Alle 7 Artikel zum Thema FAZ.net auf netzwertig.com:
Nach perlentaucher.de und Commentarist gerät nun der Medienbewachungsdienst Echobot ins Visier von SZ und FAZ. Die Verlage mahnen das Karlsruher Startup wegen der Indexierung und Verlinkung ihrer Inhalte ab.
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) und die Süddeutsche Zeitung (SZ) sind mittlerweile bekannt für ihre Abneigung gegenüber Onlineangeboten, die ihnen neue Leser und Seitenaufrufe beschaffen, indem sie mit Überschriften und kurzen Textanrissen oder Zusammenfassungen auf Artikel der zwei deuschen Nachrichtenportale verweisen. Sowohl gegen das Kulturmagazin perlentaucher.de als auch den Aggregator Commentarist sind die zwei verantwortlichen Verlage bereits rechtlich vorgegangen. Mit Echobot sieht sich nun erneut ein deutsches Startup der Abmahnfreude des streitlustigen Duos ausgesetzt.
Weil der junge Medienbeobachtungsdienst aus Karlsruhe unter anderem Zeitungswebsites duchsucht, Überschriften sowie Artikelanrisse zu Suchworten gefundener Artikel präsentiert und diese mit kleinen, wenige Pixel großen Logos der Medienmarken illustriert, hat er den Zorn von SZ und FAZ auf sich gezogen. Beide haben den Dienst, den wir Ende 2011 vorstellten, mit einer Abmahnung beglückt. Das Landgericht München bestätigte außerdem eine einstweilige Verfügung der SZ, nach der sechs verlinkte SZ-Beiträge aus dem Echobot-Angebot entfernt werden müssen. Sicherheitshalber hat sich Echobot-Gründer und -Geschäftsführer Bastian Karweg dazu entschlossen, bis zur Klärung des Falls alle SZ-Inhalte aus dem Index zu streichen. FAZ.net ist jedoch weiterhin vertreten. Spiegel Online berichtete wie schon damals bei Commentarist als erster über den Fall und scheint sich selbst nicht an der Aggregation durch Echobot zu stören.
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Schon wieder macht einer rüber: Ab Montag wird auch “Weissgarnix”-Blogger Thomas Strobl für die Frankfurter Allgemeine Zeitung bloggen.
Thomas betreibt das von uns sehr geschätzte Blog “Weissgarnix” (das gleich dreimal in unserer Blogschau empfohlen wurde). Sein neues Blog auf FAZ.net wird den Titel “Chaos as usual” tragen, thematisch soll es im neuen Blog etwas weniger wirtschaftslastig zugehen. Stattdessen will er “über aktuelle und vergangene Krisen, Denken im Off- und im Mainstream, Schicksalsepochen und ihre herausragenden Akteure sowie diverse Blaupausen für eine bessere Welt” schreiben – das ganz große Rad drehen also.
Das gewöhnliche Chaos wird Blog Nummer 29 – Anfang Dezember begann die Blog-Offensive der Frankfurter Allgemeinen, eine ganze Reihe neuer Autoren wurde verpflichtet, darunter die Medienjournalisten Stefan Niggemeier und Peer Schader für “Das Fernsehblog” oder Don Alphonso für die “Stützen der Gesellschaft”.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.
Ohne Google geht es nicht: Nachrichtenseiten machen viele Klicks, weil sie bei Suchergebnissen weit oben auftauchen. Maßgeblich dafür ist Googles Pagerank – der gerade wieder neu vergeben wurde.
Immer diese Rankings! Länge, Größe, Links – und jetzt auch noch Pagerank. Ja, denn für Nachrichtenseiten ist dieser Wert von großer Bedeutung. Mit dem Pagerank, einem errechneten Wert zwischen 0 und 10, misst Google die Bedeutung einer Seite. Je mehr Links von relevanten Seiten auf eine Seite verweisen, desto wichtiger ist sie. Andersherum vererbt eine relevante Seite durch das Setzen eines Links ihren Pagerank. Über die tatsächliche Qualität einer Nachrichtenseite lässt damit also nichts aussagen.
Aber der Pagerank spielt unter den rund 200 Kriterien, nach denen Google eine Seite bewertet, eine maßgebliche Rolle bei der Platzierung einer Seite in den Suchergebnissen. Grob gesagt: Je besser der Pagerank, desto weiter oben steht das Ergebnis. Deswegen ist der Pagerank von Bedeutung, denn viele Klicks machen Nachrichtenseiten mit Benutzern, die über eine Suchmaschine auf ihre Seiten kommen. Weswegen einiger Aufwand betrieben wird, damit Suchmaschinen richtig gefüttert werden.
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“Die Welt ist eine Google”, schreiben zwei Journalisten. Der eine vor drei Jahren, der andere erst jetzt. Den Hinweis darauf verbittet sich der “seriöser Journalist” energisch.
Journalisten unter sich: Marco Dettweiler, in der FAZ-Wirtschaftsredaktion zuständig für Computer und Technik, holzt gegen Peter Glaser, der unter anderem für die Stuttgarter Zeitung bloggt. Das ganze gerät zur peinlichen Farce. Dettweiler lässt einen Text für die FAZ mit dem Satz “Die Welt ist eine Google” beginnen. Ein Satz, den Peter Glaser schon länger verwendet und deswegen Dettweiler eine E-Mail schreibt. Ein kleiner Hinweis unter Kollegen. Im Ton freundlich, weder fordernd noch anmaßend. Dettweiler aber nimmt’s nicht sportlich: » weiterlesen
Barack Obama, vielleicht künftiger Präsident der USA, beehrt Berlin – und deutsche Online-Medien überbieten sich selbst: Live-Reportagen und +++ Live-Ticker +++, wohin man klickt.

Jedes noch so kleine Detail wird im Minutentakt eifrig an die werten Klick-Kunden durchgegeben: Obama hier, dort, überall. Verdächtiges Päckchen in der Lobby von Obamas Hotel? Eilmedlung! Es gibt kein Erbarmen. Auch nicht auf sueddeutsche.de: “An der ersten Ma[r]kierung, braune Tapes auf hellgrünem Teppich, gibt es ein kurzes Shakehands für die Journalisten.” Bitte! Mehr! Details!
Die über Agenturen angefütterten Ticker, von Focus bis Stern, unterscheiden sich kaum. Selbst der Bild-Ticker könnte für das Angebot eines seriösen Mediums durchgehen. Oder andersherum. Doch zum Glück gibt es eine rühmliche Ausnahme: Noch eine Spur überdrehter liest sich der Obama-Hype auf Faz.net. Dort berichtet Marcus Jauer live aus Berlin. Bei ihm finden sich folgende Sätze:
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Online-Offensive: Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und FAZ.net präsentieren ein Städteranking. Die lebendigste Stadt ist demnach München, gefolgt von Stuttgart und Hamburg. Im Internet wird das Ranking auf einer Extra-Seite präsentiert – und die User sollen mitmachen.
Der Online-Ausbau bei FAZ.net geht weiter. Während die gedruckten Sonntagszeitung heute ein Städteranking mit Südgefälle präsentiert, startete eine neue Unterseite zum Ranking auf FAZ.net mit Mitmach-Funktionen. Nachdem im Februar die Diskussionsplattform “Reading Room” gestartet wurde, geht es nun richtig los mit User Generated Content.
Denn Rankings, das weiß nicht nur Helmut Markwort, ziehen immer. User dürfen aber nicht nur abstimmen – was hier bei den sonst so konservativen Gralshütern der deutschen Sprache neudeutsch “voten” heißt – sondern auch gleich mit eigenen Videos die Attraktivität und kreative Klasse ihrer Stadt beweisen.
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Das Internet-Heim der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wurde renoviert, herausgekommen ist eine biedere Mischung aus sueddeutsche.de und Spiegel Online. Art Director Matthias Ballmann über den “überraschend unentschlossenen” Relaunch von FAZ.net.

Matthias Ballmann ist freier Art Director für Print- und Onlineprodukte
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