Alle 13 Artikel zum Thema Die Zeit auf netzwertig.com:
Heute ist Zoomer.de gestartet, das neue Nachrichtenportal des Holtzbrinck-Verlags (Tagesspiegel, Zeit, StudiVZ). Ulrich Wickert verspricht im Begrüßungs-Video “das erste echte Internet-Nachrichtenportal” – die Netzeitung wird sich bedanken.
mit Florian Steglich

Zomtec ist gestern, Zoomer ist heute (Screenshot)
Seit heute ist Zoomer im Netz – unser erster Eindruck: Auf Zoomer.de finden sich “echte” Nachrichten. Die Unabhängigkeit des Kosovo, die Ermittlungen in Sachen Steuerhinterziehung, die Wahlen in Hamburg. Da ist erstmal nichts zu sehen von Britney-Britney-Balla-Balla.
Was die Leser interessiert, landet vorne, was nicht klickt, wird abgeräumt. So werden keine weiteren Ressourcen an den Ausbau von Themen verschwendet, die dann doch niemand lesen mag. Stattdessen füttert die Redaktion dort zu, wo das Interesse der Schwarm-intelligenten User sich ballt.
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Die Archive von Focus und Zeit stehen kostenlos im Netz, der Spiegel folgt im Frühjahr. Neben mehr Werbeplätzen schaffen sich die Verlage so auch ein höheres Ansehen: Ihre Inhalte werden durchsucht, verlinkt und zitiert.

Wissen, was wichtig war: Helmut Kohl, der Bürger-King (
Focus 34/1994)
Die Texte aus 15 Jahren Focus sind im Archiv kostenlos abrufbar. Bilder und vor allem Infografiken, für deren inflationären Einsatz das Nachrichtenmagazin sich einen Ruf erworben hat, haben es nicht mit in die digitale Verfügbarkeit geschafft. Währenddessen kosten die Artikel in Datenbanken immer noch zwischen 1,37 und 2,60 Euro (siehe Tabelle).
Bei der New York Times stellte man fest, dass Besucher immer mehr über Suchmaschinen und Blogs direkt Zugriff auf einzelne Artikel suchten. Bis zum September 2007 führte das nur selten zum gewünschten Text, das Angebot der Zeitung versteckte sich hinter einem “pay wall”. Wer auf die Angebote zugreifen wollten, musste bezahlen.
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Heute verlinkten wir einen Artikel im Tagesspiegel mit dem Titel “Alt, älter, ARD“. Eine Auswertung von Januar bis Mai 2007 ergab, dass der deutsche TV-Durchschnittszuschauer acht Jahre älter ist als der deutsche Durchschnittsbürger.
Das Problem der Überalterung haben aber nicht nur die westliche Gesellschaft allgemein und die TV-Sender speziell, sondern auch Parteien. Oder Zeitungen. Ein schönes Beispiel dazu macht die Zeit in ihrer gestrigen Ausgabe. Auf Seite 3 wird mit mitunter witzigen Bildern auf die Überalterung in der Partei SPD aufmerksam gemacht. Im seltsamen Gegensatz dazu steht aber die Titelseite. Darauf abgebildet sind nämlich die Coverboys Martin Walser (80) und Günter Grass (79).
Hier die Bilder:
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