dazu passende Inhalte und Features darstellen. Meine abschließende Frage war, welcher deutsche Fernsehsender als Erster auf diese Weise sein Programm interaktiver gestalten würde.
Jetzt bekommen wir die Antwort: ProSieben, und zwar für sein Wissensformat Galileo. Am kommenden Dienstag steigt das Experiment, für welches der TV-Sender mit dem Münchner Augmented-Reality-Spezialisten metaio zusammenarbeitet. Dessen kostenlose Augmented-Reality-App junaio für iPhone oder Android müssen Zuschauer vorab installieren, um die “Galileo smart” getaufte Technik verwenden zu können.
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Google integriert nicht nur diverse Mediendienste in seine neue Fernsehplattform Google TV, sondern auch Twitter mit einer angepassten App. Ein Name fehlt in der Auflistung der Partner: Facebook.
Wie heute früh berichtet, hat Google gestern Details zu seiner kommenden Fernsehplattform Google TV bekannt gegeben, die es gemeinsam mit Intel, Sony und Logitech entwickelt und die demnächst in den USA auf ausgewählten Set-Top-Boxen sowie Fernsehgeräten starten soll. Verbraucher im deutschsprachigen Raum müssen sich noch etwas gedulden – der weltweite Launch ist für 2011 geplant.
Neben der Produktseite für Google TV präsentierte der Internetkonzern auch erste Partner für den US-Markt, die ab Werk in die auf Android basierende TV-Software integriert sein werden. Dazu gehören neben einigen US-Fernsehstationen (und dem hauseigenen YouTube) unter anderem Amazon Video On Demand, Netflix, VEVO, Pandora, Napster sowie Twitter. Während ab Anfang 2011 auch das Installieren von Applikationen aus dem Android-App-Market möglich sein soll, arbeitet Google mit den genannten Diensten bereits jetzt zusammen, um Nutzern an Google TV angepasste und in das System integrierte Versionen anbieten zu können.
Speziell “Twitter für Google TV” ist eine Erwähnung wert, trägt die Anwendung doch der Tatsache Rechnung, dass viele Twitter-Nutzer sich ohnehin gerne in 140 Zeichen über Fernsehereignisse und Live-Events äußern. Der initiale Ansatz scheint zwar abgesehen von der visuellen und funktionellen Anpassung an den Fernsehbildschirm noch keine nennenswerte Verknüpfung mit anderen Apps oder Features von Google TV mitzubringen, ist aber dennoch ein wichtiger erster Schritt – in einem eigenen Blogbeitrag unterstreicht Twitter daher auch, dass es sich bei der Kooperation lediglich um den Beginn einer Verschmelzung von Twitter und Fernsehen handelt.
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Es wird noch einige Zeit vergehen, bis in allen Haushalten Fernsehen und Internet in einem Empfangsgerät vereint sind. Bis dahin helfen mobile Apps, die Brücke zwischen TV und Web zu schlagen.
Fernsehen und Internet gehören zusammen. Zumindest für diejenigen, die seit langem ihre eigene Medienkonvergenz praktizieren, indem sie Filme, Serien und Live-Video über das Web schauen oder aber klassische TV-Events wie den sonntäglichen Tatort, Musikwettbewerbe oder Sportveranstaltungen über Twitter und Facebook “begleiten”. Sowohl die Hardware- als auch die Software-Industrie folgen dem Trend, wie jüngste Produktinnovationen wie internetfähige Fernsehgeräte, Google TV, Apple iTV, Boxee oder VideoWeb 600 verdeutlichen.
Doch natürlich wird es noch sehr lange dauern, bis tatsächlich in allen Wohnzimmern ein Gerät steht, welches On-Demand-Fernsehen und umfangreiche Webangebote kombiniert und uneingschränkt zugänglich macht. Bis dahin müssen alternative Lösungen die Brücke zwischen (linearem) TV und interaktiven, sozialen Onlineservices schlagen.
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Google TV soll endlich das erledigen, was seit Jahren als Parole für die Zukunft ausgegeben wird: Fernsehen und Internet vereinen. Das Timing stimmt.

Die Vision von der Konvergenz von Fernsehen und Internet gibt es seit einer gefühlten Ewigkeit. “Irgendwann ist TV und Rechner eins”, so lautet eine alte Parole, die ich wohl erstmals in den 90er Jahren gehört habe.
Realität ist daraus bis heute jedoch nicht geworden, zumindest nicht im Hinblick auf den Massenmarkt. Google möchte dies mit Google TV ändern, seiner kürzlich angekündigten Android-Plattform für Fernseher und Set-Top-Boxen. Im Herbst soll es in den USA mit TV- und Blu-Ray-Geräten von Sony und Boxen von Logitech losgehen.
Man möchte meinen, dass niemand besser dafür geeignet wäre, Web und Fernsehen endlich zu verheiraten, als Google. Um das zu glauben, setzt man aber voraus, dass bei Konsumenten tatsächlich ein Bedürfnis besteht, vom selben Gerät aus Filme und Serien zu gucken, im Internet zu surfen und Social Networking zu betreiben.
Engadget-Kolumnist Michael Gartenberg bezweifelt genau dies. In Bezug auf nicht näher erläuterte Untersuchungen behauptet er, dass Menschen kein Interesse daran haben, vom Fernseher aus auf das gesamte Internet zugreifen zu können. “Konsumenten wollen einfach kein Gmail oder Twitter oder das “komplette” Web auf ihrem TV-Gerät”, so Gartenberg.
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