Thema: Digitale Nomaden

 

Alle 10 Artikel zum Thema Digitale Nomaden auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

Ortsunabhängiges Arbeiten und Leben:
Wieso digitale Nomaden Nationalstaaten Kopfschmerzen bereiten werden

Noch ist das zeitweilige selbstbestimmte Arbeiten aus und Leben in fernen Ländern ein Privileg weniger. Doch wenn sich dies ändert, werden Nationalstaaten und ihre Funktionsweise vor einer Herausforderung stehen.

Digitale NomadenDas digitale Nomadentum ist noch immer nur ein Nischenphänomen. Die enorme Zahl an Blogs und Onlineinhalten rund um das ortsunabhängige, internetbasierte Arbeiten sagt nicht viel über die tatsächliche Verbreitung dieses Trends aus. Stattdessen muss man davon ausgehen, dass nur wenige selbstständig tätige Menschen überhaupt von dem Privileg Gebrauch machen können, auf freier Entscheidungsbasis von beliebigen Orten der Erde aus ihrem Beruf oder ihren Berufungen nachgehen zu können. Und für die meisten Büroangestellten gilt sowieso eine explizit oder implizit artikulierte Präsenzpflicht.

Doch es gibt Grund zu der Annahme, dass die Zahl der Personen, die sich temporär und ohne offizielle Entsendung von Auftrag- oder Arbeitgeber in anderen Städten oder Ländern niederlässt, privat oder beruflich, als länger andauernder Lebensstil oder einige Monate umfassendes Sabbatical, ansteigen wird. Die Veränderung von Arbeits- und Anstellungsverhältnissen, die fortschreitende Digitalisierung mit ihren Möglichkeiten virtueller Dienstleistungen und Behördengänge, die Zunahme an internationalen und multikulturellen Liebesbeziehungen sowie die sich stets in massiven Abrufzahlen von Webinhalten zum digitalen Nomadentum niederschlagende Faszination vieler an dem Gedanken, vom Haus in den Bergen oder aus der zwischen zwei Palmen gespannten Hängematte den Lebensunterhalt zu bestreiten, lassen keinen anderen Schluss zu. Zwar blenden solche Klischeebilder die Schattenseiten des ortsunabhängigen Arbeitens vollkommen aus, aber ihre hohe Anziehungskraft kann bei direkter Gegenüberstellung zum Großraumbüro wahrlich nicht verwundern.  » weiterlesen

Digitales Nomadentum im Selbsttest:
Zehn Tage auf Reise ohne einen festen Arbeitsplatz

Kann man Reisen und Arbeiten kombinieren? Bei uns im Selbsttest zeigte sich, dass der Gewinn an Ideen und Erkenntnissen hoch ist, schlechte Erfahrungen sich aber nicht vermeiden lassen.

Büro ist, wo der Laptop ist.

Büro ist, wo der Laptop ist.

Ende August brach ich zu einer zehntätigen Reise quer durch Norddeutschland auf. Urlaub war es allerdings bis auf die Wochenenden nicht – ich wollte unterwegs ganz normal meinem Tagesgeschäft nachgehen. Alles in allem eine gute Erfahrung mit unerwarteten Ergebnissen, bei der mir jedoch auffiel, dass es auf Kleinigkeiten eben doch ankommt.
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Digitales Nomadentum:
Wie Startup-tauglich ist Arbeiten von unterwegs?

Bei Fernweh einfach vom Ausland aus arbeiten: Unser Gastautor hat es selbst ausprobiert und gelernt, worauf man achten sollte.

ArbeitenGastbeitrag von Reto Lämmler, TestingTime.

Ein Laptop, eine Internetverbindung und Reisefieber. Damit hat man bereits die Ausrüstung für ein Leben als digitaler Nomade. Es klingt traumhaft und verlockend, an einem schönen Strand die Füsse ins warme Wasser zu stecken und per Laptop für einen Kunden in der Heimat zu arbeiten. Man kombiniert Ferien mit Arbeit, geniesst tiefe Lebenskosten und mit wenigen Stunden Arbeit kann man sich bereits ein feudales Leben in anderen Ländern des Globus leisten.

Wieviel Traum und Illusion stecken dahinter? Als Experiment habe ich diesen Lifestyle letztes Jahr beschnuppert und meine Erfahrungen gesammelt.

Los ging es im Sommer 2012, zeitgleich mit dem Release von Remember The Name. Ich begab mich zwei Monate auf die Reise: Berlin, Singapur, Malaysia und Vietnam. Das Ziel war, mit möglichst kleiner «Burnrate» durch diese Länder zu reisen und gleichzeitig online Marketing für Remember The Name zu betreiben. Um meine Lebenskosten niedrig zu halten, vermietete ich vor der Abreise meine Zürcher Wohnung über Airbnb.

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(Artikelbild: Michael Coghlan auf flickr.com, CC BY)

Reisen in der vernetzten Welt:
Kleine Unannehmlichkeiten mit großem Nervfaktor

Wer viel reist, lernt neue Kulturen und Problemlösungsansätze kennen. Bei manchen Prozessen würde man sich aber wünschen, dass sie überall gleich ablaufen. Und vor allem unkompliziert sind.

ReisenAndere Völker, andere Sitten, heißt es oft. Viel Wahres ist dran. Wer häufig reist, möchte genau dies erleben: neue Kulturen, neue Bräuche, neue Erlebnisse, die sich von den heimatlichen Gefilden unterscheiden. Doch nicht alle Unterschiede sind willkommen. Bei bestimmten Prozessen würde man sich als Vielreisender wünschen, dass sie überall nach dem gleichen Verfahren, möglichst bequem und effektiv ablaufen. Leider ist dies nicht der Fall. Stattdessen entwickeln sich bestimmte unvermeidliche Vorgänge zu Zeitdieben und Quellen von Irritation und Frustration – besonders für ökonomisch handelnde Reisende, die nicht einfach Kostenexplosionen und lange Spesenrechnungen in Kauf nehmen können oder wollen.

In den letzten Monaten standen bei mir eine Reihe von Trips auf dem Programm. Folgende Erscheinungen stellten dabei immer wieder meine Geduld auf die Probe. » weiterlesen

Virtuelles Zuhause:
Das Ende von Heimweh

Wer längere Zeit die Heimat verließ, verspürte früher leicht Heimweh. Doch das Internet und etwas Training beseitigen dieses Gefühl heute. Stattdessen verspüren wir häufiger Fernweh.

Ich habe in der Vergangenheit mehrfach meine Sympathie für das digitale Nomadentum und meine diesbezüglichen Erlebnisse beschrieben. Während mein derzeitiger, insgesamt dreimonatiger Japanaufenthalt ins letzte Drittel geht, komme ich unweigerlich in eine nachdenkliche Phase. Ein Aspekt des temporären Arbeitens in einem Land fern der Heimat ist mir dieses Mal ganz besonders aufgefallen: Das komplette Fehlen des Gefühls, welches man gemeinhin als “Heimweh” bezeichnen würde.

Natürlich vermisse ich Familie und Freunde zu Hause. Aber nicht so, dass ich deswegen zu irgendeinem Zeitpunkt ein Unbehagen darüber verspürte, nicht in ihrer Nähe sondern 8000 Kilometer weit entfernt zu sein – an einem Ort, an dem ich bis auf ein paar lose Online-Branchenkontakte bei meiner Anreise niemanden kannte. Ich weiß aus der Vergangenheit, dass mir bei anderen längeren Reisen zumindest gelegentlich und insbesondere in der Anfangszeit durchaus der ein oder andere emotionale Gedanke an die heimischen Gefilde kam. Und als ich vor zwei Jahren mit meiner damaligen Freundin sechs Monate in Thailand verbrachte und von dort aus arbeitete, konnte ich mehrfach beobachten, wie sie kurze Phasen von ausgeprägtem Heimweh durchmachte. » weiterlesen

Checkliste:
So wird fast jeder Ort auf der Welt zum virtuellen Büro

Der Gedanke, einige Monate von einem anderen Ort auf diesem Planeten zu arbeiten, fasziniert viele. Damit ein solches Vorhaben zum Erfolg wird, sollten einige Vorkehrungen getroffen und Aspekte beachtet werden.

Da ich mehrmals mein virtuelles Büro in fremden Ländern aufgeschlagen und eine große Begeisterung für das digitale Nomadentum entwickelt habe, werde ich gelegentlich um Tipps und Ratschläge von Menschen gebeten, die Ähnliches planen. Obwohl der Großteil der Berufe und Tätigkeiten zumindest eine gelegentliche physische Präsenz am “Heimatort” erfordert, dürfte die Zahl derjenigen Personen, die sich zumindest für einige Wochen oder Monate von solchen Verpflichtungen befreien und damit zeitweise von einem anderen Punkt dieses Planeten arbeiten können, im Angesichte sich verändernder Arbeitsverhältnisse und -formen weiter zunehmen. Wer mit dem Gedanken spielt, temporär auf eine exotische Insel, in die Berge oder in eine urbane Großstadt weit weg von zu Hause zu ziehen, um von dort dem Job nachzugehen, und die entsprechende Flexibilität besitzt, dem kann ich nur raten, nicht zu zögern. Die notwendigen Vorbereitungen sind auch gar nicht so kompliziert.

In diesem Artikel führe ich einige Aspekte und To-Dos auf, die vor dem Beginn des digitalen Nomadenlebens beachtet und erledigt werden sollten, damit ein solches Vorhaben ein voller Erfolg wird. Ich fokussiere mich dabei nur auf weitgehend universelle Punkte, die das Reiseziel betreffen, nicht auf administrative und organisatorische Erledigungen in der Heimat, da diese zu stark von individuellen Lebensumständen abhängen. » weiterlesen

Digitale Nomaden:
Auf dem Weg nach Fernost

Digitales Nomadentum ist wie eine Sucht. Wer ortsunabhängig arbeiten kann, der schmiedet ständig Pläne, wo es hingehen könnte. Nächste Station: Japan.

Das digitale Nomadentum wird schnell zur Sucht. Hat man einmal die Voraussetzungen dafür geschaffen, unkompliziert für Wochen oder Monate den Arbeitsort wechseln und sich mit samt dem virtuellen Büro an einem beliebigen Ort dieser Welt niederlassen zu können, dann möchte man diese Freiheit nicht mehr aufgeben. Sobald man von einem Trip heimgekehrt ist, beginnt man gedanklich bereits damit, neue Reisepläne zu schmieden. Seit einigen Jahren schon bin ich im Bann der ortsunabhängigen Arbeit, wobei mir die Art meiner beruflichen Tätigkeit bei einem Onlineverlag ohne Notwendigkeit der Präsenz in einem physischen Büro dabei natürlich entgegen kommt. Gerade weil es auch in unserer vernetzten, von sich verändernden Arbeitsformen geprägten Zeit noch immer ein großes Privileg ist, einfach seine Sachen packen und in den Flieger steigen zu können, möchte ich von dieser Möglichkeit regen Gebrauch machen. Deshalb bin ich gerade in Tokio angekommen, wo ich bis Ende März meine Zelte aufschlagen werde.

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Digitale Nomaden:
Als Startup-Gründer mit dem Fahrrad von Berlin nach Indien

Kann man mit dem Fahrrad von Berlin nach Indien fahren und nebenbei mit Smartphone und Notebook als Startup-Gründer und Projekt-Mitorganisator arbeiten? Thomas Jakel probiert es aus. Hier berichtet er über seine bisherigen Erfahrungen als “digitaler Nomade”.

Thomas Jakel ist Geschäftsführer zweier Startups und Mitorganisator der Startup Olympics. Mehr über den Autor am Ende des Artikels.

Im November vergangenen Jahres entschloss ich mich, eine Fahrradtour von Deutschland nach Indien zu machen. Für einen guten Zweck. Ich war enthusiastisch. Nur eine große Frage stellte sich mir: Würde ich von unterwegs arbeiten können? Und wenn ja, wie? Inzwischen sind meine drei Mitstreiter und ich unterwegs. Acht Länder haben wir bereits durchquert. Zur Zeit fahren wir durch den Iran. Zehntausend Kilometer von Berlin nach Indien.

Was das mit Onlinebusiness und der Netzwelt zu tun hat? Ich arbeite unterwegs im Internet. Als Geschäftsführer von zwei Berliner Startups muss ich trotz der Fahrradtour prinzipiell erreichbar bleiben. Für meine Tour nehme ich keinen Urlaub. Stattdessen versuche ich mein digitales Leben so zu organisieren, dass die wichtigsten Dinge immer noch erledigt werden. Ich bin auf der Suche nach Internetzugängen in Bulgarien, Rumänien, der Türkei und aktuell im Iran. In diesem Artikel beschreibe ich, wie es sich unterwegs arbeitet, wie ich mich organisiere und wie ich gleichzeitig mit dem Fahrrad durch Europa und Asien fahre. » weiterlesen

Digitaler Minimalismus:
Ein Lebensstil für die Zukunft

Digitale Technologien ermöglichen einen neuen, befreiten Lebensstil, bei dem die Bedeutung von physischem Besitz in den Hintergrund tritt.

Foto: Flickr/Johan Brook, CC BY-SA 2.0Mittlerweile bin ich nach zwei intensiven, aber inspirierenden Konferenzwochen (re:publica, Next) in Berlin wieder an meinem Wohnort in Stockholm. Doch nachdem ich den Großteil meines Hauptstadt-Aufenthalts in einer über Airbnb gemieteten Unterkunft verbrachte, kehrte ich in meiner (Wahl-)Heimat nicht in meine eigene Wohnung zurück – denn die habe ich bis Ende Juni untervermietet. Stattdessen lebe ich die kommenden zwei Wochen im Apartment meiner Freundin und werde weite Teile des Junis voraussichtlich in einer anderen europäischen Metropole verbringen. Sonderlich kostspielig ist das dank der Vermietung meiner Behausung nicht. Die größere Herausforderung für einen derartig ortsungebundenen Lebensstil sind persönliche Besitztümer und administrative Verpflichtungen, welche die eigene Flexiblität und Beweglichkeit einschränken. Doch als Anhänger des digitalen Minimalismus (“Cult of Less”) habe ich diese Barrieren weitestgehend minimiert.

Erfunden wurde der Cult of Less von dem Softwareprogrammierer und Entepreneur Michael Kelly Sutton. 2010 begann er damit, auf seiner Website CultOfLess.com seine Habseligkeiten aufzulisten. Er war dabei bestrebt, mit so wenig physischem Eigentüm wie möglich auszukommen. Ein Laptop, ein iPad, ein Kindle, zwei externe Festplatten und ein paar Klamotten – damit war sein physischer Besitzstand weitestgehend abgedeckt. Digitale Technologien und Internetdienste legen die Basis für diese neue Form des Minimalismus, die eine bisher sonst nur von Aussteigern genossene Freiheit ermöglicht – sofern es das Arbeitsverhältnis zulässt, versteht sich.

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Minimalismus:
Digitale Minimalisten
und Tech-Nomaden

Weniger ist mehr: Als «Minimalism» erfährt dieses alte Sprichwort eine Renaissance. Die Protagonisten wollen ihren Lebensstil weniger als Konsumkritik verstanden haben, sondern vielmehr als Weg zu mehr Fokus und weniger Stress.

Für die einen ist es bittere Realität, für andere eine Selbstverständlichkeit und für manche ein bewusster Lebensstil: ausschließlich das Nötigste zu besitzen. In ihren Weblogs präsentieren Minimalisten ihren wenigen Besitz und schreiben über die Vorteile und Annehmlichkeiten ihrer Lebensart. Das größte Medieninteresse weckte damit 2010 der Softwareentwickler Michael Kelly Sutton.

Cult of Less
Inspiriert unter anderem durch das Buch Die 4-Stunden-Woche von Timothy Ferriss (in dem es ein Kapitel Weniger ist mehr: Werfen Sie Ballast ab gibt), beschloss Kelly Sutton im September 2009, seinen Besitz soweit zu reduzieren, dass alles in zwei Koffer und zwei Taschen passt. Er gründete eine Internetseite, die er Cult of Less getauft hat, und bot darüber seine Sachen zum Verkauf an. Nach einem längeren Auslandsaufenthalt hatte er ohnehin festgestellt, dass er vieles gar nicht benötigt.

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