Alle 55 Artikel zum Thema Datenschutz auf netzwertig.com:
Nachdem bekannt wurde, dass Path heimlich auf die iPhone-Adressbücher seiner Nutzer zugreift, geraten auch die Praktiken anderer Apps in die Kritik.
Der Skandal (oder das “Skandälchen, je nach Perspektive)
um den automatischen Adressbuchabgleich von Path zieht Kreise und hat zur Folge, dass auch das Verhalten anderer populärer iPhone-Applikationen unter die Lupe genommen wird. Die Macher der US-Foto-App
Hipster gehörten zu den ersten, die ebenfalls den heimlichen Blick auf die Smartphone-Kontakte der Nutzer
eingestanden – mit dem feinen Unterschied, dass die Daten zwar abgeglichen, aber nicht auf den eigenen Servern gespeichert werden, so das Unternehmen.
Der Blogger Mugunth Kumar hat unterdessen einen näheren Blick auf Instagram und foursquare geworfen - zwei der populärsten mobilen Anwendungen für das iPhone überhaupt. Instagram erlaubt sich den Zugriff auf das Adressbuch, nachdem Nutzer im Bereich “Find friends” die Option “From my contact list” gewählt haben. Zwar informiert die beliebte Foto-Applikation nicht darüber, ob die Daten für den Augenblick synchronisiert oder dauerhaft auf den Instagram-Servern gespeichert werden. Dennoch wählt das New Yorker Startup einen recht eindeutigen Prozess, der wenig Raum für sachliche Kritik lässt.
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Das aufstrebende soziale Netzwerk Path hat sich mit dem ungefragten Abgleich der Smartphone-Adressbücher seiner Nutzer einen groben Schnitzer erlaubt. Für diese bei Startups übliche Leichtfertigkeit gibt es Gründe.
Es ist nicht lange her, da
beschrieb ich am Beispiel GetGlue und foursquare, wie leichtfertig Startups das Vertrauen ihrer Nutzer aufs Spiel setzen. Dass es nur eine Frage der Zeit war, bis das nächste eigentlich sympathische Jungunternehmen sich einen Schnitzer auf Kosten seiner Anwender leisten würde, daran bestand kein Zweifel. Jetzt ist es passiert, und zwar ausgerechnet bei
Path, dem aufstrebenden “privaten” sozialen Netzwerk, das seit einiger Zeit in Early-Adopter-Kreisen
für Furore sorgt und sich erfolgreich als auf die Interaktion im geschlossenen Kreis basierendes Gegenstück zu Facebook
positionieren konnte:
Der Entwickler Arun Thampi hat festgestellt, dass die iPhone-App von Path bei Neuregistrierungen das gesamte Smartphone-Adressbuch der Nutzer auf die eigenen Server lädt, ohne um Erlaubnis zu bitten oder Anwender darüber in Kenntnis zu setzen. Auf diese Weise soll es Path-Mitgliedern leichter gemacht werden, ihre Freunde und Familie zu finden und als Kontakte hinzuzufügen, so die Rechtfertigung von Path-Mitgründer Dave Morin, einem ehemaligen Facebook-Angestellten, als Kommentar zu Thampis Blogeintrag. Gleichzeitig kündigte Morin an, den Adressbuchabgleich künftig wie in der Android-App als freiwillige Option anzubieten.
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Mit secure.me startet myON-ID Media aus München heute einen Monitoring-Dienst für Facebook, der mit dem Label “Privacy made in Germany” international das Vertrauen von um ihre Privatsphäre besorgten Nutzern gewinnen will.
Wenn es nach einigen deutschen Politikern geht, dann ist “Datenschutz made in Germany” der nächste große Exportschlager. Die zahlreichen Regulierungsversuche und Einschränkungen, die hierzulande in den vergangenen Jahren diskutiert und in Angriff genommen worden sind – vom digitalen Radiergummi über die Verpixelung bei Street View bis hin zum Fall Schleswig Holstein – haben den hohen und teils auch übertriebenen Stellenwert des prinzipienhaften Datenschutzes in der EU und speziell in der Bundesrepublik auf internationaler Bühne ins Rampenlicht gerückt.
Die Münchner myON-ID Media GmbH möchte mit einem neuen Dienst zur besseren Überwachung der persönlichen Privatsphäre bei Facebook die Gelegenheit nutzen und mit dem Versprechen “Privacy made in Germany” eine weltweite Nutzerschaft ansprechen.
secure.me nennt sich der soeben im Beta-Stadium angelaufene kostenfreie Onlineservice, der sich an Eltern, Privatpersonen und Unternehmen richtet, die sich nicht darauf verlassen, dass sie bei Facebook alle ihre Privatsphäre betreffenden Aktivitäten und Ereignisse mitbekommen.
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Facebook und die US-Handelskommission FTC haben sich wie erwartet über den Umgang mit dem Datenschutz geeinigt. Künftig muss das Social Network Nutzer bei Veränderungen ihrer existierenden Privatsphäre-Einstellungen um Erlaubnis bitten – neue Funktionen sind davon aber nicht unbedingt betroffen.
Rechtzeitig vor dem geplanten Börsengang
mit einer angestrebten Bewertung von 100 Milliarden Dollar hat sich Facebook mit der US-Handelskommission FTC über künftige Regeln
im Umgang mit dem Datenschutz der über 800 Millionen aktiven Mitglieder geeinigt. Vorausgegangen waren Beschwerden von Verbraucherschutzorganisationen aus dem Jahr 2009 über die Art, wie Facebook die Privatsphäre-Einstellungen seiner Nutzer ohne deren Einverständnis eigenmächtig verändert.
Die Details der jetzt getroffenen Vereinbarungen ähneln in etwa dem, was vor drei Wochen über das Abkommen bekannt wurde. Möchte das Unternehmen die von Anwendern getätigten Privatsphäre-Optionen modifizieren, darf dies nicht mehr ohne deren ausdrückliche Zustimmung geschehen – wie es bei einem großen Update vor zwei Jahren eintraf. Zudem erhält Facebook die Anweisung, die Datenschutzbestrebungen in Form eines Privacy-Programmes zu formalisieren und dessen Implementierung alle zwei Jahre mit einer Laufzeit von 20 Jahren von einer unabhängigen Prüfungsfirma kontrollieren zu lassen.
In einem langen, aber inhaltlich dünnen Blogbeitrag verkündete Firmenchef Mark Zuckerberg gestern in diesem Zusammenhang die Ernennung von zwei “Chief Privacy Officern”
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Die US-Handelskommission FTC hat Facebook die Auflage erteilt, für Änderungen an den Privatsphäre-Einstellungen grundsätzlich vorab das Einverständnis der Nutzer einzuholen. Im schlimmsten Fall wird dies Facebooks Entwicklungstempo drastisch verlangsamen.
Foto: stock.xchng
Aktualisiert
Nutzer von Internetdiensten wünschen sich zwar (bewusst oder unbewusst) eine Weiterentwicklung des Angebots, haben aber eine Tendenz, signifikante Änderungen zumindest anfänglich abzulehnen – erst recht wenn sie mit abgewandelten Privatsphäre-Einstellungen einhergehen. Facebook, das weltgrößte soziale Netzwerk, hat deshalb über die Jahre signifikante Neuerungen stets im Opt-Out statt im Opt-In-Verfahren eingeführt.
Opt-Out bedeutet, dass eine neue Funktionalität oder Einstellung für Anwender automatisch aktiviert wird. Sofern sie diese nicht wünschen, erhalten sie nachträglich die Gelegenheit, sie wieder abzuschalten. Beim Opt-In hingegen werden Nutzer vor die Wahl gestellt, ob sie die Neuerung freischalten wollen.
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Facebook wagt mit seinen Servern den Sprung über den großen Teich und errichtet sein erstes Rechenzentrum in Europa. Im Interview erläutert Facebook-Manager Tom Furlong die Hintergründe, in Nordschweden drei riesige Serverhallen zu errichten.
Quelle: lulea.se
Am gestrigen Donnerstag
wurde offiziell verkündet, was schon länger als Gerücht zu hören war: Facebook wird im nordschwedischen Luleå sein erstes Rechenzentrum in Europa und gleichzeitig das erste außerhalb der USA errichten. Drei Serverhallen mit einer Fläche von 28.000 Quadratmetern sollen etappenweise gebaut und sukzessive mit zunehmendem Bedarf in Betrieb genommen werden – kurioserweise gefördert mit gut 10 Millionen Euro aus EU-Töpfen (
übersetzte Quelle).
Tom Furlong, bei Facebook als “Director Site Operations” für die Server des 800 Millionen aktive Mitglieder zählenden sozialen Netzwerks zuständig, war gestern in Luleå vor Ort. Am Freitagmorgen traf ich ihn in Stockholm zu einem Interview und befragte ihn zu den Hintergründen der Entscheidung, erstmals Server in Europa aufzustellen, und was dieser Schritt für den anhaltenden Datenschutz-Konflikt zwischen der EU und Facebook bedeutet. » weiterlesen
Die Welt sozialer Netzwerke ist ungerecht: Anbieter, die sich an die Konventionen halten, werden zu Geisterstädten, während Regelbrecher sich vor Nutzern kaum retten können. Die mobilen Apps Kik, WhatsApp und Viber verdeutlichen dies exemplarisch.
Wenn ich mit Freunden oder Bekannten per mobiler Kurznachricht kommuniziere, versuche ich, die in ihrer Zeichenlänge begrenzte und je nach Tarif auch kostenpflichtige SMS zu vermeiden und stattdessen per Smartphone-Chatdienst zu kommunizieren. Wie ich
bereits in einem älteren Beitrag dargelegt habe, nutze ich hierfür den kanadischen Dienst
Kik.
Doch leider hat dieser in Europa eine äußerst geringe Verbreitung. Abgesehen von einigen Kontakten, die ich selbst zum Einsatz von Kik bewegen konnte, begegnen mir selten Personen, welche die Kik-App installiert haben und somit über den kostenfreien Service für mich erreichbar sind. Einer vergleichbaren Applikation dagegen ist es gelungen, in Deutschland und anderen europäischen Ländern eine kritische Masse zu erreichen, nämlich WhatsApp.
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Google, Facebook und vielleicht auch Apple bereiten Datenschützern Kopfschmerzen. Aber sie vergessen einen großen Konzern im Internet, der viel sensiblere Informationen über uns hat als alle anderen: Amazon.
Datenschützer möchten uns davor schützen, dass unsere persönlichen Daten zu einem späteren Zeitpunkt gegen uns verwendet werden. Der Mensch im Allgemeinen lässt sich sehr leicht beeinflussen (abgesehen von netzwertig.com-Lesern natürlich). Marketingstrategen wissen wie es geht. Es haben sich ganze Wissenschaften darum gebildet, wie Menschen sich durch Werbung und Informationen beeinflussen lassen.
Der Schlüssel zum Erfolg eines Werbers sind Daten und zwar solche, die Datenschützer lieber schneller gelöscht sehen würden, als andere das Wort Datenschutz aussprechen können. Je persönlicher diese Daten sind und je mehr sie unseren emotionalen Vorlieben entsprechen, desto besser eignen sie sich, um bei uns einen Kaufimpuls auszulösen.
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Deutschlands Datenschützer forcieren ihre kompromisslose Bürokratisierung des Datenverkehrs zwischen der EU und den USA. Verhältnismäßigkeit und ein Verständnis für den digitalen Alltag der Menschen sucht man dabei vergebens.
Foto: stock.xchng
Der Name “World Wide Web” sagt es schon: Das Internet ist global und kennt keine Ländergrenzen. Herkunft und das Ziel der durch die Leitungen gepumpten Daten spielen keine Rolle. Sie werden gleich behandelt, egal ob sie von Berlin nach München, von Zürich nach New York oder von Ulaanbaatar nach Kapstadt unterwegs sind.
Doch es gibt Strömungen, die diese Freiheit begrenzen wollen und eine Balkanisierung des Internets forcieren. Während Länder wie China oder Iran sich aus ideologischen bzw. religiösen Gründen ihre eigenen gefilterten, nationalen Netze aufbauen, zeichnet sich innerhalb der EU eine durch die unbewegliche Festklammerung am Datenschutz-Thema ausgelöste Balkanisierung des Webs ab. Am Wochenende gab es hierfür gleich zwei exemplarische Meldungen:
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Facebooks nutzerdefinierte Freundeslisten zur Begrenzung der Sichtbarkeit von Inhalten für bestimmte Kontakte funktionieren seit einigen Tagen nicht mehr so zuverlässig wie zuvor. Facebook aber beteuert, keine Einstellungen verändert zu haben.
Gespannt wartet die Onlinewelt auf
Facebooks heute um 19:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit beginnende
Entwicklerkonferenz f8. Den überschwänglichen Vorabberichten zufolge werden die von dem Social Network präsentierten Neuerungen “
die Social-Media-Welt verändern“.
Doch während sich Facebook gerade mächtig ins Zeug legt, was die Überarbeitung seiner Plattform und die Kommunikation rund um bereits lancierte und anstehende Veränderungen betrifft, hüllt es sich zu unangenehmen Nebeneffekten des umfangreichen Teil-Relaunches in Schweigen.
In der vergangenen Woche berichtete ich über meine Beobachtungen, dass das soziale Netzwerk von Nutzern vor bestimmten Freundeslisten verborgene Inhalte nun allen Kontakten zugänglich macht. Außerdem wies ich darauf hin, dass neu geschlossene Freundschaften nun unwiderruflich auf dem öffentlichen Profil erscheinen. Auch das war zuvor nicht so. Ein Blick auf die Kommentare des Beitrags verdeutlicht, dass zahlreiche andere Facebook-Nutzer ähnliches bei sich festgestellt haben.
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