Alle 16 Artikel zum Thema Empfehlungen auf netzwertig.com:
foundd heißt ein neuer Dienst, der auf Basis persönlicher Präferenzen und eines intelligenten Algorithmus Filmempfehlungen liefert. Mit diesem Ansatz ist das Berliner Startup zwar nicht alleine, fällt aber durch den minimalistischen Ansatz positiv auf.
Welchen Film könnte ich mir heute Abend anschauen – diese Frage werden sich wohl die meisten Menschen ab und an stellen. Und eigentlich mangelt es nicht an Onlinediensten, die hierauf eine Antwort geben wollen: Das Spektrum an Empfehlungswerkzeugen reicht von moviepilot über Tweek (unser Review) und Jinni bis hin zu IMDb und OFDb. Was mich jedoch bei den meisten Angeboten stört: Sie sind mit zahlreichen unnötigen Funktionen oder für meinen Geschmack überflüssigen redaktionellen Inhalten überladen.
Deshalb wurde ich hellhörig, als ich erstmals über das junge Berliner Startup foundd hörte. Der kürzlich in geschlossener Beta-Phase gestartete Dienst verspricht personalisierte Filmempfehlungen anhand der Bewertung gesehener Streifen mittels einer Fünf-Sterne-Skala.
Was mir an foundd gefällt, ist die enorme Fokussierung auf das Kernprodukt: Filmempfehlungen. Jedes diesem Zweck nicht dienliche Feature wurde von dem Gründerteam um Lasse Clausen, Benjamin Metz, Christian Riedel und Peter Mädel konsequent weggelassen.
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Die iPhone-App Urbany des Berliner Startups Uberblic zapft einschlägige Empfehlungs- und Locationdienste an, um standortbasierte Tipps für Cafés, Restaurants, Bars- und Musikveranstaltungen zu geben.
Eine der häufigsten Fragen, die sich Menschen unterwegs stellen, ist die nach einem empfehlenswerten Café, Restaurant, einer guten Bar oder einem angesagten Club in der unmittelbaren Umgebung. In diesen Situationen kann man entweder auf gut Glück das nächstgelegene Etablissement betreten, Freunde oder Bekannte um Vorschläge bitte, Tipps per Twitter oder Facebook erfragen oder die App eines Städteguides oder Empfehlungsdienstes auf dem Smartphone anschmeißen.
Welche App an welchem Ort aber die informativsten und zuverlässigsten Ratschläge gibt, weiß man nie. Das Berliner Startup Uberblic hat am Dienstag eine kostenpflichtige iPhone-Anwendung veröffentlicht, welche dieses Problem löst: Urbany bündelt Empfehlungen, Kommentare, Reviews, Events und Fotos von diversen Location- und Empfehlungsplattformen in einer App und erübrigt damit die Frage, ob foursquare, Qype, Yelp, Facebook oder Lonely Planet die besten Informationen rund um gastronmische Einrichtungen und Musikevents in der Nähe haben.
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Quote.fm spendiert seinen Nutzerprofilen RSS-Feeds und bietet damit einen ausgezeichneten Weg, um die zitatbasierten Artikelempfehlungen anderer Anwender direkt im RSS-Reader zu beziehen.
Eigentlich ist es traurig, dass im Jahr 2012 die Integration von RSS in einen auf Onlinetexte spezialisierten Webdienst Neuigkeitswert hat. Aber angesichts der regelmäßig wiederkehrenden “RSS ist tot”-Schlachtrufe sowie der Tatsache, dass führende Anbieter wie Facebook und Twitter RSS-Feeds den Rücken gekehrt oder diese gut versteckt haben, spüre ich als Anhänger dieses bequemen und effizienten Informationskonsums eine seltsam große Freude, wenn ein junges Startup gegen diesen Trend arbeitet.
So geschehen bei Quote.fm, dem Dienst aus Hamburg, bei dem Nutzer einander lesenswerte Artikel über smarte, pointierte Zitate und Textabschnitte empfehlen. Das von Marcel Wichmann, Philipp Waldhauer und Martin Wolf gegründete Startup ist einer der überraschenden Newcomer des vergangenen Jahres.
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Innerhalb weniger Monate hat sich Quote.fm eine treue Fangemeinde aufgebaut. Das Startup aus Hamburg ist einer der Newcomer des Jahres – ohne dabei auf der allgegenwärtigen Berlin-Welle zu reiten.
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Ein deutsches Startup blieb in meinen zwei Artikeln zum abgelaufenen Digital-Jahr 2011 ungenannt – dabei handelt es sich bei Quote.fm um einen der Newcomer des Jahres.
Im September hatten wir den jungen Dienst aus Hamburg vorgestellt, bei dem Nutzer lesenswerte und bedenkenswerte Zitate und Passagen aus Onlinetexten untereinander empfehlen und auf diese Weise sowohl Erleuchtungen verspüren, als auch ihnen unbekannte Quellen entdecken sollen.
Schon vor dem Launch gelang es dem Gründertrio Marcel Wichmann, Philipp Waldhauer und Martin Wolf, innerhalb der deutschsprachigen Twitter-Gemeinde die Nachfrage nach Einladungen zur geschlossenen Beta-Phase anzukurbeln und damit einen kleinen Hype zu entfachen. Und auch drei Monate, nachdem die ersten Nutzer auf die Plattform gelassen wurden, tauchen Erwähnungen von und positive Kommentare zu Quote.fm regelmäßig auf meinem persönlichen Social-Web-Radar auf.
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Der Berliner Dienst tweek liefert iPad-Nutzern über eine hübsche Oberfläche Empfehlungen für Filme und Serien auf Basis dessen, was Facebook-Freunde gut finden – und verlinkt zu den passenden VoD-Angeboten.
Als
Couchfunk Mitte Oktober
seine Social-TV-iPad-App veröffentlichte, war das Startup aus Radebeul aus Dresden der erste unter einer Reihe von Anbietern aus Deutschland, die das Fernseherlebnis mittels des “Second Screen” erlebnisreicher und sozialer gestalten wollen. Noch im Pre-Launch-Stadium befinden sich
Zapitano und
TunedIn – beide stammen aus Berlin. Ein dritter Service aus der Hauptstadt im gleichen Segment macht sich unterdessen gerade mit einer geschlossenen Beta fit für den offiziellen Start:
tweek.
Während Couchfunk Zuschauerstimmen zu aktuellen TV-Sendungen aus dem Social Web sammelt, steht bei dem von Klaus Hartl, Sven Koerbitz und Marcel Duee entwickelten, als Web-App für das iPad angebotenen Dienst das Entdecken sehenswerter On-Demand-Programme auf Basis der Empfehlungen von Freunden im Vordergrund.
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Deutschlands laut eigener Aussage größte Film-Community Moviepilot hat unter moviepilot.com einen international ausgerichteten Dienst gestartet. Dieser versorgt Nutzer mit personalisierten Empfehlungen zu Filmen und Serien, die in der Zukunft veröffentlicht werden.
Im Jahr 2007 gründeten Tobias Bauckhage und Jon Handschin in Berlin das Filmempfehlungsportal Moviepilot. Mittlerweile ist es laut eigener Aussage die größte Film-Community Deutschlands mit 2,3 Millionen monatlichen Nutzern und erreicht durch die Integration seiner auf dem persönlichen Geschmack basierenden Filmempfehlungen in SetTop-Boxen des “Entertain” TV-Angebots der Deutschen Telekom über eine Millionen Haushalte. Auf der Plattform finden Filmfreunde Informationen zu über 50.000 Filmen und 120.000 Schauspielern.
Bisher begrenzte sich das Startup auf Nutzer aus dem deutschsprachigen Raum. Doch seit einiger Zeit arbeitete das gut 40-köpfige Moviepilot-Team auf eine ambitionierte Internationalisierung des Dienstes hin. Das Ergebnis kann seit gestern unter moviepilot.com begutachtet werden.
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Bei Quote.fm empfehlen Nutzer Zitate aus lesenswerten Onlinetexten. Einladungen zur geschlossenen Beta-Phase des Startups aus Hamburg sind heißbegehrt.
Wer in den letzten Tagen gelegentlich einen Blick auf den eigenen Twitter-Stream geworfen hat, dem wird vielleicht die frequente Nennung eines neuen Webdienstes namens Quote.fm aufgefallen sein. Einladungen zu diesem gerade in geschlossener Beta-Phase gestarteten Service aus Hamburg sind knapp, weshalb viele der Neugierigen versuchen, sich via Twitter eine zu organisieren.
Wie es den drei Quote.fm-Machern Marcel Wichmann, Philipp Waldhauer und Martin Wolf gelungen ist, schon vor dem Launch eine derartige Aufmerksamkeit für ihre Plattform zum Empfehlen von Zitaten zu generieren, ist nicht ganz klar. Dienlich war hierfür aber sicher die gute Vernetzung der Drei, die in ihren Blogs (Wichmann: UARRR.org, Wolf: visuelleGedanken.de, Waldauer: knuspermagier.de) schon seit einiger Zeit über den Quote.fm-Fortschritt berichten.
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Im Lichte der digitalen Informationsflut suchen Internetnutzer nach Orientierung und Relevanz. Doch das ideale Personalisierungsverfahren existiert bisher nicht. Zumal unklar ist, ob uns dieses glücklicher machen würde.
Foto: stock.xchng
Das Internet ist von seinen Ausmaßen her grenzenlos. Wer Inhalte im Netz veröffentlicht oder Produkte anbieten möchte, kann dies tun, ohne den Umfang, die Vielfalt oder die Auswahl vorab beschneiden zu müssen. Die Folge: Wie nie zuvor stehen Menschen vor der Qual der Wahl. Denn während das Angebot ins Unendliche wächst, bleibt ihre für den Konsum materieller und immaterieller Güter zur Verfügung stehende Zeit konstant.
Personalisierung heißt das Instrument, das dabei helfen soll, Menschen im Digitalen möglichst relevante Inhalte und Güter zu servieren. Ohne Personalisierung würden User orientierungslos im Web herumirren und entweder ihre begrenzten Ressourcen (Aufmerksamkeit, Geld) für Dinge aufwenden, die für sie nur eine geringe Relevanz besitzen, oder in einen Zustand der Entscheidungsverweigerung geraten – wie sie auch eintreten kann, wenn man im Supermarkt mit einem zu großen Angebot einer bestimmten Produktkategorie konfrontiert wird.
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Bei dem neuen US-Musikdienst Turntable.fm treten bis zu fünf Nutzer im DJ-Battle gegeneinander an und stellen sich in Echtzeit dem kritischen Urteil der Mitstreiter und Zuhörer – ein Konzept, das in der Praxis ein gehöriges Suchtpotenzial mit sich führt.
Dass mich ein brandneuer Onlinedienst am ersten Tag nach seiner Entdeckung ganze fünf Stunden fesseln kann, geschieht maximal einmal im Jahr.
Turntable.fm, einem frisch gestarteten Musikservice der zwei US-Serienentrepreneure Seth Goldstein und Bill Chasen, ist dies gelungen.
Bei der HTML5 basierten Browseranwendung, die sich derzeit im privaten Alpha-Stadium befindet, können Nutzer virtuelle Clubs starten, in denen bis zu fünf DJs ihre Musik auflegen und um die Gunst der Hörer buhlen.
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Das Internet wird als Demokratisierung der Information gefeiert, als Befreiung von den journalistischen Gatekeepern. Dabei machen sich längst wesentlich heiklere, weil unsichtbare Maschinen-Gatekeeper breit.

Die Filter-Blase
Ihr denkt also, dass ihr besser informiert seid, weil ihr vernetzt seid, weil die News jetzt zu euch kommen, weil in eurem sozialen Netz alles irgendwann an die Oberfläche gespült wird, was euch interessiert?
Das mag sein. Das Problem ist, dass eine informierte Gesellschaft nicht ausschliesslich auf dem aufbauen kann, was interessiert. Denn Interesse ist eine recht hedonistische menschliche Regung, die nur unter Anstrengung vom Individuum gelöst und auf kollektive Ziele geleitet werden kann. Das beweist wohl der Umstand, dass in Demokratien die Stimmbeteiligung in der Regel reziprok zum durchschnittlichen Wohlstand sinkt.
Aber während wir früher zumindest aktiv ignorant geblieben sind und uns bewusst entschieden haben, die relevanten Nachrichten in der Zeitung nicht zu lesen und zu den Sportresultaten umzublättern, werden uns heute möglicherweise relevante Informationen vorenthalten, ohne dass wir es überhaupt merken (und ohne dass dahinter irgendeine böse Weltsverschwörungsmacht steht).
Eli Pariser hat zu dieser These, die mich persönlich seit einiger Zeit umtreibt, ein Buch geschrieben (das ich noch nicht gelesen habe) und einen TED-Talk gehalten (siehe unten). Pariser nennt das Problem die “Filter-Blase” (Affiliate-Link). Ich habe es bisher als Quoten-Syndrom bezeichnet:
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