Thema: Datenschutz

 

Alle 78 Artikel zum Thema Datenschutz auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

Gesichtsidentifizierung per App:
Die schwierige Suche nach soliden Gegenargumenten

Viele Menschen reagieren ablehnend auf Technologie zur Erkennung und Identifizierung von Gesichtern. Es lohnt sich aber, die Argumente dagegen genauer unter die Lupe zu nehmen, anstatt dem ersten Impuls zu folgen.

GesichtserkennungNameTag, eine App für Google Glass, verspricht den Echtzeit-Abgleich von Gesichtern vor der Linse mit Onlineprofilen. Damit würden sich zu Fremden sofort der Name und persönliche Informationen abrufen lassen. Datenschützer und Politiker sind natürlich alarmiert. Dabei ist es vergleichsweise unwahrscheinlich, dass diese spezifische Anwendung jemals zu einem Hit wird: Google selbst verbietet entsprechende Apps für Glass eigentlich. Glass wiederum tendiert in der aktuellen Fassung eher in Richtung “großer Flop”. Bei NameTag, das sich im geschlossenen Beta-Stadium befindet, weiß man nicht, ob die Technologie wirklich zuverlässig funktioniert. Und in den gängigen Smartphone-App-Stores würde eine derartige Anwendung im Jahr 2014 wahrscheinlich kaum lange geduldet werden. » weiterlesen

Zunehmende Kritik:
Warum Google die eigene Datensammelwut noch um die Ohren fliegen wird

Die Bevölkerung ist ob immer neuer Details über den NSA-Skandal beunruhigt, aber Chefdatensammler Google macht unbeeindruckt weiter. Das wird nicht mehr lange gut gehen.

Google hat in dieser Woche eigentlich nicht mehr getan als das vielversprechende Hardware-Startup Nest zu übernehmen. Jubel brach darüber außer beim den beteiligten Unternehmen und Investoren eigentlich nirgendwo aus. Nest-Kunden, technisch interessierte Bürger oder Journalisten meldeten ihre Sorgen über eine noch weiter gehende Überwachung an. Kritische Stimmen gab es dabei nicht nur in Deutschland, sondern vielfach auch in den USA, wo der NSA-Überwachungsskandal die Menschen bislang gefühlt nicht so sehr stört wie in Deutschland.

Und das ist bemerkenswert, zumal Nest direkt versprach, die Daten, die das Smart-Home-System sammle, stünden nur der Nest-Einheit selbst und keiner anderen Google-Division zur Verfügung. Google hat ein Image-Problem. Und sollte man drüben in Mountain View nicht langsam umdenken, dürfte sich das langfristig auch finanziell bemerkbar machen. » weiterlesen

Benutzerfreundliche Datensicherheit im Netz:
Der Traum von der perfekten Security-Lösung für die Masse

Die meisten User wollen sie, nur wenige bekommen sie: Sicherheit im Netz. Anbieter, die Security und den Schutz der Privatsphäre mit einer hohen Benutzerfreundlichkeit kombinieren, sehen ihre Chance.

SicherheitSicherheit und Privatsphäre im Internet – jeder wünscht es sich, doch spätestens seit den Enthüllungen der geheimdienstlichen Netzüberwachung ist klar, dass nur eine verschwindend geringe Minderheit diesen Wunsch erfüllt bekommt. Voraussetzung ist in jedem Fall die Aneignung eines erheblichen Wissensfundus’ über die technische Funktionsweise des Netzes, über Kryptografie und Verfahren zum anonymen Surfen, sowie eine Bereitschaft zu Abstrichen beim Komfort. Das Anonymisierungsnetzwerk Tor gilt gemeinhin als effektive Maßnahme zur Verschleierung der eigenen Identität im Web, setzt aber Zeit für das Erlernen eines versierten Umgangs voraus, und es verlangsamt das Surfen. E-Mail-Verschlüsselung hilft, im kleinen Kreis geführte Kommunikation vor neugierigen Dritten zu verbergen, erinnert aber an ein komplexes Buch mit vielen Kapiteln und zwingt User zu allerlei Usability-Kompromissen.

Bislang müssen sich User zumeist entscheiden, was ihnen wichtiger ist: Bequemlichkeit und wenig Aufwand oder ernstzunehmender Schutz. Daraus ergibt sich eine interessante Marktlücke: Anwendungen, die höchsten Sicherheitsstandards entsprechen und auch in einem von NSA und Co bis aufs letzte Bit überwachten Internet die Sicht von Außen versperren, die aber nicht das Studieren von Spezial-Know-how und komplizierte Einrichtungsprozesse erfordern sowie reduzierte Benutzerfreundlichkeit nach sich ziehen. Massentaugliche Sicherheitslösungen also, die auch Mainstreamanwender adäquat absichern. Ob eine derartige Eierlegende Wollmilchsau realistisch ist, steht freilich in den Sternen. Doch viele Anbieter versuchen sich derzeit an solchen Ansätzen. » weiterlesen

Fotos und Videos verstecken:
Keepsafe befriedigt Datenschutzbedürfnisse von Smartphone-Nutzern

Das von zwei Deutschen in San Francisco gegründete Startup Keepsafe erlaubt Nutzern von iPhones und Android-Smartphones das Verstecken ihrer Schnappschüsse. Was trivial klingt, entwickelt sich zu einem Downloadhit.

Mindestens 50.000 Deutsche sollen in der Region zwischen San Francisco und dem Silicon Valley leben. Viele von ihnen sind bei etablierten Internetfirmen oder jungen Startups tätig, oder sie gründen selbst, nicht selten sehr erfolgreich und ohne, dass die hiesige Tech-Presse sie im Blickfeld hat. Dies gilt auch für die aus Deutschland stammenden Wahlkalifornier Zouhair Belkoura und Philipp Berner. Mit ihrem Anfang 2012 lancierten Startup Keepsafe und der dazugehörigen App erlauben sie Besitzern von iPhones und Android-Smartphones das Verstecken von lokal gespeicherten Fotos und Videos. » weiterlesen

Prestigeprojekt in Gefahr:
Der Überwachungsskandal bedroht Google Glass

Googles Cyberbrille Glass war schon vor den Enthüllungen rund um Prism & Co ein polarisierendes Produkt. Nun müssen filmende Glass-Träger damit rechnen, als verlängerte Arme der Geheimdienste zu agieren. Googles Prestigeprojekt gerät damit noch stärker unter Druck.

Der NSA-Überwachungsskandal und seine an die Spitze eineGlasss Eisbergs erinnernden Ausmaße stellen die führenden US-Internetkonzerne vor Herausforderungen. So sehr sie auch mit Details zu den Anforderungen und Spitzelaktivitäten der Sicherheitsbehörden an die Öffentlichkeit gehen möchten: Die Vereinbarungen mit den Überwachern untersagen ihnen dies. Während Google, Facebook & Co ihre Lobbymaschinerie in Gang setzen, um doch mehr Transparenz in den Sachverhalt bringen zu dürfen, führen die Enthüllungen bei Firmen und Privatanwendern gleichermaßen zu bröckelndem Vertrauen.

Ein Unternehmen, für das die systematische Beschattung der Nutzer durch Geheimdienste besonders unangenehme Folgen haben könnte, ist Google. Mit seiner Cyberbrille Glass ist der Onlineriese bekanntlich drauf und dran, eines der zweifelsohne progressivsten IT-Produkte der jüngeren Geschichte auf den Markt zu bringen. Zwar steht das endgültige Urteil darüber noch aus, inwieweit die Augmented-Reality-Sehhilfe tatsächlich einen Massenmarkt bedienen kann. Doch die Leidenschaft, mit der Befürwörter und Kritiker von Glass ihre Standpunkte vertreten, verdeutlicht die Tragweite, die der von Glass begründeten Produktkategorie generell zugemessen wird. » weiterlesen

Memo an Merkel:
Geheimdienste kümmern sich nicht um Datenschutzgesetze

Als Reaktion auf den NSA-Überwachungsskandal fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel europaweit oder gar international gültige Datenschutzrichtlinien. Grundsätzlich ist dies sinnvoll, hat aber mit der aktuellen Problematik wenig zu tun. Denn Überwacher kümmern sich nicht um Datenschutzgesetze.

DatenschutzDie Reaktion von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf den US-Überwachungsskandal ist mehr als enttäuschend. Entweder, sie und ihre Parteikollegen verhindern bewusst, dass Licht ins Dunkel der NSA-Praktiken im Bezug auf europäische und deutsche Nutzer gebracht wird und hoffen darauf, dass doch noch irgendwann Gras über die Sache wächst. Oder ihr Einfluss auf die US-Regierung ist tatsächlich so gering und ihre gefühlte Abhängigkeit vom Wohlwollen Barack Obamas derartig groß, dass sie schlicht dazu verdammt sind, abzuwarten, bis ihnen die US-Regierung sorgfältig präparierte Informationshappen zuwirft. Falls dies überhaupt passiert.

Um wenigstens ein klein wenig Tatendrang zu suggerieren, überbrückt die Kanzlerin die peinliche, mittlerweile seit Wochen andauernde Pause mit dem Ruf nach einheitlichen Datenschutzrichtlinien in Europa. Internationale Vereinbarungen seien notwendig, die “sowohl dem Schutz der Privatsphäre eines jeden als auch dem Schutz vor vielfältigen Bedrohungen“ dienten. Unter anderem hält Merkel es für wünschenswert, wenn in Europa ansässige Internetfirmen Auskunft darüber geben müssen, an wen sie Daten weitergeben. Auch von einem internationalen Datenschutzabkommen nach dem Vorbild des Kyoto-Protokolls ist die Rede. » weiterlesen

Gesellschaftlicher Sinneswandel:
Die Snowden-Leaks und der mögliche Anfang vom Ende der Netzgiganten

Auch wenn niemand weiß, ob die Überwachungsskandale nachhaltig das Verhalten der Digitalbürger beeinflussen: Ein übler Nachgeschmack bleibt. Dieser bedroht die führenden Netzgiganten.

Google GlassEs ist schwer zu quantifizieren, welche Langzeitauswirkungen die von Edward Snowden aufgedeckten Überwachungsskandale auf die Haltung der Menschen zum Internet, auf ihr Verhalten im Netz und auf ihre Akzeptanz der tonangebenden Onlinedienste haben wird. Angesichts der doch weitreichenden Berichterstattung über Prism & Co in Massenmedien ist sicher, dass Millionen allein in Deutschland von den Praktiken der Geheimdienste erfahren haben. Ob sie davon ausgehend irgendetwas in ihrem Surfalltag verändern werden oder gar unter die sorgfältigen Verschlüsseler gehen, ist dagegen ungewiss. Zahlen aus der Schweiz zeigen: Rund ein Viertel der dortigen User erwägt Veränderungen bei der Onlinenutzung. Diese Erwägung garantiert natürlich nicht, dass es tatsächlich dazu kommt. Aber ein übler Nachgeschmack wird bei vielen zurückbleiben. Dieser kann sich für die führenden Webkonzerne zu einem großen Problem entwickeln. » weiterlesen

US-Internetüberwachung:
Wo bleibt die massive Imagekampagne hiesiger Onlinedienste?

Der stetig größere Ausmaße annehmende Überwachungsskandal sorgt für wachsende Skepsis bei Nutzern führender US-amerikanischer Internetkonzerne. Doch Datensicherheit in den Mittelpunkt stellende Startups aus dem deutschsprachigen Raum versäumen es bisher völlig, daraus Profit zu schlagen. Wo bleibt die gemeinsame PR- und Imagekampagne?

AktionDer Überwachungsskandal hält seit Wochen die Öffentlichkeit in Atmen, angetrieben von immer neuen Enthüllungen und einem wachsenden Interesse auch in Bevölkerungsteilen, die sonst wenig empfänglich für technisch eingefärbte Debatten rund um das digitale Geschehen sind. Profiteure der Ereignisse sind Webanbieter, deren Server nicht im US-amerikanischen Raum und damit außerhalb des unmittelbaren Einflussbereichs der NSA stehen, und die im besten Fall durch zusätzliche Verschlüsselungsmaßnahmen die jetzt gerade von Millionen Menschen nachgefragten erhöhten Sicherheitsmaßnahmen bieten können. Einige derartige Angebote hatten wir in diesem Beitrag vorgestellt. Die im Vergleich zu den USA deutlich schärfen Datenschutzgesetze in Deutschland und der Schweiz verschaffen hiesigen Cloudservices zweifelsohne einen enormen Kommunikationsvorteil. Zum ersten Mal überhaupt, sehen viele Internetfirmen aus dem deutschsprachigen Raum diese Gesetze doch sonst eher als hinderlich für ihre Angebote.

Leider versäumen es hiesige Webangebote vollkommen, diese bisher einmalige Sensibilität von Usern rund um den Globus für die Thematik der sicheren, die persönliche Integrität und Privatsphäre wahrende Internetanwendung für ihre eigenen Zwecke zu nutzen und das Attribut “Security made in Germany”, “Security made in Switzerland” oder “Security made in Europe” global ins Rampenlicht zu befördern. » weiterlesen

PRISM:
…und plötzlich erscheint die Cloud wie eine dumme Idee

Lange war sich die Netzwirtschaft einig: Daten und Rechenprozesse sind in der Cloud am besten aufgehoben. Doch im Lichte der US-Internetüberwachung erscheint das Konzept plötzlich wie eine ziemlich dumme Idee.

CloudSeit Jahren propagieren nahezu alle Akteure der Netzwirtschaft unisono die Cloud. Ein immer größerer Teil von Rechenprozessen und gespeicherten Daten von Anwendern und Firmen landet in eben dieser – in großen virtualisierten Server-Clustern in einem Rechenzentrum um die Ecke oder am andere Ende der Welt. Zu offensichtlich scheinen die Vorteile: Durch die kollektive Verwendung von Rechenressourcen sowie die Auslagerung von Daten sinken für User, Dienstebetreiber, Firmen sowie Organisationen die Kosten ihrer Nutzung und Prozessierung, gleichzeitig steigt der Komfort. Was in der Cloud liegt, kann von beliebigen Geräten aus abgerufen und auf vielfältige Weise weiterverwendet werden. Hinzu kommen viele individuelle Synergieeffekte und Innovationspotenziale.

Dass das Outsourcing von Rechenprozessen und Datenspeicherung nicht ohne Risiken ist, weiß jeder. Doch die Nutzerzahlen von cloudbasierten Onlineservices (wozu ich auch auf zentralen Servern basierende soziale Netzwerke zähle), die Popularität von Clouddienstleistern à la Amazon Web Services, Microsoft Azure, Google App Engine und Rackspace sowie die Vielzahl der Großkonzerne, die ihre Kommunikations- und Produktivitätsstruktur teilweise oder ganz aus ihrer Kontrolle gegeben haben (Google Apps, Microsoft Office 365), sprechen eine eindeutige Sprache: Für viele überwiegen die Vorzüge der Cloud ihre eventuelle Nachteile. » weiterlesen

US-Internetüberwachung PRISM:
Die unangenehme Wahrheit, die wir schon kannten

Die großflächige Datensammlung und Überwachung von Internetnutzern durch die US-Regierung konfrontiert uns mit einer verdrängten Wahrheit: Für die breite Masse der digitalen Bevölkerung existiert im Netz keine Privatsphäre.

prismDie US-Datensammlung PRISM (siehe Linkwertig) zieht weite Kreise. Immer neue Details der vom Nachrichtendienst NSA durchgeführten Internetüberwachung kommen ans Licht, angetrieben durch unaufhörliche Recherche- und Enthüllungsarbeit der Zeitungen Washington Post, New York Times und The Guardian. Mittlerweile hat sich der für die Öffentlichungmachung der Praktiken verantwortliche Whistleblower zu erkennen gegegeben und die massiven Ausmaße von PRISM unterstrichen. Zwar herrscht Unklarheit darüber, wie einfach es die an dem Überwachungsprogramm partizipierenden neun Internetfirmen (Microsoft, Yahoo, Google, Facebook, PalTalk, AOL, Skype, YouTube, and Apple) den Behörden machen, persönliche Anwenderdaten abzurufen. Keine Zweifel bestehen aber daran, dass dies erfolgt, und zwar in einem Rahmen, der Benutzer der Dienste dieser Unternehmen zu gläsernen Bürgern macht. » weiterlesen