Alle 27 Artikel zum Thema Deutschland auf netzwertig.com:
Ein Start von Spotify in Deutschland ist nur noch eine Zeitfrage. Die Anstellung eines in Berlin ansässigen PR-Managers für den deutschsprachigen Markt signalisiert, dass es nicht mehr lange dauern kann.
Es gibt nicht viele Onlinedienste, auf die Internetnutzer in Deutschland so sehnlich waren wie auf
Spotify. Zwar mangelt es hierzulande mittlerweile
nicht mehr an On-Demand-Musikangeboten, doch bis auf
simfy verzichten alle auf einen kostenfreien Service und sind sich im Funktionsumfang weitgehend ähnlich. Ob einem Spotify besser gefällt als die Konkurrenz, hängt von den persönlichen Präferenzen ab. Aber dem typischen menschlichen Verhaltensmuster folgend, Dinge zu begehren, die man nicht haben kann, dürften sich bei einem Spotify-Launch hierzulande viele User auf den schwedischen, mittlerweile in zwölf Ländern verfügbaren Dienst stürzen – erst recht, sofern es zwischen Spotify und der GEMA zu einer Einigung hinsichtlich eines Gratis-Angebots kommen sollte.
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Das Berliner Startup iversity hat einem US-Konkurrenten zu dessen Kapitalspritze gratuliert und nutzt die Gelegenheit, potenzielle Copycat-Vorwürfe frühzeitig zu entkräften. Der Ruf der deutschen Internetbranche als Klonfabrik erfordert derartige Maßnahmen.
Die deutsche Internetbranche hat sich in den vergangenen Jahren bekanntlich einen zweifelhaften Ruf aufgebaut, leidenschaftlich gern erfolgreiche US-Webkonzepte nachzuahmen. Das hat zur Folge, dass auch schnell hiesige Startups als Copycats abgestempelt werden, deren Macher keineswegs die Intention hatten, einen bestehenden ausländischen Dienst zu imitieren.
Prominente Beispiele hierfür sind Xing, das zwar von vielen als LinkedIn-Klon angesehen wird, aber nach Aussage eines frühen Xing-Crewmitglieds zu Beginn ohne Kenntnis über den US-Kontrahenten entwickelt wurde, sowie das Städte- und Empfehlungsportal Qype. Dessen Gründer Stephan Uhrenbacher beteuert ebenfalls, erst vom Wettbewerber Yelp erfahren zu haben, als die Entwicklung von Qype bereits in vollem Gange war.
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Facebook hat 2011 seinen kometenhaften Aufstieg in Deutschland fortgesetzt. Den Meilenstein von 25 Millionen aktiven Nutzern wird das soziale Netzwerk verfehlen – aber nur knapp.
Eine der interessanteren Fragen des Jahres lautete: Wie viele aktive Nutzer wird Facebook nach seinem einzigartigen Aufstieg in Deutschland zum Jahresende vorweisen können?
Ende März versuchte ich mich an einem Blick in die Glaskugel. Zu diesem Zeitpunkt hatte das soziale Netzwerk in Deutschland gerade die Marke von 17 Millionen aktiven Anwendern durchbrochen und wuchs mit monatlich mehr als einer Million. Meine damalige Prognose: Zum Jahresende dürften sich mehr als 25 Millionen, im Extremfall vielleicht sogar 30 Millionen Deutsche regelmäßig bei Facebook blicken lassen.
Ein Blick auf die jüngsten, von futurebiz mittels Facebooks Anzeigentool erhobenen Zahlen zeigt: Der Extremfall ist nicht eingetreten, und bei meiner Schätzung der 25 Millionen war ich einen Tick zu optimistisch – aber auch nur einen Tick.
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Mit secure.me startet myON-ID Media aus München heute einen Monitoring-Dienst für Facebook, der mit dem Label “Privacy made in Germany” international das Vertrauen von um ihre Privatsphäre besorgten Nutzern gewinnen will.
Wenn es nach einigen deutschen Politikern geht, dann ist “Datenschutz made in Germany” der nächste große Exportschlager. Die zahlreichen Regulierungsversuche und Einschränkungen, die hierzulande in den vergangenen Jahren diskutiert und in Angriff genommen worden sind – vom digitalen Radiergummi über die Verpixelung bei Street View bis hin zum Fall Schleswig Holstein – haben den hohen und teils auch übertriebenen Stellenwert des prinzipienhaften Datenschutzes in der EU und speziell in der Bundesrepublik auf internationaler Bühne ins Rampenlicht gerückt.
Die Münchner myON-ID Media GmbH möchte mit einem neuen Dienst zur besseren Überwachung der persönlichen Privatsphäre bei Facebook die Gelegenheit nutzen und mit dem Versprechen “Privacy made in Germany” eine weltweite Nutzerschaft ansprechen.
secure.me nennt sich der soeben im Beta-Stadium angelaufene kostenfreie Onlineservice, der sich an Eltern, Privatpersonen und Unternehmen richtet, die sich nicht darauf verlassen, dass sie bei Facebook alle ihre Privatsphäre betreffenden Aktivitäten und Ereignisse mitbekommen.
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Hunderte junge Startups aus Europa wollen ganz groß rauskommen. Doch damit dies klappt, müssen sie ihre Hausaufgaben machen.
Heute ist der letzte Tag, an dem ihr im Rahmen der von TechCrunch initiierten “The Europas”
über die besten Startups und Investoren des Kontinents abstimmen könnt. Die über 100 Dienste (und Persönlichkeiten),
die ihr in 21 Kategorien auf der Abstimmungsseite präsentiert bekommt, sind das Resultat der Arbeit
eines 20-köpfigen Advisory Boards, das die vielen hundert Bewerbungen von Internet- und Tech-Jungunternehmen gesichtet und die aussichtsreichsten Kandidaten für die öffentliche Abstimmung ausgewählt hat.
Als Mitglied des Advisory Boards verbrachte ich in den vergangenen Wochen etliche Stunden damit, mir die Produktbeschreibungen, Onlinepitches und Websites von mindestens 100 Startups aus der EMEA-Region anzuschauen und zu bewerten. Da der Wettbewerb noch läuft, werde ich an dieser Stelle keine konkreten Aussagen zu Favoriten und einzelnen Kandidaten machen, möchte aber einige Gedanken niederschreiben, die mich während des Sichtens der Bewerbungsmaterialien nicht losließen.
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Die Samwer-Brüder gelten als Deutschlands erfolgreichste Internetunternehmer – und tragen gleichzeitig einen großen Teil der Verantwortung für den schlechten internationalen Ruf der deutschen Webwirtschaft. Sie selbst stört dies wenig.
Samwer. Kein Name polarisiert die deutsche Internetbranche mehr als dieser. Die Brüder Alexander, Marc und Oliver haben in mehr als zehn Jahren die perfekte Masche entwickelt, um Startups innerhalb kürzester Zeit zu einem beachtlichen Wachstum zu verhelfen und dann zu verkaufen.
Sie gelten als die erfolgreichsten Internetunternehmer Deutschlands – und tragen aufgrund ihres Faibles für das Nachbauen von bereits erfolgreichen US-Geschäftsmodellen gleichzeitig die Verantwortung für den langjährigen Ruf der hiesigen Gründerlandschaft, primär Copycats und wenig eigene Innovation hervorzubringen (was glücklicherweise im Jahr 2011 keine Gültigkeit mehr hat).
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Google, Apple, Facebook und Amazon schaffen digitale Ökosysteme und ziehen Konsumenten und Lieferanten magisch an. Deutsche Medienanbieter verlieren angesichts dieser Entwicklung Einfluss und Bedeutung.
Die nächsten Jahren werden hart. Nicht für Konsumenten und nicht für zukunftsorientierte Unternehmen, aber für alle diejenigen im deutschsprachigen Raum, die sich eine Welt ohne eine gewisse Kontrolle über die Medienwertschöpfungskette und ohne dominierende nationale Anbieter in strategisch wichtigen Bereichen nicht vorstellen können.
Wieder einmal klar wurde mir das am Mittwoch im Angesicht von Amazons vorgestellten Produktneuheiten: einem 199-Dollar-Tablet sowie zwei neuen E-Readern zum Niedrigstpreis, von denen zumindest einer für gerade einmal 99 Euro auch in Deutschland auf den Markt kommen soll.
Amazons Vorstoß ist in zweierlei Hinsicht bedeutsam: Zum einen führt das zum Internet-Mischkonzern mutierende Unternehmen aus Seattle die losen Enden im Vertrieb seiner digitalen Waren zusammen, zum anderen Unterstreicht es seinen Anspruch, im Wettrennen der Netzgiganten um die Aufmerksamkeit und Loyalität der Konsumenten mitzumischen. » weiterlesen
Schon seit Frühjahr 2010 betreibt das New Yorker Startup Etsy eine Niederlassung in Berlin. In dieser Woche startet der Dienst unter genauer Beobachtung des Konkurrenten DaWanda seine deutsche Version.
Jeder lokale deutsche Onlinedienst mit einem konzeptionell vergleichbaren US-Konkurrenten muss es früher oder später auch hierzulande mit seinem Vorbild aufnehmen. Ob
studiVZ,
Xing,
Qype oder die
Fiverr-Nachahmer: Stets erschien der Wettbewerber von der anderen Seite des Atlantiks eines Tages mit einer eigenen, an den deutschsprachigen Markt angepassten Variante (
Facebook,
LinkedIn,
Yelp,
Fiverr). Zumeist lautet die Frage nur “wann”, nicht “ob”.
Auch dass der im Dezember 2006 gestartete Berliner Onlinemarktplatz für Unikate und Selbstgemachtes DaWanda eines Tages in seinem Heimatmarkt Gesellschaft vom New Yorker Vorbild Etsy erhalten würde, war absehbar. Zumal Etsy schon im April 2010 seine Europazentrale in der deutschen Hauptstadt eröffnet hatte.
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Der deutschen Öffentlichkeit mangelt es im Bezug auf das Netz nicht an Konflikten. Doch diese versperren leicht den Blick auf erfreuliche und positive Entwicklungen rund um den digitalen Wandel.
Foto: Flickr/Anusca76, CC-Lizenz
In der deutschen Digitallandschaft findet sich viel Streitpotenzial. Datenschutz, Leistungsschutzrecht, Vorratsdatenspeicherung, Netzneutralität, Klarnamenzwang sind nur einige der Punkte, welche die öffentliche Debatte prägen und heftig polarisieren. Zumal wir Deutschen ohnehin eine Tendenz haben, jede sich ergebende Konfliktgelegenheit dankbar zu nutzen (ich nehme mich da nicht aus).
Ob der vielen, mit einer umfangreichen Medienberichterstattung bedachten “Brandherde” (gemäß dem Motto “Bad news is good news”) entsteht leicht der Eindruck, dass die digitale deutsche Gesellschaft keinerlei positive Meldungen zu verkünden hat. Zu jammern und zu kritisieren gibt es viel, Erfolge hingegen werden kaum zur Kenntnis genommen oder im Extremfall so dargestellt, dass auch sie noch Anlass zur Nörgelei bieten.
In diesem Beitrag möchte ich auf fünf Entwicklungen hinweisen, die unterstreichen, dass sich der digitale Standort Deutschland trotz aller offenen Fragen und Skepsis, trotz allem Populismus, Aktionismus und Schlechtredens in die richtige Richtung bewegt. Gleichzeitig rufe ich euch dazu auf, in den Kommentaren auf weitere Meldungen und Geschehnissen zu verweisen, welche zum Thema passen und ebenfalls in die Kategorie “gute Nachrichten” fallen.
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LinkedIn eröffnet ein Büro in München und will jetzt endlich auch in Deutschland seinen Durchbruch erwirken. Noch ist hierzulande Xing Marktführer. Doch eines Tages wird sich dies ändern.
Anfang Februar 2009, vor zweieinhalb Jahren, gab das US-Geschäftsnetzwerk
LinkedIn den
Startschuss für seine deutschsprachige Benutzeroberfläche. Es sollte der Beginn einer Aufholjagd im deutschsprachigen Markt werden – den seit jeher
Xing als Business Network dominiert.
Doch in Deutschland und Österreich ist es bisher nicht zu einer wirklich signifikanten Verschiebung im Kräfteverhältnis zwischen den zwei Kontrahenten gekommen. In der Schweiz hingegen gilt LinkedIn mittlerweile als Marktführer.
Ausgerüstet mit Millionen aus dem Börsengang will das US-Netzwerk jetzt aber auch in Deutschland Nägel mit Köpfen machen und Xing verdrängen: Ab dem heutigen Freitag wird das Deutschland-Geschäft von LinkedIn nicht mehr aus Kalifornien sondern von einem sechsköpfigen Team unter Führung von Deutschland-Chef Kai Deininger aus München gesteuert.
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