Alle 7 Artikel zum Thema Dummy auf netzwertig.com:
Text auf Papier: Wir stellen Zeitschriften vor, die man nicht gerne im Internet lesen möchte. Unsere Print-Perlen zu Weihnachten: Bella triste, Dummy, Lettre International, Dare und Slanted.
Holzhausen? Von wegen! Print lebt natürlich, in Form edler Magazine. Deswegen stellen wir heute nicht die aktuelle Zeitschriften-Todesliste hier auf die Seite, sondern setzen unsere weihnachtliche Einkaufsberatung mit einer Auswahl ansprechender Printprodukte fort. Wo man diese in Berlin stilvoll erwerben kann, hat Ronnie am Donnerstag berichtet. Los geht’s:
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Was tut sich auf dem Zeitschriften- und Zeitungsmarkt? Der medienlese.com-Überblick mit vier Premieren, anderthalb Abgängen und einer doppelten Portion Kritik.
Willkommen zur ersten Ausgabe von “medienlese.com am Kiosk” – vielleicht unserer neuen regelmäßigen Serie über das Geschehen auf dem Zeitschriften- und Zeitungsmarkt. Anmerkungen und Kritik herzlich willkommen!
Premiere
Messe-Zeitung: Die Frankfurter Allgemeine Zeitung bringt eine eigene tägliche Zeitung zur Buchmesse heraus – die es auch als PDF im Internet gibt.
Neues Heft für Familien: Der Süddeutsche Verlag bringt das Familienmagazin SZ Wir am 5. November vorerst einmalig an den Kiosk. Eckdaten: 100 Seiten, 3,50 Euro, 130.000 Auflage. Den Inhalt verantwortet Dominik Wichmann, seit 2000 Chefredakteur des SZ Magazins. Mehr dazu bei kress.
Nachtrag: Ein Frauenmagazin ohne Hausfrauen-Konditionierung und Diät-Wahn kommt am 20. Oktober an den Kiosk. Das Missy-Magazine will über Popkultur, Politik und Style mit feministischer Haltung berichten – weil auf dem Spielplatz Popkultur-Journalismus sich zu 80 Prozent Junges tummeln.
» weiterlesen: Noch eine Premiere, Abgänge und Meinungen
Die aktuelle Ausgabe des Gesellschaftsmagazin Dummy, angeführt von Spiegel-Komplex-Autor und Blattschuss-Blogger Oliver Gehrs, heißt nicht “Neger”, sondern “Schwarze”. Denn die Idee, das nächste Heft so zu nennen, wurde schon früh auf der Internetseite angekündigt. Woraufhin ein kleiner Proteststurm losbrach und der Redaktion “Rassismus, Aufwiegelei, Ignoranz, politischer Amoklauf und sonst was” vorgeworfen wurde, wie es im Editorial heißt. Man wolle niemandem “schon vor dem Lesen vergraulen”.
Das mittlerweile eingestellter Schweizer Nachrichtenmagazin Facts hatte im August 2003 weniger Bedenken bei der Titelwahl. Was natürlich an der Schweiz liegen kann – oder an der mangelnden User-Beteiligung. Hätten die nur mal vorher nachgefragt und abgewogen: Fallen wir auf und brechen ein Tabu, oder nehmen wir doch lieber Rücksicht?
Das ist genau der Moment, in dem einige Unbeirrbare gegen eine vermeintliche “politische Korrektheit” schimpfen, Rücksicht als Schwäche umdefinieren und dabei auf die Regeln eines friedlichen Zusammenlebens pfeifen:
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Dummy fliegt für eine Reportage nicht bis nach Los Angeles, sondern erfindet sie gleich in Berlin. Das geht, denn es ist ein Text über Tom Kummer.
In einem Blogeintrag gesteht der Chefredakteur der Dummy, Oliver Gehrs, eine Story der letzten, von medienlese.com ausführlich getesteten Schweiz-Ausgabe, gefälscht zu haben. Ausgerechnet (Zwink, zwink, zwink, zwink) die Story des bekannten Interviewerfinders Tom Kummer wurde erfunden!
Die Enttäuschung ist gross. Oliver Geyer, der doch von Tom Kummer, so lasen wir das, bei Bruce Willis und bei Gwyneth Paltrow eingeführt wurde, war gar nicht in Los Angeles, sondern zuhause.
Es sieht fast so aus, als wäre ich auf was reingefallen. Einer gefälschten Story aufgesessen. Geschrieben habe ich nämlich im Dummy-Test diesen Absatz darüber. Er wird als “anerkennend” ausgelegt:
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Das Gesellschaftsmagazin Dummy widmet sich in Ausgabe 19 der Schweiz und knöpft sich die Rogers vor. Wir testen.

Im Test: Ausgabe Sommer 2008, Thema Schweiz, 9. Juni 2008.
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Geburtstag bei Ringier und Tessiner Zeitung, Freude bei Oliver Gehrs Dummy-Verlag, harte Kritik an den Mediatheken der ARD, beliebter Link auf Bildquellen.
Ringier feierte in Luzern 175. Geburtstag. In der NZZ gab es anlässlich einen Rückblick auf die Firmengeschichte und einen (kleinen) Ausblick auf die digitale Zukunft. Wer alles zu Gast bei dem größten Medienunternehmen der Schweiz war, lässt sich beim Durchklicken der Bildstrecke auf persoenlich.com erahnen. Auch der bei Ringier als Berater unter Vertrag stehende Ex-Kanzler Gerhard Schröder kam zur Feier – dafür war die Investition also gut.
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