Thema: Disruption

 

Alle 4 Artikel zum Thema Disruption auf netzwertig.com:

Funkzentralen im Kampf gegen myTaxi:
Der ungeliebte Eindringling

myTaxi aus Hamburg vermittelt Taxifahrern Fahrgäste über das Smartphone. Einigen Funkzentralen schmeckt das gar nicht. Bei der Abwehr des Eindringlings kommen fragwürdige Maßnahmen zum Einsatz.

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In fast fünf Jahren des Bloggens habe ich viel gelernt. Eine Fähigkeit, die sich im Laufe der Zeit immer stärker ausprägt, ist die Beurteilung der Validität von Kommentaren. Wer tausende unterschiedliche Leserkommentare zu Gesicht bekommt und moderiert, der entwickelt einen sechsten Sinn dafür, Spam, gezielte Diskreditierungen und sonstige zwielichtige, einer eigenen Agenda folgende Kommentare innerhalb von Sekunden zu identifizieren.

So fiel mir in letzter Zeit eine ungewöhnlich große Zahl an kritischen Kommentaren zu myTaxi auf, einem aus Hamburg stammenden Dienst, mit dem sich Taxis per Smartphone bestellen lassen. Zwei Mal berichteten wir bisher ausführlicher über das expansive Startup (hier und hier). Besonders unterhalb des Beitrags “Callcenter adé: Wie die Taxi-Branche auf myTaxi reagiert” häufen sich die angeblichen Beschwerden über die App.

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Taxibestellung über das Smartphone:
Wie myTaxi eine Branche erobert

Im März 2010 veröffentlichte Intelligent Apps seine Smartphone-App myTaxi zur Taxibestellung in Hamburg. Heute funktioniert das in zwölf deutschen Städten. Während jetzt die Expansion ins Ausland vor der Tür steht, geraten die lokalen Taxi-Zentralen unter Druck.

Während nahezu alle Internetdienste in gewissem Maße bestehende und traditionelle Branchen in Frage stellen und zu Umbrüchen zwingen, variiert der Disruptionsgrad von Startup zu Startup. Einer der jungen Dienste aus Deutschland mit tendenziell sehr weitreichenden Auswirkungen auf eine bestehende Industrie ist myTaxi.

Der im März 2010 von der Hamburger App-Schmiede Intelligent Apps unter dem Namen “1TouchTaxi” gestartete Dienst erlaubt Konsumenten, über ihr iPhone oder Android-Smartphone ein Taxi zu bestellen. Statt bei einer Taxizentrale anzurufen und dann auf die Ankunft des Fahrzeugs zu warten, können sie nach der Bestellung über eine Google Map auf ihrem Mobiltelefon die Anfahrt des Taxis verfolgen und erhalten außerdem eine unverbindliche Preisprognose auf Basis des jeweiligen Tarifs.

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Reid Hoffmans Definition für disruptive Ideen:
“Aus zehn Dollar Umsatz
einen Dollar Umsatz machen”

LinkedIn-Gründer Reid Hoffman empfiehlt Gründern, sich auf disruptive Ideen zu konzentrieren. Derartige Konzepte erkenne man daran, dass sie einen Dollar Umsatz erwirtschaften, wo zuvor zehn Dollar erlöst wurden.

Viele der etablierten Internetfirmen und ambitionierten Startups, über die wir bei netzwertig.com berichten, sind bestrebt, einen bestehenden Markt mit Hilfe digitaler Technologie neu zu definieren und die existierenden, zumeist ineffizienten Strukturen aufzubrechen. Ein geeignes Adjektiv für eine derartige Fähgikeit ist “disruptiv” – ein Begriff aus dem Englischen, der sich auch in deutschsprachigen Branchenkreisen aufgrund des Mangels einer passenden Übersetzung eingebürgert hat. » weiterlesen

Digitaler Wandel:
Über alte Hunde und
neue Denkweisen

Ein englisches Sprichwort lautet “You can’t teach an old dog new tricks” – “Man kann alten Hunden keine neuen Tricks beibringen”. Eine einfache Erklärung für ein komplexes Problem der digitalen Wirtschaft.

Oft fragt man sich als für Veränderung offener Mensch, wieso es für Firmen oder Branchen so schwierig ist, sich an neue Bedingungen anzupassen.

Wieso halten Medienhäuser vehement an der Papierzeitung fest, statt sie radikal von heute auf morgen abzuschaffen? Wieso versuchen Plattenfirmen noch immer, physische Tonträger unters Volk zu bringen, statt einen Schnitt zu machen und ausschließlich auf digitale Kopien zu setzen?

Wieso verzichten Buchverlage nicht vollständig auf die teure Produktion und Distribution physischer Bücher und vertreiben neue Titel ab sofort nur noch elektronisch? Wieso hört Microsoft nicht damit auf, Desktop-Software zu verkaufen, und setzt stattdessen ausschließlich auf Online-Produkte und Services in der Cloud?

Vier Beispiel, bei denen das langfristige Ende schon heute absehbar ist: Papierzeitungen, CDs und Bücher aus totem Holz werden irgendwann nur noch im Museum zu besichtigen sein, und auch lokal installierte Software hat angesichts der Tragweite von Cloud Computing keine Zukunft und wird durch kostenlose oder preiswerte Online-Dienste abgelöst.

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