Alle 17 Artikel zum Thema Bücher auf netzwertig.com:
Bei Readmill, einem neuen Social Network rund um E-Books, steht das tatsächliche Leseverhalten der Nutzer im Vordergrund. Herzstück des Dienstes aus Berlin ist ein sozialer E-Book-Reader für das iPad.
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Im Jahr 2007 zogen zwei Schweden nach einem kurzen Aufenthalt in San Francisco nach Berlin, um dort ein Online-Musikstartup aufzubauen. Die Rede ist natürlich von Alexander Ljung und Eric Wahlforss. Die zwei gründeten mit SoundCloud nicht nur eines der angesagtesten jungen Webunternehmen aus Deutschland, sondern legten auch den Grundstein für das Entstehen einer völlig neuen Generation hiesiger Startups.
Mittlerweile ist das Duo jedoch nicht mehr das einzige skandinavische Gründergespann im Internetsektor der deutschen Hauptstadt: Die Schweden David Kjelkerud und Henrik Berggren sind schon lange mit den SoundCloud-Machern befreundet und fassten Anfang des Jahres inspiriert von Ljungs und Wahlforss’ Pionierarbeit den Beschluss, ebenfalls nach Berlin zu ziehen und ein Startup auf die Beine zu stellen. Das Ergebnis heißt Readmill und ist ein soziales Netzwerk für Leser von E-Books. » weiterlesen
65 Prozent der Teilnehmer unserer Umfrage zur Zukunft des gedruckten Buches erwarten, dass dieses niemals als Massenprodukt verschwinden wird. Wunschtraum oder realistische Prognose?
Stellt euch vor, wir befänden uns im Jahr 2060. Mittlerweile sieht die Welt aus wie in einem Science-Fiction-Film aus vergangener Zeit. Viele Menschen besitzen ein kleines, mit Solarstrom betriebenes Fluggerät. Egal ob zu Hause oder in öffentlichen Gebäuden – überall stößt man auf riesige Touch-Bildschirme.
Alles ist vernetzt. In der Hosentasche trägt man eine hauchdünne, zusammenfaltbare Scheibe mit sich herum, eine Kombination aus Smartphone und Notebook. Über das Gerät hat jeder Zugriff auf alle jemals veröffentlichten Informationen und Inhalte, egal ob Filme, Bücher oder Musik. Mit Hilfe einer Funkverbindung lassen sich Inhalte auf eine 3D-Brille übertragen, so dass der heimische Fernseher überflüssig geworden ist.
Doch allen technologischen Entwicklungen zum Trotz: Sobald die Bürger dieser Zukunftsgesellschaft sich eine Stunde zurücklehnen und mit einer Lektüre entspannen wollen, gehen sie zu dem einmal pro Woche von der Haushaltshilfe sorgfältig entstaubten Regal mit Papierbüchern, wählen einen Titel aus, nehmen auf ihrem bequemen Sofa platz und genießen das Rascheln der Seiten und den Geruch von gedrucktem Papier. Wenn sie irgendwo hinfahren, kommt nicht nur der 100 g leichte Faltcomputer mit, sondern auch mindestens ein Taschenbuch. Manchmal auch zwei oder drei.
Ungefähr so könnte die Welt in 50 Jahren aussehen, wenn es nach 65 Prozent der Teilnehmer an unserer Umfrage zur Zukunft von Print-Büchern geht. Auf die Frage, wie viel Zeit dem gedruckten Buch als Massenprodukt bleibt, wählten nämlich 191 Leserinnen und Leser die Antwortalternative “Printbücher werden nicht verschwinden”.
25 Prozent der 294 Umfrageteilnehmer sind hingegen der Überzeugung, dass Papierbücher in spätestens 25 Jahren als Massenprodukt abgelöst worden sind.
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Das Tablet “The Kno” von Kakai soll das digitale Farbbuch der Zukunft für Studenten werden.
Der Hersteller Kakai stammt nicht etwa aus dem Kakophonen Teil Amerikas, sondern aus Silicon Valley. Auf der D8 Technologie Konferenz stellte die Firma
The Kno als Abkürzung von “Knowledge” vor. Es soll Laptop und Bücher gleichermaßen ersetzen und, wie Gründer Osman Rashid betont, dem Wunsch des Studenten “die analoge Erfahrung (des Bücherlesens) in ein digitales Format” überführen. So protzt The Kno mit zwei klapbaren 14 Zoll Displays für Bücher, Bilder und Videos.
Als Grundgerüst dient die Nvidia Tegra Plattform, die durch ein speziell angepasstes Linux ihre Leistung entfaltet – seit dem iPad darf hier natürlich nicht der obligatorische Hinweis fehlen: Flash wird vollständig unterstützt, und auch ein Lagesensor ist verbaut.
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Open Library ist eine gemeinnützige Bücherdatenbank, an der jeder mitarbeiten kann. Ziel ist, jedes jemals erschienene Buch zu indizieren.
Das unter der Domain
www.archive.org erreichbare “Internet Archive” dürfte den meisten Nutzern bekannt sein, die schon einmal ein Abbild einer früheren Website benötigten. Mit der “WayBackMachine” des gemeinnützigen Internetarchiv-Projekts ist genau dies möglich.
Vielleicht nicht jedem bewusst ist jedoch die Tatsache, dass im Jahr 2007 als Teilprojekt des Internet Archives Open Library ins Leben gerufen wurde. Open Library, zu deutsch offene Bibliothek, hat sich zum Ziel gesetzt, für jedes jemals erschienene Buch eine eigene Infoseite mit den wichtigsten Meta-Angaben rund um den Titel vorzuhalten. Am Mittwoch ging eine neue Version der Plattform online.
Jeder kann bei dem nicht gewinnorientierten Projekt Bücher hinzufügen oder bestehende Informationen bearbeiten, ganz wie man es von Wikipedia kennt. Laut eigenen Angaben befinden sich derzeit ungefähr 30 Millionen Datensätze in der Datenbank, die nach unterschiedlichen Kritierien durchsucht werden können. Rund eine Million eingescannte Bücher sind im Volltext verfügbar.
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Mehr Aufmerksamkeit für Bücher – dank YouTube: Mit kurzen Clips werben Verlage im Internet um Leser. Wir zeigen drei Beispiele von Rowohlt und Kiepenheuer & Witsch.
Wort-Werbung für Rowohlt-Buch
Immer mehr Bücher werden auf YouTube beworben! Vorsicht, ein Trend geht um! Wir müssen darüber schreiben und die Videos verlinken! Jaaa! Pünktlich zur Herbstsaison und zur Frankfurter Buchmesse versuchen sich deutsche Verlage wieder an multimedialer Werbung. Die Zielgruppe wird dort abgeholt, wo sie den ganzen Tag abhängt: Im Internet, mit extra produzierten Videos. Der heiße Shit kommt natürlich aus den USA – Wired hat schon vor drei Jahren über die neue Form des Buchmarketings geschrieben. Gleich zu drei Büchern, die ich gerade gekauft habe, gibt es offizielle Buchtrailer auf YouTube – hätte ich es nur vorher gewusst!
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Der Zürcher Journalist und Autor Ernst Solèr ist im Alter von 48 Jahren gestorben. Ein Bild zum Abschied.

Ernst Solèr in der Berta-Bar am Zürcher Idaplatz, Mai 2004 (Bild Peter Sennhauser)
Sie ist etwas körnig und hat keinen ganz klaren Fokus, und grade damit zeigt diese Aufnahme jenen Ernst Solèr, den ich kannte. Am liebsten ein bisschen abseits, unaffektiert selbstbewusst, nachdenklich in seiner ureigen vergnügt-sarkastischen Art. Solèr, der zu allem eine Meinung hatte, sich aber standhaft weigerte, diese, sich selbst oder die Welt zu ernst zu nehmen:
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Auf dem Cover das Model Tuuli Shipster und eine Hollywood-reife Premierenfeier mit Kriegsschiff und Edelkarosse: Sebastian Faulks hat Ian Fleming imitiert und ein neues Bond-Buch geschrieben.
Die gigantische PR-Aktion zum Verkaufsstart von “Devil May Care” in Großbritannien verspricht natürlich ein großartiges, intelligentes, gut geschriebenes Werk. Niemand soll auf die Idee kommen, Bond-Buch-Girl Tuuli Shipster und grimmige Marines sollten vom exquisiten Inhalt des Buchs ablenken und für die Aufmerksamkeit sorgen, die dem Schnellschuss-Krimi ansonsten mangels Substanz verwehrt geblieben wäre.
In nur sechs Wochen soll Sebastian Faulks den neuen Bond-Krimi “Devil May Care” heruntergeschrieben haben – in bester Tradition des verstorbenen Bond-Vaters Ian Fleming, der pro Tag 2000 Wörter schrieb. Am nächsten Tag gleich noch 2000, immer so weiter, ohne zu viel über das zu Papier gebrachte nachzudenken.

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Denn Faulks sollte im Auftrag der Flemings nicht einfach ein Bond-Buch schreiben, er sollte schreiben wie der echte Fleming. Als er, ganz Autor, nach dem Innenleben Bonds forschte, musste er feststellen: Fehlanzeige. “I tried to go inside Bond’s head, to create an inner life for him, and I realised he didn’t have one”, sagte er der BBC im Interview. James Bond ist hohl.
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Tausche Wissen gegen Klicks: Die Encyclopaedia Britannica gewährt Bloggern jetzt auf Antrag kostenlosen Zugang zu ihren Datenbeständen. Artikel können verlinkt und komplett abgerufen werden.

Praktischer allemal: Britannica im Netz (Bild [M] cc:Stewart)
Blogger müsste man sein: Auf Antrag gibt es einen kostenlosen Zugang zum definitiven Nachschlagewerk der Holzära, der Encyclopaedia Britannica. Ansonsten kostet der 51 Euro im Jahr. Gestern habe ich also das Online-Formular ausgefüllt und um Freischaltung gebeten – heute Morgen war es soweit. Ich habe nun vorerst für ein Jahr kostenlosen Zugang. Es wird noch besser: Links, die von medienlese.com auf Artikel der Britannica verlinken, führen direkt auf den kompletten Artikel.
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Lügen, nichts als Lügen: In der Literatur sind Journalisten all zu oft versoffene Draufgänger ohne jeglichen Anstand. Berufsehre? Nie gehört. Wo bleiben nur die Heldenfiguren? Ein kleiner Streifzug durch die Schattenwelt der fiktiven Schreiber.

Der fiktive Reporter (Bild iStockphoto)
Fast alle Schriftsteller, die über Journalisten schreiben, steckten selbst mehr oder minder lange in der redaktionellen Tretmühle fest. Vermutlich aus Rache für erlittene Unbill kommt die Zunft der Tagesschreiber in ihren Romanen daher verdammt schlecht weg. Oder ist es bloßer Realismus, der Autoren zu solchen Invektiven treibt?
Es gar nicht notwendig, einschlägige Beispiele aus den USA heranzuziehen, dem Journalistenhasser-Land schlechthin. Dort beispielsweise zeichnet Tom Wolfe in seinem ‘Fegefeuer der Eitelkeiten’ mit Peter Fallow einen englischen Reporter, der den großen Finanzmogul planmäßig erlegen wird. Dieser Fallow ist eine ebenso zynische wie verkommene Drecksau, die sich an jedem Tag ihres Lebens bis ins Koma säuft. Zwar bezweifelt niemand, der mit offenen Augen durchs Leben läuft, dass Drogen im Journalistenalltag eine große Rolle spielen können. Einen solchen Gargantua der Bewusstseinsveränderung aber hat die rückfällige New Yorker Edelfeder Wolfe einfach nicht ‘literarisch’ genug gezeichnet, sondern eher ‘journalistisch’ verzeichnet. Wir bleiben daher lieber häuslich und wärmen uns am heimischen Herd.
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Wer als pubertierender Junge Bücher gelesen hat, erinnert sich: Am besten waren die Sexszenen – egal worum es in dem Buch eigentlich ging und egal wie subtil sie waren. Im Prä-Web-Zeitalter war noch wenig Anregung und viel Phantasie. Wenn das Buch langweilig wurde, konnte man immer vorblättern, ob es irgendwo in Richtung Bett gehen würde. Lästig, diese ganze Handlung zwischendurch, am besten wäre es, die entscheidenden Szenen wären schon irgendwie herausgestrichen.
Hilfe naht, wenn auch etwas spät. Spiegel Online hat die Autobiografie von Rainer Langhans gelesen. Und unter dem den Liebesgrüssen aus der Lederhose kongenialen Titel «Höschen-Träume in der Haftanstalt» acht Teile gefunden, wo es um Poppen geht (stimmt am Ende gar nicht, manchmal geht es um Liebestöter wie Geld), und die natürlich als Klickstrecke auf acht Seiten verteilt.
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