Alle 3 Artikel zum Thema Dotcom-Blase auf netzwertig.com:
Der Business Angel Christoph Janz hat als Startup-Gründer die verrückte Zeit der New Economy miterlebt. Die Geschwindigkeit, mit der sich die Branche heute entwickelt, erinnert ihn stark an den Boom anno 1999.
Christoph Janz hat als Startup-Gründer den New-Economy-Hype miterlebt und rechtzeitig vor dem Platzen der Blase einen attraktiven Exit hingelegt. Einige Jahre später gründete er die personalisierbare Startseite Pageflakes (für mich damals der Einstieg in die Welt der RSS-Reader). Seit einiger Zeit betätigt sich Janz als Business Angel. An etwa 15 Internetstartups aus aller Welt ist er beteiligt.
Gestern wurde ich auf diesen Tweet von Janz aufmerksam: “Es fühlt sich so sehr an wie 1999. Kaum ist man eine Stunde offline und kommt zurück, hat irgendjemand eine 20-Millionen-Dollar-Finanzierung bekannt gegeben.” (meine Übersetzung). Seine Gedanken zu dieser Beobachtung interessierten mich sehr, weshalb ich ihn zu einem Skype-Interview einlud, zu dem er einwilligte.
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Steuert die Internetwirtschaft (wieder einmal) auf eine Überhitzung zu? Es gibt Anzeichen, die darauf hindeuten. Eine baldige Korrektur ist wahrscheinlich.
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Mutmaßungen und Analysen darüber, ob sich die globale Internetwirtschaft rund elf Jahre nach dem Platzen der New-Economy-Blase erneut in einen Zustand der Überhitzung bewegt, sind mittlerweile wieder elementarer Bestandteil des Branchendiskurses. Meist erreicht die Debatte einen temporären Höhepunkt, um dann abzuebben und einige Tage oder Wochen später erneut aufzuflammen. Mit diesem Post gieße ich ein wenig Öl ins Feuer.
Vor einigen Tagen habe ich mir Inside Job angeschaut, einen Dokumentarfilm des US-Filmemachers Charles Ferguson über die sich ab 2007 nähernde und 2008 ihren Höhepunkt erreichende Finanzkrise. Das Werk, das gerade mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, beleuchtet die Hintergründe der Krise, erklärt, wie sie durch eine Dekaden zuvor eingeleitete Deregulierung der Finanzmärkte möglich wurde und zeigt auf, wie viele Schlüsselpersonen der US-amerikanischen Finanzwelt und politischen Sphäre eindeutige Anzeichen für einen bevorstehenden Zusammenbruch der Märkte ignorierten.
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Ärgernis, Zeitvergeudung, Schrottplatz: Vor genau zehn Jahren schimpfte das Nachrichtenmagazin Facts über das Internet. Wir sehen uns an, was seitdem passiert ist und sprechen mit Peter Hossli, dem Autor der Internet-Schmähschrift.

Facts 1998: «Wahn in der Datenbahn», Artikel bei Hossli.com, Bilder aus dem Heft mit freundlicher Genehmigung von Tamedia auf medienlese.com
«Das Internet ist ein Ärgernis. Wer etwas sucht, ertrinkt im Datenmeer. Das Netz vergeudet die Zeit der Surfer sinnlos. Ohne technisches Fachwissen schafft niemand den Anschluss. Geld ist im World Wide Web nicht zu machen. Das globale Dorf ist in Wahrheit ein titanischer Schrottplatz.» Sechs Thesen von Peter Hossli, erschienen als Einstieg in einen Artikel des Schweizer Nachrichtenmagazin Facts im Februar 1998. Überschrift: «Wahn in der Datenbahn.»
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